Central Park und Shopping

Wir trafen uns heute zu einer humanen Zeit, 11h, am USS Maine Memorial, einem Brunnen:

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Ich wurde von drei Leuten angesprochen, ob ich zu dem Foto-Workshop gehöre, der sich hier trifft. Was ist das denn bitteschön schon wieder für ein Zufall? Wir hätten uns 1000e Orte aussuchen können, an denen wir uns treffen und wir hätten auch 1000e Uhrzeiten ausmachen können! Aber nein, genau um 11h an diesem Brunnen, genau die Zeit, zu der sich auch der Fotoworkshop hier trifft. Ich hatte eben heute auch mein Stativ dabei, weil wir abends noch ein bisschen durch die Straßen ziehen wollten, um Fotos zu machen. Das hat mich etwas genervt, dass die vom Boot so rauschig sind, weil ich die ISO so groß machen musste. Uuuuuh, ein paar Fachbegriffe 😉 . Weil ich dann auch noch meine Kamera um den Hals hatte, war sich jeder dieser drei Menschen absolut sicher, dass ich da mitgehen würde. Wäre ich mir ja auch.

Als wir dann zu dritt waren, ging es los in den Central Park, denn genau am nordwestlichen Ende liegt der Columbus Circle (ein Kreisverkehr) mit dem Denkmal nebendran. Wir sahen dann das berühmte Karussel, einen Brunnen:

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und auch einige Künstler:

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Wie immer sehr beeindruckend für mich! Musikalisch habe ich ja noch nicht so viele Talente entwickelt! Aber wenn ich meine Pläne weiterhin verwirklich, lerne ich sobald ich in Deutschland bin Saxophon 🙂 . Warum Saxophon? Weil es spannender ist als Trompete und super klingt, auch alleine ohne Begleitung anderer Instrumente.

Super süß und traurig waren die Schildchen auf den Bänken, die von den Menschen verfasst wurden, die die Bank gestiftet haben:

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Außerdem gibt es in so einem Park natürlich auch einige Tierchen:

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Und mein Cousin kletterte auf jeden großen Stein:

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Und ein Blumenbild darf auch nicht fehlen:

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Der Spaziergang im Central Park war dann wirklich ganz gut, aber man hört eigentlich von jeder Stelle aus noch die Autos. Die Hochhäuser kann man irgendwann übersehen, weil sie nur noch zwischen den Bäumen hindurchblitzen, aber der Lärm lässt sich nicht so leicht ausblenden. Trotzdem ist es beeindruckend, dass eine Stadt, in der, wie in jeder größeren Stadt, Wohnraummangel herrscht, so ein großer Park noch existieren darf.

Ich wurde danach zum Mittagessen eingeladen, in einem etwas schickeren Restaurant. Zumindest so schick, dass ich mir mit meiner grünen Regenjacke, meinem Rucksack, meiner Kamera um den Hals und meinem Stativ um die Schulter nicht so ganz richtig am Platz vor kam. Das Essen war auch wirklich gut. Man hatte die Wahl zwischen Suppe und Salat und weil mein Cousin, wie noch öfter am Tag, den gleichen Gedanken hatten („Ist bestimmt voll wenig“), bestellten wir uns die Suppe und durften neidisch Annas Salat bewundern, der alles andere als klein war. Unsere Suppe war aber auch lecker! Außerdem gab es kleine Brötchen mit Butter als Vorvorspeise, die auch mit satt machten. Die Hauptspeise war dann, wie immer in besseren Restaurants etwas kleiner, aber wir bekamen nochmal neue Brötchen 😉 . Ich hatte, genau wie mein Cousin Alex, das Rindersteak mit Pommes und kleinem Salat (bekamen wir also doch noch Grünzeug), Anna bestellte den Lachs. Nachtisch gab es auch, allerdings erst nach einer kleinen Wartezeit. Die Gänge davor kamen ohne langes Warten, aber der Nachtisch wollte einfach nicht zu unserem Tisch kommen. Anna und Alex hatten dann den Käsekuchen (miniklein 🙂 ) und ich zwei Kugeln Sorbet: Heidelbeer und Kokos-Ananas. Genau das hätte ich mir auch ausgesucht, wenn ich die Wahl gehabt hätte, also perfekt! Vielen, vielen Dank, liebe Anna! Das tut meinem Backpacker-Magen gut!

Weil der Tag heute vom Wetter her nicht besonders prickelnd war (14°C) war er gleichzeitig perfekt: zum shoppen. Anna und Alex wollten unbedingt in macy’s, also gingen wir da natürlich hin. Anna suchte eine Tasche und eventuell Schuhe, ich ein Kleid und eine lange Jeans und Alex wollte sich komplett neu einkleiden. Nach 1,5 Stunden trafen wir uns wieder –  mit nur einer Tüte. Einer kleinen Tüte. Anna und ich waren zusammen Taschen gucken, ohne Erfolg. Kleid gucken, ohne Erfolg. Schuhe gucken, ohne Erfolg. Jeans gucken, ohne Erfolg. Aber wir tranken einen Kaffee bei Starbucks und Anna fand ein Parfüm, das wirklich gut riecht! Ja, das war dann die kleine Tüte. Der Alex kam komplett ohne Tüten zurück. Wir waren uns einig, dass die Sachen unschön, teilweise altmodisch, wirken und wenn dafür auch noch horrende Preise verlangt werden, lässt man gleich fünf Mal die Finger davon. Lange Gesichter, große Enttäuschung von diesem weltweit bekannten macy’s. Aber dank einem Freund kannte mein Cousin noch ein paar Läden außenherum und wir machten uns also auf die Suche danach. Er schaffte es dann auch tatsächlich, alles einzukaufen, was er braucht – außer Schuhe, die er vielleicht am dringendsten bräuchte. Anna und ich haben beide schmale Füße, finden also Schuhe, die uns gefallen, die uns aber nicht passen. Alex würden wahrscheinlich viele Schuhe passen, ihm gefallen nur keine. Naja, NYC ist groß, da werden wir schon noch fündig!

