GREAT OCEAN ROAD !!!

Nachdem ich so spät eingeschlafen bin und so früh aufstehen musste (5:30h), war meine Nacht sehr kurz, zu kurz, um sich von der Lauferei am Vortrag wirklich zu erholen. Duschen, packen, auschecken und schon wurde ich abgeholt – zum Glück. Hatte ja ein kleines bisschen Bedenken, ob ich mit der Bestätigungs-Mail zu knapp dran war, aber alles kein Problem. Alles easy hier in Australien. Ich habe seit gestern Abend auch ein bisschen Halsschmerzen und habe vorsichtshalber schon mal meine Lemocin aus dem Rucksack geholt, bevor er in den Tiefen des Anhängers verschwindet (ich war die Erste, die abgeholt wurde). Die Fahrerin/Führerin Emma

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(dieses Mal ist es der richtige Name) übernachtete auch in meinem Hostel und wir kamen pünktlich los. Ich hatte freie Platzwahl im Bus

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und entschied mich für die zweite Reihe hinter Emma. Die erste war etwas knapp bemessen für Beine und Füße und weil ich schon gefragt habe, ob der Bus denn voll wird und Emma sagte, dass wir nur elf Leute für die knapp 20 Plätze sind, hatte ich den Zweierplatz für mich. Wir machten uns dann dran die anderen zehn Leute einzusammeln und vier davon hatten Verspätung, zwei Mädels ganz gewaltig, fast eine halbe Stunde, aber irgendwann kamen wir dann los. Emma ist witzig und nett, freundlich, höflich, chaotisch und trotzdem strukturiert. Ich glaube, sie ist eigentlich komplett chaotisch, hat aber diese Tour schon ca. 150 Mal gemacht und deswegen eine Art Zwangsorganisation durch Routine. Wir haben auf jeden Fall Wasser im Bus, Orangen, Äpfel und Müsliriegel zur freien Verfügung und sie steckte ihre eigene Musik an, was mal was anderes ist, als dieses Radiogedöns, das wir sonst immer hören, wenn wir solche Touren machen. Eine weitere „Erfindung“ ihrerseits ist die Propellermütze (logischerweise eine Mütze mit Propeller obendrauf), die man aufsetzen muss, wenn man zu spät zum Bus kommt und da schon zwei Mädels ordentlich Verspätung hatten, durften sie gleich mal austesten, wie sich das so anfühlt. Das reicht noch nicht an Ungewöhnlichem? Okay, wir bekamen auch noch einen Stift, mit dem wir an das Fenster neben uns unseren Namen schreiben sollten und was uns sonst noch so einfällt:

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Nach etwa einer Stunde hielten wir schon zum ersten Mal an und bekamen die Chance, Surfbretter zu kaufen oder zum Strand zu gehen und ich ging natürlich zum Strand, die anderen erst einmal Kaffee trinken. Unterwegs sah ich Papageien in den Bäumen:

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und der Strand

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war voller Hunde, anders als in Indien und Thailand hatten diese hier aber eindeutige Besitzer, obwohl die meisten nicht an der Leine waren und für mich wurde mal wieder das Vorurteil bestätigt, dass Hunde wie ihre Besitzer aussehen oder andersherum. Ich sah zum Beispiel riesige Hunde außen am Café angebunden und ihre Besitzerin war schon mindestens 1,90m und als ihr Mann herauskam, war er nochmal fast einen Kopf größer als sie. Hätte ich nicht gewusst, wie groß diese Hunde wirklich sind, wäre es von weiter weg gar nicht aufgefallen, dass alle vier besonders groß sind, so passen die Proportionen zwischen Hund und Mensch.
Der Ort, an dem wir hielten war übrigens „Torquay“

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und wir hielten eigentlich nur hier, damit Emma einkaufen gehen kann und direkt als wir von dort wieder losfuhren, waren wir auf der weltberühmten wunderschönen fantastischen

GREAT OCEAN ROAD!

Unser erster Stop auf dieser tollen Straße war bei einem Leuchtturm.

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Es gab einen Weg nach oben und dann einen Rundweg mit Aussicht auf das Meer und die Felsen dort.

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Außerdem konnte man zum Strand und sich dort umsehen.

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Allgemein haben wir aber immer etwas wenig Zeit an den einzelnen Orten, es gibt einfach zu viele schöne Stellen und wir wollen ja alle sehen! Das bedeutet dann eben, dass man bei den einzelnen Sachen nicht zu lange bleiben kann.

