Zurück nach Bangkok

Ich hatte leider kein Internet und/oder keine Zeit, das hier online zu stellen, deswegen etwas verspätet:

So, schon bin ich wieder am Pier. Diesmal, um zurück nach Bangkok zu fahren. Es kann sehr gut sein, dass ich nie mehr nach Koh Tao komme, das ist genau das gleiche komische Gefühl, wie am Bahnhof in Chiang Mai. Dieses Wissen, dass man das hier alles wahrscheinlich nie mehr wieder sehen wird. Auch auf Koh Tao hat es mir gut gefallen. Der Zustand des Hostels schockt alle im ersten Moment, wie ich bei verschiedensten Gesprächen herausgefunden habe, aber jeder liebt es nach dem ersten Tag. Die Stimmung ist locker und gut. Jeder spricht mit jedem und weil das Hostel Spicytao BACKPACKER heißt, findet man dort auch fast nur Backpacker, also Rucksacktouristen, meistens in meinem Alter und schon allein mit den Fragen: Woher kommst du? Wo warst du schon? und Wo willst du noch hin? kann man gute Gespräche anfangen. Es war eindeutig das schmutzigste Hostel, in dem ich bis jetzt war, aber das lag hauptsächlich an dem Sand, also waren die anderen Hostels auf der Insel wahrscheinlich genauso „unsauber“. Man hat sich aber schnell daran gewöhnt. Das Ziel, das bei der Gründung dieses Hostels das wichtigste war, war, dass es sich jeder leisten kann, auch Backpacker, die ihr Geld lieber in Ausflüge oder eine längere Reise stecken wollen, anstatt in gute Hostels. Frühstück zum Beispiel war inklusive, aber es gab nur Toast. Am ersten Tag war noch etwas Marmelade da, danach nicht mehr und die Butter war auch am zweiten Tag zu Ende. Aber das stört da keinen, Hauptsache Frühstück ist dabei. Im Ort sind so viele Restaurants und fast alle bieten den ganzen Tag lang Frühstück an und auch gutes. Ich aß einmal Müsli mit Banane, Wassermelone und Jogurt für nur 60Baht, das sind in etwa 1,30€. Inzwischen sitze ich schon in dem Bus nach Bangkok, hat alles gut geklappt bis jetzt, Gepäck ist da, Boot war pünktlich, Anmeldungen haben reibungslos funktioniert. So kann es weitergehen! Noch kurz zu gestern: Ich habe versucht lange zu schlafen, habe aber ab halb sieben eigentlich nur noch gedöst, weil ständig jemand Neues aufgestanden ist, entweder, um aufs Klo zu gehen oder das Zimmer zu verlassen. Wenn die Zimmer-Verlasser dann auch noch ihren Rucksack packen und mit Plastiktüten herumrascheln, war es das mit dem Schlaf. Um zehn bin ich dann aufgestanden, habe meine Wäsche weggebracht, weil das Waschen hier so günstig ist und bin dann zum Frühstücken und wiederum danach zum Strand gegangen. Wegen dem Strand bin ich ja letztendlich gekommen und das Alleinsein am Vortag beim Wandern hat mir gut getan, also war ich auch allein am Strand. Noch ein bisschen Sonne tanken (immer schön mit Sonnencreme eingeschmiert selbstverständlich) und im Meer baden, danach ging es zurück ins Hostel zum ausführlichen Skypen und Packen. Ich habe alles erstaunlich gut untergebracht und habe dann noch überlegt, ob ich nochmal rausgehe, aber ich wollte dort nicht ewig sitzen und dann heute so müde sein, dass ich im Bus schlafen „muss“, weil der Schlaf im Bus einfach so gar nicht erholsam, sondern eher ermüdend ist. Um neun Uhr fuhr ich dann heute mit einem Taxi und zwei anderen (Holländer, die ich im Hostel kennengelernt habe und die auch zum Pier mussten, allerdings um nach Krabi, also eine andere Insel, zu fahren) zum Pier. Ich hatte einen guten Platz am Boot. Die unterste Ebene ist komplett innen gelegen und viele Sitze nebeneinander. Ganz oben knallt dir die Sonne voll aufs Hirn und das brauche ich auch nicht für zwei Stunden, also setzte ich mich auf die Zwischenebene: außen, aber überdacht und somit schattig. Schuhe aus, Hose hochkrempeln, Sonnencreme drauf und aufs Meer schauen. Die Insel Koh Tao auf der ich die letzten Tage verbracht habe, verschwand sehr langsam am Horizont und genau in dem Moment, als man sie nicht mehr sehen konnte, sah man schon das Festland, unser Ziel. Das Umsteigen in den Bus hat auch gut geklappt und die Fahrt bis jetzt war auch sehr angenehm. Ich schaue grad viel aus dem Fenster, am Hinweg war es ja dunkel außen, und mache mir viele Gedanken: Ich kann mir zum Beispiel gerade gar nicht vorstellen, in ein paar Wochen in San Francisco oder New York zu stehen. Hier an Asien ist alles so anders. Aber dazu gibt es nach dem letzten Tag in Thailand einen extra Beitrag, vielleicht werde ich ihn auf dem Flug nach Indien vervollständigen.

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