Wo ist meine Motivation?!

Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich realisiert habe, dass ich nicht alles schaffe, was ich schaffen wollte oder ob ich einfach mal wieder einen ruhigeren Tag gebraucht habe. Auf jeden Fall fuhr ich nach einem Stop bei McDonalds um meiner Mama zu sagen, dass ich abends (euer morgens) in Skype sein werde, um ihr zu gratulieren, zu den Redwoods und es sah auch wirklich sehr schön aus dort, aber ich war ja am Tag zuvor schon viel gelaufen und deswegen stieg ich nach dem Souvenirshop, in dem ich ein Geschenk für meinen lieben Opa gekauft habe (das ich hoffentlich nach Deutschland einführen darf) und eigentlich eine Karte von den Redwoods holen wollte (die aber 5NZD kostet und von der mir die Frau abgeraten hat, wenn ich nicht querfeldein laufen will, was ich nicht will), wieder in meinen Camper und fuhr zu einem See, der mit „O“ anfängt, dessen Namen ich mir aber offensichtlich nicht merken kann. Auf dem Umgebungszettel vom Campingplatz war eine gestrichelte Linie (so werden die Wanderwege gekennzeichnet) ÜBER den See gezogen, deswegen bin ich davon ausgegangen, dass da eine Art Brücke oder so etwas ist, aber man konnte nur ein Stück um den See herumlaufen und musste dann umkehren, weil der Weg aufhörte, klingt auch nicht nach der Beschäftigung, die ich heute machen wollte. Zum Glück gibt es hier mehrere Seen und zum Blue Lake, dem blauen See, brauchte man nur 10 Minuten mit dem Camper. Um den kann man in 1,5 Stunden ganz herumlaufen, aber als ich angekommen war, konnte man schon den ganzen See sehen:

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und der „Wander“-weg führte direkt an der Straße entlang, nicht besonders schön. Also weiter zum Grünen See und unterwegs hielt ich an einem Aussichtspunkt mit Blick über den Blue Lake

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und den Green Lake, den grünen See, konnte man auch erahnen:

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Beim Green Lake gab es erst gar keinen Wanderweg und ich habe auch generell keinen Weg zum Ufer gefunden, also hatte sich das auch erledigt. Ich dachte, ich schau Mal, was sich noch so in dieser Straße verbirgt und parkte dann beim Buried Village (Verbranntes Dorf). Vor einigen sehr vielen Jahren brachen einige Vulkane aus und zerstörten hier alles in der Gegend.

Zwischenbericht: wegen dem enthusiastischen Schreiben wurden meine Kellogs weich …

Aaaaaaber den Discount-Voucher von diesem Dorf habe ich schon entsorgt, weil ich ja nicht geplant hatte, hierhin zu gehen, schon gar nicht heute. Also habe ich überlegt, was ich denn noch so geplant hatte und nahm mir dann vor, endlich in das Museum in Rotorua zu gehen. Das hatte ich mir ja schon für jeden einzelnen Tag vorgenommen und bin dann auch tatsächlich hingefahren, ausgestiegen und habe mir eine Karte gekauft (20NZD, dank Discountvoucher 18NZD). Ich Schlawiner habe auch einfach die „Fotografieren verboten“-Schilder ignoriert, natürlich nur für akademische Zwecke! Mit Kunst als Didaktikfach muss ich ja immer neue Ideen für meinen zukünftigen Kunstunterricht sammeln (ja, ich plane immer noch irgendwann zu unterrichten).

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Die kann ich mir sehr gut von Schülern gemalt vorstellen (Mirjam Muck, ich weiß genau, dass du jetzt wieder schmunzelst 😉 ). Ich wollte auch ein Buch dazu kaufen, ob bestimmte Formen und Linien Bedeutungen haben oder ob man erkennen kann, zu welchem Stamm diese Fratzen gehören, aber so etwas gab es leider nicht. Dafür gab es diese wunderschönen Ringe:

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Je 5NZD und noch haben sie nicht abgefärbt, echt Silber sind die aber auch nicht und das grün-blau-silber schimmernde ist das Innere von einer Muschel.

Ansonsten gab es in dem Museum noch einen Teil, der nur den Maori gewidmet ist, sich also nur mit ihrer Kultur befasst. Sie haben zum Beispiel verzierte Häuserfronten und deswegen wurde einfach mal ein komplettes Maori-Haus in das Museum gestellt. Generell ist dieses Museum sehr gut aufgebaut, sehr abwechslungsreich, gute Lichtgestaltung und so weiter, ABER: es gibt schon wieder so unheimlich viel zu lesen. Manche Räume bestehen nur aus Tafeln mit Text darauf und ich komme einfach nicht ins Museum, um zu lesen. Manche Leute tun das und die sollen das auch tun, aber aus dem Raum war ich innerhalb von 10 Sekunden wieder raus. Würde man alles lesen und nicht nur überfliegen wäre man dort wahrscheinlich für eine halbe Stunde. Die verbringe ich lieber vor diesen Statuen:

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Die haben mich wirklich fasziniert, super fein gearbeitet und schöne Motive. Ich habe erst am Ende entdeckt, als ich das Infoschild gelesen habe, um den Künstler zu erfahren, dass man auch diese nicht hätte fotografieren dürfen. Ich habe das zwar davor auch schon ignoriert, allerdings waren dann auch keine Leute mit im Raum und die Statuen standen auf den Gängen und Fluren, also überall Leute. So lange keiner was sagt … Ich fotografiere ja auch immer ohne Blitz! Und deswegen schade ich den Gemälden nicht, die merken praktisch nicht, dass sie fotografiert wurden, und deswegen denke ich, dass das okay ist.

