Pläne sind da, um wieder verworfen zu werden

Den ersten Plan des Tages habe ich noch durchgeführt: Städtetour – nicht in der Stadt. Wir liefen ein bisschen außenherum, aber ich dachte, wir sehen mehr Natur und es war doch „nur“ Stadt. Es war auch schön, aber das lag weder an Auckland, noch an der Führung, sondern an der Bekanntschaft, die ich machen durfte:

IMG_3326 - Kopie

Katja aus Köln, junge 38 Jahre, extremst sympathisch und voll auf einer Wellenlänge mit mir! Wir haben uns fünf Minuten nachdem die Tour begonnen hat angefangen zu unterhalten und bis abends um 20h nicht damit aufgehört.

Themen? – alles. Gott und die Welt (ohne Gott). Kindheit. Reisen. Leben. Familie. Zukunft.

Ich würde behaupten, dass wir ziemlich gleich viel geredet haben, aber da kann ich auch voll daneben liegen.

Auf jeden Fall gibt es zu dem heutigen Tag erstaunlich wenig zu berichten (die Lebensgeschichte von meiner Katja tut hier ja nichts zur Sache) und deswegen kann ich nur noch sagen, dass wir mit einer Klette zu kämpfen hatten: nach der Tour standen wir zusammen und haben überlegt, wie wir den restlichen Tag gestalten (Tour endete nach 3,5 Stunden Lauferei wieder am Hostel und es war dann 13:30h, also noch genug Zeit, um etwas zu unternehmen). Dann wurden wir plötzlich von einer Deutschen angesprochen, mit der ich mich (Gott sei Dank nur) die ersten fünf Minuten der Tour unterhalten habe. Ich sage sowas ja normalerweise nicht, aber bei ihr waren nicht nur die Haare so richtig blond, falls ihr versteht was ich meine. Zu allem Überfluss war sie dann auch noch eine Friseurin, die dem Klischee einer Friseurin entspricht (Liebe Claudia (meine Haus- und Hof-Friseurin zu Hause), du erfüllst dieses Klischee genau so wenig, wie deine Angestellten Nicole und Madeleine :-), liebe Grüße an dich, ich hoffe, du liest noch mit!) und hat sich einfach in das Gespräch gemischt, indem sie fragte, was wir denn jetzt machen. Da kann man natürlich schlecht sagen: Ohne dich egal wohin gehen. Auf jeden Fall kam sie, nach einer 10-minütigen Trennung zum klassischen „frisch-machen“ im Hostel, mit und wir haben nur die ganze Zeit überlegt, wie wir sie wieder loswerden, aber offensichtlich hatte sie gar keine Pläne außer eine SIM Karte zu finden. Katja suchte auch eine für ihr Handy und somit war das eher ein Grund, dass sie noch mit uns geht. Irgendwann haben wir es dann geschafft, indem ich erst fragte: Was hast du jetzt vor? und sie antwortete: Zu McDonalds einen Kaffee trinken. Perfekt! Dann konnten wir sagen, dass wir zum Hostel gehen, um zu skypen (was wir nicht taten). Dummerweise wäre auch unsere Idee gewesen in den nächsten McDonalds zu gehen (die zahlreichen Vorteile habe ich ja schon häufig aufgezählt: Internet, Essen, Klo). Also brauchten wir einen neuen Plan und der sah dann so aus: Die liebe, super nette, sehr sympathische Katja lädt mich zu Starbucks ein! Vielen Dank auch nochmal hier (sie liest das auch, weil ich ihr erzählt habe, dass ich diesen Blog schreibe, wir in Facebook befreundet sind, der Blog da auch veröffentlicht wird und sie weiß ja, dass ich heute nichts gemacht habe, außer mich mit ihr zu unterhalten – also von was sollte ich sonst schreiben?! 🙂 ). Hier sahen wir uns dann meine Australien- und Indien-Bilder an und liefen im Anschluss zum Hafen, den wir in der Früh schon sehen durften, um den Sonnenuntergang zu betrachten oder auch einfach nur die Lichter der Stadt. Allerdings wurde es irgendwann sehr ungemütlich – windig, kalt und leicht regnerisch. Also lieber schnell zurück ins Hostel, Kontaktdaten austauschen, direkt in Facebook suchen, anfreunden, Profil checken, meine Fotoseite ansehen, reden, quatschen, sprechen, unterhalten. Wir waren dann nur noch kurz im Minimarkt nebenan, aber eigentlich haben wir wieder nur festgestellt, dass alles sauteuer ist. Nicht nur sehr teuer – sauteuer.

