Flug nach New Yoooooork!

Ja, ich freue mich auf New York City, den Big Apple, die Stadt, die niemals schläft.

Um 4:45h aufstehen ist wirklich nicht schön, aber was macht man nicht alles dafür, pünktlich zu sein und etwas Zeit zum Skypen zu haben! War schön, dich Mal wieder zu sehen, Mama! An dieser Stelle Mal ein Dankeschön an alle, die schon einmal Sekretär oder Sekretärin für mich gespielt haben, um meiner Mama mitzuteilen, dass ich in Skype bin!

Der Shuttle wurde gestern von mir über das Internet gebucht, nachdem ich davor beim Shuttle Service angerufen hatte und es hieß, dass ich zum Buchen Flugnummer, Kreditkartennummer, Hoteladresse und eine Telefonnummer brauche, woraufhin ich wieder aufgelegt habe, weil ich die Informationen noch nicht dabei hatte. Finde ich etwas seltsam, dass ich so viele Daten angeben muss, nur um zum Flughafen zu kommen. Ich finde, wenn ich ihnen mitteile, dass ich um 6:30h am Flughafenterminal 7 sein will, sollte das reichen. Ich konnte auch nicht angeben, dass ich in bar zahlen will. Also wissen sie jetzt nicht nur von wo ich fliege, sondern auch wohin, wann und in welchem Flugzeug. Ich hab sonst nicht so ein Problem mit Daten, aber das waren mir irgendwie zu viele Informationen für einen Taxifahrer. Nur meine Reisepassnummer hat noch gefehlt, dann hätten sie mich austauschen können.

Wir holten dann noch ein indisches Pärchen im Hilton Garden Inn ab und eine junge Frau bei sich zu Hause. Als der Fahrer auf seinem Bildschirm

Bild: Bildschirm

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herumklickte, sagte ich: das sind bestimmt Inder, die Namen klingen indisch und was war einer der ersten Sätze, die der Inder gesagt hat? „Wir sind aus Indien und deswegen haben wir so viel Gepäck.“ Vier Koffer für zwei Personen für eine Woche LA und eine Woche Honolulu. Ich habe mir nämlich die Flugtickets angesehen, weil sie sich nicht mehr sicher waren, ob sie erste Klasse gebucht haben oder Economy. Das spielt in so fern eine Rolle, weil diese zwei Klassen (nur) bei United Airlines auf zwei Terminals aufgeteilt sind und auf den Tickets der Inder Terminal 6 stand, das aber eigentlich nur für die erste Klasse ist und auf dem Ticket stand nichts von Premium oder erster Klasse oder Ähnlichem. Sie mussten dann letztendlich auch zu Terminal 7, wie der Fahrer gesagt hat, aber er hat netterweise bei Terminal 6 nachgefragt. Wir hatten sowieso einen wirklich netten Fahrer, im Gegensatz zu dem, den ich hatte, als ich in LA ankam. Der hat sich so sehr über den Verkehr aufgeregt, dass man schon sagen wollte: „Ganz ruhig, wir werden schon ankommen“.

Ich war dann genau zu der Zeit am Flughafen, zu der ich dort sein wollte: 6:30h, zwei Stunden vor meinem Flug.

Aber heute war alles anders am Flughafen: Ich musste mich selbst einchecken, stand also an einem Bildschirm und sollte meine „Nummer“ eingeben, tja, welche denn? Da hätte ich ein bisschen Auswahl. Die zweite, für die ich mich dann entschieden hab, funktionierte, aber dann scheiterte ich am Bezahlen für meinen großen Rucksack. Bei diesen Inlandflügen muss man für das Gepäck extra bezahlen, waren aber nur 25USD. Ich sollte eigentlich einfach nur meine Kreditkarte durchziehen, aber das wollte nicht. Dann konnte man auswählen, dass man bar zahlt und man sich dazu an das Personal wenden soll, die fast genau so viel zu tun hatten, wie wenn sie einfach normale Schalter hätten. Den Sinn von diesen Automaten verstehe ich wirklich nicht. Der hinter mir war dann schon etwas ungeduldig und ich habe mich entschuldigt, dass das erste Mal ist, dass ich an so einem Automaten stehe und er meinte: Ist schon okay, meinte aber: Mach Mal hinne. Witzig war dann, als er dran war, noch mehr Probleme hatte und noch länger gebraucht hat. Ich meldete mich dann eben bei einer Mitarbeiterin und die sagte mir, ich solle es einfach an einem anderen Automaten probieren, aber ich hatte ja meine Tickets schon, also zog sie die Karte bei sich durch und es klappte.

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Dann musste man Mal wieder anstehen: Sicherheitskontrolle. Ich durfte meinen Dip für mein Baguette leider nicht mitnehmen – schade. Das Gute am lange warten war, dass ich nach der Kontrolle kaum warten musste. Ich ging nur in einen Laden, weil ich Kissenbezüge sah und als ich fragte, ob man die auch ohne Kissen kaufen könnte hieß es: „mit eins neunundfünfzig, ohne eins neunundvierzig“ und weil ich das kaum glauben konnte, fragte ich nach: „ein hundert neunundfünfzig?“ Die Antwort war ja und meine Reaktion: raus hier.

