Vulkane und Maori

Heute habe ich auf einem Supermarktparkplatz gefrühstückt, weil meine Milch auf Grund des nicht vorhandenen Kühlschranks hops gegangen ist und ich erst neue kaufen musste, bevor ich meine Kellogs genießen konnte. Lecker!

Danach gings noch zu einem Geldautomaten (der Tag wird ja teuer, wie ihr wisst) und dann ab zu Waimangu Volcanic Valley!

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Ich habe mir ja eingebildet, dass ich auch die Bootsfahrt brauche, also zahlte ich 77NZD minus 10% (ein anderer Discount Voucher aus einer Zeitschrift) und ging erst einmal shoppen, weil das nächste Boot schon in einer Stunde ablegt und man 1,5 Stunden braucht, um dorthin zu gelangen. Das nächste fuhr erst um 13:10 und der Verkäufer des Tickets meinte, selbst wenn ich überall stehen bleibe und den „schwierigen Zusatzweg“ nehmen würde, bräuchte ich nicht länger als zwei Stunden und jetzt war es halb elf. Also eine halbe Stunde im Souvenirladen gestöbert und gleich fündig geworden: mein Holzgegenstand aus Neuseeland!

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Wunderschön oder? Übrigens ca. 22cm groß. Ich habe ja auch überlegt, eine Maske zu nehmen, aber die war zu schlicht und zu teuer, dafür, dass sie so schlicht war (68NZD) und dieses schöne Ding hat „nur“ 45NZD gekostet. Dazu gab es noch ein T-Shirt für 10NZD, da bin ich irgendwie immer etwas knapp dran und die für weniger als 10NZD fallen auseinander, wenn du sie nur ansiehst.

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Die Sachen noch schnell ins Auto gebracht, Kamera aus dem Rucksack und los gehts. Die Tour ist so gedacht, dass man viel liest. Man hat ein Infoblatt mitbekommen:

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Auf dem ist auch der Weg verzeichnet und man bekommt eben zu verschiedenen Nummern, die auf Schildchen am Wegesrand auf dich warten, Informationen. Praktisch: Was siehst du bei Nummer 5? Ich bin nicht so der Leser beim Laufen und ich wollte auch nicht ewig an den Nummern stehen bleiben, also habe ich, als ich einmal Pause machte, alles gelesen und wusste dann so ca. um was es da geht. Das hier ist zum Beispiel die Bratpfanne:

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Den Namen hab nicht ich mir ausgedacht, mein Zettel war nämlich auf Deutsch. Ist grad bei den Fachbegriffen ganz gut gewesen: Bergkamm, Tal, Höhenzug, …

Die Aussicht

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war meistens super und das Wetter hat heute auch mitgespielt! Es war wieder etwas windig, aber es hat nur einmal für 10 Minütchen genieselt, das wars mit Regen oder Regenähnlichem. Der „schwierige“ Weg

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stellte sich als Treppe heraus, aber keine schönen gleichmäßigen Stufen natürlich. Eine war im Schnitt 30cm hoch und das geht so nach 30 Stück dann schon Mal in die Beine.

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Und nach 30 weiteren denkst du dir nur noch: warum wollte ich nochmal den „schwierigen“ Weg gehen, wenn er doch schon „schwierig“ heißt? Letztendlich hat er sich hier auch nicht wirklich gelohnt, klar hattest du mal einen Überblick, aber den hatte ich auf dem Rückweg auch und der Rückweg-Weg war schöner zum Laufen. Am Ende des Hinwegs war noch eine kleine Abzweigung zum Vögel beobachten, aber die Vögel waren wieder einmal nur Enten, trotzdem nett.

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Dann ging es mit dem Boot

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einmal über den See:

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Boot gefahren bin ich inzwischen eben auch schon öfter und ich fürchte, man muss sich nicht nur ein bisschen für die Natur außenrum interessieren (wie ich), sondern sehr sehr doll. Am Ende sahen wir dann noch zwei kleine Geysire für die sich die 50-minütige Bootsfahrt dann doch gelohnt hat.

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Ich hätte 46NZD allein für den Weg bezahlen müssen (die 10% gab es sogar nur auf „Weg und Boot“) und ich verstehe auch, dass man dafür etwas zahlen muss (viele Bänke, alle gut in Schuss, viele Brücken, gleichmäßige Schotterwege, ein Bus (es gibt vier Haltestellen entlang des Weges, die meisten laufen eine Strecke und fahren die andere mit dem Bus)

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und es sind zahlreiche Mülleimer auf der Strecke, die man leeren muss etc. Trotzdem finde ich 46NZD dafür etwas viel. Die Bootsfahrt passt vom Preis, wie ich finde. Man muss eine Person bezahlen, man bekommt ein weiteres Infoblatt und der Bootskapitän erzählt auch die ganze Fahrt über. Das Boot braucht ja auch Kraftstoff und es nicht so besonders groß (mehr als 20 Leute passen nicht darauf) und deswegen finde ich diesen Preis angemessen.

