Death Valley – nicht nur Wüste!

Sindy und ich sind in Kombi ja etwas verrückt. So auch heute Morgen: wir bildeten uns ein, den Swimmingpool des Hotels auszutesten und standen dafür schon um 8h auf, also schon fünf Stunden nach 23 Stunden wach sein. Wir schnappten uns also ein Handtuch vom Hotel, schlüpften in unsere Bikinis, liefen zum Pool im achten Stock – und durften nicht rein. Öffnet erst um 9h. Bis 10h mussten wir auschecken und das war auch die Zeit, zu der wir uns mit Steve bei den Aufzügen treffen sollten. Also wäre es etwas knapp, erst um 9h schwimmen zu gehen. Wir entschlossen uns also zu packen und das, bis jetzt doch wenig verwendete, Internet zu nutzen. Immerhin funktioniert das im Van nicht besonders und wir campen ja die nächsten zwei Nächte wieder, ehe wir in San Francisco ankommen und nochmal im Hotel schlafen dürfen. Ich konnte dann noch wunderschöne zehn Minuten mit meiner Mama skypen, aber weil ich in der Zwischenzeit so viel erlebt habe, wusste ich nicht wirklich, wo ich anfangen sollte, vor allem bei zehn Minuten Zeit.

Heute stressten wir uns nicht mit der Zeitvorgabe, immerhin waren so viele betrunken, gestern Abend, dass wir sicher waren, auf keinen Fall die Letzten zu sein, egal wann wir nach unten kommen und so war es auch. Wir waren zehn Minuten später am Treffpunkt und warteten nochmal zehn auf die kleine Norwegerin, der es so elend ging, dass sie nicht nur vorne im Van sitzen durfte, sondern auch noch ihren Rucksack vom Steve tragen ließ. Um 10:25 kamen wir dann endlich los und weil wir (fast) alle nichts gefrühstückt haben, wurde die erste Pause zu einer größeren: Burgerking!

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Olli, Pearl, Nick, Sindy und ich bestellten uns je ein Menü und aßen es auf der Fahrt. Steve brachte uns von irgendwo Donuts, saulecker!

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(links meiner, rechts Sindys, der (nicht gut schmeckende) Apfel gehörte Daniela, meine Sprite)

Danach wurde die Landschaft um uns herum immer weniger grün und irgendwann nur noch gelb, weiß, grau. Wir sind in der Wüste. Und es ist so einmalig! Als ich in der Tourbeschreibung gelesen habe, dass wir nach Death Valley fahren, war ich mir nicht sicher, ob das etwas für mich ist. Ich dachte, so eine Wüste kann mich nicht besonders beeindrucken. Aber genau das tat sie. Es war nicht einfach eine Sandwüste, sondern es gab unterschiedliche Felsformationen und unterschiedliche Gesteinsarten, die das ganze Bild sehr abwechslungsreich gestalteten.

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Wir hielten dann an einem Aussichtspunkt. Eindeutig für Touristen, weil ringsum einfach nichts war und dann ungefähr 20 Autos auf einem Parkplatz standen und sich Menschen in kleinen Grüppchen einen kleinen Berg nach oben kämpften, um einen sehr großen Ausblick zu haben. Kämpfen musste man, weil es natürlich heiß ist – sind ja in einer Wüste. Von Weitem sahen die Menschen aus wie Ameisen, die sich ihren Sandhaufen hochquälen:

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Der nächste Stop war dann auch nochmal sehr beeindruckend: ein ausgetrockneter Salzsee und somit ein weißer Boden.

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Hier durfte meine Kamera auch nochmal zeigen, was sie kann:

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(leider fehlt hier Tina, die Amerikanerin)

Jeder war dann froh, als dieser Tag zu Ende ging, denn auch wenn viele im Auto schlafen konnten, waren wir müde und ausgelaugt vom feiern, sitzen im Van und laufen in der Hitze. Wir kamen also in Bishop am Campingplatz an. Unterwegs wurde es langsam immer grüner und da wusste ich dann wieder, dass ich doch mehr auf die grüne Natur stehe. Ich brauche Bäume, Wiesen und Blumen um mich wohl zu fühlen.

Wie immer hieß es: Hänger ausräumen, Zelte aufbauen,

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Matrazen auslegen, Gepäck holen, Essen fassen. Heute Abend gab es Burger – für die meisten zum zweiten Mal an diesem Tag. Also dieser Tag war bei Weitem der ungesündeste, was das Essen angeht: Burger und Pommes, Donut, Burger.

Hier laufen die Duschen mit Token, kleinen Münzen, die man sich an der Rezeption kauft und für die man dann sieben Minuten Wasser hat. Jeder bekam eine Dusche ausgegeben, aber nicht alle nutzten sie, obwohl jeder total verschwitzt war von der Wüste. Sindy und ich nutzen unseren Token direkt nach dem Essen und trafen (leider) ein deutsches Pärchen, das gerade beim Abspülen war. Sie hat sich schon fast beschwert, dass sie und ihr Freund die einzigen Deutschen bei ihrer Tour sind. Andere sind immer genervt, wenn so viele Deutsche dabei sind, weil sie dann kaum Englisch reden. Auf jeden Fall merkte man ihr an, dass sie Redebedarf hatte und nach zehn Minuten zugelabert werden, sagte ich, dass wir nur kurz unsere Duschsachen wegbringen würden und dann nochmal kommen. Wir kamen dann auch, waren aber ganz froh, als es hieß, dass ihre Gruppe zu den Heißen Quellen gehen und wir in Ruhe spazierengehen können. Richtig spazieren waren wir dann aber nicht. Ich entdeckte nämlich den Vollmond und eine halbwegs befahrene Straße:

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Wir schaukelten dann noch ein bisschen und hielten es fünf Minuten auf dem unbequemen Klettergerüst des Campingplatzes aus, bevor wir uns nach diesem erlebnisreichen und anstrengend heißen Tag ins Zelt verzogen und nach einer Minute im Tiefschlaf waren. Okay, nicht ganz. Dank unterdrückter Müdigkeit bekamen wir einen Lachanfall nach dem anderen, aber als wir das nach zwanzig Minuten überstanden hatten, schliefen wir wirklich tief und fest, aber nicht die ganze Nacht – leider.

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