Shoppen ist natürlich auch anstrengend und macht hungrig. Das koreanische Viertel sagte jemandem von uns drei nicht zu, also ging es weiter. Alex bestellte sich dann einen Burger bei Wendy’s, aber ich habe ja die „keine Burger mehr – Regel“ und unterwegs kamen wir schon an einer Bäckerei vorbei, die lecker aussah und nicht zu teuer war. Die hatten dann auch Salate und entschied mich für einen mit Hühnchen. Ausgesehen hat er dann nicht besonders gut, aber geschmeckt hat er eindeutig! Zum Nachtisch habe ich uns drei Muffins gekauft: Kürbis, Blaubeer und Pfirsich. Alle drei sausausaulecker! Vor allem der Pfirsich, obwohl da Walnüsse drauf waren, die ich sonst gar nicht mag! Alex Burger war schon verdrückt, bevor er die andere Straßenseite erreichte, auf der die Bäckerei lag. Also kaufte er sich vorsichtshalber auch noch etwas. Annas Tomate-Mozarella-Sandwich schaffte sie nur zur Hälfte, also durfte ich schon einmal etwas naschen. Den Salat wollte ich nämlich erst „zu Hause“ im Hilton essen. Da fuhren wir dann auch als nächstes hin, machten den Fernseh an und schauten „Big Bang Theory“. (Sheldon Cooper’s Stimme klingt im Deutschen besser!)

Um 22h rafften wir, Alex und ich, uns auf und ich machte noch ein paar Nachtaufnahmen. Dafür hatte ich ja den ganzen Tag mein Stativ herumgeschleppt:

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Während wir auf der Suche nach guten Perspektiven waren, fanden wir noch einen Schlüsselbund – ohne dass wir danach suchen mussten. Einfach liegen lassen geht ja nicht, aber ich wollte auch nicht den nächsten Tag damit verbringen, ein Fundbüro zu suchen, also habe ich ihn einfach zum nächsten Polizeiauto gebracht und nachdem ich die Frage nach meinem Befinden mit „gut“ beantworten konnte und vorsichtshalber mein Stativ beim Alex gelassen habe (wirkt ja vielleicht doch etwas bedrohlich), wurde mir der Schlüssel netterweise abgenommen und das kleine Abenteuer war schon wieder vorbei.

Um Mitternacht lag ich dann endlich im Bett, todmüde!

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Brückentag

Für den heutigen Tag hätte ich viele Namen gefunden: Metro-Tag, Familientag, Boottag, … aber „Brückentag“ ist so schön doppeldeutig.

Ich musste heute leider wieder den Wecker stellen und wurden zum ersten Mal seit Langem auch wieder von diesem geweckt. War erst einmal kurz verwirrt: Woher kommt bloß dieses Piepsen? Es kann unmöglich schon 8h sein!? Aber es hört nicht auf … Ist es etwa mein Wecker? Meine Uhr? Wo hab ich die nochmal hin?

Wach war ich dann in jedem Fall. Zum Glück habe ich lecker Kellogs, die mich munter machen und um 8:50h stand ich bei der Rezeption, um mir Tickets für Freitag zu sichern. Ich habe damit gerechnet, dass ich mich in den Lobbybereich drängeln muss und mir schon Taktiken überlegt, wie ich weiter nach vorne komme, aber als ich dann da war, waren nur noch zwei andere Jungs da und die sind nach zwei Minuten sogar gegangen! Also keine Sau da für die Tickets. Wir haben dann bei der anschließenden Walking Tour noch darüber spekuliert und mein Guide meinte, dass Einige vielleicht gar nicht bis Freitag bleiben und somit erst noch Leute Tickets kaufen, die erst heute, morgen oder übermorgen einchecken. Ich war auf jeden Fall die Erste und habe somit locker drei Tickets bekommen:

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Drei? Klaro! Tante und Cousin kommen auch mit! Wir können uns hier am Freitag um 17h am Hostel treffen und mit den anderen zusammen dorthin gehen (es gibt wohl sowas wie Kennenlernspielchen, damit man sich lieb hat) oder man geht direkt dorthin. Um 19h gehts los. Wir haben uns noch für keine Variante entschieden, von Kennenlernspielchen habe ich allerdings die Nase voll …

Um 10h ging dann von hier aus die Walking Tour los, zumindest war das der Plan. Aber die Leute sind erst nach und nach eingetrudelt und deswegen kamen wir erst um 10:30h los. Mitglieder der Gruppe: der deutsche Max aus Duisburg, ein Inder der in Michigan studiert, eine Barsilianerin aus Sao Paulo, eine Japanerin in den 60ern, ein Australier der auch bei gefühlten 40°C mit seiner Jacke herumläuft und eben unser Guide:

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(ist freundlicher, als er auf diesem Bild aussieht)

Und das waren die Aussichten unserer Walking Tour von der Promenade zur Brooklyn Bridge, direkt auf der Brooklyn Bridge und auf allen Wegen davor und danach:

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Das letzte hier hat Anspruch auf „Lieblingsbild in NY“. An diese Stelle muss ich definitiv nochmal und noch mehr dieser Bilder machen. Die Kinder spielen auf dem Spielplatz und gehen zwischendrin zum Zaun und sehen sich das Stadt an. Total niedlich!

