Erster Eindruck LA

Bei diesem Flug hatte ich nicht so viel Glück wie sonst: keine deutschen Filme, Essen war nicht viel und nicht besonders gut und ich hatte den Sitz neben mir dieses Mal nicht frei. Stattdessen wurde ich von einem Estländer zugelabert (habe sein Englisch nicht immer verstanden) und bekam ein Hühnchen-Sandwich und ein seltsames Frühstück (ein paar Melonenstückchen, ein paar Ananasstückchen, ein Stück Birne, Bananenjogurt, Fruchtsaft, ein Brötchen mit Butter, ein Törtchen, eine Wurst wie man sie vom englischen Frühstück kennt, eine Art mildes Curry wie ich es aus Indien kenne, einen deutschen Kartoffelpuffer und ein Omlett nur aus Ei) zu essen. Also Fiji Airline ist nicht wirklich weiterzuempfehlen. Wir bekamen zwar Decke und Kissen und auch Kopfhörer, aber die Sitze waren nicht so bequem und eher eng nach vorne. Cola hatten sie auch nicht mehr und dann schlug er mir Fanta oder Sprite vor, als ich dann Sprite wollte, meinte er, sie hätten doch nur noch Fanta. Aber das ist natürlich nur eine Kleinigkeit, aber auch Kleinigkeiten summieren sich eben auf.

Ich habe endlich „Die Bücherdiebin“ zu Ende schauen können – schöner Film! Auch für die Schule geeignet, weil das Thema Krieg zwar behandelt wird, aber nicht so im Vordergrund steht und trotzdem die Brutalität und Ernsthaftigkeit rüberkommt. Contagion habe ich zu Hause auch auf DVD und Saving Mr Banks habe ich schon einmal im Flugzeug angeschaut, aber es gab einfach keine guten Filme. Wirklich wenig Auswahl im Gegensatz zu Etihad und Malaysia Airlines zum Beispiel.

Natürlich mussten wir auch hier wieder einen Zettel ausfüllen und wurden dann relativ viel befragt als wir bei der Passkontrolle standen. Viele Fragen hat er so komisch formuliert, dass ich nicht kapiert habe, worauf er hinaus will und als ich eine Frage zu dem Zettel hatte (ob ich bei den eingeführten Sachen alle Wertsachen aufführen muss oder nur Sachen, die ich verkaufen will (war Zweiteres)), wurde er richtig ungeduldig. Mann oh Mann. Auch meine Fingerabdrücke wurden genommen und ein Foto gemacht, das kenne ich ja schon von Indien. Er wollte mich auch ohne Brille mit meinem Passfoto vergleichen … auf dem ich genau diese Brille auf habe. Naja, macht man alles. Als ich dann auf den Estländer warten wollte wurde ich auch noch weiter geschickt, da war ich vom amerikanischen Flughafen schon gut genervt. Gepäck kam dann schnell und den Shuttle habe ich nach zwei Mal nachfragen auch gefunden. Allerdings habe ich nicht grad den besten Fahrer erwischt. Konnte nicht 1000%ig Englisch, hat sich ständig wegen dem Verkehr aufgeregt und war auch nicht der organisierteste. Man bezahlte z.B. beim Aussteigen und er hat erst seinen Geldbeutel geholt, wenn er wechseln musste. Mich hat der fast zweistündige Spaß dann 15USD gekostet. Meine Fijidollar hab ich in Fiji am Flughafen für eine Cola, zwei Snickers und eine Milka Schokoladentafel ausgegeben. Ich habe übrigens keinen Kissenbezug gefunden, aber dort war ich ja auch nur eine Woche, das zählt nicht so wirklich. Die 15USD habe ich dann (fast komplett, 1USD wurde abgezogen) vom Hostel zurückbekommen, weil ich drei Nächte gebucht vor Januar 2014 habe. Seitdem gibt es das nämlich nicht mehr, hab ich mal wieder ein bisschen Glück gehabt.

Von dem Banana Bungalow (oder auch The Vibe, das hat hier irgendwie zwei Namen) bin ich schwer begeistert! Ich bin in einem 6er Zimmer, habe kostenloses gut funktionierendes Wifi, eine Miniküche (mit Gasherd, Kühlschrank, Pfannen, Töpfen, Tellern, Backofen), ein sehr sauberes Bad mit Badewanne (die ich morgen Abend nutzen werde), ein geliehenes großes Handtuch, ein Schließfach für mich, Plastikunterbettkästen für Rucksack etc. und ein Regal (in das ich Mal meine ganzen Klamotten räumen konnte, um meinen Rucksack komplett trocken zu bekommen, so ein bisschen Feuchtigkeit ist von Fiji noch übrig). Die Lage ist auch ganz gut: von der nächsten U-Bahnhaltestelle kommt man nach zwei Stationen zu den Universal Studios, die ich mir ansehen will. Weiß aber noch nicht wann. Morgen tausche ich erst einmal meinen Voucher vom 48-Stunden Hop on Hop off Buspass in den richtigen Pass um und fahre dann durch die Gegend. Ich bekomme bestimmt noch einen Plan dazu, wo ich wann zusteigen kann und dann schaue ich mir Mal LA an. Das Wetter ist hier zwar schön, aber wirklich warm ist es nicht. Es hatte 18°C als ich aus dem Flieger ausgestiegen bin, aber in der Sonne fühlt es sich schon noch wärmer an.

Nochmal zum Hostel: heute Abend gab es kostenlose Tacos, morgen Abend für 5USD Geschnetzeltes mit Risotto und eine Limofahrt mit Party und Getränken für 10USD (mache ich zwar nicht, bin hier ja nicht zum Partymachen, aber das Angebot klingt gut). Meine Zimmerkollegen sind auch ok: zwei Französinnen und zwei Engländer (keine Deutschen!!!!!). Der eine Engländer heißt Jake und ist nett, einfach freundlich, aber der andere (Tom) gilt schon als aufdringlich und somit nervig. Labert mich zu, obwohl ich gesagt habe, dass ich meinen Blog schreibe und Musik hören will. Dann setzt er sich auch noch auf mein Bett, aber steht gleich wieder auf. Naja, so einen gibts eben auch. Ist leider zwei meiner drei Nächte noch hier.

So, dafür, dass ich eigentlich seit 24 Stunden todmüde bin, habe ich doch relativ lang durchgehalten. Hier ist es jetzt 22:30h, in Fiji ist es 17:30h, allerdings schon einen Tag später. Ich habe also heute den Tag zurückbekommen, der mir bei meinem Flug nach Bangkok geklaut wurde.

Was auffallend ist: Getränke sind hier wieder günstiger (1USD/0,80€ für eine Coladose) als auf den Inseln (Australien, Neuseeland, Fiji z.B. 4,50FJD/1,50€) und es ist extrem verwirrend für mich wieder rechts zu fahren und zu laufen. Ich bin konsequent links gelaufen auf dem Weg zum Shuttle und hab mir auch gedacht: was ist denn mit dem Auto falsch?, weil der Fahrersitz eben wieder links ist, was ja eigentlich normal für mich sein müsste. Aber man passt sich eben doch an neue Umstände an und in allen Ländern bis jetzt war ja Linksverkehr und gerade bei meiner Camperzeit bin ich voll auf links gepolt worden. Wird schon wieder klappen nach ein paar Tagen. Spätestens wenn ich wieder in Deutschland bin bin ich wieder an das Rechtsfahren gewöhnt.

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