Letzter Tag in Indien

Da ihr das hier schon lesen könnt, bedeutet das, dass ich in Kuala Lumpur Internet ohne Code-aufs-Handy-senden habe!

Ich habe mal wieder nicht sooooo gut geschlafen, obwohl es kühl war, ich allein im Zimmer schlief und es außen sogar ruhig war. Ich fürchte, ich bin nicht mehr ans lange Schlafen gewöhnt… Nachdem ich mit der Nicole ausgemacht hatte, dass wir uns vormittags treffen, um zu versuchen, mein „Deutschland-Gepäck“ in ihrer Tasche unterzubringen und sie aber eine derjenigen war, die die letzte Nacht durchgemacht hatten, war ich mir sicher, dass sie noch nicht wach war, also schaltete ich den TV an und nach kurzer Zeit wieder aus – alles indisch und/oder schlecht und/oder langweilig. Ich sortierte dann mal wieder meine Sachen, schrieb Briefe und schrieb den WordPress-Beitrag vom Vortag. Weil ich dann nichts mehr mit mir anzufangen wusste, ging ich zur Rezeption, um das Internet dort zu nutzen und traf auf dem Weg schon Nicole, also brachte ich ihr meine Sachen, die sie netterweise mit nach Deutschland nimmt und als dann auch Ruth da war, gingen wir zusammen Frühstücken/Mittagessen in einem Café, das unser Guide uns noch empfohlen hat. Dort war es auch echt cool, sehr speziell auch, weil das Café gleichzeitig eine Gallerie war. Wir wurden dann schnell bedient, ich entschied mich für eine Spinat-Quiche (so groß wie ein Kuchenstück) mit Knoblauchbrot (ca. 2cm dick und sah total hart aus, war aber sehr weich und saulecker, genau wie die Quiche), einen kalten Kaffee (dachte eher das wird ein Kaffee mit Eiskugel, aber es waren nur Eiswürfel) und einem Hühnchensandwich (war nicht so toll, da fehlen immer Gewürze) mit Chips (selbstgemacht, aber nicht so gut). Wir haben uns dann auch noch echt gut unterhalten und ich wollte Ruth noch mit zum Hotel bringen, damit sie sich in jedem Fall nicht (allein) verlaufen kann und wir uns richtig verabschieden können. Ihr Flug dauert ewig und sie muss zwei Mal umsteigen und bei jedem Mal fünf Stunden am Flughafen warten! Da freue ich mich doch, dass ich gleich nur einmal umsteigen muss und „nur“ 2,5 Stunden Aufenthalt habe! Nachdem Ruth vom Taxi abgeholt wurde, gingen Nicole und ich Richtung Strand/Läden/Leben und nahmen uns dann ein Tuktuk zur Synagoge. So der Plan. Wir gerieten aber an einen gerissenen Tuktuk-Fahrer, der uns für 50Rupien fahren wollte, als wir dann nach 30 fragten, sagte er 20, wenn wir unterwegs in einen Laden schauen, weil wenn wir dort zwei Minuten schauen würden, würde er einen Liter Benzin bekommen und deswegen müssten wir weniger zahlen. Okay, wir wollten ja eh noch in Läden schauen, also warum nicht in den, der uns eine kostenlose Fahrt im Tuktuk beschert? Nicole verriet mir auf der Fahrt, dass sie befürchtet ausgeraubt zu werden, von wegen „geht in den Laden, dann zahlt ihr nicht für die Fahrt“. Daran hatte ich gar nicht gedacht! Ich fand dort noch zwei Geschenke (wird mal wieder nicht verraten für wen) und auch Nicole kaufte etwas, also ein voller Erfolg für den Verkäufer und den Tuktukfahrer. Auf der Weiterfahrt erzählte er uns, dass die Synagoge erst um 15h wieder aufmacht und es war gerade erst zwei, aber er konnte uns direkt helfen: Ich kenne da einen Laden, der hat eine Klimaanlage! Okay, klar. Auch hier kauften sowohl Nicole, als auch ich etwas und als Dankeschön bekamen wir sogar noch einen Tee am Ende. Für mich sprang eine Hose heraus, pink (!!!!!) und auch wieder weiter und der Schritt tief. Nicole kaufte zwei Tuniken und auch diese Hose (beziehungsweise ich kaufte sie auch, sie war eher dran), aber in weiß. Ich sah mir auch nochmal Schmuck an, aber der war nicht besonders schön und wenn er schön war, dann war er zu teuer. Und ich habe ja schon so viel Geld für Schmuck ausgegeben! Wir wurden dann vom Tuktukfahrer knapp vor die Synagoge gebracht (wir mussten gar nichts mehr bezahlen, weil wir so gut eingekauft hatten), man kann nicht näher hin, dort ist eine Art Fußgängerzone und natürlich ein Laden neben dem anderen. Wir sahen uns dann ein paar an und ich kaufte nochmal ein Geschenk (für meine Mama :-), hier wird es mal verraten) und um punkt 15h standen wir vor der Synagoge. Man sollte sich erst ein „Museum“ ansehen, das nur 5Rupien kostet und man sieht auch schnell wieso: acht Bilder, das wars. Darunter stehen ein paar Infos dazu, denn sie stellen Szenen dar, die an der/in der/um die Synagoge passiert sind, wann auch immer. Dafür lud mich Nicole ein, danke für die 5ct ;-). Danach ging es in die richtige Synagoge, in der man wieder mal nicht fotografieren durfte. Die Bodenfliesen waren interessant (weißer Hintergrund mit blauen Zeichnungen darauf) und es hingen überall Kronleuchter und sonstige Gläser zur Beleuchtung. Da es um 15h natürlich hell ist, waren diese leider aus. Wir kamen dann irgendwie in die Mitte einer französischen Reisegruppe und hörten uns an, was deren Guide über die Synagoge zu erzählen hatte, natürlich auf französisch. Danach wollte ich zurück zum Hotel und da wir inzwischen einiges gekauft hatten, wollte ich eine Waage organisieren, weil Nicole meinte, dass das Übergepäck wohl recht teuer wäre. Im Hotel checkten wir aber dann, wie schwer ihr Gepäck sein darf und die angegebenen 30kg reichen in jedem Fall aus! Ich packte meine Sachen für das Handgepäck und skypte nochmal mit meiner Oma und Mama, meinem Freund und meiner Steffi. Danke, war schön und hat gut getan! Dann ging es auch schon los zum Flughafen. Oh Mann, Australien ruft! Der Taxifahrer war asiatisch pünktlich und innerhalb 1,5 Stunden war ich am Flughafen. Ich wollte den indischen Verkehr filmen, um euch ein Video online zu stellen, aber es war viel zu „ruhig“, also gibt es nichts Spannendes zu sehen. Es war einfach schon zu spät am Tag und Kochi ist eben nicht Delhi. Sogar gehupt wurde weniger, danke der Lichthupe. Gepäckaufgabe hat auch funktioniert, ich hab nur den Typen am Schalter gar nicht verstanden. Er wollte wissen, was ich in meinem aufgegebenen Gepäck habe: Haushaltsgegenstände, Flüssigkeiten, … Naja, ich habe keinen Mixer dabei auf meiner Weltreise, aber einen Fön, zählt das schon als Haushaltsgegenstand?! Und natürlich habe ich Flüssigkeiten in meinem aufgegebenen Gepäck! Ich fand die Fragen so seltsam, deswegen konnte ich sie mir auch nicht zusammenreimen, als ich sie die ersten drei Mal nicht verstand. Dann kaufte ich erstmal ein, was auch gut war, denn nach der Pass- und Gepäckkontrolle konnte ich nur noch mit Rupien bezahlen und hatte natürlich keine mehr, weil ich sie habe wechseln lassen (was ich erst vergessen hatte und dann nochmal zurück musste, meinen Pass abgeben, aber dann brauchte ich die Passnummer zum Geld wechseln, also zurück, Passnummer aufschreiben, zurück zum Geldwechsler und dann wieder zur Pass- und Gepäckkontrolle) und US Dollar und Australische Dollar werden nicht akzeptiert. Wie doof ist das denn?! Ich habe nur 50Rupien übrig, weil ich die nicht tauschen konnte, warum auch immer. Gut, dass ich beim Schoko, Pepsi, Snickers, Bananensnack und Cashewkerne Kaufen meine kleinen Scheine ausgegeben habe. Übrigens hat da mal wieder das „Schicksal“ zugeschlagen: Ich habe die ersten drei Dinge an einem Stand gekauft und wollte bezahlen, aber er konnte mir nicht rausgeben, also hatte ich 5Rupien zu wenig Wechselgeld (kann man eigentlich nicht machen, dann müsste er mir 10 geben, ist ja nicht mein Fehler, wenn er nicht wechseln kann; ich fragte ihn auch, ob er neu sei, weil er mir auch keine Plastiktüte geben konnte und er bejahte – super), dann kaufte ich die letzten beiden Sachen in einem anderen Laden und auch diese Frau konnte nicht herausgeben (ich gab ihr 500 für 360 zu zahlende Rupien), gab mir aber dann 150 heraus, statt 140. Nach der Kontrolle gab es dann nur Snacks, aber ich hätte schon gern einen Chickenburger oder so etwas gegessen, anstatt Schoko und Cashews, aber wie gesagt werden Dollar nicht akzeptiert, angeblich DAS Zahlungsmittel der Welt. Jetzt sitze ich hier und schreibe meinen Tagesbericht und das Licht fällt einfach aus, echt gruslig, man sollte ja denken, da springt sofort ein Notfallgenerator ein, aber der ließ sich 30 Sekunden Zeit. Gerade flackerte es nochmal, funktionierte aber dann wieder. Übrigens gibt es hier ganze 10 Minuten kostenloses Internet, allerdings wieder nur mit Code als SMS aufs Handy und wie ihr ja wisst: Caro hat kein Handy dabei. Also kein Code. Also kein Internet. Das Boarding müsste dann demnächst mal anfangen und hier sitzen (noch) nicht so viele Leute und ich hatte tatsächlich wieder das Glück, dass direkt neben mir keiner saß! Zu essen gab es noch eine Kleinigkeit, dann schaute ich „E-Mail für dich“ und schlief dann ein Stündchen. In Kuala Lumpur am Flughafen habe ich total schöne bemalte Leinwände gefunden und zwei wunderschöne Schals. Die Leinwand ist zwar nicht so groß und natürlich auch nicht schwer, aber kann leicht kaputt gehen und ich wollte nicht so bald wieder etwas nach Hause schicken. Wegen dem Schal bin ich echt am überlegen, der kostet aber 26,30€, fühlt sich super an, hat eine gute Größe, schönes Muster und ist eher warm. Erfahrt ihr dann morgen, was aus dem Schal wurde!

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