400 Fotos später …

Heute ging es nur halbwegs früh los: Treffpunkt 7:35h und der Fahrer kam auch noch zu spät, das hätte ich von Australien nicht erwartet, aber die sind hier genauso „pünktlich“, wie die Asiaten. Das Leben wird hier lockerer genommen, mehr gefeiert, mehr getrunken, mehr geflirtet.

Es ging dann nur noch ein paar Leute einsammeln und nach einer Stunde Fahrt …

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hielt ich schon ein Känguru-Baby im Arm! Echt süßes Ding, nur gestunken hat es wie wahnsinnig!

In dem Zoo konnte man sich nochmal mit einem Koala fotografieren lassen:

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Das nimmt man natürlich mit. Ich bin übrigens nicht so dick, dass mir nur noch dieser Pulli passt, er ist nur schön fluffig innen und so schön warm, perfekt um auf der Busfahrt noch ein bisschen zu schlafen.

Es gab  noch allerlei anderes Getier, wie in jedem Zoo eben:

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Das weiße ist übrigens ein Albino-Känguru, keine Ratte! Und das braune ziemlich runde Tierchen ist ein Wombat!

Vor allem fand ich aber den weißen Pfauen toll!

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Ein weniger schönes Tierchen (oder wie die Hedje es neulich auf Facebook bei einem anderen Tierchen so treffend formuliert hatte „hübschhässlich“) hatte ich auch noch auf der Hand:

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Das war echt weniger angenehm, als der Skorpion! Schwerer und die Haut glitschig, aber auch diese Schuppen, also wirklich seltsam! Achja Krallen hatte es auch noch und das Hinterteil sah aus wie der Kopf, weil diese Tierchen den Schwanz abwerfen können, um Feinde abzulenken und zu überleben.

Das allersüßeste war das Babykänguru im Bauch seiner Mutter:

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Nach diesem Zoo ging es zu einigen Aussichtspunkten, genau wie auf der Great Ocean Road.

Jamison Lookout:

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Wentworth Falls:

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Fletchers:

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Dann hieß es, dass wir „wandern“ gehen, aber tatsächlich waren wir nur 45 Minuten spazieren und einige waren zu schnell für unseren Gruppenführer und er dachte, wir hätten sie verloren, war schon richtig nervös. Zurück im Bus erzählte er uns dann, dass es gar nicht so selten passiert, dass ein paar Leute verschwinden und dann am Ende der Klippen aufgefunden werden, weil  sie irgendwo hingegangen sind, wo man nicht hingehen darf und dann brach ein Stück Felsen ab oder er/sie rutschte ab. Aber das hat dann nichts mit den Wegen hier zu tun oder mit dem Gruppenführer, das ist dann leider nur die „Dummheit“ eines einzelnen Menschen. Und unsere Leute waren eben nur zu schnell, weil er ihnen den Weg vorher auf einer Karte gezeigt hatte und sie dann eben schon weiter gegangen sind, als er dachte. Er hat aber sowieso nicht die wirklichen Führungsqualitäten, nicht einmal für einen Tag. Er sagte nie, wie lange wir irgendwo sind, wo wir als nächstes warten sollen oder wo wir hinlaufen müssen. Dafür redete er die ganze Zeit während der Fahrt und eigentlich wollten einige schlafen.

Nach diesen vielen Lookouts auf die Blue Mountains (Blaue Berge) fuhren wir in ein Hostel hier in der Nähe um zu Grillen, es gab Würstchen, die natürlich nicht mit der deutschen Bratwurst mithalten können, aber es war gut wieder einmal Fleisch zu essen! Dadurch, dass ich immer so kurz in den einzelnen Hostels bin, finde ich die Küche immer nicht gleich und will die Leute, die hier länger leben beim Kochen nicht stören und weiß nicht, ob ich etwas im Kühlschrank lagern darf und so weiter. Und für die paar Tage lohnt es sich auch nicht zu fragen, finde ich. Deswegen tut es eben Mal gut, Fleisch zu bekommen, das schon „zubereitet“ ist. Und ohne extra Kosten schmeckt es noch 100 Mal besser! Dazu gab es nur Brötchen, Salat und Tomaten. Und jeder durfte so viel essen, wie er wollte. Super!

