Die Mischung macht’s

Und wenn ihr jetzt diese Bilder anseht, versteht ihr auch ziemlich schnell was ich meine:

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Klar sind hier viele Hochhäuser, aber die meisten haben eine „besondere“ Fassade und sind nicht vergleichbar mit dem deutschen Plattenbau in Berlin oder im Ruhrpott. Melbourne ist auch eine Stadt der Kunst, was nochmal erklärt, warum hier nicht viele „normale“ Häuser zu sehen sind. Die Kunst ist auch überall: designte Brunnen, Graffiti, bemalte Säulen, … Und ich stehe ja auf Kunst und gerade diese einfache alltägliche Kunst finde ich faszinierend.

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Lukas, dein Tierchen durfte mal wieder Modell stehen: dieses Mal an einem Gitterstab, der umstrickt ist. Also jemand hat einen Schlauch gestrickt und den als Streetart, also Straßenkunst, um diesen Gitterstab gezogen. Das wird immer beliebter und vor allem in Neuseeland sieht man sowas häufiger.

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Auch das obere ist Graffiti, kein Plakat!

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Letzteres ist übrigens von Banksy, einem berühmten bzw. dem berühmtesten Streetart-Künstler der Welt. Er hat oft politische Aussage in seinen Werken versteckt, operiert heimlich und unauffällig und will dafür nicht gefeiert werden. Er macht es einfach gern. Ich habe von diesem Künstler in einem Seminar an der Uni gehört und dann ein Werk live von ihm zu sehen und das auch noch in Australien war mein Highlight des Tages!

Heute Morgen hat mein Wecker nicht geklingelt, also habe ich das Frühstück verpasst (geht nur bis 9h), aber dafür halbwegs ausgeschlafen (11h). Um 13h sollte die Stadtführung losgehen und um halb 12 habe ich nach dem Weg gefragt. Man kann hier aber alles laufen, alles „interessante“ ist „auf einem Haufen“, also vom einen Ende zum anderen läuft man etwa eine halbe Stunde. Hier sind die Straßen ja wie in Amerika als Schachbrett angeordnet und deswegen kann man sich nicht wirklich verlaufen. Die Straßenschilder sind nur manchmal nicht so klar ersichtlich, aber man findet sich wirklich schnell und gut zurecht. Die Sehenswürdigkeiten helfen einem ja auch weiter und ich habe eine Karte vom Hotel bekommen, auf der mein Weg eingezeichnet war. Ich war dann gleich mal eine Stunde zu früh, konnte aber dann zwei grüne Äpfel essen, die ich mir für 3AUD aus einem 7-11 geholt habe. Ja, die gibt es auch in Australien, fand ich echt witzig! Und sind genau so spärlich eingerichtet, wie in Thailand, also dass man nicht wirklich „einkaufen“ kann. Dafür habe ich auf dem Hinweg aber einen Aldi gefunden 😀

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Witzig, oder? Und er ist genau so günstig wie in Deutschland, finde ich!

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Das habe ich mir nämlich grade geholt und habe 30AUD gezahlt, das sind 20€ und ich habe viel Gemüse bekommen. Das freut mich total! Bin auch mal auf diese Brot-dinger gespannt: Tomate-Basilikum und das andere ist Knofi (muss man ja ausnutzen, wenn man alleine ist und keinen küssen muss/darf/kann/will).

Aber weiter zum Tagesablauf: Pünktlich um 13h fanden sich dann alle, die die Stadtführung machen wollten bei dem Mann mit dem roten T-Shirt ein – Dave, unser Stadtführer. „Wir“ bestanden aus zwei älteren Pärchen, einem mittelalten Pärchen, einer Singlefrau in den 40ern und einem Mann mit seiner Tochter, die etwa mein Alter hatte. Übrigens alle Muttersprachler Englisch, wenn auch aus England, Schottland und Amerika. Nur ich war nicht-Muttersprachler, aber er hat wirklich deutlich geredet und laut und nicht zu schnell, also gut zu verstehen. Und ich höre ja auch bei einer Stadtführung in Deutschland nicht unbedingt genau zu. Es war zum Glück keine gewöhnliche Stadtführung, von wegen: Hier sehen Sie dieses Gebäude, das für dieses und jenes Ereignis sehr bedeutend war … Es war eher locker. Es kamen Themen wie Sport, Geschichte, Kunst, Musik, Theater, Architektur, … dran. Also für jeden etwas dabei und man hatte das Gefühl „Insider-Tips“ zu bekommen, eben von jemanden, der sich auskennt. Restaurants wurden uns empfohlen, von anderen abgeraten und als sie dann zu Ende war, verriet er mir auch noch, wie ich einen kostenlosen Blick über die Stadt erhaschen kann, weil auf das höchste Gebäude der Stadt zu fahren kostet 18AUD, für mich wegen meinem Studentenausweis wahrscheinlich weniger, aber generell finde ich so einen Blick über die Stadt nicht so spannend. Ich lief dann zu dem Hotel,

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das er mir genannt hat und dachte ich fahre ganz nach oben. Da waren dann nur Zimmer beziehungsweise Suiten, also stieg ich wieder in den Aufzug und fand angeschrieben, dass das Restaurant im 35. Stock ist. Da wollte ich hin. Zum Glück hatten sie geschlossen, dann konnte ich gar nichts zu trinken bestellen und so tun, als wäre ich zum Essen/Trinken hier, sondern habe nur geknipst und bin wieder gegangen. Dadurch, dass geschlossen war, saßen mir auch keine Leute im Weg, also super Blick für mich:

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Danach setzte ich mich noch ein bisschen in den Treasure Park, an dem bin ich davor vorbeigelaufen und dachte, da kann ich schön sitzen. Außerdem aß ich bei McDonalds ein Angus Menü für 10AUD. Ist okay, mache ich ja in Deutschland auch manchmal und der Preis ist sogar etwas günstiger hier. Ich saß dann an der Haltstelle für die Straßenbahn, weil es eine kostenlose gibt, die um den Stadtkern herumfährt und ich musste eben zum anderen Ende des Stadtkerns, deswegen wollte ich damit fahren, aber es war schon halb sieben und nach einer halben Stunde warten und einer neuen Bekanntschaft, die dann gegenüber nachfragte, wie es denn mit dieser kostenlosen Bahn aussieht, erfuhren wir, dass sie nur bis 18h fährt, also doch heimlaufen. Aber wir unterhielten uns gut über Indien, sie kommt ursprünglich aus Pakistan, aber einem Teil, der Mal zu Indien gehört hat. Sie empfahl mir dann noch ein günstiges gutes indisches Restaurant nicht weit von meinem Hotel, vielleicht gehe ich dort morgen hin.

Achja, in Australien ist übrigens gerade Herbst, also Anfang Herbst. Das heißt wunderschöne Sonne und im Schatten etwas kühler, aber es heißt auch: SALE, Ausverkauf der Sommerklamotten. Vielleicht finde ich ein schönes T-Shirt … 😉

Fazit: Ich mochte Melbourne schon gestern Abend, aber jetzt liebe ich es.

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Ein Gedanke zu “Die Mischung macht’s

  1. Hi Carolina,
    es freut mich sehr, dass es Dir in Melbourne schon so gut gefällt – Sydney, die Whitsundays, Fraser Island und das Great Barrier Reef werden Dich „umhauen“.
    Genieße die Zeit in Australien und schreibe bitte weiter und sende viele Fotos!
    Alles Liebe
    Marianne

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