Ich habe auch schon in ganz Australien Ausschau nach einem Achtung Känguru Schild gehalten, aber wenn ich eines gesehen habe, dann sind wir nur dran vorbeigefahren, aber das hier stand an der Straße beim Leuchtturm:

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Danach war wieder eine Touristenattraktion an der Reihe (beim Leuchtturm halten auch alle Reisebusse etc.): Das Schild „Great Ocean Road“. Das ist allerdings schon das dritte, zwei zuvor sind zerstört worden, das zweite durch ein Feuer.

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Diese Stelle ist natürlich für Touristen, soll aber auch an die Soldaten erinnern, die diese Straße nach dem Krieg gebaut haben, das meiste per Handarbeit!

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Auch wenn die Fahrten zwischendrin meistens nicht so lange dauern, summieren sich doch mit der Zeit, die wir an den einzelnen Orten verbringen und deswegen ist es schon Mittagszeit. Wir hielten an einem Rastplatz und schnibbelten Gemüse, denn es gab Wraps! Nicht-Vegetarier konnten sich an der Truthahnwurst bedienen und die zahlreichen Saucen gab es dann auch für Vegetarier zur freien Verfügung.

Wir hielten an ein paar Bäumen an, in denen wohl immer Koalas zu finden sind und wir fanden auch zwei auf einem – und keine anderen.

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Man konnte dann noch ein Stück den Berg hoch laufen und einmal auf das Meer gucken, aber das Beste kam, als wir wieder unten waren:

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Das ist doch mal cool oder :)?

Danach ging es wieder in paar Minuten mit dem Auto weiter und der nächste Stop war an einigen Läden, die ich vorsorglich mied und stattdessen zum Strand ging, was eine gute Entscheidung war:

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… denn man konnte einen Probe-Rettungseinsatz mit Helikopter sehen! Echt spannend und cool, denn natürlich wurden wir nicht informiert, dass es eine Übung ist. Es war aber denke ich allen klar, als die zu rettende Person gerettet war und wieder ins Wasser „gelegt“ wurde, um sie nach einer Runde mit dem Helikopter nochmal zu retten. Hier am Strand habe ich auch die Flaggen gesehen, zwischen denen man nur schwimmen darf, denn das ist der Bereich, der vom DLRG beaufsichtitg wird. Natürlich heißt der hier anders, aber ich weiß nicht wie. Diese Flaggen wurden bei den Infovideos über Australien im Flugzeug mehrfach gezeigt.

Im Anschluss besuchten wir mal kurz den einzigen Regenwald in Australien, denn eigentlich ist es hier ja zu warm und zu trocken, aber die größten Bäume (800-1000m hoch) bildeten ein Dach, durch das nur sehr wenig Sonne dringt und deswegen konnte dieser Regenwald überleben.

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Dadurch, dass ich in einem „richtigen“ Regenwald in Thailand war und dort mehrere Stunden verbracht habe, fand ich diesen Mini-Regenwald und die 20 Minuten, die wir darin verbrachten nicht so spannend, aber trotzdem interessant.

Heute Abend sahen wir auch eine der größten Attraktionen an der GOR (Great Ocean Road): die 12 Apostels, die eigentlich mal „Die Sau und die Schweinchen“ hießen und nur weil der Name nicht so super geeignet war für eine Touristenattraktion, hat man ihn ausgetauscht in: 12 Aposteln, obwohl es nur neun waren und inzwischen nur noch acht sind, weil einer in sich zusammengekracht ist. Die Australier haben es generell nicht so mit Namen für Attraktionen, dazu morgen mehr. Auch hier habe ich mir irgendwie mehr erwartet, aber es war trotzdem schön!

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Und nach dem Abendessen (im Pub in dem Dorf, in dem auch unser Hostel steht und in dem sonst nur noch öffentliche Toiletten, ein weiteres Hostel und eine Art Tante Emma Laden ist) gingen wir nochmal dorthin, um den Sonnenuntergang zu sehen:

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Das Abendessen war übrigens Pizza, sie war wieder kostenlos und lecker, nur etwas scharf und wir hatten es etwas eilig, damit wir pünktlich zum Sonnenuntergang wieder an den 12 Aposteln sein konnten.

Mit diesem schönen Bildchen sage ich auf Wiedersehen, bis morgen!

 

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