Ein Teil des Museums war der früheren Geschichte des Gebäudes gewidmet: es war einmal ein Badehaus. Aber das interessiert mich nicht wirklich, würde es mich auch nicht, wenn meine Heimatstadt so ein Badehaus gehabt hätte und es dazu jetzt ein Museum gäbe.

Ein Dach, von dem aus man einen Überblick über die Umgebung hat, gab es auch:

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Um das Museum herum sind die Governtment Gardens von denen man einen super Blick auf das Museum hat:

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Ist ja auch wirklich ein schönes Gebäude, aber Rothenburg ob der Tauber und Bad Windsheim können da mithalten ;-). Schönes Deutschland! Musste ich erst an alle anderen Enden der Welt um das herauszufinden.

Ich war ja, McDonalds sei Dank, abends (euer morgens) mit meiner Mama verabredet und dafür sollte ich meinen Laptop nochmal laden, also zurück zum Campingplatz, ein bisschen entspannen, etwas essen und dann wieder los. Erst einmal tanken (ich kann für ca. 80NZD volltanken (natürlich mache ich ihn nicht komplett leer, aber mehr als 90NZD würde das nicht kosten) und bin ca. 400km gefahren, in den letzten Tagen eben auch viel Stadt; ein Liter Unleaded 91 kostet 2,13NZD/1,33€ also habe ich ca. 38l getankt, also brauche ich 10l auf 100km, das geht; der Camper ist ja groß und schwer und hat viel Windwiderstand) und dann zum Base Rotorua (bei der Hostelkette war ich in Brisbane, Base Brisbane, und wusste, dass sie das Global Gossip Internet nutzen, von dem ich noch eine 24-Stunden-Karte übrig hatte, weil ich in Brisbane eine Woche bezahlt habe und diese Woche in Auckland noch nicht abgelaufen war, ich aber nicht wusste, dass das sogar in einem anderen Land weiterläuft und deswegen schon eine Tageskarte gekauft hatte). Wenn jemand den letzten Satz nicht kapiert hat, nicht so schlimm. Der war eher für mich :-). Auf jeden Fall hat das Skypen dann anfangs auch funktioniert, aber dann brach es ständig ab und ich fuhr dann zum McDonalds, weil ich von heute Morgen wusste, dass dort guter Empfang von dem Global Gossip war. War. Denn anscheinend waren jetzt so viele darüber online, dass es nicht mehr gut war. Außerdem hatte ich mich davor von dem anderen Global Gossip Punkt nicht ausgeloggt und konnte mich deswegen bei dem neuen nicht einloggen. Echt nervig. Also wieder zurück zum Base Rotorua, dieses Mal versuchte ich näher an das Hostel heranzukommen. Ich wollte ja in meinem Camper sitzen bleiben, außen war es nicht besonders gemütlich. Für das Skypen war das dann auch noch gut so, aber dann fürs Mails checken war mir das dann zu nervig und ich habe mich direkt zum Hosteleingang gesetzt. Dort war das Internet zwar gut, aber ich war nach der halben Stunde echt durchgefroren. Zum Glück habe ich den Campingplatz mit Strom und nach 10 Minuten vor meinem Heizlüfter konnte ich meine Fingerchen auch wieder so bewegen, dass ich mein Bett „bauen“ konnte.

Letztendlich war der Tag doch ganz gut. Ich konnte meiner Mama zum Geburtstag gratulieren, habe den Blauen und den Grünen und den See mit „O…“ gesehen und weiß, dass ich da nicht herumlaufen will. Außerdem war ich endlich im Museum, das wirklich interessant war. Achja, da gab es auch noch einen Film, den kann man aber nur als peinlich bezeichnen. Total überzogene Darstellung, viel zu viel versuchte Action, um ihn für Kinder spannend zu machen, naja, nach zwanzig Minuten war auch der geschafft. Und mir hat es auch mal wieder gut getan, Kunst zu sehen! Ich stehe eben doch auf Museen (auf die, in denen du Sachen anschauen darfst, nicht lesen musst).

Noch als Nachtrag: mein Campingplatz und Umgebung

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Eigentlich wirklich eine Schande, dass ich mir das erst am letzten Morgen angesehen habe! Am See traf ich nämlich eine Frau, die dort frühstückte. Wirklich ein schönes Plätzchen!

Und noch ein letztes Bildchen: so sehen hier die Spinnennetze aus

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Und als allerletztes: mein Frühstück! Das beste der Welt! Außer vielleicht gekochte Eier …

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