Diese Schlösser haben natürlich die gleiche Bedeutung wie in Paris: man wirft den Schlüssel ins Wasser, kann somit das Schloss nicht mehr entfernen und das ist eben das Symbol dafür, dass man sich ewig liebt, so ewig wie das Schloss dort hängt. Komischerweise gibt es auch hier so viele Zahlenschlösser…?!

Ich kaufte auf der Brooklyn Bridge zwei Kohlezeichnungen, sauschön! Vielleicht gibts da morgen ein Bild davon, ansonsten erst, wenn sie zu Hause an der Wand hängen – in drei Wochen! Ja, in drei verdammt kurzen Wochen ist meine Reise schon wieder vorbei. Uuuuuunglaublich, wirklich.

Ich wollte also nochmal ins Hostel, um die Zeichnungen wegzubringen und mich umzuziehen. Es ist einfach viel viel zu heiß hier! Ich habe schon mit so 20°C gerechnet, aber das waren heute 82°F, das sind 28°C! Das ist wirklich zu warm, nicht nur für Menschen, auch für den Müll. Es hat wirklich unheimlich gestunken! Schlimmer als in Delhi und Bangkok! Gegen Nachmittag wurde es besser, aber noch während der Walking Tour war es kaum auszuhalten. Bevor wir übrigens mit „walking“, also laufen, angefangen haben, sind wir einige Stationen mit der U-Bahn gefahren. Ich hatte noch kein Metroticket, aber das war schnell gekauft: 30USD für eine Woche so viel U-Bahn und Bus fahren wie ich will. Das ist günstig, finde ich! Und ich hatte dann gleich Hilfe beim Bedienen des Automaten, wobei der wirklich logisch war. Nach einer Station sind wir umgestiegen, um in die Express-Bahn zu kommen. Mussten aber auch dort nach einer Station raus, einfach, weil die U-Bahn aus unerklärten Gründen nicht mehr weiterfuhr. Also nochmal umsteigen und dann aber an der Station raus, an der wir raus wollten. Gut, dass wir nur so eine kleine Gruppe waren, dann konnte man immer gut stehen bleiben, ohne gleich jemandem im Weg zu sein. Wir liefen dann ein bisschen durch Brooklyn, an der Promenade entlang und bekamen ein paar Infos über die Brücke: sie wurde von einer Familie gebaut bzw. finanziert und während dem Bau starben Vater und Sohn und die Mutter brachte das Projekt dann allein zum Abschluss. Aber keiner wollte die Brücke nutzen, weil das die erste dieser Konstruktion war und die größte noch dazu. Die Menschen konnten sich nicht vorstellen, dass sie halten wird. Irgendwann kam dann ein Zirkus in die Stadt und ließ drei Elefanten darüber laufen und alle Wagen darüber fahren (gleichzeitig) und die Brücke hielt. Heute fahren hier Autos darüber, laufen Menschen und auch Fahrradfahrer nutzen die Brücke. Alles gleichzeitig. Und sie hält! Aber natürlich muss das ein Ungetüm gewesen sein, denn damals waren dort keine Wolkenkratzer und Hochhäuser, sondern normale flache kleine Häuser und von der Brücke konnte man hinabsehen. Heute muss man hinaufsehen, um Dächer zu sehen oder zu erahnen.

Wir kauften uns noch ein Eis, das aber so schnell schmolz, dass ich kein Bild davon machen konnte…

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und liefen dann auch über die Brücke selbst und trennten uns danach, aber unser Guide erklärte uns noch, wo wir jetzt am Besten Essen gehen können, was es hier in der Gegend sonst noch zu sehen gibt und auch, wie es zum Hostel zurückgeht. Letzteres war dann für mich interessant.

Als ich mich wieder auf den Weg machte, hatte ich mich für meine Las Vegas Schuhe entschieden. Ich dachte, ich will gut aussehen, etwas mehr nach New York, als nach Diespeck. Das war definitiv keine gute Idee. Ich will jetzt hier kein Foto von meinen kaputten Füßen reinstellen (sonst gibt es wieder das: Ihh, Füße – Kommentar von Markus und Finn; dieses Mal wäre es berechtigt), aber stellt euch einfach vor, wie Füße in nicht eingelaufenen hohen Schuhen nach mehreren Meilen aussehen könnten.

Unterwegs holte ich noch meinen New York Pass ab, der erst anfängt, wenn ich ihn bei der ersten Attraktion verwende, also nach meiner Tour, wenn meine Tante und mein Cousin wieder weg sind, weil das wird nochmal viel Gerenne und Gehetze, damit ich den voll ausnutze und möglichst viel sehen kann! Leider kann ich sie gar nicht für ein Musical begeistern, also trennen wir uns entweder für einen Abend (wobei ich die Gesellschaft schon sehr genieße) oder ich mache das eben auch noch in meiner letzten NY-Woche. Wahrscheinlich eher Nr. 2.

Meinen Hop on-Hop off habe ich auch schon abgeholt, einfach, weil ich dort nicht nochmal hinlaufen wollte. Der fängt leider sofort an, gilt also bis übermorgen 15h. Mal gucken, was ich bis dahin noch fahre. Wirklich Lust habe ich da grad nicht drauf.

A propos Bus: Ich habe eine Antwort von Greyhound. Ich bekomme meine 43 gezahlten USD zurück! Lohnt sich also, sich zu beschweren! Ich muss nur dort anrufen und meine Kreditkartendetails durchgeben. Das müsste ich hinbekommen. Dafür warte ich doch dann gerne ein paar Stunden in Santa Cruz!