Das Einzige, was ich ohne sie gemacht habe, war das Skypen heute früh mit meineM Liebsten (da kannte ich sie ja auch noch gar nicht 😉 ) und das Skypen am Abend mit meineN Liebsten (Bruderherz und Mamaherz).

Mein Plan für heute war ja eigentlich die Kunstgallerie und der Botanische Garten. Im Botanischen Garten waren wir heute, ohne dass ich es gemerkt, beziehungsweise realisiert, habe, dass das nicht nur ein Gewächshaus, sondern der Botanische Garten ist.

IMG_3322 IMG_3323

Und in die Kunstgallerie gehe ich morgen, nach dem Frühstück mit der Katja, immerhin bin ich ab morgen wieder weg und wenn man mit einer Person so auf einer Wellenlänge ist, wie das bei uns der Fall ist (wie ich finde – vielleicht willst du das kurz in einem Kommentar bestätigen oder verneinen, liebe Katja 😉 ), muss man das ausnutzen. Ab morgen Nachmittag mache ich dann also die Straßen Neuseelands unsicher – denn – Achtung! – dann … habe ich endlich meinen Camper! Ich freue mich unsagbar drauf! Das war immer eines der ersten Dinge, die ich erzählt habe, wenn ich jemandem von meiner Reise berichtet habe, weil das bestimmt sowas von cool wird! Die Idee morgen dem Auckland Zoo einen Besuch abzustatten habe ich ganz über den Haufen geworfen. Ich muss ja eh meinen Camper in Auckland zurückgeben und wenn ich noch Zeit habe, kann ich da noch hin und wenn nicht, gehe ich eben in einen anderen Zoo. Auf meiner Strecke, die ich mir bis jetzt zusammengesucht habe, ist eh noch ein Wildpark, dass ich diesen Zoo vielleicht gar nicht vermisse. Einfach mal sehen, wohin es mich mit meinem Gefährt verschlägt. Dazu habe ich es ja. Um dorthin zu fahren, wohin ich will, wann ich will und zu bleiben so lange ich will.

Das wird jetzt auch eine Internet-unsichere Zeit (ich entschuldige mich schon einmal im Voraus bei den Menschen, die meinen Blog schon in ihren Alltag eingebaut haben und nun ihren Alltag umstrukturieren müssen 😉 ). Also ich weiß einfach gar nicht, wie oft ich Internet habe und wie gut das dann ist. Aber seid euch sicher: Es gibt einen Beitrag pro Tag und wenn ich erst wieder in Auckland Internet habe, müsst ihr eben einmal mehr lesen! Fiji weiß ich ja auch noch nicht, ob ich Internet haben werde, da dürfte ihr spätestens in LA lesen! Jetzt geht die Zeit wieder extrem schnell vorbei. In Australien hatte ich kurz das Gefühl, dass ich dort schon ewig wäre. Für mich schienen Thailand und Indien und die ganzen Flüge ewig her, aber jetzt Neuseeland, zwei Tage Auckland schon vorbei, morgen schon der Camper und dann wartet die ganze Nordinsel auf mich! Da gibts so viel zu sehen, es ist so schwer, sich zu entscheiden, was man NICHT anschauen will. Es gibt zum Beispiel auch so super Wanderwege überall! Die würde ich alle so gerne machen, aber ich fürchte ich kann mir nur zwei, höchstens drei aussuchen. Muss ja auch immer fahren, worauf ich mich aber auch sehr freue! DAS wird wirklich voll meine Zeit – glaube ich. Morgen (oder beim nächsten Internetzugang) mehr dazu. Yeaaaaaahhhhhhh!

Advertisements

Ein Gedanke zu “Pläne sind da, um wieder verworfen zu werden

  1. Hier ist sie also, die Bestäigung der gleichen Wellenlänge. 🙂 Auch wenn wir während des Stadtspaziergangs nicht wirklich was von der Stadt mitbekommen hatten (und wenn, dann nur beiläufig), das Quatschen war es mehr als wert. Und ich denke und hoffe zudem inständig, dass wir gleichviel geplappert haben 😉 und ich dich mit meinen ständigen Gedankensprüngen nicht zu sehr strapaziert habe. Bis morgen…

    Gefällt mir

Lass mir gern ein Kommentar hier:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s