Fijianische Hochzeit

Die Nacht war dann leider nicht gut, sondern nur ganz okay. Es war ziemlich warm und daran muss man sich erst gewöhnen, außerdem ist unsere Badtür so richtig laut, wenn man sie aufmacht und obwohl wir nur zu viert waren, öffnete sich diese Tür ziemlich oft. Außerdem schliefen wir unter Moskitonetzen und da fühle ich mich wirklich unwohl: etwas um mich und man hat nur das Gefühl, dass man nicht aufstehen kann, wenn man will (obwohl man das natürlich kann, aber es ist so ein Gefühl des Eingesperrtseins). Also stand ich nach sechs Stunden Schlaf um halb sieben auf und ging zum Strand, denn tatsächlich sah das Wetter heute Morgen wirklich gut aus.

IMG_7043 IMG_7047 IMG_7057 IMG_7064 IMG_7067

Frühstück gab es dann um halb acht und dort traf ich auch Inga und Sabrina wieder. Wir hatten gestern schon beschlossen, dass wenn das Wetter passt, wir ein kleines Shooting veranstalten und das haben wir dann auch getan. Mir hat es super Spaß gemacht, aber bevor wir so richtig in Fahrt kamen, begann es wieder zu regnen. Generell waren alle Pläne des Tages anders als am Tag zuvor: Wir wurden nämlich zu einer fijianischen Hochzeit hier auf der Insel eingeladen und es hieß, sie wäre um zehn und eine halbe Stunde vorher würden wir dorthin gehen. Um 8:30h wäre auch das Haischwimmen, für das wir bei der Full Monty Version einen Gutschein hätten, aber wir wollten auf jeden Fall auf die Hochzeit – sowas erlebt man ja nie wieder. Haischwimmen könnte man vielleicht noch einmal machen. Sind übrigens nur Riffhaie, also sehr klein und dieses Schwimmen läuft unter dem Namen: Riffschnorcheln/Haischwimmen, weil es eben davon abhängt, ob Haie da sind oder nicht, wenn nicht ist es eben nur Riffschnorcheln, was auch sehr schön ist. Aber die Zeit hat uns eben heute einfach nicht gepasst. Die anderen zwei Aktivitäten, die noch zur Auswahl standen, waren Berg besteigen (zu nass und zu rutschig) und Kajakfahren (zu anstrengend wegen den Wellen). Also bin ich wirklich auf Fiji und kann wegen dem schlechten Wetter etwas nicht machen. Nichts mit „nochmal braun werden“ und „Sonne tanken“. Muss ich wohl doch erst wieder in Deutschland machen. Als wir nach dem Shooting und dem Regen Skip-Bo spielten (ja, liebe Ingrid, ich hab hier jemanden gefunden, der das mit mir spielt 🙂 ) und auf das Mittagessen warteten, kamen plötzlich Einige, die auch hier im Resort übernachten aus der Richtung, in der das Dorf liegt und sagten, sie waren bei der Hochzeit. Toll, verpasst. Dachten wir und waren wirklich sauer, weil die Zeit ständig verschoben wurde und dann schafft es keiner uns Bescheid zu sagen, dass sie jetzt ist. Aber es war „nur“ die eigentliche Zeremonie und als wir (Inga, Sabrina, das dänische Pärchen und ein paar Andere) nach unserem Mittagessen in das Dorf liefen, bekamen wir noch das Vorbereiten des Mittagessens mit und wurden, wegen der Gastfreundlichkeit hier, auch zum Essen eingeladen und konnten nicht wirklich ablehnen. Es wurde dann gebetet und die Tanten von Braut und Bräutigam (eine Tante war die Tante von beiden, ist eben nur eine Insel hier) fütterten beide mit selbstgekochtem Essen. Ähnlich wie unser Brauch mit dem Hochzeitskuchen, den sich Braut und Bräutigam gegenseitig füttern. Später habe ich noch von einer Frau erfahren, die bei der kirchlichen Zeremonie war, dass diese erstens der christlichen sehr ähnlich wäre und dass danach Braut und Bräutigam die Ehe vollziehen, in einer kleinen Hütten, während außenherum alle warten (in Deutschland mal wieder unvorstellbar) und war die Braut noch Jungfrau, werde die blutigen Laken allen gezeigt und dann kann man zum Essen gehen. Sind die Laken nicht blutig, wird das Schwein umgedreht und zeigt dann mit dem Hintern zur Hochzeitsgesellschaft, aber das hat niemand von uns näher verstanden. Tatsächlich habe ich dieses Schwein heute Morgen am Strand gesehen, ein Mann ging mit ihm Schwimmen und es wurde in den Wellen richtig ruhig, aber wir gingen dann zum Frühstück bevor wir sehen konnten, was weiter passiert, aber es wwar wohl das gleiche Schwein. Natürlich haben die auf so kleinen Inseln keine Schlachterei und dann kommt das Schwein schon zerlegt an, natürlich züchten sie hier ihre eigenen Tiere und Touristen essen meistens eben auch Fleisch. Wir waren dann eben zu diesem Mittagessen da, aber das Schwein habe ich nicht gesehen und wir hatten ja direkt zuvor im Resort schon zu Mittag gegessen und waren deswegen komplett satt. Wir saßen also da und nahmen uns nichts, außer etwas zu trinken und wollten eben nicht unfreundlich erscheinen und ihr Angebot zu bleiben ablehnen. Irgendwann kam dann eine Frau, die auch im Resort arbeitet und hat uns gefragt, ob wir schon gegessen hätten und als wir „ja“ sagten, meinte sie, dass wir zurückgehen könnten, was schon so klang wie: sollten. Aber wir hätten nicht eher gehen können, ohne unfreundlich zu erscheinen und so wurden wir zwar herauskomplimentiert, aber natürlich weiß dort auch jeder, dass wir als offensichtliche Touristen nicht alle Gepflogenheiten kennen und man sagt hier niemals „nein, danke“ zu dem Angebot, zu bleiben zu essen. Es war auf jeden Fall interessant zu sehen und ich habe ein paar Schnappschüsse der süßen Kinderchen hinbekommen:

 IMG_7178 IMG_7187 IMG_7192 IMG_7215 IMG_7229 IMG_7242

Zurück im Resort habe ich dann endlich Zeit gefunden diesen Blog zu schreiben und habe mich noch etwas mit Australiern unterhalten: Mutter mit Tochter und Tante, also Schwester der Mutter. Wirklich nett und freundlich und ich konnte sie ablenken, bis ihr Boot kam, darauf warteten sie schon seit einigen Stunden. Für sie war der Fiji-Urlaub vorbei: nur schlechtes Wetter. Ich hoffe Mal, bei mir wird es noch besser!

Advertisements

Lass mir gern ein Kommentar hier:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s