Aber nochmal zu heute. Ich war dann irgendwann vorm Hilton angekommen und wartete noch einen Moment. Und in diesem Moment wurde ich vom Sicherheitsmann angesprochen. Ich dachte kurz, er will mir sagen, ich darf hier nicht sitzen, das ist ja das Hilton! Aber dann meinte er, was ich denn hier so mache, woher ich bin, was ich noch sehen will, etc. Irgendwann holte er sich dann etwas zu trinken und fragte mich, ob ich auch etwas will. Und seine Visitenkarte gab er mir auch: Sänger, Komponist und Liedtexter. Achja, anscheinend auch ein geplatzer NYC-Traum. Stattdessen ist er Sicherheitsmann vorm Hilton.
Irgendwann machte ich dann einen großen Lockenkopf aus und tatsächlich! Er wars! Mein lieber Cousin Ali oder Alex, wie es mir grad so über die Lippen kommt. Das war pure Freude 🙂 . Ich durfte dann auch mit ins Zimmer und nachdem ich die Yankee-Karten übergeben habe und wir ein paar liebe Worte ausgetauscht haben (wie man das eben so macht 😛 ), gingen wir zum Concierge in die Lobby, der für meine zwei lieben Verwandten zwei Tickets für die Hafenrundfahrt bucht, die ich von Deutschland aus schon gebucht habe. Hat auch super geklappt, also bin ich heute Abend nicht allein!

Der Ali war dann auf der Suche nach einer Kamera und als wir uns einmal mit der Metro verfahren hatten (beide wollten auch eine Wochenkarte haben), stiegen wir dann richtig aus, Anna und ich tranken einen Kaffee während der Ali die Straße noch ein Stück weiterläuft, aber ohne Kamera zurückkommt.

Um 18:45h waren wir dann am Pier 83, nachdem wir nochmal Metro fahren und ein Stück laufen mussten. Weil meine Schuhe mich wirklich umgebracht haben, zog ich sie für dieses Stück aus. Wir mussten uns ja auch ein bisschen beeilen, denn um 19h fuhr das Boot ab.

Nachdem wir unsere Voucher (Anna und Ali haben beim Concierge bezahlen können/müssen) eingetauscht hatten, durften wir an Board gehen. Für die besten Plätze waren wir natürlich dann zu spät, aber wir haben trotzdem gute Fotos machen können:

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Die Bilder sind ganz gut geworden, dafür, dass sie von einem sich bewegendem Boot geschossen wurden, aber New York bei Nacht ist einfach zu schön, um nur mäßig gute Bilder zu liefern, deswegen begleitet mich mindestens der Ali bei einer nächtlichen (oder spät abendlichen) Fototour durch New York City, die Stadt, die niemals schläft. Vielleicht sogar schon morgen! Mal sehen, was der Tag so bringt!
Ein Gruppenbild gehört natürlich zu so einem Tag wie die Blasen an den Füßen:

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Tada, hier ist es! Es war mir eine große Freude, New York mit euch zusammen zu erkunden und ich freue mich auf weitere Minuten und Stunden! Gute Nacht, schlaft gut und bis morgen 11h am USS Main Memorial!

Lustigste Sache des Tages: Ich habe in meinem Hostel kostenloses und gutes Internet auf dem Zimmer. Tante und Cousin müssen im Hilton in die Lobby gehen oder zahlen 😀 .

Erster Tag in NYC

Eine Anmerkung zu Beginn: Wenn ich New York schreibe, meine ich natürlich nicht den Staat, sondern New York City, die Stadt New York.

Ich habe versucht auszuschlafen und nachdem ich die nächtliche Flucht zweier Mädels ausgehalten habe, die einfach Mal Licht angemacht haben, wie gesagt: es war 4h nachts, habe ich bis 10:15h durchgehalten. Ich kann es also noch! Meine Fähigkeit auszuschlafen ist auf meiner Reise doch nicht komplett verloren gegangen!

Ich bin den Tag nicht nur vom Schlafen her entspannt angegangen. Ich hatte mir für heute nichts vorgenommen, außer einkaufen zu gehen. Denn dadurch, dass ich jetzt Mal wieder länger an einem Ort bin, lohnt es sich, einzukaufen. Ich habe hier einen Kühlschrank und eine wirklich gut ausgestattete und saubere Küche:

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Es gibt die nächsten Tage viel Salat. Wenn ich noch Hühnchenfleisch finde, gibts das dazu, ansonsten nur Salat oder auch Mal mit Thunfisch. Ich habe mir auch eine Packung Cornflakes gekauft, weil ich weiß, dass ich sonst gar nicht frühstücken würde. Für die zweite Woche hier (nach meinem 3-Tages-Ausflug) gibt es dann aber Toast mit Marmelade. Eine Packung Nudeln, eine Stange Baguette, ein Glas Oliven, eine Dose Mais, zwei Paprika, drei Tomaten, zwei Salatköpfe, eine Flasche Ginger Ale, ein kleines Salatdressing, eine Zwiebel, eine Flasche Milch und ein Säckchen Weintrauben war die Ausbeute aus drei Läden.

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Hier gibt es wieder nur diese Tante Emma Läden und die haben eben nicht immer alles. Ich habe insgesamt dann ca. 40USD ausgegeben. Das sollte aber auch erst einmal eine Weile reichen.

Ich bin danach auch direkt ins Hostel zurück und nach der Küche und einer Schüssel Cornflakes war ich auch schon wieder auf meinem Zimmer.

