Mantarochen

Heute Morgen wurde ich schon wieder um halb sieben wach, setzte mich an den Strand und schrieb meinen Blog von gestern (gibt wirklich weniger schöne Tage und Orte um das zu tun 😉 ). Danach gab es das beste Frühstück seit Langem! Richtig leckere Pancakes (wirklich saulecker), gute Wassermelone und gute Ananas, das reicht mir für ein perfektes Frühstück. Dann war für heute das Mantarochenschnorcheln angesagt. Ich hatte aber erst nicht wirklich Lust darauf: das Schnorcheln gestern früh hat ja nicht wirklich geklappt und durch das geschluckte Salzwasser war (nicht nur mir) auf dem Rückweg im Boot etwas schlecht. Das befürchtete ich für heute auch, aber es war einfach nur saugenial! Ganz ehrlich! Wir fuhren mit einem Boot zu einer Stelle, an der schon einige Boote warteten und es dauerte nicht die angekündigtem 45, sondern maximal 30 Minuten. Wir wurden immer wieder ins Wasser geschickt und nach einigen Minuten eingesammelt, weil die Strömung so stark war und die Rochen genau in dieser Strömung schwammen. Es war auf jeden Fall einigermaßen anstrengend immer wieder in das Boot zu kommen und weil ich mich gleich beim ersten Mal so angestellt hatte, konnte ich es die nächsten Male gar nicht richtig selbst probieren weil überall schon geschoben und gezogen wurde. Zwei Mal von den sechs Schnorchelgängen bin ich selbst reingekommen. Beim etwa vierten Mal im Wasser schwamm ein kleiner gelber Fisch vor meiner Brille und egal in welche Richtung ich mich gedreht habe, er ist mitgekommen. Auch nachdem ich auf- und wieder abgetaucht bin, war er noch da. Erst als der Rochen kam, hat er sich verkrümelt, was ich gut war, sonst hätte ich den Rochen gar nicht richtig gesehen. Diese Rochen sind wirklich schöne Tiere, so riesig und so anmutig, wie sie durch das Wasser fliegen. Letztendlich haben wir fünf Rochen gesehen, aber ich weiß nicht, ob das vielleicht auch immer der gleiche war. Einige Male kam er richtig direkt auf uns zu, aber er ist natürlich auch nicht scharf darauf, mit uns zusammenzustoßen und deswegen dreht er dann nach unten ab. Ich hatte nur meine Cappy dabei und meinen Bikini an. Alles, was man nämlich auf so ein Boot mitnimmt, ist danach klitschnass und ich war ja am Tag zuvor schon Schnorcheln und da wurde uns gesagt, dass wir alles da lassen sollen. Die zwei Mädels, die dabei waren hatten noch ihre Hose und ihr T-Shirt an und sogar ein Handtuch dabei – alles komplett durchweicht danach. Wir waren auch nur Deutsche auf dem Trip: Sarah, Ayla, Raffael und ich.

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Ich hatte meine Kamera wieder nicht dabei, weil mir das einfach ein zu großes Risiko ist auf dem kleinen Boot mit dem Spritzwasser und so und unter Wasser kann ich damit ja eh nicht fotografieren, weil mir die richtige Hülle fehlt. Die hätte sich aber wirklich nicht gelohnt für mich. Erstens hätte ich sie erst kaufen müssen (kostet Geld und nicht gerade wenig) und zweitens hätte ich sie überall herumtragen müssen und das dafür, dass ich zwei Mal schnorcheln gehe, wo ich sie gebrauchen hätte können. Ich bereue es auf jeden Fall nicht, dass ich diese Schutzhülle nicht gekauft habe. Aber der Raffael hat ja Bilder gemacht, beziehungsweise machen lassen und die habe ich auch bekommen:

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Zurück auf der Insel konnte ich noch kurz von den Rochen erzählen und dann machten sich Geraldine und Kirsten auch schon wieder auf den Weg zu einer anderen Insel, weil es ihnen hier einfach nicht gefallen hat und sie hatten einen Pass, bei dem sie etwas freier sind, als ich mit meiner Tour. Den Pass hatte ich mir auch angesehen, aber der war für mich nicht die richtige Wahl, ich wollte Fiji ja organisiert haben und dachte schon, dass man zumindest eine der schönsten Insel dabei hat, aber das war wohl nicht so. Hier finde ich es ja gerade nicht sooooo toll und wunderschön, wie man es von Fiji erwarten würde und von der nächsten Insel (Gold Coast) hört man auch nichts Gutes: schlechtes Essen, keine schönen Strände, … Mal gucken, morgen geht’s da ja schon hin und dann bilde ich mir mein eigenes Urteil.