Der Flug war dann mal wieder etwas schlimmer, als die zuvor. Ich saß in einer Dreierreihe in der Mitte, bis jetzt der mieseste Platz, den ich hatte. Zum Glück hatte ich nur zwei schlanke Frauen rechts und links neben mir. Die links flog aber anscheinend zum ersten Mal, konnte nicht so gut Englisch, musste vier Mal aufs Klo, kam mit ihrem Bildschirm nicht zurecht, konnte sich für keinen Film entscheiden und rempelte mich ständig an. Die rechte war von der linken genervt und bestellte sich schließlich einen alkoholischen Drink, nach dem es ihr offensichtlich besser ging.

In NY angekommen, wartete ich Mal wieder. Dieses Mal auf mein Gepäck – 20 Minuten mindestens. Aber man kann sich die Zeit ja mit Foto machen vertreiben. Und was fotografiert man in einer langweiligen Gepäckhalle? Richtig – sich selbst:

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Als ich dann mein Gepäck hatte, suchte ich nach meinem Shuttle Service, die sollten irgendwo einen Schalter haben, an dem ich mich melden soll. Nach ein kleines bisschen ziellosem Umherlaufen, fand ich ein vielversprechendes Schild und kurz darauf den Schalter. Ich bekam dann diesen schönen Zettel:

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Der verrät mir, dass ich in einer halben Stunde abgeholt werde und auf die Nummer 1050 hören soll. Ich wurde dann sogar hinausbegleitet, Gepäck abnehmen wollte mir der Gentleman aber nicht. Im Shuttle saßen schon acht andere Passagiere. Vater und Sohn neben mir wurden als Erstes abgesetzt. Danach zwei Asiaten, die hier wohnen und die vier Frauen (zwei Mütter und zwei Töchter vermute ich) fragten mich dann ein bisschen aus und waren höchst überrascht, dass ich mit meinem guten Englisch nicht aus Amerika bin. Tja, ich kanns halt (inzwischen). Sie fragten mich dann, wo ich wohne und als ich sagte „in einem Hostel“, sagte das eine Mädchen: ja, von sowas habe ich schon einmal gehört. Okay, in „so etwas“ übernachte ich seit drei Monaten. Naja, wenn man nur mit seinen Eltern in den Urlaub geht, übernachtet man für gewöhnlich nicht in Hostels, sondern in Hotels, Ferienhäusern, Apartments oder auf Campingplätzen.

Ich war dann die Letzte, nach fast zwei Stunden durch die Stadt fahren, kam ich an meinem Hostel an, checkte ein, bekam Zimmer 308 und eine kurze Info, die ich aber schon auswendig kann: auschecken pünktlich bis 11h, nicht später, kein rauchen und trinken, keine Drogen, Ruhe ab 23h und bis 8h. Klingt gut, hoffentlich hält sich jeder daran. So sieht mein Zimmer aus:

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12-Bett und leider habe ich für die doch vielen Nächte hier nur ein oberes Bett bekommen. Es ist sehr sauber hier, die Klos sehen ziemlich neu aus, alles ist gut beschildert und ich gehe vielleicht zu einem Yankees Spiel. Gehört doch irgendwie zur perfekten New York Erfahrung dazu, oder? Würde mich zwischen 11 und 20USD kosten und würde vom Hostel aus organisiert. Wäre diesen Freitag Abend. Am Dienstag ab 9h kann man sich die Karten holen, wer zuerst kommt, hat Glück, wer später kommt, Pech. Ich denke, ich schaue Mal hin und wenn sich Leute darum reißen, lasse ich ihnen den Vortritt, aber ich würde schon gern hingehen, irgendwie.

Noch kurz zu New York: Ich liebe es, jetzt schon. Die Stadt ist nochmal so anders. In Los Angeles waren die meisten Häuser doch eher flach oder es gab vereinzelt Skyscraper, also Hochhäuser. Aber New York besteht nur aus diesen. Lässt sie Stadt eben ganz anders aussehen und dadurch fühlt sie sich auch anders an. Schon aus der Ferne sind diese riesigen Häuser beeindruckend und wenn man dann zwischendurch fährt, fühlt man sich einfach nur unheimlich klein. Die Stadt wirkt auch nicht halb so dreckig, wie ich es erwartet habe, obwohl ich schon Einiges sehen durfte, während mein Shuttle durch die Gegend fuhr. Auch die vielen Brücken gefallen mir unheimlich gut, aber das werdet ihr dann auf den ersten Bildern sehen!

Das Hostel bietet vier verschiedene City-Touren an und vielleicht mache ich morgen schon die erste. Ich wollte mir aber keinen Wecker stellen. Ich will einfach nicht über meine komplette New York Zeit hinweg müde sein. Wenn ich so aufwache, dass ich ohne Stress die 10h Tour erreichen kann, mache ich sie. Wenn nicht, mache ich sie wann anders. Morgen wird der Tag ruhig angegangen!

Nochmal zur Erinnerung, was ich in New York so gebucht habe: am Dienstag gibt es eine Hafenrundfahrt bei Dunkelheit, dann habe ich einen Hop on – Hop off Buspass, einen 7-Tages-Pass für allerlei Attraktionen und Ähnliches, ich treffe außerdem einen meiner Cousins mit seiner Mutter, die Kurzurlaub in New York machen und ich mache den 3-Tagestrip zu den Niagara Fällen mit Philadelphia und Washington vom 02.-04.06.2014.

PS: Die Flugzeit habe ich mir mit „Wir sind die Millers“, „Captain Phillip“ und „Frozen“ vertrieben. Witzig, spannend, total witzig – und alle auf deutsch! Englisch hätte mein müdes Gehirn wahrscheinlich gar nicht verarbeiten können!

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