Vor dem Einkaufen habe ich geskypt, so richtig ausführlich. Das muss manchmal sein. Danach habe ich nur geduscht (die Duschen hier sind auch super sauber und man hat sogar einen Seifenspender mit Duschgel; finde ich immer super, weil ich mir ja das Duschgel gespart habe) und angefangen mir die Karte von NY anzusehen, die ich von der Rezeption bekommen habe. Die U-Bahnlinie 1 fährt genau dorthin, wo ich morgen hin muss: zu einem Büro, wo ich meinen 7-Tages-Pass und meinen Hop on-Hop off Pass bekomme und zum Hilton Hotel. Was ich da verloren habe? Tja, ich bekomme Besuch 🙂 . Also eigentlich bekommt NY Besuch, aber ich bin ja eben hier! Ein Cousin und seine Mutter kommen zu Besuch! Und das lasse ich mir nicht entgehen! Ich bin gleich um 15:30h an ihrem Hotel, da kommen sie wahrscheinlich gerade erst an, aber ich freue mich wirklich, Mal wieder bekannte Gesichter zu sehen! Mein Cousin und ich sind wirklich fast gleich alt, ich bin nur einen Monat älter und seit ich ihn letzten Sommer fotografiert habe, haben wir etwas mehr Kontakt und jetzt sehe ich ihn in NY, das ist saucool! Seine Mutter, logischerweise meine Tante, stand auch schon vor meiner Kamera, kurz vor Weihnachten im strahlenden Sonnenschein. Ahhhhh, ich freue mich so sie zu sehen!
Jetzt wird nur noch ein Filmchen geschaut und dann gehts ab in die Heia, denn morgen kaufe ich um 9h hoffentlich dre Tickets für die Yankees, mache um 10h die Brooklyn Walking Tour, bin um 15:30h am Hilton und um 19h habe ich eine Hafenrundfahrt mit all den schönen Lichtern NY’s!

Noch ein paar Worte zu meinem Hostel:

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Die Zimmer sind wirklich sauber, ich habe ein eigenes Licht am Bett, ein großes Schließfach, zwei eigene Steckdosen, eine dicke Decke (die nach Jedem gewaschen wird, was ich bis jetzt noch nie hatte), ein Handtuch, weiße Bettwäsche (was bedeutet sie wird nicht nur gewaschen sondern auch geblichen), die Matrazen und Kissen sind kaum durchgelegen, die Betten quietschen und wackeln kaum, die Matrazen sind abwischbar, eine super Küche, saubere Bäder, Duschen mit Duschgel und genug Platz zum Umziehen und das Hostel hat eine super Lage, fünf Minuten vom Central Park entfernt und auch nur fünf Minuten bis zur nächsten U-Bahn-Haltestelle.

Rückblick amerikanische Westküste

Ich war ja letztendlich nicht nur in LA und nicht nur in Kalifornien, deswegen fasse ich meine letzten zwei Wochen Mal unter dem Begriff „Westküste“ zusammen, auch wenn ich nicht nur an der Küste war.

Mein Start in LA war gut! Die Fahrt vom FLughafen zum Hostel hat zwar ewig gedauert, aber das Hostel war super! Banana Bungalow absolut empfehlenswert! Kleine Küche an einem 6er Zimmer hatte ich noch nie, sauber, eigenes Handtuch, großes Bad, tägliche Säuberung, an einem Abend kostenlose Tacos, immer kostenloses aber eher ungesundes Frühstück, halbe Stunde von den wichtigen Sternen entfernt und Supermarkt (für gesundes Essen) ist auch noch in Laufweite. Außerdem ist die Rezeption 24 Stunden besetzt und man muss kein Geld für den Schlüssel hinterlegen. Eine Nacht hier kostet 29USD, über hostelbookers.com ist es etwas günstiger!

Das 48 Stunden Hop on-Hop off Ticket hier hat sich gelohnt, weil man in LA wirklich schlecht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwohin kommt und man erhält viele Infos, kann sie auch deutlich verstehen, weil man Kopfhörer hat und nicht nur der Fahrer spricht. Es gibt auch verschiedene Sprachen, unter anderem auch Deutsch, was für mich gut war, weil ich dann ein paar Infos mitschreiben und gleichzeitig fotografieren konnte. Man braucht auch definitiv 48 Stunden. Der 24 Stunden Pass ist nur geringfügig günstiger!