Danach ging es zu den drei Schwestern:

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Dazu gibt es ein kleines Märchen: Ein Vater bringt seine drei Töchter in die Berge um sie zu schützen und läuft dann eines Tages zurück, um Lebensmittel zu besorgen. Seine Töchter spielen in den Bergen und irgendwann wurden sie von einem Tier verfolgt, die älteste Tochter warf einen Stein nach dem Tier und der verfehlte sein Ziel, polterte hinunter und riss viele weitere Steine mit sich, es war also sehr laut. Das weckte dann den Bunjip, das gefährlichste Fabelwesen Australiens, und als der Vater das mitbekam verwandelte er seine Töchter in die Felsen, die jetzt eben „Die drei Schwestern“ heißen und da der Bunjip dann hinter ihm her war, verwandelte er sich selbst in einen Vogel (die Art habe ich nicht verstanden), konnte deswegen fliehen und verlor aber seine Wünschelrute ohne die er nicht zaubern kann. Diese Art Vogel schabt immer mit den Krallen am Boden und deswegen sagt man: Der Vater sucht immer noch nach seiner Wünschelrute, um sich selbst und dann seine Töchter zurückzuverwandeln. Schöne Geschichte, leider auch ein bisschen traurig und ganz sicher nicht wahr ;-), nur mal so nebenbei erwähnt.

Nach einem Aussichtspunkt von dem aus wir die „Drei Schwestern“ sehen konnten, fuhren wir nochmal fünf Minuten zu einer Stelle, von der aus man nochmal wandern, also spazieren, gehen konnte.

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Man hatte die Wahl halb herunter und dann wieder hinauf zu gehen oder ganz hinunter und dann für 14AUD mit einer Seilbahn wieder rauf zu fahren. Aber ich mag extra Kosten bei einer Tour nicht und Seilbahn finde ich als Deutsche jetzt auch nicht so die Attraktion, deswegen bin ich, wie die meisten anderen auch, auf der Hälfte der Strecke umgedreht.

Leider fing es hier dann nochmal so richtig an zu regnen und dadurch, dass wir im Wald liefen, gab es statt vieler kleiner Tropfen einige große, die für Kamera und Brille die weniger schönen sind. Aber durch den Regen hatten wir auch einen kleinen Regenbogen:

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Also es hat nicht immer nur Nachteile, wenn es regnet, aber zum Wandern und Aussicht genießen wäre die Sonne dem Regen in jedem Fall vorzuziehen.

Auf der Rückfahrt habe ich einer Mexikanerin, die ich an dem Tag kennenlernen durfte, etwas Deutsch beigebracht und sie mir ein bisschen spanisch, also wir hatten wirklich Spaß! Sie fand mich sowieso ziemlich lustig, das war nicht immer geplant ;-). Und sie machte mir auch wieder das Kompliment, dass man nicht hört, dass ich aus Deutschland komme, sie meinte aber einen amerikanischen Akzent zu hören, alle anderen waren sich ja sicher, ich sei aus England. Ist auf jeden Fall beides besser, als der deutsche Akzent in Englisch! Nichts gegen Deutsch, aber wie ein Muttersprachler zu klingen ist wirklich ein wahnsinniges Kompliment!

Wir haben auch ausgemacht, dass wenn sie mal wieder in Mexiko ist (die überlegt nämlich gerade, ob sie vier Jahre in Australien bleibt um zu studieren und zu arbeiten, weil man nach vier Jahren die Staatsbürgerschaft bekommt), kann ich sie besuchen kommen und sie darf auch nach Deutschland, natürlich! Also ich hoffe wirklich, dass ich sie wiedersehe, denn wir waren wirklich auf einer Wellenlänge und ich mag Leute, die mich witzig finden ;-).

Zurück im Hostel bin ich auch nur direkt an den PC um hier schön brav zu erzählen, was ich so erlebt habe und habe dann 1,5 Stunden mit meiner lieben Mama geskypt, die sich sehr darüber gefreut hat, dass ich ihr erklären konnte, wie man Smileys macht, wenn man nicht direkt auf einen Smiley klicken kann 😀 Schon faszinierend für mich. Wobei ich ja auch schon wieder von der nächsten Generation fasziniert bin, wie sie mit Technik umgehen können.

Morgen ist so weiter keine Tour oder irgendetwas geplant, nur lauter Kleinigkeiten, wie zum Aldi laufen (30 Min) um einzukaufen, alle anderen Supermärkte sind einfach zu teuer hier. Dann wollte ich einen Elektronikladen suchen, in dem ich ein neues 18-55 Objektiv kaufen kann, weil gerade wenn es darum geht, dass jemand anderes ein Bild von mir machen soll, brauche ich gar nicht mit dem manuellen Fokussieren ankommen und mit dem anderen Objektiv muss man mindestens 5m wegstehen von mir und das ist eben auch nicht immer möglich. Außerdem dauert es auch bei mir natürlich viel länger, zu fokussieren, wenn ich das per Hand machen muss. Ich will mich auf jeden Fall mal informieren, was das so kostet. Syndey angucken steht auch noch auf dem Programm und abends wird ein bisschen geskypt! Yeah!

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