Faszination Kerela

… das ist der Titel meiner Tour, die ich gerade mache und hier ist es wirklich faszinierend. So ganz anders als im Norden Indiens, man könnte auch sagen viel schöner, mehr Natur, offenere Menschen. Auf Englisch heißt sie „Beaches and Backwaters“ und diese Backwaters haben wir uns heute angesehen. Aber erst noch zu gestern Abend: Ich habe mich dann noch eine ganze Weile mit meiner Zimmerkollegin unterhalten (sie ist aus Deutschland, 39 Jahre alt, liiert, keine Kinder, sehr nett!), war dann irgendwann auch tatsächlich duschen und habe im Anschluss nochmal meinem Skype einen Besuch abgestattet. Das war auch eine gute Idee, weil so haben meine liebe Steffi und ich es endlich einmal hinbekommen, uns zu sprechen! Danke, war schön ;-). (Sie hat mir auch erzählt, dass sie hier regelmäßig vorbeischaut.) Das hier war übrigens unser Zimmer:

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Heute Morgen gab es dann Frühstück, das war aber nicht inklusive, hat aber nur 160Rupien, ca. 1,60€ gekostet und ich hatte zwei Scheiben Ananas, Käse-Omlett, Tee und Toast und Butter so viel ich wollte. Im Anschluss war eine kleine Besprechung und schon ging es los: mit dem Tuktuk

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zu einem Steg und dann mit der Fähre,

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weil das bei dem Verkehr um diese Uhrzeit schneller geht, dann wieder mit einem Tuktuk zu einem Busbahnhof (das eine Tuktuk ist zum Flughafen gefahren, also mussten wir kurz warten, dabei ist unter anderem dieses Bild entstanden:

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und man konnte sich schon einmal unterhalten) und von dort logischerweise mit dem Bus nochmal weiter.

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Weil wir gerade auf einer Insel sind, mussten wir dann nochmal Boot

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fahren, also wir waren wirklich sehr viel unterwegs heute. Zum Glück durften wir ein paar Sachen, die wir nicht brauchen, im ersten Hotel lassen, weil dort die Tour auch wieder endet.

Dauer:
Tuktuk 10 Minuten, Fähre 3/4tel Stunde, Tuktuk 15 Minuten, Bus 2 Stunden, Boot 1,5 Stunden

Es kam einem aber nie so lang vor, man hatte viel zu sehen und gerade die Bootsfahrt war echt super:

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Irgendwann stieg ein 10-jähriges Mädchen zu

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und unterhielt sich mit uns auf Englisch! Echt cool, wie gut sie das schon konnte! Sie erzählte uns, dass sie Münzen sammelt und da wir von überall auf der Welt kommen, hat sie an diesem Tag ganz schön was einsammeln können. Sie war auch sichtlich gerührt und hat uns, als sie aussteigen musste, so lange gewunken, bis wir sie nicht mehr sehen konnten.

Als wir dann auch ausstiegen,

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hatten wir noch zehn Minuten zu laufen (eine ist tatsächlich mit Trolli gekommen)

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und dann kamen wir an einem wunderschönen Hotel

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an.

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Oben seht ihr den Gemeinschaftsraum vor unserem (wieder die 39-jährige Nicole und ich) Zimmer, unten sind unsere Betten. Wir haben ein eigenes Bad mit Dusche und Warmwasser, Seife, Handtuch und Klopapier (lernt man hier alles zu schätzen!) und sogar einen Balkon!

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Es heißt eigentlich, dass man bei einer Gastfamilie übernachtet und bis vor ein paar Monaten war das auch wirklich so, aber inzwischen ist das Haus eher ein Hotel und das Essen wird gekocht, ohne, dass man mithilft. Ist aber okay, wir sehen auch so genug und die Stimmung hier im Haus ist sehr familiär.

Wir hatten nur fünf Minuten Zeit und dann gab es schon Mittagessen,

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dann nutzte jeder hier das Wifi [und ich sah mich ein bisschen auf dem Gelände um (war aber nichts Besonderes,

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nur der Blick auf die Felder war sehr schön] was wirklich ein Luxus ist hier auf dieser Insel. Die Menschen waschen ihre Sachen im Fluss und trinken aufbereitetes Regenwasser, aber haben Internet (für uns). Nach einer Stunde gab es dann diesen leckeren indischen Tee, der bei uns Chai heißt, was hier aber nur „Tee“ bedeutet und somit wenig aussagekräftig ist. Er ist sehr würzig, manchmal sogar scharf vom Ingwer und die Zutaten variieren von Gegend zu Gegend. Es gab noch Kekse dazu und die waren sowas von lecker, dass ich damit erst aufhören konnte, als wir uns unsere Kameras geschnappt haben und zur Abendwanderung aufgebrochen sind. Einer der Söhne der Frau, der das Hotel gehört, in dem wir gerade sind, macht diese Führung über die Insel immer kostenlos und er erklärte, wie die Menschen hier arbeiten,

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was sie alles mit Kokosnüssen anstellen (Seile, Essen und sogar

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eine Leiter bauen sie daraus! Unterwegs stellten sich auch immer wieder vor allem Kinder zur Verfügung, dass wir sie fotografieren SOLLEN.

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Ich denke, dass ist für sie eine Möglichkeit an Bilder zu kommen, weil viele Touristen schicken ihre Fotos dann an Thomas,

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unseren Führer für die Inselführung/Abendwanderung.Er erklärte uns verschiedene Gemüsesorten, gab uns ein paar geschichtliche Hinweise über diese Insel und über den Reisanbau hier informierte er uns auch. Die Felder waren vor einigen Tagen abgebrannt worden. Das macht man hier so, damit der Boden wieder fruchtbar wird, aber deswegen war der Anblick nicht besonders schön.

Das Wetter war wunderschön und neben einer Libelle und einem Vogel, der sich extra eine Pose für uns überlegt hat, sah ich den süßesten Hund Indiens:

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Wir liefen viel am Wasser entlang und am Ende der Tour fuhren wir mit zwei Kanus zurück (es war dann schon stockfinster) und der Sohn fang an traditionelle Lieder zu singen. Im Refrain stiegen dann die Kanupaddler mit ein und das war einfach super schön. Sowas kann man nicht beschreiben. Man wird über das Wasser geschippert, sieht ein paar Lichter und die Schatten von den Booten, kann in einige (oft sehr luxuriöse) Hausboote schauen und dann noch dieser Gesang dazu. Wirklich schön! Zurück im Hotel sahen wir einen der Bewohner, den wir bis dahin noch nicht kannten, unter dem Esstisch sitzen:

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Er ist hier für die Moskitos zuständig und hat ein eigenes Aquarium und darf manchmal auch frei herumhüpfen. Kurz nach unserer Ankunft gab es dann Abendessen, auch wieder sehr gut, aber auf Grund der Kekse zum Tee hatte ich nicht wirklich viel Hunger. Morgen fahren wir acht Stunden Boot und übernachten dann nochmal in so einem „familiären Hotel“ und ich denke, dass ich dort auch wieder Internet haben werde.

Also diese Tour ist einfach perfekt, nichts an diesem Tag hätte besser laufen/aussehen/schmecken können! Und ich habe so viele schöne Bilder gemacht, ich liebe Boote! Wie sie sich im Wasser spiegeln und die Spiegelung aber durch kleine und große Wellen gebrochen wird. Einfach toll, wunderschön, unbeschreiblich :-). Bis morgen!

PS: Wunderschönes Wetter haben wir hier natürlich auch, etwas feucht, aber schön warm und sonnig:

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