Kiwi und Höhlen

Als Nachtrag zu gestern:

Feier bei Rene und Co

Das Bild hat Claire (die Mutter der Hauses) in Facebook online gestellt. Wie man sieht, hatten wir ordentlich Spaß 🙂 !

Und noch ein Bild von dem Haus:

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Heute Morgen nach dem Frühstück wurde mir dann das Passwort für das Internet gegeben, natürlich wirklich praktisch! Zeit zum Blogschreiben hatte ich bis dahin noch nicht viel gehabt, deswegen kommt auch dieser Beitrag einen Tag verspätet.

Ich habe dann, dadurch, dass die Zeltplätze bei Hamilton beide ausgebucht waren, schon einmal den Campingplatz in Rotorua buchen wollen, aber bis man da herausgefunden hat, was da ein Campingplatz ist, ob er nicht zu teuer ist, ob ich ihn ungefähr finden konnte … ja spätestens hier sind dann alle ausgeschieden. Mein ursprünglicher Plan war ja eh, drauf loszufahren und wenn ich einen finde, anzuhalten und dort zu bleiben, aber wegen dem Osterfeiertag hier war eben alles voll. Mit dem Campingplatz bin ich dann nicht weitergekommen, aber alle meinten, dass das nur wegen Ostern war, dass ich da sonst schon einen finde! Ok. Dann war die Frage: Was mache ich heute? Die Suche nach dem Campingsplatz-Buchen hat mich schon eine Stunde aufgehalten, inzwischen war es 11h. Ich wollte in die Höhlen, da kann man ein Dreierpaket buchen (drei Höhlen) für 91NZD. Eine einzelne kostet zwischen 48 und 67NZD. Aber über das Internet kann man das nur zwei Tage im Voraus buchen. Außerdem war es inzwischen schon ein bisschen spät und ich muss ja auch noch ca. 1,5 Stunden dorthin fahren. Rene rief dann für mich auf jeden Fall bei der Nummer an, die auf dem einen Flyer stand und buchte dann für mich, wie wir dachten, eine Tour durch nur eine Höhle, zwei Stunden, 67NZD, Glühwürmchen, Fotografieren erlaubt, alles super. Dann meinte die Mutter noch, ich könnte unterwegs in das Kiwi-Haus in Otorohanga gehen, das wäre direkt auf dem Weg.

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Das habe ich dann auch gemacht, allerdings durfte man 20NZD Eintritt bezahlen (aber am Ausgang stand dieses niedliche Schild, das machte die 20NZD wieder vergessen:

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Heute hast du geholfen, einen Kiwi zu retten. Danke!) und nur zwei Kiwis sehen, nicht fotografieren. Sie waren in einem nocturnal house, also einem Haus, in dem es „Nacht“ also dunkel ist. Und weil es bestimmt wieder Einige gab, die mit Blitz fotografiert haben, waren eben Kameras komplett verboten. Ansonsten gab es noch „normale“ Vögel, Enten (als ich bei denen angekommen war, gab es einen kurzen aber heftigen Platzregen),

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Papageien, Tauben, Aale und andere Fische.

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Kiwis stochern übrigens den ganzen Tag mit ihrem langen Schnabel in der Erde herum, also kein besonders spannendes Leben.

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Das hier ist nur eine fotografierte Postkarte. So habe ich das auch bei den Pinguinen auf Phillip Island gemacht, dass ich mir von den Tierchen eine Postkarte geholt habe, praktisch als Fotoersatz. Danach ging es fast direkt weiter zu den Höhlen (ich hielt nur noch schnell an einem Obst- und Gemüseladen an der Straße und bezahlte 16NZD für Orangen, Äpfel, Tomaten und Mangos) und dafür, dass sie bis dorthin so gut ausgeschildert waren, wurde es dann etwas verwirrend. Ich hielt an dem ersten Schild, das sagt: Tickets für die Höhlen. Dort gab es aber nur Tickets für AKTIVITÄTEN in den Höhlen, wie z.B. Blackwater Rafting. Also weiterfahren zum nächsten Schild, das sagt, dass man Tickets für die Höhlen kaufen kann. Dort konnte ich zwar Tickets kaufen (Renes Anruf war ja nur eine Reservierung), aber es hieß, ich hätte nicht gebucht, weil um diese Uhrzeit gar keine Tour ist. Nach einigen Telefonaten kam dann heraus, dass der Flyer nur für Blackwater Rafting war, also nicht für eine Tour. Rene hat zwar am Telefon mehrfach gesagt, was sie buchen will, aber das wurde wohl gut ignoriert. Auf jeden Fall stellte sich dann heraus, dass ich für das Blackwater Rafting eingeschrieben war. Das wäre vielleicht auch echt witzig gewesen (trotzdem wäre ich von selbst nie darauf gekommen das zu machen), aber es hätte mich 125NZD gekostet und das war mir dann doch zu viel. Vor allem so spontan! Gut war auch, dass sie keine Kreditkartendetails von mir hatten und somit reichte ein weiterer Anruf von der netten Rezeptionistin aus, um diese Aktivität zu stornieren. Leider war aber „meine“ Höhle, für die ich mich aus Zeitmangel entschieden hatte, komplett ausgebucht für diesen Tag. Also besichtigte ich nur die Glowworm Cave (Glühwürmchen Höhle). Ich musste nochmal ein paar 100 Meter weiter fahren (dort hätte ich auch mein Ticket kaufen können, das meinte ich mit verwirrend) und kam dann nach einem ordentlichen Picknick (Oliven, Salami, Baguette, Tomate, Apfel) zu der Höhle und durfte gerade noch diese Sonnenstrahlen sehen,

