Ich bin reich!!!!!!!!

Wie gestern schon erwähnt, wollte ich unbedingt mit zum Fischmarkt, da lassen sich super Bilder machen, das lasse ich mir nicht entgehen! Deswegen standen wir um 6h auf, zwei Jungs und zwei Mädels „wollten“ auch mit und Nicole und ich eben auch. Weil immer drei Leute in ein Tuktuk passen und wir mit Guide sieben gewesen wären, haben wir ein Auto bestellt, das genau so viel gekostet hat. Mit asiatischer Pünktlichkeit wurden wir dann Hotel abgeholt und zum Fischmarkt gebracht.

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Wir konnten beim Zerlegen zusehen, beim Handeln zuhören und sowieso den „Geruch“ riechen. Alle, die dabei waren, fanden, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hat, ich auch! Übrigens zahlte man 10Rupien Eintritt, 50Rupien, wenn du fotografieren wolltest (was ich natürlich wollte) und für das Taxi hat jeder 100Rupien gezahlt, also ein Ausflug für 1,60€!

Zurück im Hotel gab es endlich mal ein Buffet zum Frühstück! Indische Sachen genauso wie kontinentale, wobei sich das kontinentale auf Toast mit Butter und Marmelade sowie Omlett beschränkte. War aber alles gut, bis auf die Marmelade, das können die hier irgendwie nicht. Früchte gab es auch und deswegen konnte danach jeder behaupten, dass er/sie satt wurde. Das Frühstück war allerdings nicht inklusive und da sich das Hotel ja für etwas besser hält (!!), hat es 2,20€ gekostet, was für hier zu viel ist für ein Frühstück dieser Art. Im ersten Hotel zahlten wir 160Rupien, also 1,60€ und waren genauso satt.

Nach dem Frühstück ging es mit Tuktuk und Bus zu einem anderen Bus und nach diesem zweiten öffentlichen Bus wieder mit einem Tuktuk zum Hotel. Unser Guide hatte uns gestern angeboten, für 300Rupien von jedem ein Auto zu mieten, das uns direkt zum Hotel bringt, aber ca. genauso lang braucht und zwei wollten das auch nehmen, die waren dann etwas genervt, als der erste Bus so voll war und der zweite etwas auf sich warten ließ. Aber meine Güte, ich finde, das gehört auch zu den Erfahrungen dieser Tour, das ist eben etwas einfacher gehalten und es ist immer spannend, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren!

In diesem Hotel bleiben wir (leider) zwei Nächte. Es ist das am wenigsten schöne Hotel auf dieser Tour:

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Man sieht zwar von unserer Terrasse das Meer, läuft aber 15 Minuten, bis man am Strand ist, weil einigermaßen steile Klippen den direkten Weg zum Meer verhindern.

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Es ist trotzdem schön, wieder das Meeresrauschen zu hören und die Luft hier zu atmen, das ist einfach etwas anderes, als an den Flüssen und Kanälen der letzten Tage.

Direkt nach der Ankunft, sind zwei Mädels und ich mit unserem Guide zurück zum Bahnhof gefahren, wo unser Bus zuvor angehalten hatte, um für mich Geld abzuheben. Die anderen beiden wollten je einen 1000er wechseln (den nimmt hier irgendwie keiner an) und ein Zugticket oder Flugticket zu kaufen.

