White Island

Das Besondere an White Island ist, dass es der aktivste maritime Vulkan Neuseelands ist. Ganz schön viele Einschränkungen, finde ich, naja.

Gleich zu Anfang: das war nicht mein Highlight in Neuseeland. Ich kann nicht direkt sagen, dass ich 199NZD bereut habe, aber die Stunden, die mich das gekostet hat, hätte ich auch besser nutzen können.

Um kurz nach halb acht bin ich losgekommen und habe mich gleich mal wieder verfahren. Ich war mir sicher, dass der Weg zur Hauptstraße von einem Kreisverkehr ausging. Ja, irgendwann war die Straße aus, also wohl doch nicht von einem Kreisverkehr aus. Letztendlich habe ich mich wieder erinnert und den Weg gefunden, war aber dadurch schon etwas spät dran und als ich dann in Whakatane den Weg auch nicht direkt gefunden habe (die Straßen dort sind wirklich seltsam gelegt, beschriftet und benannt), war ich zwei Minuten zu spät am Treffpunkt. Meine deutsche Pünktlichkeit ärgert sich immer noch.

Dort angekommen durfte ich erst einmal bezahlen (dadurch, dass sie mir gestern Abend erst bestätigen konnten, dass die Tour stattfinden kann, weil das vom Wetter abhängt, wurde noch nichts abgebucht) und bekam dann so ein doofes Metallhütchen, das kenne ich vom Fußball spielen oder Lauftraining oder so, Trapezförmig von der Seite und rund von oben. Das war praktisch die Eintrittskarte zum Boot, echt nervig zum Herumtragen, aber sollte wohl witzig sein.

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Das Boot legte dann um 10:15h ab und um 12:30 stand ich auf der weißen Insel.

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Ich denke man sieht, warum sie diesen Namen hat. Die Bootsfahrt habe ich mit nichts verbracht. Ich hatte extra noch meinen Kindle eingepackt, der aber nach einer Minute den Geist aufgegeben hat. Ich hätte so gut Fotos sortieren können oder so, ich habe mich echt geärgert, dass ich meinen Laptop nicht mitgenommen habe. Naja, ich habe dann irgendwelche Listen verfasst, was ich ständig mache. Ich habe auch alle Listen doppelt und dreifach und verlege sie trotzdem. Auf jeden Fall kam ich während der Hinfahrt zu dem Schluss, dass ich noch einkaufen muss/will. Das ist doch Mal was für 2,25 Stunden.

Das allersuperdupermegacoolste heute waren die Delfine, die wir für vier Minütchen sehen durften! Wunderschön! Ich bin ja eigentlich kein Delfin-Fan, würde niemals dafür bezahlen, rauszufahren und hoffentlich welche zu sehen, aber so als Zugabe nehme ich das mit.

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Ich würde mal sagen wir waren 45-50 Leute auf dem Boot, jeden Alters und jeder Statur, obwohl es hieß, dass man eine gewisse Grundfitness benötigt, die ich nicht allen zugetraut habe. Wir bekamen dann Helme und Atemmasken und wurden dann mit einem kleinen (schwarzen, nicht roten) Gummiboot vom großen Boot auf die Insel gebracht:

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Und dort starteten wir in drei Gruppen aufgeteilt. Ich war in der letzten Gruppe, weil es mir zu doof war, zu drängeln, nur damit ich in Gruppe 1 oder 2 komme. Sehen ja eh alle das Gleiche.

Es wurde dann allerlei erzählt, zum Beispiel, dass die Insel hauptsächlich für Messungen verwendet wird. Vieles habe ich, muss ich ehrlich sagen, nicht verstanden. Ist eben Fachsprache mit dem ganzen Vulkanzeug und den Gesteinsarten. Auf jeden Fall gab es ordentlich viel Schwefel,

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den man sogar probieren durfte, weil er nach nichts schmeckt und nicht giftig ist (sagte unser Führer). Nicht, dass ich ihm nicht vertrauen würde, aber wenn etwas so giftgelb aussieht, muss ich das nicht in den Mund nehmen.

Anfangs dachte ich, dass die Atemmaske nur für diejenigen ist, die mit dem Gestank nicht zurechtkommen, aber nach 10 Minuten auf dieser Insel hatte ich sie selbst auf – und die meisten anderen auch. Die Nebelschwaden brachten einen zum Husten und man konnte wirklich nicht mehr richtig atmen. Naja, ein was Gutes hat es. Man bekommt richtig „schöne“ Bilder:

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Ansonsten sieht es hier so aus:

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Auf dem letzten Bild sieht man, wie die Kinder von ihren Eltern erbettelte Münzen „reinigen“. Dank dieser Gase im Wasser werden sie wieder richtig glänzend.

Um 14h waren wir dann wieder auf dem Boot und bekamen etwas zu Essen, das „Mittagessen“ sein sollte, aber eher als Snack durchgeht:

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Sandwich, Schokolade, Apfel, eine Art Müsliriegel und ein halbes Stück Bananenkuchen mit Haselnüssen darin. Gut, dass ich schon auf dem Hinweg beschlossen habe, dass es bei mir heute ein richtiges Abendessen gibt!

Um halb fünf haben wir dann wieder in Whakatane angelegt.

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(Das war eine kleine Insel kurz vorher.)

Die Fahrtzeit hätte ich wirklich besser nutzen können, aber daran ist nichst zu ändern. Ich habe dann noch kurz im nächsten Supermarkt angehalten (bevor ich später keinen mehr finde …) und bin dann um 17h aus Whakatane herausgefahren, wieder „heim“ nach Papamoa. Ziemlich genau nach einer Stunde Fahrtzeit begann ich dann mein Abendessen zu machen: Angus-Hackfleisch mit Tomaten, Sour Cream, Ketchup und Gewürzen im Wrap. Lecker! Wirklich lecker! Mein Fleischhunger ist damit auch wieder gestillt. Jetzt nutze ich noch kurz das restliche Internet um mir ein paar Hörbücher herunterzuladen… abends ist es so schnell dunkel und frisch, dass ich im Camper bleibe und meine Musik, die ich auf dem Laptop habe, habe ich schon 100e Male angehört, da muss mal was Neues her. Tja, dank der vielen (Boots- und Auto-) Fahrerei war es das schon für heute! Morgen bestaune ich hoffentlich einen wunderschönen Sonnenaufgang, besteige Mount Maunganui (innerhalb 45 Minuten), besichtige ein historisches Dorf und fahre nach Auckland, kaufe mir Internet und dann skype ich mit meiner liebsten Halbschwester und ihrer Familie! Ich freu mich schon wahnsinnig, euch zu sehen!!!

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