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bevor ich diesen Regenschauer miterleben durfte.

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Das Wetter war heute generell wechselhaft (aber im Gegensatz zu morgen, ja ich kann in die Zukunft schauen, war das noch „niedlich“).

Irgendwann ging dann die Tour los und die Höhle war schon beeindruckend. Aber: ich kenne die Tropfsteinhöhlen in Pottenstein. Natürlich ist sowas trotzdem wunderschön und unglaublich, dass das so lange dauert, um zu entstehen und dass es das noch gibt (obwohl Menschen auf der Erde wüten), aber ich habe das eben schon einmal gesehen (im Gegensatz zu allen anderen auf dieser Tour anscheinend). Die Glühwürmchen gibt es meines Wissens nach allerdings nicht in Pottenstein und natürlich habe ich schon einmal Glühwürmchen gesehen, aber diese Mengen und in einer wirklich tiefschwarzen Höhle ist schon sehenswert! Vor allem als wir dann in ein Boot verfrachtet wurden, konnte man hunderte, wenn nicht sogar tausende kleine bläuliche Lichter an der Decke sehen und so wie sie sich in ihre Grüppchen verteilt haben, sahen sie fast aus, wie die Länder auf der Erde und das schwarze der Höhle ist das Meer. Neben mir saß dann eine Familie und der Mann hielt ein Baby auf dem Arm, das, als jeder ruhig sein sollte, anfing zu glucksen und zu quiecken. Es tastete dann um sich und ich gab ihm meine Hand zum Spielen und es war kurze Zeit ruhig, aber dann wollte es wirklich spielen und das Glucksen fing wieder an, aber das war ok. Ist ja eben ein Baby, da kann man nicht vernünftig erklären, warum es leise sein soll. Am Ende der Höhle hätten wir auch einige Fotos machen können, die waren in der restlichen Höhle verboten, aber ich hatte vorhin meine Kamera umgestellt und dadurch, dass das nur 10 Sekunden waren, in denen wir die Möglichkeit hatten, bevor das Boot schon aus der Höhle heraus war (wurde übrigens an Schnüren von der Führerin gezogen), war ich einfach zu langsam. Aber das Gefühl dabei kommt eh nicht auf einem Foto rüber. Ich habe nämlich die Postkarten im Souvenirshop, der zufälligerweise direkt neben dem Höhlenausgang war, durchgesehen, aber keine hat mir auch nur annähernd gefallen.

Der Rückweg ging dann natürlich etwas schneller, der Obst- und Gemüseladen hatte inzwischen zu und das Kiwihaus hatte ich ja schon besichtigt und mehr gibt es auf dieser Strecke einfach nicht zu sehen, außer vielleicht diese Aussicht:

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immer, überall, alle paar Meter. Das war allerdings auf dem Hinweg. Hier wird es einfach wahnsinnig schnell dunkel! Um halb sieben ist es so finster, wie es bei uns im Sommer um 22h ist. Weil es eben so dunkel war, bin ich auch einmal am Haus vorbeigefahren, aber als ich dann da war, ging ich duschen, wusch ein bisschen Wäsch und hing sie im Camper auf (habe ja viele Vorhang“stangen“ (eher Schnüre)) und skypte dann noch mit meiner lieben Mama und meiner lieben Lisa, die zufälligerweise Mal Zeit hatte, als ich auch Zeit hatte ;-). DAS wars dann aber wirklich für heute. Morgen geht’s nach Hobbiton (für die deutschen Herr der Ringe- und Hobbit-Fans: Hobbingen) in Matamata und danach fahre ich weiter nach Rotorua und verlasse mich darauf, dass ich einen Campingplatz finde. Matamata liegt ziemlich genau zwischen Hamilton und Rotorua und in Rotorua gibt es sehr viel zu sehen und zu erleben, deswegen bleibe ich dort dann etwas länger, erst einmal vier Nächte und dann mal sehen!

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