Yosemite Nationalpark

Zu allererste ein fettes Entschuldigung! Das mit dem Schreiben funktioniert in letzter Zeit nicht so. Ich bin lange unterwegs und dann todmüde, am nächsten Morgen bin ich wieder früh unterwegs und die letzten Nächte war ich ja auch nicht allein, da quatscht man dann doch ein bisschen und geht danach direkt ins Bett… Also natürlich werden alle nachgeholt, aber ich bekomme das irgendwie nicht hin, dass sie kürzer werden. Mir fallen dann doch immer noch so viele Kleinigkeiten ein, die ich hinzufügen will. Ich gebe mir Mühe, das die nächsten paar Tage wieder auf den aktuellen Stand zu bringen!
Und wenn ich schon einmal dabei bin: Über Kommentare würde ich mich auch Mal wieder freuen, das hat (zu) stark abgenommen! Merci!

Nach ca. fünf Stunden Schlaf, so viel hatte ich ja letzte Nacht, wachte ich um 2:30h auf und es fühlte sich schon an wie 6h, also schlief ich schlecht wieder ein. Um 3:30h wurde ich geweckt, mit vollem Recht, denn meiner Bettnachbarin gings nicht gut und als wir dann um 4:30h wieder im Zelt lagen, kann man auch nicht ganz abschalten, sondern hört immer ein bisschen darauf, wie es dem anderen so geht. Insgesamt also keine besonders erholsame Nacht! Um 6:45h war sie dann definitiv vorbei und weil es Sindy immer noch gar nicht besser ging, packte ich heute Morgen fast alleine zusammen und bekam gegen Ende Hilfe von Daniela – danke!

Frühstück wurde dann auch etwas kürzer und helfen war heute Morgen dann auch nicht mehr drin, aber meine Tourmitglieder sind ja eh alle so übereifrig, dass das gar nicht nötig war. Die meisten haben sich einen Wrap für das Mittagessen gerollt, weil das offiziell ausfällt, also es gibt keinen Stop, an dem die Kühlboxen herausgeholt werden etc., weil es einfach keinen schönen Parkplatz gibt, wenn man nach San Francisco kommt.

Die Fahrt verbrachte ich dieses Mal damit, Nick und Rebecca ein paar Infos über das Fotografieren zu geben und ihnen die Fotos von Las Vegas zu zeigen. Pearl, der Neuseeländerin, ging es heute auch nicht gut, wobei sich alle einig waren, dass sie gestern in der Wüste nur zu wenig getrunken hatte, aber sie und ihr Freund da anderer Meinung waren. Es hieß ständig: „Ich/Sie trinke/trinkt doch!“ – Vier Schluck Wasser bis 12h mittags. Das kann man nicht „trinken“ nennen. Ich kaufte dann an der Tankstelle Medizin für unsere zwei Kranken, ein paar Blumensamen für meinen Opa, Cola, Wasser und Nähsachen, weil ich meine Nadel verloren hatte und meine Indien-Hose dringend eine Auffrischung braucht.

Unser erster Stop war dann an einem zugefrorenen See. Das war so ein komisches Gefühl! Die Luft ist nicht wirklich kalt, also eigentlich sogar warm und trotzdem ist dieser See gefroren!

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Außerdem standen wir gestern noch alle schwitzend am zeittiefsten Punkt der Welt! Also von einem Extrem ins andere: Wüste zu Schnee. Danach hielten wir an einem See,

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der nicht gefroren war und durften dort auch noch ein paar Fotos machen, bevor wir an einem Parkplatz hielten, unsere Kühlboxen ausluden und zu einem Strand

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(Norwegerinnen: Helene, Anne, Kat, Hanna)

liefen – über Schnee!

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Wir sahen auch zwei hübsche Tierchen:

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Sindy und Pearl blieben am Auto, sie fühlten sich nicht besser und man musste ca. 15 Minuten laufen, um zu dem Strandabschnitt zu kommen.

Zurück am Auto bemerkte Steve, dass er den Schlüssel nicht mehr hat, er sucht ihn mit Anne, findet ihn aber nicht, rutscht unter den Van und holt einen Ersatzschlüssel – aber das Auto springt nicht an. Erste Vermutung: die Batterie ist leer, weil wir im Auto unsere Handys laden können und das nicht abstöpseln, wenn der Motor aus ist. Also wird ein Pickup vorgefahren, die neuen Überbrückungskabel herausgeholt und – es klappt nicht.

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In der Zwischenzeit durchsuchte ich mit Rebecca und Jen die Truhen vom Mittagessen, finden ihn aber auch dort nicht. Als dann die Überbrückungskabel nicht funktionieren, lag es nahe, dass sie nicht funktionieren, wir haben sie ja davor noch nie gebraucht. Der Pickup hatte keine eigenen dabei, also war guter Rat teuer. Abschleppen würde ewig dauern und wir brauchen ja den Van und den Anhänger, wir müssen ja weiter! Wir sollten uns also eine Beschäftigung suchen: Rebecca holte ihren Bikini aus dem Anhänger und Olli ging mit Pearl spazieren, die gerade Mal wieder einen „guten“ Schub hatte. Ansonsten saß sie heulend und stöhnend im Auto, weil es ihr ja so schlecht geht. Ich wollte den Schlüssel suchen und tat das dann auch, ich hatte schon die Vermutung, dass es eher am Ersatzschlüssel lag, als an der Batterie und irgendwo musste er ja sein. So lang war der Weg jetzt auch nicht und der Schlüssel auch nicht so klein und der Strand nicht so groß.

