Busfahren

Wie gewünscht: Bild mit Hut

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(ja, ich habe einen leichten (!!!) Sonnenbrand 😉 )

Gestern Abend war der Abend dann doch noch nicht so schnell vorbei. Es kamen zwei Deutsche ins Zimmer (ein Pärchen) und wir unterhielten uns über unsere Reisen, weil sie eine ähnliche Tour hatten wie ich. Wir haben uns auf jeden Fall super verstanden und treffen uns auch in NY nochmal, um zum Beispiel zusammen in ein Musical zu gehen! Freue mich schon total!

Wir beginnen heute Mal mit Stichpunkten: aufstehen, skypen, ekliges Frühstück frühstücken, duschen, packen, im Internet surfen, mit den zwei Deutschen unterhalten, bei Google Maps den Weg zum Hacienda Hotel herausfinden (dort muss ich heute Abend sein, weil wir uns dort von der Tour aus treffen) und dann lief ich um kurz vor 13h los zur Bushaltestelle.

Jetzt in ganzen Sätzen, damit ihr wirklich spüren könnt, dass es sich für mich lang gezogen hat, wirklich lang! Ich wartete an der Bushaltestelle, die meiner Meinung nach richtig sein hätte müssen. Dann fragte ich zwei Busfahrer und es hieß immer: Der nächste Bus. Also wartete ich auf den nächsten Bus. Der dritte sagte mir dann: also das da vorne ist praktisch dein Bus. Super. Der kam aus irgendeiner Seitenstraße und hielt dann erst an der nächsten Haltestelle, 200m entfernt. Also lief ich dahin und wartete 40 Minuten auf den nächsten Bus. Dann kam ein Bus und es hieß: du kommst da nicht direkt hin, aber ich nehme dich mit. Dann hatte ich kein Kleingeld, das man aber für amerikanische Busse braucht, weil der Fahrer nicht wechseln kann, gar nicht. Das Geld kommt eben in eine Maschine und die gibt einen bestimmten Piep-Ton, wenn der Betrag passt. Aber die Frau war nett und hat mich einfach durchgewinkt und meinte, ich soll an der letzten Station aussteigen. Sie fuhr mich dann sogar nochmal 200m weiter, damit ich an der ganz richtigen Station aussteigen kann, also saunett!

Ich wartete dann ungefähr 20 Minuten, muss also grad einen Bus verpasst haben. Hab zwischendrin natürlich vorsichtshalber in jedem Bus nachgefragt, nicht dass ich den richtigen verpasse.

Dann kam der Bus, ich stieg ein und hatte ja immer noch kein Kleingeld um die 1,40USD zu zahlen. Aber dieser Busfahrer war nicht nett und schickte mich wieder raus (deswegen weiß ich auch, dass die Busse alle 20 Minuten kommen) und eine Oma schob mich aber direkt wieder rein und meinte zum Busfahrer, dass sie mein Ticket zahlt, egal wie viel es kostet. Auch wieder voll nett! Und dann fragte sie mich, ob ich wohl kein Geld habe und ich erklärte ihr dann, dass ich eben nur große Scheine habe, also 20er und 50er, nichts Kleines. 40 Cent hatte ich dann aber noch, also gab sie mir einen Dollar. Ich bezahlte dann und bekam mein Ticket. Dann fragten mich Jean und Mike (wie ich später erfuhr), ob ich kleinere Scheine bräuchte und dann gaben sie mir kleinere Scheine und Münzen, also konnte ich den Dollar wieder zurückgeben, was mir wirklich recht war, weil diese liebe Oma nicht so betucht aussah. Dann diskutierte fast der ganze Bus, wie ich am Besten zu fahren habe und die liebe Oma meinte dann, ich sollte an XY aussteigen und dann den Bus 232 nehmen. Mike (ca. 70 Jahre alt, seine Frau hatte was asiatisches und beide waren im Museum in LA, ist günstiger wie mit dem Auto) hat auf seinem iPhone nachgeschaut und mir dann gesagt, ich müsste bis zum Ende der grünen Linie fahren und dann eine Meile laufen. Das kam mir irgendwie sicherer vor, wie diese Nummer von der Oma. Ich blieb also sitzen und dann hat sich die Station danach der Busfahrer zu mir umgedreht und gemeint: „Warum bist du denn noch da? Die Oma hat doch gesagt du musst da und da raus und den Bus 232 nehmen!“ Dann habe ich ihm versucht zu erklären, dass wir das gegoogelt haben, aber er ist dann einfach weitergefahren. Der war eh gepisst, sicherlich nicht nur wegen mir. Der war schon davor komisch drauf.