Dann zur Tour von g adventures. Ich liebe g adventures. Das ist genau die Art zu reisen, die ich mag. Man sieht viel, es ist etwas anstrengend, aber man ist danach wirklich froh, dass man das alles gesehen hat und meistens braucht man dafür nicht besonders viel Zeit. So wie ich bei meiner Tour auch: 8 Tage, wobei am ersten und letzten Tag eigentlich nichts los war. Am ersten Abend traf man sich, wurde auf die Zimmer verteilt (wobei ich Mal wieder wahnsinniges Glück mit meiner Zimmerkollegin Sindy aus Sachen hatte 😉 ) und man hatte eine kurze Vorstellungsrunde. Allerdings haben viele noch gefehlt und einige Namen hat man auch nicht verstanden, weil es neben der Rezeption einigermaßen laut war, dass man sich dann doch nicht kannte. Aber ich hatte ja meine Sindy, mit der ich Zimmer, Zelt, Cremes und Haarbürste teilen durfte. Wir hatten wirklich viel Spaß zusammen und keiner konnte glauben, dass wir uns erst bei dieser Tour kennengelernt haben. Generell war es viel Fahrerei, wogegen ich ja eigentlich nichts mehr habe, aber dieser Van war so eng, dass die Fahrerei schon fast zur Qual wurde. Auch die Musikauswahl von unserem Guide war mir zu alternativ. Die Neuseeländer fuhren da aber voll drauf ab und unterhielten sich mit ihm über Bands, von denen ich noch nie nie nie etwas gehört habe. Auch die Lieder kamen mir größtenteils nicht einmal annährend bekannt vor.
Die Sachen, die wir gesehen haben ware einfach beeindruckend! Angefangen mit Joshua Tree (gut für eine Mittagspause und einen kleinen Spaziergang), dem Grand Canyon (viel größer und schöner, als erwartet), Las Vegas (perfekt zum Weggehen und für Nachtfotografien, tagsüber eher langweilig), Death Valley (viel beeindruckender als gedacht, eben nicht nur Wüste), Bishop (auch nur gut zum Übernachten) und Yosemite (wunderwunderschön, wäre ich gerne länger geblieben, um auch Mal wandern zu gehen, das ist auf dem Trip irgendwie etwas zu kurz gekommen, finde ich). Wir übernachteten in den Städten in besseren Hotels, allerdings hätte ich lieber in einfacheren Hotels übernachtet und dafür weniger gezahlt. Das Essensgeld schien auch unbegrenzt zu sein, da wäre mir weniger zahlen und schlichteres Essen auch lieber gewesen. Generell war es aber gut organisiert: eine Nacht im Hotel, zwei Nächte am Campingplatz, eine Nacht im Hotel, zwei Nächte am Campingplatz und nochmal eine im Hotel. Man musste also nicht zwingend am Campingplatz duschen und hatte immer wieder die Möglichkeit, seinen Rucksack ordentlich zu sortieren und Sachen zu trocknen etc.
Die Leute vom Trip hätte ich auch schlimmer erwischen können, aber die Eigenarten bekommt man auf jeden Fall mit.
Zu unserem Guide: ich fand ihn am Anfang wirklich unsympathisch, das wurde aber gegen Ende besser. Dann schätzte er meine Hilfe mit den Kranken und mein Organisationstalent und meinen Sinn für Ordnung UND schaffte es sogar, sich dafür zu bedanken.
Dieser Trip lief unter dem Motto „YOLO“ – you only live once, man lebt nur einmal. Das ist die einfachste Variante, die es von den g adventures Touren gibt und meistens machen Backpacker wie ich solche Touren und eben für diese würde etwas einfacheres Essen und einfachere Hotels reichen. Aber vielleicht haben sie auch irgendwelche Verhandlungen mit den Hotels getroffen und zahlen gar nicht (viel) mehr, wie für ein einfacheres Hotel.

San Francisco. Meine Lieblingsstadt bis jetzt in Amerika. Wunderschön und alt und neu zugleich. Es wurden alte mit Stuck verzierte Häuser bunt angestrichen (der Stuck z.B. in grün und der Rest in gelb). Außerdem haben alle Häuser die Feuertreppen vorne dran, was der ganzen Stadt so einen gewissen Look verleiht. Eben etwas Besonderes. Die Stadtführung mit Wild SF war auch wirklich super und Mal etwas anders. Ich hätte auch noch gerne die zweite mitgemacht, die sie angeboten haben, aber dazu war ich einfach zu kurz in SF. Der Hop on-Hop off Pass hat sich hier für mich nicht wirklich gelohnt, dazu hatte ich einfach zu wenig Zeit, aber immerhin hat er mich zur Golden Gate Bridge gebracht, die mir besser gefallen hat, als gedacht und Alcatraz war ja auch bei dem Ticket dabei. DAS war auch wirklich etwas, was ich sofort wieder machen würde. Klar ist es teuer, ABER: Alcatraz ist ein Nationalpark, also wird dafür Geld genutzt. Außerdem wird man mit einer Fähre hingebracht und kann zurückfahren, wann man will. Der Audioguide ist sehr gut, wirklich der beste, den ich bis jetzt jemals hatte, in mehreren Sprachen erhältlich und mit Zeitzeugen-Stimmen versehen. Der Souvenirshop dort hat mein Lehrerherz höher schlagen lassen und deswegen müssen sich meine Schüler dazu wohl später Einiges anhören müssen. Ist ja aber wohl auch ein interessantes Thema: Gefängnis auf einer Insel, umgeben von eiskaltem Wasser und es konnte noch nicht bewiesen werden, dass jemand ausbrechen konnte. Außerdem haben dort auch ganz normale Familien gelebt (die Väter haben im Gefängnis gearbeitet) und diese Insel ist jetzt ein Nationalpark. Das ist doch Mal was.

Die Bustour nach Santa Barbara war dann leider auch „was“ und zwar eine Katastrophe an Organisation. Es kann durchaus passieren, dass ein Bus kaputt geht, aber dann kann es nicht sein, dass die Passagiere vier Stunden auf einen Ersatzbus warten müssen. Außerdem wirbt Greyhound mit seinem Wifi und den USB Anschlüssen in jedem Bus und schickt uns dann gleich zwei Busse, bei denen es weder Wifi noch USB gibt. Ich habe bis heute noch keine Antwort auf meine Beschwerde-Nachricht bekommen, aber sobald sich etwas tut, schreibe ich das auch hier.

Santa Barbara war total niedlich. Es gibt nur die State Street, in der etwas los ist, dafür ist hier aber Einiges los. So viele Läden, Restaurants und Kinos habe ich noch nie auf einem Fleck gesehen. Zum Strand habe ich es dann gar nicht mehr geschafft und wandern wäre hier bestimmt auch schön gewesen. Hier kann man es auf jeden Fall aushalten!

Malibu war jetzt nicht so wunderschön, wie man sich das vielleicht vorstellt. Aber wir hatten dort auch nur einen kurzen Zwischenstop.

Zurück in LA hatte ich ja eigentlich vor, Disneyland und die Universal Studios zu machen, aber mir haben so viele von Disneyland abgeraten (zu voll, zu weit weg, zu teuer), dass ich dann nur in die Universal Studios gegangen bin und die haben sich meiner Meinung nach sehr gelohnt, obwohl ich auch hier von Einigen gehört habe, dass ich enttäuscht sein werde. Wenn man hierhin geht, sollte man auf jeden Fall früh kommen und die ganzen Fahrten machen, sonst steht man danach ewig an. Die Shows kann man ganz gut besuchen, auch wenn man erst kurz vorher kommt. Die Studio-Tour war mit am interessantesten, aber natürlich sehr auf Sensation aus: Schnee, Regen, Flut, Hai, Blut, Erdbeben, … eben alles dabei.

