Grand Canyon

Campingplatz von letzter Nacht (unser Guide schläft unter freiem Himmel, ohne Zelt, nur mit Matraze und Schlafsack):

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Die heutige Aufstehzeit ist ok, aber ausschlafen steht an erster Stelle, sobald ich in San Francisco bin. Nach dem Zeltabbauen (wir zwei waren natürlich die ordentlichsten), frühstückten wir uns bekamen Besuch von einem Häschen:

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Das Anhänger einräumen hat dann auch besser geklappt als am ersten Tag und um 8h kamen wir dann endlich los. Es hieß, dass wir unterwegs am Krankenhaus halten, um Anna, eine der Norwegerinnen, die später gekommen sind, herauszulassen, damit sie zu einem Arzt kann. Anscheined geht es ihr doch noch nicht besser, aber sie lief normal, aß nur etwas wenig und sah auch ansonsten nicht krank aus oder Ähnliches. Aber muss sie wissen. Auf jeden Fall gingen wir in der Zwischenzeit tanken für 46USD und als Steve Anna und ihre norwegische Freundin nicht erreichen konnte, fuhren wir nochmal zum Krankenhaus und sie waren schon fertig. Der Notfallplan wäre gewesen, dass wir schwimmen gehen, während wir auf sie warten. Also kein Schwimmen heute. Stattdessen warteten wir mindestens 20 Minuten an der Apotheke, bis sie ihre Medizin bekommen hat.

Zum Mittagessen hielten wir an einem Restaurant, das Tische außen stehen hat und die wir benutzen dürfen, obwohl wir nichts kaufen – sehr nett! Ich denke, meistens kauft sich dann doch jemand etwas und sie nehmen an uns ein, aber dieses Mal kaufte keiner etwas (soweit ich das sehen konnte) und als wir fast fertig waren, kam eine Frau heraus und meinte, das nächste Mal bitte die hinteren Tische benutzen. Muss ja nur der Steve wissen, denn für mich und die anderen Teilnehmer gibt es kein nächstes Mal.

Sindy und ich mussten uns diesen Shop natürlich einmal ansehen und als wir innen waren, standen wir in einem 4m² großen Flur oder Flürchen und die kompletten Wände waren voller Visitenkarten, Geldscheinen, Passfotos und anderen Zettelchen.

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Man erkannte kaum, dass es sich überhaupt um ein Restaurant handelt, aber dieses Bild ist der Beweis:

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Wir hatten dann noch ein bisschen Zeit für Souvenirshopping und ich fand endlich etwas für einen meiner irgendwann vielleicht Schwager 😉 , ich könnte auch einfach sagen für einen der Brüder meines Freundes. Außerdem brauchte ich auch so ein Route 66 Schild.

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Tatsächlich mussten wir danach schon wieder tanken. Dieses Mal für 100USD! Und als Steve (der übrigens in echt Stefan heißt, das sich aber keiner merken kann oder ständig falsch ausgesprochen wird) die Scheibe putzte, fiel er vom Reifen, auf den er sich stellen musste, um über die komplette Länge wischen zu können und blieb an einem Pfosten hängen. Also hätten wir fast keinen Guide mehr gehabt! Aber irgendwie war ich die Einzige, die das gesehen hat 😉 , also auch die Einzige, die sich für zwei Sekunden Sorgen machen musste. Ich komme immer noch nicht so wirklich mit ihm klar, aber er ist eben der einzige Guide, den wir haben, also will ich ihn bitte behalten!

Der Plan war dann, dass die komplette Gruppe außer Daniela am Campingplatz rausgelassen wird, um schon einmal die Zelte aufzubauen, aber die Dame an der Rezeption des Campingplatzes, der übrigens direkt am Grand Canyon liegt, war wohl etwas speziell und meinte, ohne Reservierungsnummer könne sie uns nicht reinlassen, obwohl die Reservierung direkt vor ihr lag und dort auch der Name unseres Guides drauf stand. Also eigentlich wäre es gar kein Problem gewesen, aber man kann eben eines daraus machen.

Es war dann auf jeden Fall so knapp, dass wir doch erst die Daniela wegbrachten, sie hat einen Hubschrauberflug gebucht. Der war dem Rest zu teuer: 275USD für 45 Minuten. Es gäbe auch noch einen für 30 Minuten, der ca. 190USD gekostet hätte, aber auch das Geld ist es mir nicht wert. Daniela hatte dann ziemlich Glück mit ihrem Sitz, aber es gab eben auch welche, die ziemlich in der Mitte saßen und nicht so gut sahen, aber natürlich den gleichen Preis gezahlt haben.

