RotorOa

… nicht zu verwechseln mit der Stadt RotorUa.

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Rotora ist eine Insel, die man nur mit der Fähre erreichen kann, was ich auch getan habe. Ich habe mir gestern Abend noch über das Internet das Ticket gekauft und das war auch gut so, weil die Fähre doch ziemlich voll war. Zur Fähre musste ich mit dem Camper fahren, was auch bedeutet, dass ich einen Parkplatz brauchte. Ich dachte, es gibt bestimmt irgendwo etwas kostenloses, aber das hat sich schnell als falsch herausgestellt. Ich hatte dann nur die Wahl zwischen 14NZD für die Zeit zwischen 6h und 22h. Ich brauchte den Parkplatz ja von 8h-18:30h, also falle ich in diese Zeit. Die normalen an der Straße kosten 2NZD pro Stunde und damit wäre ich auf jeden Fall teurer gekommen, also fuhr ich in das Parkhaus. Dort gab es Parkplätze für fünf Minuten, privat, privat, geschäftlich, privat, privat, privat … irgendwann kamen dann mal die öffentlichen, auf die ich mich dann stellen durfte:

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Bezahlen macht man kurz bevor man rausfährt an einem Automaten per Kreditkarte oder Münzen, aber 14NZD habe ich nicht in Münzen gehabt, also schon wieder Kreditkarte. Zum Glück funktioniert damit jetzt alles wunderbar.

Die Fähre fuhr dann um 8:55h mit zehn Minuten Verspätung los und um kurz nach 10h war ich auf „meiner“ Insel.

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Wir hatten eine super Sicht auf Auckand, bekamen wieder Delfine zu sehen, die Chinesen schliefen und die Vögel begleiteten unsere Fähre!

Auf der Insel angekommen, bekamen wir dann noch eine kurze Einführung, damit wir uns auf der Insel zurechtfinden. Hier wohnen nämlich Leute und eine Bitte war, die Grundstücke nicht zu betreten – logisch. Außerdem wurden die Wanderwege vorgestellt, darauf aufmerksam gemacht, dass es auch ein Museum gibt (nur ein Raum, aber sehr informativ und gut gemacht, mit kleinem Filmchen, den ich mir Mal bis zu Ende angeschaut habe). Dort erfuhr man dann, dass diese Insel dafür genutzt wurde, Alkoholiker vom Alkohol fernzuhalten, also praktisch als Entzugs-Insel. 2005 wurde die Entzugsklinik dann aber auf die Hauptinsel nach Auckland verlegt und kurz danach haben zwei Privatpersonen diese Insel erworben und seit ein paar Jahren für Touristen zugängig gemacht, eben mit Wanderwegen und dem Museum. Dazu gehören dann auch Toiletten und die Beschilderungen, also da steckt viel Planung dahinter. Diese Privatpersonen wollten vor allem die Natur hier erhalten und auch erweitern. Es wurden schon viele neue Bäume gepflanzt:

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und bald sollen hier auch Tiere ausgewildert werden, die im Moment im Zoo in Auckland sind. Natürlich werden nur einheimische Bäume gepflanzt und Tiere ausgesetzt, die hier auch überleben können. Ein paar Tiere gibt es hier auch schon:

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Haustiere sind aber verboten. Ich habe mir kurz vorgestellt, wie es wohl wäre, hier zu leben, aber ein Leben lang ohne Hund? – Ohne mich. Die zwei Frauen, die die Einführung gemacht haben, wohnen hier natürlich und die eine habe ich mit ihrem Mann am Strand getroffen und sie hat mir erzählt, dass sie erst seit November hier wohnen, dass sie eine Abwechslung gebraucht haben und ihr Mann sich sehr für Vögel interessiert, von denen es hier einige auf der Insel gibt und deswegen war das auch für ihn die perfekte Wahl. Für ein paar Jährchen könnte ich mir ein Leben auf einer Insel schon vorstellen, aber lieber noch „nur“ am Meer und am Festland, wo man alles erreichen kann, wenn man es braucht.

Hunde sind übrigens verboten, weil diese Insel pestfrei ist. Deswegen werden auch die Rucksäcke grob kontrolliert, ob du nicht eine Maus oder eine Ratte dabei hast, die theoretisch die Pest übertragen kann.

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Hunde könnten eine Maus gefressen haben und wenn die Natur ihren Lauf nimmt, könnten die Reste davon auf der Insel landen. Die Schuhe soll man auch davor am Hafen in Auckland oder auf der Fähre saubermachen, was ich natürlich auch getan habe, aber da die letzten Tage immer super Wetter war, waren meine Schuhe eigentlich nicht schmutzig und Pflanzensamen oder Ähnliches waren auch nicht mehr daran, darauf habe ich geachtet, will ja nicht das Ökosystem auf dieser Insel durcheinanderbringen.

Um halb elf wurden wir dann auf die Insel losgelassen. Mit mir startete nur ein Mann alleine und eine Schulklasse oder eine Feriengruppe. Aber beide habe ich nur einmal kurz gesehen, obwohl die Insel gar nicht so groß ist.

Ich begann mit dem Südweg und stoppte dann am Men’s Bay. Dort ging ich barfuß am Strand spazieren – wunderschön! Und sammelte nochmal ein paar Muscheln, die aber schon vom Wasser geschliffen wurden – wunderschön! Und dann saß ich noch ein bisschen dort und habe nur die Wellen beobachtet – wunderschön! Ich war komplett alleine dort:

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(extra ein „Ihhh-Füße Bild für Finn und Markus)

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Und deswegen kann man dann auch mal solche Bilder mit Selbstauslöser machen:

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Das mit der Insel war die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können! Natürlich musste ich dafür wieder einmal früher aufstehen, aber ich hatte dort so viel Entspannung, wie ich nie von ein paar Stunden mehr Schlaf bekommen hätte!

Natürlich musste ich auch noch den nördlichen Teil sehen und machte dann nochmal am ganz nördlichen Ende eine Pause. Dieses Mal im Gras und mit einer Tafel Schokolade.

Dann machte ich mich auch schon auf den Rückweg, zum Maimai Bay, dem Maimai Aussichtspunkt und wieder zurück zum Abfahrtspunkt der Fähre. Dort kam ich um kurz vor 17h an und um 17:15h fuhr die Fähre ab – dieses Mal pünktlich. Auf dem Rückweg hatte ich Zeit, meinen Blog zu schreiben, denn wenn ich zurückkomme, will ich nur noch Nudeln kochen und essen, duschen und skypen und dann schlafen!

Von dieser Insel hatte man immer einen super Blick und deswegen gibt es hier mal die schönsten entstandenen Bilder:

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Dieser Tag hat sich definitiv gelohnt und dadurch, dass sich die Bewohner und die Eigentümer der Insel so für die Natur dort einsetzen, lohnt es sich doppelt, denn für jeden Besucher per Fähre bekommen sie 5NZD.

Das Einzige, das nervt, ist die Sache mit dem Parken, aber daran bin ich einfach nicht gewöhnt, dadurch, dass ich in Deutschland kaum Auto fahre. Und wenn man kein Auto fährt, muss man auch nicht parken und somit auch nicht für das Parken bezahlen.

PS: Die Wohnhäuser auf der Insel waren auch total schön, finde ich:

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