Ich war jetzt schon in Kalifornien, Nevada und Arizona. Nicht schlecht, für zwei Wochen Westküste.

Flug nach New Yoooooork!

Ja, ich freue mich auf New York City, den Big Apple, die Stadt, die niemals schläft.

Um 4:45h aufstehen ist wirklich nicht schön, aber was macht man nicht alles dafür, pünktlich zu sein und etwas Zeit zum Skypen zu haben! War schön, dich Mal wieder zu sehen, Mama! An dieser Stelle Mal ein Dankeschön an alle, die schon einmal Sekretär oder Sekretärin für mich gespielt haben, um meiner Mama mitzuteilen, dass ich in Skype bin!

Der Shuttle wurde gestern von mir über das Internet gebucht, nachdem ich davor beim Shuttle Service angerufen hatte und es hieß, dass ich zum Buchen Flugnummer, Kreditkartennummer, Hoteladresse und eine Telefonnummer brauche, woraufhin ich wieder aufgelegt habe, weil ich die Informationen noch nicht dabei hatte. Finde ich etwas seltsam, dass ich so viele Daten angeben muss, nur um zum Flughafen zu kommen. Ich finde, wenn ich ihnen mitteile, dass ich um 6:30h am Flughafenterminal 7 sein will, sollte das reichen. Ich konnte auch nicht angeben, dass ich in bar zahlen will. Also wissen sie jetzt nicht nur von wo ich fliege, sondern auch wohin, wann und in welchem Flugzeug. Ich hab sonst nicht so ein Problem mit Daten, aber das waren mir irgendwie zu viele Informationen für einen Taxifahrer. Nur meine Reisepassnummer hat noch gefehlt, dann hätten sie mich austauschen können.

Wir holten dann noch ein indisches Pärchen im Hilton Garden Inn ab und eine junge Frau bei sich zu Hause. Als der Fahrer auf seinem Bildschirm

Bild: Bildschirm

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herumklickte, sagte ich: das sind bestimmt Inder, die Namen klingen indisch und was war einer der ersten Sätze, die der Inder gesagt hat? „Wir sind aus Indien und deswegen haben wir so viel Gepäck.“ Vier Koffer für zwei Personen für eine Woche LA und eine Woche Honolulu. Ich habe mir nämlich die Flugtickets angesehen, weil sie sich nicht mehr sicher waren, ob sie erste Klasse gebucht haben oder Economy. Das spielt in so fern eine Rolle, weil diese zwei Klassen (nur) bei United Airlines auf zwei Terminals aufgeteilt sind und auf den Tickets der Inder Terminal 6 stand, das aber eigentlich nur für die erste Klasse ist und auf dem Ticket stand nichts von Premium oder erster Klasse oder Ähnlichem. Sie mussten dann letztendlich auch zu Terminal 7, wie der Fahrer gesagt hat, aber er hat netterweise bei Terminal 6 nachgefragt. Wir hatten sowieso einen wirklich netten Fahrer, im Gegensatz zu dem, den ich hatte, als ich in LA ankam. Der hat sich so sehr über den Verkehr aufgeregt, dass man schon sagen wollte: „Ganz ruhig, wir werden schon ankommen“.

Ich war dann genau zu der Zeit am Flughafen, zu der ich dort sein wollte: 6:30h, zwei Stunden vor meinem Flug.

Aber heute war alles anders am Flughafen: Ich musste mich selbst einchecken, stand also an einem Bildschirm und sollte meine „Nummer“ eingeben, tja, welche denn? Da hätte ich ein bisschen Auswahl. Die zweite, für die ich mich dann entschieden hab, funktionierte, aber dann scheiterte ich am Bezahlen für meinen großen Rucksack. Bei diesen Inlandflügen muss man für das Gepäck extra bezahlen, waren aber nur 25USD. Ich sollte eigentlich einfach nur meine Kreditkarte durchziehen, aber das wollte nicht. Dann konnte man auswählen, dass man bar zahlt und man sich dazu an das Personal wenden soll, die fast genau so viel zu tun hatten, wie wenn sie einfach normale Schalter hätten. Den Sinn von diesen Automaten verstehe ich wirklich nicht. Der hinter mir war dann schon etwas ungeduldig und ich habe mich entschuldigt, dass das erste Mal ist, dass ich an so einem Automaten stehe und er meinte: Ist schon okay, meinte aber: Mach Mal hinne. Witzig war dann, als er dran war, noch mehr Probleme hatte und noch länger gebraucht hat. Ich meldete mich dann eben bei einer Mitarbeiterin und die sagte mir, ich solle es einfach an einem anderen Automaten probieren, aber ich hatte ja meine Tickets schon, also zog sie die Karte bei sich durch und es klappte.

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Dann musste man Mal wieder anstehen: Sicherheitskontrolle. Ich durfte meinen Dip für mein Baguette leider nicht mitnehmen – schade. Das Gute am lange warten war, dass ich nach der Kontrolle kaum warten musste. Ich ging nur in einen Laden, weil ich Kissenbezüge sah und als ich fragte, ob man die auch ohne Kissen kaufen könnte hieß es: „mit eins neunundfünfzig, ohne eins neunundvierzig“ und weil ich das kaum glauben konnte, fragte ich nach: „ein hundert neunundfünfzig?“ Die Antwort war ja und meine Reaktion: raus hier.