Es hat sich definitiv gelohnt (Weg und Boot), es gab wahnsinnig tolle Aussichten und auch wunderschöne kleinere Dinge:

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Es ist für mich schwer vorstellbar, dass aus der Erde so heißes Wasser kommt, dass es dampft und Blasen wirft. Für mich wirklich ein Naturwunder!

Der Rückweg war dann innerhalb einer Stunde geschafft. Hatte ja am Hinweg schon viel gesehen und machte auch am Rückweg eine „schwerere“ Variante mit, die aber nicht halb so anstrengend war, wie die auf dem Hinweg. Zum Glück!

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Um 15:15 saß ich im Camper, um 15:45 war ich zurück im Cosy Cottage, zog schnell ein paar andere Sachen an und baute meinen Camper zum Schlafen um, wusste ja nicht, wie lang die Abendveranstaltung dauern wird. Ja, und dann stand ich schon vor dem Tor mit zwei Franzosen, die ich darauf warteten abgeholt zu werden.

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Unser Busfahrer hieß Bill und nach ein paar weiteren Aufsammlungen begann der ebenfalls zugestiegene Guide an zu erzählen:

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Begrüßung, Gebet, ein paar Worte in der Stammessprache wiederholen, Erklärung des Abends und anschließend mussten wir einen Häuptling unseres Stammes wählen, beziehungsweise den einen nehmen, der sich zur Verfügung stellte.

Die Begrüßungszeremonie lief dann so ab: Krieger des Stammes versuchen unseren Häuptlingen (mehrere Busse) Angst zu machen, indem sie Grimassen schneiden, brummen, schreien, herumspringen, mit ihren Speeren um sich schlagen und aufstampfen.

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Danach wirft einer ein Farnblatt zu Boden, als Friedensangebot und einer der Häuptlinge hebt es auf.

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Danach gibt’s den berühmten Nasenkuss, immer zwei Mal, zwischen dem Stammeshäuptling und jedem unserer Bushäuptlinge.

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Die Zeit im Dorf habe ich mir anders und besser vorgestellt. So wurden wir in kleinen Gruppen von einer Station zur nächsten gescheucht und mit jeder Gruppe wurde das gleiche Programm abgespult.

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Wir wurden auch immer wieder eingebunden:

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Ich dachte eher, die Frauen und Männer sitzen in/vor ihren Hütten und machen irgendetwas und du kannst sie beobachten. Gut war, dass von Anfang an betont wurde, dass fotografieren zu jeder Zeit erlaubt ist. Lachen auch, nur bei der Begrüßungszeremonie nicht, die soll man ernst nehmen, weil es ihre Tradition ist.

Im Anschluss durften wir sehen, wie unser Essen zubereitet wurde:

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Leider durften wir dann noch nicht gleich essen, sondern sahen erst noch eine kleine Showeinlage (Konzert und Präsentieren der Fertigkeiten, die wir davor an den Stationen ausprobieren durften)

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und ein Filmchen (5 Minuten) über das Leben des Stammes bevor, während und nach dem Eintreffen der Weißen..

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In der Zwischenzeit wurde unser Essen aufgetragen und dank meiner netten Tischnachbarn – Cathy und Collin (Ehemann von Cathy und gerade 68 geworden) aus England – verging die Zeit auch wie im Flug! Das Essen war lecker, aber anders. Gerade von den Gewürzen, vielleicht lag es aber auch an der Art der Zubereitung. Es gab Fisch, Hühnchen und Schwein mit verschiedenen Soßen, süße Kartoffeln, normale Kartoffeln, Karotten, Salat mit unterschiedlichen Dressings und Brot mit Butter. Als Nachtisch Schoko-Nuss-Kuchen, Vanillepudding und Pfirsiche (und eine Art Eischnee-Kuchen, nicht genauer zu definieren, aber sehr süß). Der Vanillepudding war am Besten, deswegen habe ich mir von ihm noch zwei Mal nachgeholt ;-).

Ein Andenken gab es auch noch, 12NZD für diese wunderschönen einmaligen Ohrringe:

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Das wars dann auch schon wieder. Der Abend vorbei, zurück zum Campingplatz gebracht, geduscht und schon liege ich im Camper und schlafe. Der Abendausflug hat übrigens mit abholen und zurückbringen etwas mehr als vier Stunden gedauert und war für mich nicht völlig zufriedenstellend.

Natüüüüüüürlich habe ich auch ein Bild mit dem Zungenmann:

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