Goldene Küste

Die Busfahrt wurde zwar insofern besser, dass der Platz neben mir leer wurde und leer blieb, aber „schlafen“ kann man das trotzdem nicht nennen. Immer wieder steigen Leute ein und aus und der Busfahrer braucht auch mal Pausen, natürlich! Also immer nach zwei Stunden ruhen, eine halbe Stunde wach sein. Kein Wunder, dass ich jetzt schon todmüde bin, obwohl es erst halb sieben ist!

Ab sieben Uhr habe ich aufgegeben schlafen zu wollen und nutzte noch das kostenlose Internet. Wir waren kaum noch Leute im Bus und deswegen funktionierte es ganz gut.

Um punkt 9:20h, wie geplant, erreichten wir meine Haltstelle und mit mir stiegen nur noch ein englischen Pärchen und zwei Freundinnen aus. Die anderen fuhren weiter nach Brisbane und genau an dieser Stelle zu genau der Uhrzeit steige ich vier Tage später wieder zu. Um kurz vor zehn kam dann auch endlich mein Abholdienst, ich war die Einzige, die ins Surf’n’Sun Beachside Backpackers

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musste/wollte. Ich wurde von einer Französin abgeholt, die sowohl von ihrem Englisch, als auch von ihrer Nervosität und ihrem Fahrstil noch nicht lange hier sein konnte – dachte ich. Nach ein paar gewechselten Sätzen fragte ich sie: 10 Monate. Sie war schon 10 Monate hier und fährt SO? Und spricht SO (schlecht)? Und ist (immer noch) SO nervös? Naja, es waren anfangs nur 6 Monate geplant und dann hat es ihr so gut gefallen, dass sie länger geblieben ist, aber sie geht in drei Wochen wieder heim.

Im Hostel angekommen musste ich kurz warten, durfte einen Zettel ausfüllen und meine Sachen wegsperren und dann ging es NATÜRLICH zum Strand, deswegen bin ich ja hier!

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Und es ist natürlich ein schöner Strand hier an der Gold Coast, der goldenen Küste. Da kann ich mir auch ein Lächeln abringen, trotz anstrengender Busfahrt:

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Doch auch dieser Strand hat einen Wehmutstropfen: es ist windig und der Sand ist so wunderschön feinkörnig, dass er schön mit dem Wind fliegt und am liebsten an frisch eingecremten Beinen und Armen kleben bleibt. Man bekommt ihn dann auch nicht so super ab, aber gegen eine schöne Dusche kommt er dann doch nicht an. Die habe ich auch genommen, als ich noch schön allein im Zimmer war.

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Habe mir das beste Bett ausgesucht: unten und mit am meisten Stauraum daneben. Die Gelegenheit der freien Wahl hat man nicht so oft, das muss man ausnutzen! Und die einer frisch geputzten Dusche auch! Inzwischen haben sich noch drei Jungs und zwei Mädels auf dem Zimmer eingefunden, also genau 50:50 mit mir. Habe bis jetzt aber nur zwei Jungs getroffen und es sind – oh Wunder – mal KEINE Deutschen!

Danach wollte ich einkaufen gehen, ich will morgen mal so richtig gut frühstücken und dazu gehören einfach Eier! Ich bin also losgelaufen und habe unterwegs ein super Angebot erhascht: Rindersteak mit Pommes und Salat für 10AUD, das ist wirklich günstig! Ungefähr 6,60€ und es war lecker! Danach gabs noch ein Eis von McDonalds für 30 australische Cent und im Anschluss ging es wirklich zum Einkaufen:

Eier, Tomaten und Frühlingszwiebeln für das Frühstück morgen und übermorgen und überübermorgen und überüberübermorgen, also praktisch für jedes anstehende Frühstück. Toast habe ich noch von Syndey. Zum Mitnehmen auf Tagesausflüge gibt es Jogurt und Sandwiches mit Käse (von gestern) und doppelt geräuchertem Schinken (von heute), klingt doch auch gut, oder? Außerdem habe ich ja noch die Müsliriegel und einige Granny Smith Äpfel. Einen Eiskaffee habe ich auch mal wieder mitgenommen, wieder den 2l Behälter. Hier habe ich einen Kühlschrank in der Küche, der wirklich benutzbar ist. Er funktioniert und man macht einfach einen Klebezettel auf alles, was einem gehört. Direkt daneben gibt es auch ein Regal für Sachen, die nicht in den Kühlschrank müssen. Man soll wegen Ameisen und sonstigen Viechern kein Essen auf dem Zimmer haben und da halte ich mich auch dran, wenn es eben Stauraum gibt. Nur meine Tafel Schokolade lasse ich nicht hier unten, Schokodiebe sind überall!

Zum Abendessen habe ich bis jetzt mal nur Thunfisch und Wraps, mal gucken, was mir da noch so einfällt. Vielleicht einfach nur Salat, aber ich wollte morgen ja eh mal nach einer Jeans schauen. Vielleicht finde ich auch noch 1-2 T-Shirts, weil mein weißes T-Shirt ebenso wie mein weißes Top weiterhin verschwunden sind.

Das Internet ist hier, wie es im Internet stand, inklusive, allerdings nur eine Stunde am Tag, was nicht im Internet stand. Also habe ich mir für 10AUD das volle Internet gekauft, für eine Woche. Die kleinere Alternative waren 5AUD für einen Tag und ich bin ja vier Tage hier. Leider musste ich dann herausfinden, dass es nur zwischen TV-Raum und Küche funktioniert, das ist schon doof. Weiß nicht, ob ich es mir gekauft hätte, wenn ich das vorher gewusst hätte. Skypen ist hier nämlich nahezu unmöglich wegen dem Filmschauen und den Kochgeräuschen von je einer Seite. Wenn hier in der früh (5h) nicht auf ist (Rezeption öffnet erst um 7h), will ich mein Geld wieder zurück haben, hat keiner erwähnt, dass ich das dann nicht in meinem Zimmer habe.

Kann ja nicht alles perfekt sein. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf mein Frühstück morgen und hoffe, dass die Partymeute einfach still und leise in ihre Betten fällt, wenn sie nach Hause kommt. Das hier ist nämlich wieder ein Hostel, bei dem „Party“ an erster Stelle steht. Weiß auch nicht, warum ich immer an solche gerate. Vielleicht gehe ich aber sogar morgen mal mit. 30AUD für 5 Eintritte und 5 Drinks. Dann könnte ich endlich mal wieder tanzen – in Turnschuhen, Wanderschuhen oder Flipflops.

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