Post und Shopping

Heute Morgen hatte ich es Mal nicht eilig, einfach, weil ich es nicht eilig haben wollte. Ich hatte zwar den Wecker gestellt und stand auch auf, ging dann aber außerplanmäßig in Ruhe duschen, packte meine Brotzeit ein und suchte die Sachen zusammen, die ich nach Deutschland schicken wollte, weil ich mir einfach nicht sicher war, ob die Post am Samstag offen hat und ich meine aussortierten Sachen nicht mit nach NY nehmen wollte. Ich muss nämlich 25USD für ein Gepäckstück zahlen, das nicht über 23kg wiegen darf und ich weiß nicht, wie genau sie es nehmen, bin aber wiederum sicher, dass ich mit den Sachen, die ich jetzt nach Deutschland geschickt habe, definitiv darüber gekommen wäre.

Ich lief also zur Post, fand sie auch auf den zweiten Anlauf (als ich im Internet nach dem Weg geschaut habe, dachte ich, die Straße käme schon vor der Metro-Station und fragte deswegen dort nochmal einen Mann nach dem Weg), suchte mir dann die richtige Paketgröße aus, damit auch meine erworbenen Kunstwerke mitkommen können und stellte mich dann an, weil ich keine Ahnung hatte, was ich auszufüllen hatte und bekam dann auch einen Zettel, der nicht bei den anderen Zetteln dabei war. Ich füllte ihn dann aus, musste aber einen Jungen darum bitten, dass er die Adresse von meinem Hostel nachschaut, weil ich sie nicht auswendig wusste. Es ist ja auch der größte Schmarrn, einen Absender angeben zu müssen. Ich bin da ja dann längst nicht mehr, wenn das Päckchen zurückkommen würde und außerdem habe ich angekreuzt, dass es „zerstört“ wird, wenn es nicht ausgeliefert werden kann. Dieses Mal geht es übrigens wieder an meinen Liebsten, damit das schön ausgeglichen ist: vier Päckchen habe ich dann nach Hause geschickt während meiner Reise! Übrigens hat dieses jetzt 77USD gekostet.

Zurück im Hostel habe ich übrigens herausgefunden, dass das ganze 8kg waren, die ich da einfach so mit mir herumgetragen habe! Also bin ich wirklich froh, sie los zu sein. Und was macht man als weiblicher Backpacker, wenn man wieder Platz im Rucksack hat? Shoppen – klar – wusstet ihr ja schon von der Überschrift. Aber ich brauchte wirklich eine neue Hose, die ich zum Schlafen anziehen kann. Meine erste Thailandhose bekam ja in Indien ein Loch und wurde heimgeschickt. Die zweite wurde auch immer löchriger und kam deswegen in das Neuseelandpäckchen und die dritte, die ich als Kleid anziehen kann, hatte ich ja schon im Thailandpäckchen mit heimgeschickt. Dann habe ich mir noch eine in Indien gekauft und diese hatte inzwischen auch schon so viele Löcher und immer wenn ich einer geflickt hatte, kamen irgendwo zwei neue. Also auch ab nach Hause zu Mama, die eine Nähmaschine hat und diese Hose vielleicht noch retten kann.

Außerdem befand sich in meinem Päckchen mein Schlafsack, einige Kassenzettel und Eintrittskarten, die ich aufheben wollte, Souvenirs, Geschenke, mein Kokosöl aus Fiji, genauso wie meine Kokosholz- Schildkröte aus Fiji und ein paar wenige Klamotten. Tja, eben 8kg an Sachen, die ich auf dem Rest meiner Reise nicht mehr brauche und die meinen Rucksack bis zum letzten mm gefüllt haben und die mich – wahrscheinlich – über die 23 erlaubten Kilogramm gebracht hätten.

Außerdem shoppte ich neben der nötigen Hose zwei halbwegs nötige T-Shirts (manchmal will man Mal etwas anderes anziehen), eine ärmellose Jeansbluse (die eindeutig den Titel „Lieblingsteil nach Las Vegas Kleid“ erhält!) und eine Drüberjacke mit Reißverschluss in petrol. Das nervt mich nämlich schon lange, dass ich nur Pullis habe und keine Jacke, die ich Mal offen lassen kann. Ja ok, man kann sich alles gut reden, aber ich bin über alles froh, was ich jetzt habe. Bei Victoria’s Secret bin ich auch nochmal reingeschneit und habe ein etwas teureres Teilchen gekauft und sieben Teilchen für 27USD. Ausführlicher muss man dann hier nicht werden 😉 .

Mittag gegessen habe ich dann am Chinese Theater, wo man die ganzen verkleideten Superhelden beobachten kann oder sehen, wie sich zwei Captain Jack Sparrows die Hand schütteln. Das Zurücklaufen hat dann über eine halbe Stunde gedauert, weil man ständig Fotografen ausweicht oder solchen, die es gern wären, weil eben der Weg zurück über die vielen vielen Sterne am Boden führt.

In meinem Zimmer lernte ich dann die Schlafmütze von heute Morgen kennen. Sie ist erst um 6h vom Feiern zurückgekommen, ist erst 18 Jahre alt und aus Australien und heißt Candy. Sie macht auf Fiji die gleiche Tour wie ich nur mit zwei Kokosnüssen, sieht also meine liebe Emma nicht. Außerdem bleibt sie in New York auch im gleichen Hostel wie ich, allerdings erst im Juni, genau einen Monat später. Wir unterhielten uns ganz gut, ich half ihr mit den Waschmaschinen und sie bekam dann Besuch von einem Freund, den sie hier im Hostel kennengelernt hat und mit sie seitdem „abhängt“. Er scheint wirklich nett und anständig zu sein, musste ich natürlich gleich testen, sonst hätte ich sie nicht mit ihm weggehen lassen oder zumindest versucht, sie nicht allein mit ihm gehen zu lassen.

Die Universal Studios öffnen morgen schon um 8h, also laufe ich hier so zwischen 7 und 7:30h los, kaufe noch ein Wasser und ein neues Brot, das ist nämlich heute vernichtet worden, genau wie mein geliebter Käse. Ich war noch nie der totale Käse-Fan, aber seit Käse so teuer ist und man so oft sagen muss: Den kann ich mir nicht leisten, ist Käse zu etwas geworden, das ich begehre, genau so wie Erdnüsse und Cashews. Erdnüsse leiste ich mir manchmal, aber Cashews sind einfach unbezahlbar!

Und weil es heute sonst gar keine Bilder gegeben hätte, gibt es eines mit meinen Errungenschaften:

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Das ist alles, außer der Hose, denn die habe ich sofort anziehen müssen und ziehe sie jetzt sicherlich nicht nur aus, um ein Foto zu machen! Jogginghosen habe ich wirklich vermisst!!!
Das Parfum ist nochmal aus dem 5USD Laden, aus dem ich schon das andere Parfum habe. Zu Hause brauche ich das nicht unbedingt, aber dadurch, dass ich meine Klamotten in einem Rucksack alle zusammen transportiere(n muss) und sich dieser Rucksack in Bussen, Zügen, Flugzeugen, Hostels, Hotels, Vans und allerlei sonstigen Transportmitteln befunden hat, riechen Klamotten eben nicht besonders gut, sind aber theoretisch frisch gewaschen. Da kommt mein Parfum zum Einsatz. Ich bin jetzt eben nicht mehr in Asien, sondern im coolen Amerika! Yeah!

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