Pearl und Olli überholten mich dann irgendwann, weil ich mich eben mit deutscher Gründlichkeit an die Sache machte – und sie fanden den Schlüssel. Vor mir. Einfach so. Ohne wirklich danach zu suchen. Pearl ging es wieder schlechter und sie sah auf den Boden und da sah sie eben auch den Schlüssel. Olli rannte zurück, ich blieb bei ihr und meinte noch: wir hören bestimmt, wenn es klappt. Und keine 20 Sekunden später gab es Jubelschreie und Geklatsche. Es lag also wirklich nur am Schlüssel. Natürlich wurde Pearl gefeiert, für fünf Minuten. Alle waren froh, dass uns das Abenteuer „Abschleppen“ erspart blieb und wir weiterkamen.

Unser nächster Halt war dann ein Aussichtspunkt namens „Half Dome“

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und weil dort keine Toilette war, es aber wieder einmal Zeit wurde (alle versuchten mehr zu trinken, um das Defizit von gestern in der Wüste auszugleichen), blieben wir nicht lange, sondern fuhren zu einem kleinen Parkplatz, auf dem sich gerade eine Schulklasse positionierte. Die Lehrerin meinte: jetzt gehts zu den Wasserfällen und dann fahren wir zurück. Und einer der Schüler antwortete: Können wir die nicht auslassen und lieber spielen? Junge, du weißt wohl nicht, was für ein Glück du hast, einen Schulausflug in den Yosemite zu machen!!!

Beim nächsten Stop hieß es, wir würden jetzt kurz wandern, aber das war sehr kurz: 20 Minuten zu einem größeren Wasserfall. Sindy versuchte mitzukommen, drehte aber auf halbem Weg um.

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Wieder einmal gestoppt haben wir an einem anderen Wasserfall. Dort lief man über Holzwege hin, aber nach zehn Minuten saßen wir schon wieder im Auto. Noch einen Wasserfall, den „Lower Yosemite Fall“, also den unteren Wasserfall, konnten wir sehen, nachdem wir 30 Minuten spazieren gingen. Süß war vor allem das Eichhörnchen:

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Und dank Sindy habe ich auch hier wieder ein Foto von mir:

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Am „Valley View“ Aussichtspunkt hielten wir dann auch noch und durften einen Regenbogen im Wasserfall betrachten. Wunderschön!

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Um 18h hatten wir dann diesen Tag auch geschafft, bauten unsere Zelte auf und hatten die Möglichkeit im Pool nebenan, der zu dem Hotel gehört, schwimmen zu gehen. Sindy schlief schon im Zelt, also ging ich mit Daniela, Jen und Tina, Pearl kam auch noch nach. IMG_9295

Kurz nach halb acht gab es dann noch Spaghetti Bolognese, unsere Norwegerinnen waren fleißig und danach gingen Jen, Tina und ich zum Souvenirshop in der Nähe des Swimming Pools. Das war ein Ablenkungsmanöver für Tina, damit die anderen eine Karte unterschreiben können, also versuchten wir Tina hinzuhalten, was auch funktionierte. Sie kaufte sich ein Eis und las ein Buch, das man sich kostenlos nehmen konnte. Sie zeigte uns im Laden kurz zuvor ein Paar Socken, das sie ihrer Freundin schenken wollte und erwähnte, dass sie die auch gern hätte, sie sich aber nicht leisten will oder kann. Also besprach ich mich kurz mit Jen: das wäre doch DAS Geschenk! Als sie also dort saß und ihr Buch las, wollten wir sie eigentlich schon wieder Richtung Campingplatz haben, damit ich vorgeben kann, meine Postkarte vergessen zu haben, nochmal zurückzumüssen und ihr Geschenk zu kaufen. Die Socken waren nämlich nur 7USD und wir sind ja 13 Schenker, also kauften wir noch eine Tasse mit dem gleichen Motiv „Morgens bin ich ein Bär“ in pink, wie gesagt: ihre Wahl. Außerdem gab es noch ein paar Badezusätze, die kann schließlich jede Frau brauchen. Nach dem Bezahlen fragte ich dann noch, ob sie denn etwas zum Einpacken hätten und hatten sie auch tatsächlich. So sah mein Werk dann aus:

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Im Anschluss daran war ich dann wirklich müde und machte mich auf ins Bett. Ich war von der letzten Nacht einfach noch total k.o.!Am nächsten Morgen erfuhr ich, dass Daniela über Nacht verschwunden war – und Steve auch. Natürlich gab es jetzt viele Gerüchte, aber ich kann mir partout nicht vorstellen, dass Steve so dumm ist und mit einem Teilnehmer etwas anfängt – auch wenn sich Daniela in Mysteriöses Schweigen hüllt.

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