In der größten Bank hier erklärte mein Guide einer Frau am Schalter, was wir von ihr wollen und als sie anfing den Kopf zu schütteln, wusste ich, auch wenn ich kein Wort Hindi verstehe, dass etwas nicht stimmt. Natürlich bekomme ich auch hier kein Geld. Sie sagte, wir sollten noch zu einem Mann sprechen, der wohl mehr Ahnung hat, aber auch er schüttelte nach kurzer Zeit den Kopf, redete dann eine Weile und dann verabschiedeten wir uns. Ich war schon wieder am Verzweifeln. Klar kann mir Nicole Geld leihen, hat sie auch angeboten! Und die Mama könnte ihr das auf ihr deutsches Konto überweisen, aber was mache ich dann in Australien?! Irgendwann muss das doch mal funktionieren! Mein Guide erklärte mir dann, dass der Mann meinte, dass wir bei einem UAE Exchange die Chance hätten, Geld abzuheben, weil sie in der Bank wohl nicht das richtige Gerät dazu hätten. Also fuhren wir zu diesem UAE Exchange, setzten uns zu einer Frau, die fragte nur, wie viel ich abheben will und ich konnte es noch gar nicht glauben, bis zu dieser Frage sind wir sonst nie gekommen! Ich sagte dann 40.000Rupien, 400€. Und dann rief sie wieder zu einem Mann und ich dachte schon: Also wird das doch wieder nichts. Wir sollten uns dann auch zu diesem Mann setzen und er wollte meinen Reisepass sehen, natürlich die VISA Karte und hat sie dann ganze vier Mal (!!!!!) durch seinen Automaten gezogen. Nach den ersten zwei Mal habe ich auch da wieder gedacht: das wird doch nichts. Aber dann kam ein Bon aus dem Gerät, ich sollte etwas unterschreiben und es hieß, jemand holt mein Geld. Ich konnte es gar nicht glauben! „Jemand holt mein Geld“, das heißt nach dem ganzen Ärger und den Nerven, die ich deswegen verloren habe, bekomme ich tatsächlich Geld ausbezahlt?! Nach zwei Minuten bekam ich dann einen Umschlag, in dem lauter 500Rupien-Scheine waren und mein Guide meinte, ich solle sie zählen. Tat ich dann auch, aber passt natürlich alles. Letztendlich habe ich mir doch gleich 50.000Rupien geben lassen, mehr geht am Tag von der Notfallkarte her nicht und gehe morgen nochmal hin. Besser wäre es dann natürlich, wenn ich gleich Australische Dollar bekommen könnte, aber das muss er erst nachfragen. So wie ich das verstanden habe, kann ich nur das gewechselt bekommen, was ich vorher in Rupien gewechselt habe. Also ich habe ja am Flughafen in Delhi 1500Baht in Rupien gewechselt und deswegen bekomme ich auch nur wieder Baht zurückgewechselt. So habe ich das wie gesagt verstanden. Aber er hat irgendwann kapiert, dass mir das nichts bringt und ich kann ja auch nicht die Erste sein, die durch Indien durchreist und somit vorher eine andere Währung wechselt, als sie hinterher braucht. Natürlich kann ich das dann auch am Flughafen wechseln lassen, aber dort sind die Gebühren höher und deswegen wäre es besser, wenn ich gleich Australische Dollar bekommen könnte. Aber das sehen wir morgen!

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Auf jeden Fall habe ich jetzt endlich Geld! Das heißt: shoppen ist angesagt!

Ich dachte schon, dass die anderen zwei Mädels inzwischen auf mich warten, aber als wir am Bahnhof ankamen, musste ich noch auf die beiden warten, war mir aber auch lieber, wie wenn sie auf mich hätten warten müssen. Wieder „daheim“ gingen wir dann Mittagessen und weil ich wusste, dass die anderen ins „ABBA“ wollten, ein Restaurant hier angeblich in der Nähe, machten wir uns auf die Suche danach und fanden es auch nach 20 Minuten laufen. Die anderen waren sogar noch da, natürlich fertig mit essen und wollten eigentlich gleich zum Strand, um das Holi Festival nachzuspielen. Das war ja an dem Tag, an dem wir alle angereist sind und deswegen habe nicht nur ich, sondern alle anderen das Festival auch verpasst. Unser Guide hat extra etwas Farbpulver gekauft gehabt und wir wollten das auch schon eher machen, aber wir hatten immer zu viel geplant, deswegen erst heute. Bis sich alle gefunden hatten etc., hatte ich meine halbe Margeritha Pizza und meinen halben griechischen Salat (geteilt mit Amber) gegessen und bezahlt, also konnten wir auch direkt mit und die anderen mussten nicht auf uns warten. Wir waren auch echt hungrig und hätten unmöglich erst Holi „spielen“ können und im Anschluss etwas essen.