Der Tag ging dann wieder etwas zäher vorbei. Nach dem Mittagessen, das um Welten besser war, als gestern: Kartoffel-Kürbis-Bohnen-Curry mit Reis, kam der „Gecko-Mann“, der eine Palme hoch- und dann kopfüber wieder runterklettert. Außerdem kann er Kokosnüsse mit der Hand öffnen. Ich wollte mir den eigentlich auch ansehen, aber dann hatte eine der sonst eher scheuen Katzen einen Kuschelanfall und lag auf meinem Schoß und ich wollte sie nicht verjagen. Ich dachte ja auch, die wäre gleich wieder weg, aber sie blieb volle 20 Minuten liegen und drehte sich nur Mal auf den Bauch oder schmiegte sich noch mehr an mich. Da kann man nicht aufstehen und einen Geckomann anschauen.

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Irgendwann verabschiedete sie sich dann nicht so nett: sie nahm richtig Anlauf (auf meinen nackten Beinen), um eine kleine Eidechse am Baum zu erwischen:

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Als mich dann also die Katze weniger nett verlassen hat, machte ich ein Nickerchen am Strand (natürlich gut eingecremt mit meinen 50+), schrieb ich Blogbeiträge, unterhielt mich mit einem anderen Deutschen (Jan, Hannover, Elektrotechnik studiert, will noch promovieren, war in der Karibik auf einer Kreuzfahrt, auf Hawaii, will nach Australien und auf dem Heimweg nach Bangkok), den ich auf Waya Lailai kennengelernt habe und der die gleiche Tour mit den gleichen Inseln macht, wie ich, nur um einen Tag nach hinten verschoben. Nachmittags wollte ich dann zu dem Resort nebenan, um das Wifi zu nutzen und meine Mails zu checken, aber es hieß, dass es erst wieder um 20h Strom gibt (davor eben nur das Nötigste vom Solarstrom versorgt wird), also komme ich heute Abend wieder.

Abendessen war heute auch gut, nur nicht so viel. Es gab wieder eine Suppe, angeblich Hühnchen, roch aber nach Fisch und war nicht besonders gut. Das Brot, das es dazu gab, war zu süß, um als Beilage zu einer sehr salzigen Suppe zu passen und danach gab es einen Hühnchenschenkel (nicht besonders groß) mit ein paar Kartoffeln (sollte Kartoffelsalat mit Ei und Majo sein), Bohnen und Karotten. Als Nachtisch gab es ein Stück Kuchen mit einer Scheibe Ananas darauf und einer Art Vanillesoße. Gut, aber ich hab schon Mal besser gegessen. Ich vermisse richtig das Buffet von der ersten Insel. Natürlich gab es wieder super „Unterhaltungsprogramm“ nach dem Essen, aber ich wollte ja noch kurz meine Mails abrufen und beantworten und ein paar Geburtstagsgrüße an meine Diespeck-Franzi loswerden. Waren ja eh schon verspätet, weil das hier mit dem Internet nicht so klappt. Als ich dann in dem anderen Resort war, war die Rezeption unbesetzt und nachdem ich bei der Frau in der Küche nachgefragt hatte, meinte sie, sie ruft sie an und nach insgesamt einer halben Stunde warten, kam sie dann auch und ich konnte für 10 Minuten ins Internet und bezahlte 3FJD, ca. 1€. 10 Minuten gehen wirklich schnell vorbei und ein positiver Nebeneffekt war, dass ich jetzt wieder etwas Kleingeld hatte, denn in diesem Resort sind sie durchaus fähig, Geld zu wechseln. Zurück an meinem Resort, ging ich sofort ins Bett. Auf Spielchen hatte ich heute wirklich keine Lust, auch wenn es Mal wieder so klang, wie wenn alle Spaß hätten. Ich war einfach Mal müde und bin ins Bett gegangen.

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