Klitschnasse Ankunft

Ich war noch nie so nass. Noch nie. Als wir von dem Katamaran in das Boot gestiegen sind, das uns auf die Insel bringt, stand schon Wasser darin und jeder musste eine Rettungsweste anziehen – das war wirklich so ein Gefühl wie: Ich glaub ich könnte die sogar gebrauchen. Die Wellen waren ordentlich und das Boot hat ziemlich geschaukelt. Es regnete schon so stark, dass man dachte, es geht nicht mehr. Aber es ging mehr. Wenn ich jemals sagen konnte, es schüttete wie aus Eimern, dann heute! Wirklich einfach Wahnsinn, was da runter kam. Alle waren natürlich um ihren Rucksack besorgt (später auf der Insel erfuhren wir, dass vor Kurzem von einem Boot mehrere Rucksäcke ins Wasser gefallen sind und die waren natürlich so schwer, dass sie nicht alle wieder hochholen konnten, das wäre der absolute Albtraum für mich, wenn er „nur“ nicht am Flughafen ankommt, ist er zumindest trocken, aber so liegt er am Grund des Meeres), aber obwohl es so schüttete, war mein großer Rucksack eigentlich nur von außen nass und die Sachen, die wirklich an den Rand gedrückt wurden, aber das waren meistens nur Plastiktüten mit Shampoo und Co., also Glück gehabt. Auch mit meinem kleinen Rucksack hatte ich Glück: ich hatte ihn auf dem Boot dabei und hatte den Regenschutz darüber gezogen und konnte ihn ein Stück vom Boden halten, damit er nicht in den Pfützen im Boot steht. Ich sah aber dann echt wahnsinnig gut aus:

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Den Regen habe ich auch versucht festzuhalten, aber das wirkt auf dem Foto nicht so:

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Aber ich habe wirklich noch nie so einen Regen in Deutschland gehabt oder wo auch immer ich war. Niemals so viel, so lang, so stark. Ich war komplett durchgeweicht und als dann die Rucksäcke kamen, zogen sich alle um, bei den meisten waren noch ein paar Klamotten trocken. Andere haben ihren Rucksack nicht schnell genug weggeräumt und als dann das Boot zurück Richtung Hauptinsel fuhr, wurden die Rucksäcke auch mit aufgeladen und waren dann erst einmal weg. Heute früh sind sie dann nicht mitgekommen, also wahrscheinlich/eventuell morgen früh. Aber immer noch besser wie am Meeresgrund.

Ich traf dann auch gleich wieder Mal zwei Deutsche, mit denen ich mich sehr gut verstehe – Inga und Sabrina. Inga kommt aus der Nähe von Würzburg und will dort dann auch studieren und Sabrina ist aus Freising und weiß noch nicht, ob sie in München studiert oder vielleicht sogar auch nach Würzburg kommt. Würzburg ist eben attraktiv! Schöne Stadt, Geschichte, Museen, Kirchen, die Festung mit Blick über ganz Würzburg, viele Cafés, Restaurants, Clubs und: unser Studententicket. Mal gucken, was daraus wird. Auf jeden Fall haben wir dann so viel gelacht, dass wir irgendwann Zuwachs bekamen: Joel aus der Schweiz, Halbgrieche, Halbschweizer, der gar nicht griechisch aussieht, auf einer Kunstschule war, Meeresbiologie studieren will und im Moment mit einem Freund zusammen Freunde auf der ganzen Welt besucht (Syndey, Hongkong, Toronto, …). Wir haben es ihm aber schon schwer gemacht, wir drei deutschen Mädels. Wir hatten schon unsere Wellenlänge gefunden und dann kommt ein Schweizer, der uns davon erzählt, dass er in den Ausgang geht und damit meint, dass er ausgeht. Das war dann natürlich mal kurz zu viel für unsere lustige Runde und danach haben wir noch nach mehr solchen Bezeichnungen gesucht. Auf jeden Fall hatten wir sehr viel Spaß! Zwischendrin gab es dann Mittagessen – sehr lecker und am Nachmittag auch noch Kaffee und Tee. Weil heute Mittwoch war, wurde ein fijianischer Abend veranstaltet, an dem dieses typische Gebräu (natürlich alkoholisch) getrunken wird, dazu klatscht man einmal in die Hand, sagt Bula (Hallo, Herzlich Willkommen, hier: Danke) und trinkt dann das Schälchen in einem Zug leer, während die anderen etwas schreien und/oder klatschen und danach klatscht man selbst noch drei Mal, das macht man dann aus Respekt und als Dank. War wirklich interessant zum Beobachten, aber ich habe dann dankend abgelehnt, einige Andere auch. Dann bekamen wir auch typisch gekochtes fijianisches Essen, einige Tänze und Lieder vorgeführt

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und saßen dann nochmal außen. Es kamen dann immer Mal wieder Neue dazu und Andere gingen wieder. Irgendwann saßen nur noch Sabrina und ich da und haben uns über die letzten Rest unterhalten, die wir noch nicht voneinander wussten, weil man durch den Regen wirklich nichts anderes machen konnte. Ich habe nur noch schnell ein paar Komplimente für meine Fotos von Indien und Thailand eingesackt 😉 .

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