Der Weg zum Strand

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führt über ca. 70 Stufen, ist also auch wieder nicht so optimal und durch die vielen Pfützen, in denen sich dann Algen bilden und Tierchen ansammeln, ist es jetzt nicht gerade der schönste Strand, den ich gesehen habe. Alle zogen sich dann um und ich schnappte mir meine Kamera: Ich war Fotografin und bekam keine Farbe ab.

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Die Bilder muss ich dann allen noch irgendwie geben, aber das bekommen wir schon hin, hat ja eigentich jeder einen Laptop oder ein Tablet dabei. Und die anderen kannten sich ja untereinander, weil sie vorher schon zusammen gereist sind, also haben sie mehr Kontaktdaten voneinander und können das dann besser austauschen.

Danach sprangen alle ins Meer, ich auch! Aber die Wellen waren so extrem hoch, dass es super zum surfen, aber nicht gut zum „entspannen“ ist. Also blieben wir alle nicht lang, alle anderen versuchten nur ihre Farbe abzubekommen. Am Strand sonnen war angesagt. Leider ist auch der Strand nicht so toll: der Sand ist ganz und gar nicht trocken und dein Handtuch saugt sich richtig voll und wird dadurch schwer und der Sand lässt sich nicht abklopfen. Man selbst wird auch nur immer auf der Seite trocken, die man der Sonne hindreht und die, die auf dem Handtuch liegt, ist immer komplett nass. Also bin ich irgendwann wieder zum Hotel zurückgegangen. Die anderen sind alle weiter den Strand runter, um etwas (Bier etc.) zu trinken zu kaufen und so, wie ich sie am Abend vorfand, haben sie wohl auch etwas gefunden. Auf meinem Rückweg traf ich dann noch Amber (sehr nett, 26 Jahre alt, klein, blonde lange lockige Haare, hübsch, aus Kanada, Fotografin und Krankenschwester, reist regelmäßig) und Nicole getroffen. Wir haben dann alle geduscht und als wir damit fertig waren, fing es an zu regnen und nach wenigen Minuten schüttete es wieder wie aus Eimern. Ich unterhielt mich dann viel mit der Nicole und später kam auch noch Amber dazu, nachdem sie einige ihrer Klamotten auf der Terrasse gewaschen hat, und unterhielt sich auch mit uns, dann natürlich auf Englisch. Die anderen kamen wegen dem Regen nicht zum Hotel und um kurz nach sieben hörte es wieder auf und wir drei machten uns mit dem Guide auf zu dem Restaurant, das wir schon mittags ausgemacht haben, dass wir dort zu Abend essen wollen. Wir gingen davon aus, dass wir die anderen dort treffen, trafen sie dann unterwegs und natürlich wollten sie erst noch duschen gehen. Wir warteten also im Restaurant (hier ist die Spezialität Seafood, also Fisch, Krabben, Shrimps und praktisch all das, was wir heute Morgen auf dem Fischmarkt gesehen hatten). Das ist ja nicht gerade meines, vor allem nicht, wenn du dir die Krabbe lebendig aussuchst und kurze Zeit später tot und gekocht auf deinem Teller hast. Die Fische waren schon tot, aber trotzdem – nein, danke. Ich bestellte mir dann einen Burger mit Pommes und Salatbeilage, der war auch gut, aber ich war irgendwie gar nicht hungrig und weil ich trotzdem aufaß, fühlte ich mich danach nicht so besonders gut, einfach überessen, nicht richtig schlecht. Müde war ich auch unheimlich und deswegen machte ich mich vorzeitig allein auf den Rückweg zum Hotel. Das ist hier auch voll in Ordnung, hier sind lauter Bars und Clubs, Restaurants und kleine Läden, also viele Menschen überall und ich hatte meine Taschenlampe dabei. Ich habe es auch nur noch geschafft, mir meine Schuhe auszuziehen und meine Füße einigermaßen vom Sand zu befreien, bevor ich ins Bett gefallen bin. Leider war die Nacht nicht so super, weil der Ventilator nicht ging, war es super warm im Zimmer und ich wachte ständig auf. Irgendwann kam dann auch noch die Nicole und wir überlegten kurz, ob wir gleich noch fragen sollten, ob jemand den Ventilator repariert, haben uns dann aber dagegen entschieden. Grund: Müdigkeit.

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