Der Flug war dann mal wieder etwas schlimmer, als die zuvor. Ich saß in einer Dreierreihe in der Mitte, bis jetzt der mieseste Platz, den ich hatte. Zum Glück hatte ich nur zwei schlanke Frauen rechts und links neben mir. Die links flog aber anscheinend zum ersten Mal, konnte nicht so gut Englisch, musste vier Mal aufs Klo, kam mit ihrem Bildschirm nicht zurecht, konnte sich für keinen Film entscheiden und rempelte mich ständig an. Die rechte war von der linken genervt und bestellte sich schließlich einen alkoholischen Drink, nach dem es ihr offensichtlich besser ging.

In NY angekommen, wartete ich Mal wieder. Dieses Mal auf mein Gepäck – 20 Minuten mindestens. Aber man kann sich die Zeit ja mit Foto machen vertreiben. Und was fotografiert man in einer langweiligen Gepäckhalle? Richtig – sich selbst:

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Als ich dann mein Gepäck hatte, suchte ich nach meinem Shuttle Service, die sollten irgendwo einen Schalter haben, an dem ich mich melden soll. Nach ein kleines bisschen ziellosem Umherlaufen, fand ich ein vielversprechendes Schild und kurz darauf den Schalter. Ich bekam dann diesen schönen Zettel:

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Der verrät mir, dass ich in einer halben Stunde abgeholt werde und auf die Nummer 1050 hören soll. Ich wurde dann sogar hinausbegleitet, Gepäck abnehmen wollte mir der Gentleman aber nicht. Im Shuttle saßen schon acht andere Passagiere. Vater und Sohn neben mir wurden als Erstes abgesetzt. Danach zwei Asiaten, die hier wohnen und die vier Frauen (zwei Mütter und zwei Töchter vermute ich) fragten mich dann ein bisschen aus und waren höchst überrascht, dass ich mit meinem guten Englisch nicht aus Amerika bin. Tja, ich kanns halt (inzwischen). Sie fragten mich dann, wo ich wohne und als ich sagte „in einem Hostel“, sagte das eine Mädchen: ja, von sowas habe ich schon einmal gehört. Okay, in „so etwas“ übernachte ich seit drei Monaten. Naja, wenn man nur mit seinen Eltern in den Urlaub geht, übernachtet man für gewöhnlich nicht in Hostels, sondern in Hotels, Ferienhäusern, Apartments oder auf Campingplätzen.

Ich war dann die Letzte, nach fast zwei Stunden durch die Stadt fahren, kam ich an meinem Hostel an, checkte ein, bekam Zimmer 308 und eine kurze Info, die ich aber schon auswendig kann: auschecken pünktlich bis 11h, nicht später, kein rauchen und trinken, keine Drogen, Ruhe ab 23h und bis 8h. Klingt gut, hoffentlich hält sich jeder daran. So sieht mein Zimmer aus:

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12-Bett und leider habe ich für die doch vielen Nächte hier nur ein oberes Bett bekommen. Es ist sehr sauber hier, die Klos sehen ziemlich neu aus, alles ist gut beschildert und ich gehe vielleicht zu einem Yankees Spiel. Gehört doch irgendwie zur perfekten New York Erfahrung dazu, oder? Würde mich zwischen 11 und 20USD kosten und würde vom Hostel aus organisiert. Wäre diesen Freitag Abend. Am Dienstag ab 9h kann man sich die Karten holen, wer zuerst kommt, hat Glück, wer später kommt, Pech. Ich denke, ich schaue Mal hin und wenn sich Leute darum reißen, lasse ich ihnen den Vortritt, aber ich würde schon gern hingehen, irgendwie.

Noch kurz zu New York: Ich liebe es, jetzt schon. Die Stadt ist nochmal so anders. In Los Angeles waren die meisten Häuser doch eher flach oder es gab vereinzelt Skyscraper, also Hochhäuser. Aber New York besteht nur aus diesen. Lässt sie Stadt eben ganz anders aussehen und dadurch fühlt sie sich auch anders an. Schon aus der Ferne sind diese riesigen Häuser beeindruckend und wenn man dann zwischendurch fährt, fühlt man sich einfach nur unheimlich klein. Die Stadt wirkt auch nicht halb so dreckig, wie ich es erwartet habe, obwohl ich schon Einiges sehen durfte, während mein Shuttle durch die Gegend fuhr. Auch die vielen Brücken gefallen mir unheimlich gut, aber das werdet ihr dann auf den ersten Bildern sehen!

Das Hostel bietet vier verschiedene City-Touren an und vielleicht mache ich morgen schon die erste. Ich wollte mir aber keinen Wecker stellen. Ich will einfach nicht über meine komplette New York Zeit hinweg müde sein. Wenn ich so aufwache, dass ich ohne Stress die 10h Tour erreichen kann, mache ich sie. Wenn nicht, mache ich sie wann anders. Morgen wird der Tag ruhig angegangen!

Nochmal zur Erinnerung, was ich in New York so gebucht habe: am Dienstag gibt es eine Hafenrundfahrt bei Dunkelheit, dann habe ich einen Hop on – Hop off Buspass, einen 7-Tages-Pass für allerlei Attraktionen und Ähnliches, ich treffe außerdem einen meiner Cousins mit seiner Mutter, die Kurzurlaub in New York machen und ich mache den 3-Tagestrip zu den Niagara Fällen mit Philadelphia und Washington vom 02.-04.06.2014.

PS: Die Flugzeit habe ich mir mit „Wir sind die Millers“, „Captain Phillip“ und „Frozen“ vertrieben. Witzig, spannend, total witzig – und alle auf deutsch! Englisch hätte mein müdes Gehirn wahrscheinlich gar nicht verarbeiten können!