Willkommen in Brisbane!

Letzte Nacht wachte ich um 6h auf und war plötzlich so wach, dass ich dachte, ich müsse aufstehen und eine Sekunde später war ich wieder im Tiefschlaf. Nur eine gefühlte Sekunde später piepste dann mein Wecker – „meine“ Armbanduhr, geliehen (oder geschenkt 😛 🙂 von meinem Liebsten) und ich war innerhalb von 10 Minuten aus dem Zimmer. Großer Rucksack, kleiner (trotzdem schwerer) Rucksack und eine Tasche mit meinem Essen, das übrig geblieben ist, parkten bei der Rezeption. Ich bekam, auf Nachfrage, das Geld für das Internet zurück, hat ja nicht funktioniert und unterhielt mich dann mal wieder mit einem Deutschen (dem, dem ich gestern das restliche Hackfleisch gegeben habe) aber auf Englisch, weil ihm das lieber ist. Ich fand dann heraus, dass er (wenn das Geld reicht) noch bis September in Australien bleiben will und überlegt, zum roten Felsen (Urulu, Ayers Rock) zu fahren, er hat nämlich ein Auto gekauft. Allerdings wäre das Benzin so teuer und das Auto stehen lassen ist auch doof, aber ich habe in Sydney die nette Celine kennengelernt, die mit einer Freundin zum Uluru will und noch nicht weiß, wie. Also habe ich die beiden Mal über Facebook verbunden, vielleicht ergibt sich ja etwas.

Dann ging es zum Busbahnhof und dank Internet im Bus gingen die 1,5 Stündchen schnell vorbei. Dann unterlief mir ein fataler Fehler: Ich lief mitsamt meinem Zeug in die falsche Richtung, bestimmt 800m. Da brauchte ich erstmal eine Pause, nicht nur wegen der Schlepperei, sondern auch wegen meiner Doofheit. Man sollte meinen, wenn man so viel Gepäck hat, schaut man fünf Mal, ob man in die richtige Richtung läuft. Naja, dann eben zurück und nochmal eine Pause am Busbahnhof in Brisbane. Es ist hier nochmal wärmer und ich kränkel ein bisschen (wieder Kopf und Nase), da ist das drei Mal so anstrengend. Außerdem wiegt mein großer Rucksack sicherlich inzwischen 20kg und mein kleiner mit der Tasche zusammen nochmal bestimmt 9kg. Da darf man schon Mal eine Pause machen. Ich lief dann also in die richtige Richtung, aber nach 500m konsequent nochmal in die falsche. Ich habs heute echt drauf. Nach einer weiteren Pause da fand ich dann tatsächlich noch den Weg ins Hostel, checkte ein und nach einer Stunde warten durfte ich ins Zimmer:

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4 Bett, ein Pärchen (er aus England, sie aus Korea, haben sich in Korea kennengelernt, wo er Englisch unterrichtet hat, dann sind beide nach Australien, reisen schon eine Weile herum und wollen das auch noch ein Jahr tun, morgen gehts auf eine Farm in der Nähe) und eine Engländerin, die zufälligerweise auf die gleiche Farm geht, wie das Pärchen aber erst eine Woche später. Auf jeden Fall nette Zimmergenossen, schade, dass das Pärchen morgen schon wieder abreist, das heißt dann nämlich: neue Mitbewohner, neues Bangen.

Weil ich nicht mehr wirklich viel zu Essen dabei hatte, ging ich einkaufen oder plante das zumindest. Ich lief erst in die richtige Richtung, aber dadurch, dass ich heute schon zwei Mal falsch gelaufen war, war ich mir nach einigen Metern doch wieder sicher, falsch zu sein, also lief ich zurück zum Hostel und fragte nach dem Weg. Ich kaufte für ca. 30AUD, 20€, ein: Rote Beete in der Dose, Ananasscheiben in der Dose, eine Thunfischdose (so viele Dosensachen, weil ich die nach Neuseeland einführen dürfte, frische Sachen sind da manchmal kritisch), Orangen (weil die Vitamine enthalten, die gut sind, wenn man krank ist/wird), Schokopops (weil die lecker sind, obwohl einem die 7AUD schon den Appetit verderben können), Milch (für die Schokopops), 6 Eier (für EIN richtiges Rührei, die Eier sind hier nämlich so mini, dass man da ein paar mehr braucht), eine Cola (weil man sowas trinken darf, wenn man krank ist), ein Wasser (weil man viel trinken muss und nur Cola zu ungesund und zu teuer ist), Toast (weil ich noch Schinken und Käse übrig habe), Suppe (zwei Stück, die man nur mit heißem Wasser aufgießen muss und die nur eine Tasse voll sind), Müsliriegel (weil sie günstig waren), Erdnüsse (weil bezahlbar) und Oliven (weil schon lang nicht mehr gegessen). Danach stellte ich mich der spannenden Aufgabe das selbst einzuscannen (habe ich ja in Surfers Paradise mit dem Hackfleisch ausprobieren dürfen), weil ich eh mit meiner VISA Card bezahlen wollte (für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: meine liebe Mama hat eine neue beantragt, sie nach Melbourne geschickt und zwei Wochen später kam dann auch das Passwort und seitdem kann ich sie benutzen). Das hat dann leider weniger gut geklappt, weil meine Tasche zu groß für die Waage war – so funktioniert das nämlich: du stellst deine leere Tasche auf die Waage oder nutzt einfach die Tüten vom Supermarkt, scannst dein Produkt und legst es rein, die Waage checkt, ob das Gewicht übereinstimmt und dann kommt das nächste Produkt dran. Ich hatte aber ein bisschen zu viele Produkte und deswegen stand die Helferin irgendwann nur noch neben mir, um wieder ihre Karte hinzuhalten, dass bei mir alles stimmt und die Maschine das nächste Produkt einscannen darf :-). War ebem auch eine Erfahrung. VISA Card hat übrigens geklappt – nebenbei bemerkt.

Zurück im Hostel habe ich mir ein Käse-Salat-Sandwich und eine dieser Suppen gemacht und dann in Skype auf meine Mama gewartet und als sie dann da war 1,5 Stunden mit ihr geskypt! War mal wieder witzig, interessant und spannend, liebe Mama! Bis morgen (euer) Vormittag (mein Abend)!

Das wars dann auch mit den aktuellen Berichten von der Front – äh, von Brisbane! Nur noch eines:

 

Erkenntnis des Tages: Liegt ein Land unter dem Äquator ist es im Norden des Landes wärmer, als im Süden. Beispiel: Australien (Melbourne im Süden: 15-20°, Brisbane im Nordosten: 25°) Wahrscheinlich war das Einigen schon klar, aber bei mir ist eben heute erst der Groschen gefallen ;-).

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