Irgendwann hielten wir dann an und als ich das sah, wusste ich, dass ich falsch war. Ich hab mich dann beim Busfahrer entschuldigt, dass das alles so durcheinander ist und so (obwohl ich nicht wirklich fand, dass ich mich dafür entschuldigen müsste) und erklärte dann, dass ich zur letzten Station der grünen Linie müsste und dann meinte er, ich müsse den Zug ab hier nehmen, weil dann erst das das Ende der grünen Linie ist. Ich stieg also aus und versuchte ein Ticket zu kaufen, aber die wollten mir nur eine Plastikkarte verkaufen, die ich aufladen muss, aber das ist ja das einzige Mal, dass ich Zugfahren muss und ich wusste ja nicht einmal wie viele Stationen und sowieso wie das alles funktioniert.

Also bin ich zum nächsten Bus gelaufen, der konnte mir dann erklären, dass ich doch den 232 brauche, also hatte die Oma recht. Eigentlich hätten die mich auch nicht mit zurücknehmen können, haben es aber dann doch gemacht und inzwischen musste ich echt dringend aufs Klo, mein Google Maps meinte ja, ich bräuchte nur eine Stunde, inzwischen war ich drei Stunden unterwegs! Der Busfahrer meinte dann, dass er dem anderen Busfahrer sagt, dass er auf mich warten soll, falls ich noch nicht da wäre, voll lieb mal wieder.

Ich war aber dann pünktlich da und traf auch Mike und Jean nochmal 🙂 . Natürlich waren sie etwas verwirrt, dass ich doch wieder da bin und ich habe dann versucht ihnen zu erklären, dass ich das mit dem Zugticket nicht kapiert habe und die letzten Busfahrer eben meinten, dass ich hierhin muss. Ich traf dann Mal wieder zwei Deutsche (ca. 45-50 Jahre alt, Pärchen, waren hier Motorradfahren in einer Gruppe mit Begleitfahrzeug fürs Gepäck, also alles organisiert und nur dieser Tag frei), die auch in das Hacienda Hotel mussten und dort eben schon waren, also ich wusste dann: sobald wir an der richtigen Haltestelle sind, finden die beiden den Weg. Wir stiegen dann auch richtig aus, fanden das Hotel, ich konnte einchecken und traf auf die liebe entzückende Sindy – aus Deutschland! Genauer gesagt aus Sachen, war 12 Monate Aupair in Minnesota und reist jetzt noch ein bisschen. Unser Zimmer sieht super aus:

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Wir haben uns auch von Anfang an verstanden und gingen zusammen Essen in dem Restaurant neben dem Hotel. Die Ofenkartoffel war nicht besonders gut, etwas trocken und nicht gesalzen. Ich hatte dann noch Knoblauchbrot dazu, das eigentlich Knoblauch-Toast war und weil das einfach meinen Hunger nicht stillen konnte, bestellte ich mir noch ein Banana Split: eine Banane, eine Kugel Vanille, eine Schoko, eine Erdbeer, Erdbeerstückchen, Rosinen, viel Sahne und Schokosoße. Danach war ich voll – nicht nur satt. Hat mich dann 17USD gekostet, aber ich habe heute beim Bus- statt Taxifahren Geld gespart (und Nerven gelassen) und deswegen war das Mal okay. Fünf Minuten zu spät kamen wir dann zum Treffen, haben aber nichts verpasst. Unser Guide heißt Steve und er arbeitet eigentlich als Projektmanager und macht das praktisch als Hobby, Freizeit und Urlaub, dass er solche Touren führt. Er sieht aus wie Mitte 30 und ist ganz nett, sein Englisch ist gut zu verstehen und wir müssen morgen „erst“ um halb 8 los. Frühstück müssen wir uns selbst suchen und als wir (Sindy und ich) hörten, beschlossen wir noch in den Supermarkt gegenüber zu gehen:

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Unsere Ausbeute: Bananen, Gurken und Kuchen zum Snacken, Sandwich mit Schinken, Sour Cream und Salat als Brotzeit und Jogurt zum Frühstück. Jeder zahlte 10USD, also voll okay.

Danach haben wir unser Zimmer genossen: Internet, TV, Badewanne und jetzt ist Schlafenszeit! Guts Nächtla!

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