Die Gruppe minus Daniela fuhr dann zum Grand Canyon und weil unser Guide ja so lustig ist, sollten wir alle die Augen zumachen und uns an den Händen nehmen und er führt uns die letzten Meter hin, dass wir alle den gleichen ersten Blick haben, einen der schönsten, den man dort haben kann. Mir war das aber ehrlich gesagt zu doof, außerdem waren wir dann zwölf Leute hintereinander, die von einem geführt werden, natürlich wären die letzten überall dagegegengelaufen, wenn ich als allerletzte nicht noch ein bisschen gezogen hätte.

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Die meisten fanden es wohl toll, aber ich bin eben nicht für solche Spielchen. Es war aber wirklich ein wahnsinnig schöner Blick:

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(auf dem Bild natürlich wieder meine Sindy und das letzte ist wieder ein „Beweisfoto“, denn Lukas, dein Tierchen hat es inzwischen bis Amerika geschafft!, außerdem wirkt der Schatten hinten rechts doch so, als könnte er von dem Tierchen stammen, oder? 🙂 )

Die Leute um uns herum fanden die Idee wohl auch sehr witzig, denn als von uns die ersten „Wow“’s und „Oh“’s kamen, stimmten sie mit ein und fragten uns, wie es war, den Grand Canyon heute zum ersten Mal zu sehen.

Natürlich war es wirklich beeindruckend! Ähnlich wie beim Taj Mahal in Indien, nur dass man sich diese Weite nicht hat vorstellen können, finde ich. Weil wir dann eben alleine Erkundungen anstellen durften, verliefen wir (Sindy, Tina aus Chicago und ich) uns gleich einmal und kamen 10 Minuten zu spät zum Van, aber es werden ja eh immer ein paar Pufferminuten eingerechnet, wenn eine Abfahrtszeit bekannt gegeben wird.

Dann hieß es, genau wie gestern Abend: ausladen, Zelte aufbauen und Obstsalat machen.

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Besuch bekamen wir auch gleich, wie man unschwer erkennen kann!

Kochen brauchten wir heute nicht, weil Steve, als er Daniela vom Flugplatz holte (sie war übrigens sehr begeistert von ihrem Flug und hatte einen super Platz) Pizza mitbrachte. Nur vier Familienpizzen und nicht gerade die größten. Da kam bei mir gleich ein bisschen Futterneid auf, aber entweder die anderen waren nicht wirklich hungrig oder unser Steve kann das doch ganz gut abschätzen, denn das letzte Stück wurde dann noch geteilt, damit es wegkommt. Also perfekt aufgegangen.

Natürlich brauchten wir keine Teller und Besteck für die Pizza – aber für den Obstsalat, also hieß es noch schnell abspülen und dann zackig ins Auto, denn die Sonne geht eben unter, wann sie es will und das wollen wir nicht verpassen! Es wurde dann ordentlich frisch, aber wir waren vorgewarnt. Also kam mein Känguru-Pulli aus Australien zum Einsatz mit meiner grünen Regenjacke und meinen Wanderschuhen. Trotzdem froren wir und waren trotz des schönen Sonnenuntergangs:

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(Danke, Sindy, für dieses schöne Bild 😉 )

Zurück im Camp gab es ein Lagerfeuer, an dem auch noch ein paar Fakten wegen morgen besprochen wurden, ansonsten hätte ich mich vielleicht gleich verzogen, weil ich doch ziemlich müde war. Es wurde also geklärt, dass Einige (auch ich) gerne shoppen gehen würden, um etwas besser gekleidet zu sein, wie mit Turnschuhen und Jeans, wenn wir morgen in Las Vegas ausgehen. Außerdem wurde gesagt, dass Steve uns dank eines Freundes in einen Club bringen kann (wenn wir 21 sind, die Norwegerinnen sind alle noch nicht 21, wollen es aber trotzdem versuchen) und dass Einige auch noch Alkohol kaufen wollen. Wir stehen um 4:45h auf, um den Sonnenaufgang am Grand Canyon zu sehen, fahren dann „nur“ Auto, gehen shoppen (Kleidung und Alkohol, wenn wir wollen), fahren zum Hotel, machen uns frisch und werden dann mit der Limo abgeholt, durch Las Vegas gefahren, beim Bellagio rausgelassen, damit wir die Brunnen sehen können und dann gehts zum Feiern, für diejenigen, die schon alt genug sind. Soweit der Plan für morgen!

Die nächsten Beiträge gibt es dann vermutlich erst wieder, wenn ich in San Francisco angekommen bin!

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