Rückblick amerikanische Westküste

Ich war ja letztendlich nicht nur in LA und nicht nur in Kalifornien, deswegen fasse ich meine letzten zwei Wochen Mal unter dem Begriff „Westküste“ zusammen, auch wenn ich nicht nur an der Küste war.

Mein Start in LA war gut! Die Fahrt vom FLughafen zum Hostel hat zwar ewig gedauert, aber das Hostel war super! Banana Bungalow absolut empfehlenswert! Kleine Küche an einem 6er Zimmer hatte ich noch nie, sauber, eigenes Handtuch, großes Bad, tägliche Säuberung, an einem Abend kostenlose Tacos, immer kostenloses aber eher ungesundes Frühstück, halbe Stunde von den wichtigen Sternen entfernt und Supermarkt (für gesundes Essen) ist auch noch in Laufweite. Außerdem ist die Rezeption 24 Stunden besetzt und man muss kein Geld für den Schlüssel hinterlegen. Eine Nacht hier kostet 29USD, über hostelbookers.com ist es etwas günstiger!

Das 48 Stunden Hop on-Hop off Ticket hier hat sich gelohnt, weil man in LA wirklich schlecht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwohin kommt und man erhält viele Infos, kann sie auch deutlich verstehen, weil man Kopfhörer hat und nicht nur der Fahrer spricht. Es gibt auch verschiedene Sprachen, unter anderem auch Deutsch, was für mich gut war, weil ich dann ein paar Infos mitschreiben und gleichzeitig fotografieren konnte. Man braucht auch definitiv 48 Stunden. Der 24 Stunden Pass ist nur geringfügig günstiger!

Dann zur Tour von g adventures. Ich liebe g adventures. Das ist genau die Art zu reisen, die ich mag. Man sieht viel, es ist etwas anstrengend, aber man ist danach wirklich froh, dass man das alles gesehen hat und meistens braucht man dafür nicht besonders viel Zeit. So wie ich bei meiner Tour auch: 8 Tage, wobei am ersten und letzten Tag eigentlich nichts los war. Am ersten Abend traf man sich, wurde auf die Zimmer verteilt (wobei ich Mal wieder wahnsinniges Glück mit meiner Zimmerkollegin Sindy aus Sachen hatte 😉 ) und man hatte eine kurze Vorstellungsrunde. Allerdings haben viele noch gefehlt und einige Namen hat man auch nicht verstanden, weil es neben der Rezeption einigermaßen laut war, dass man sich dann doch nicht kannte. Aber ich hatte ja meine Sindy, mit der ich Zimmer, Zelt, Cremes und Haarbürste teilen durfte. Wir hatten wirklich viel Spaß zusammen und keiner konnte glauben, dass wir uns erst bei dieser Tour kennengelernt haben. Generell war es viel Fahrerei, wogegen ich ja eigentlich nichts mehr habe, aber dieser Van war so eng, dass die Fahrerei schon fast zur Qual wurde. Auch die Musikauswahl von unserem Guide war mir zu alternativ. Die Neuseeländer fuhren da aber voll drauf ab und unterhielten sich mit ihm über Bands, von denen ich noch nie nie nie etwas gehört habe. Auch die Lieder kamen mir größtenteils nicht einmal annährend bekannt vor.
Die Sachen, die wir gesehen haben ware einfach beeindruckend! Angefangen mit Joshua Tree (gut für eine Mittagspause und einen kleinen Spaziergang), dem Grand Canyon (viel größer und schöner, als erwartet), Las Vegas (perfekt zum Weggehen und für Nachtfotografien, tagsüber eher langweilig), Death Valley (viel beeindruckender als gedacht, eben nicht nur Wüste), Bishop (auch nur gut zum Übernachten) und Yosemite (wunderwunderschön, wäre ich gerne länger geblieben, um auch Mal wandern zu gehen, das ist auf dem Trip irgendwie etwas zu kurz gekommen, finde ich). Wir übernachteten in den Städten in besseren Hotels, allerdings hätte ich lieber in einfacheren Hotels übernachtet und dafür weniger gezahlt. Das Essensgeld schien auch unbegrenzt zu sein, da wäre mir weniger zahlen und schlichteres Essen auch lieber gewesen. Generell war es aber gut organisiert: eine Nacht im Hotel, zwei Nächte am Campingplatz, eine Nacht im Hotel, zwei Nächte am Campingplatz und nochmal eine im Hotel. Man musste also nicht zwingend am Campingplatz duschen und hatte immer wieder die Möglichkeit, seinen Rucksack ordentlich zu sortieren und Sachen zu trocknen etc.
Die Leute vom Trip hätte ich auch schlimmer erwischen können, aber die Eigenarten bekommt man auf jeden Fall mit.
Zu unserem Guide: ich fand ihn am Anfang wirklich unsympathisch, das wurde aber gegen Ende besser. Dann schätzte er meine Hilfe mit den Kranken und mein Organisationstalent und meinen Sinn für Ordnung UND schaffte es sogar, sich dafür zu bedanken.
Dieser Trip lief unter dem Motto „YOLO“ – you only live once, man lebt nur einmal. Das ist die einfachste Variante, die es von den g adventures Touren gibt und meistens machen Backpacker wie ich solche Touren und eben für diese würde etwas einfacheres Essen und einfachere Hotels reichen. Aber vielleicht haben sie auch irgendwelche Verhandlungen mit den Hotels getroffen und zahlen gar nicht (viel) mehr, wie für ein einfacheres Hotel.

San Francisco. Meine Lieblingsstadt bis jetzt in Amerika. Wunderschön und alt und neu zugleich. Es wurden alte mit Stuck verzierte Häuser bunt angestrichen (der Stuck z.B. in grün und der Rest in gelb). Außerdem haben alle Häuser die Feuertreppen vorne dran, was der ganzen Stadt so einen gewissen Look verleiht. Eben etwas Besonderes. Die Stadtführung mit Wild SF war auch wirklich super und Mal etwas anders. Ich hätte auch noch gerne die zweite mitgemacht, die sie angeboten haben, aber dazu war ich einfach zu kurz in SF. Der Hop on-Hop off Pass hat sich hier für mich nicht wirklich gelohnt, dazu hatte ich einfach zu wenig Zeit, aber immerhin hat er mich zur Golden Gate Bridge gebracht, die mir besser gefallen hat, als gedacht und Alcatraz war ja auch bei dem Ticket dabei. DAS war auch wirklich etwas, was ich sofort wieder machen würde. Klar ist es teuer, ABER: Alcatraz ist ein Nationalpark, also wird dafür Geld genutzt. Außerdem wird man mit einer Fähre hingebracht und kann zurückfahren, wann man will. Der Audioguide ist sehr gut, wirklich der beste, den ich bis jetzt jemals hatte, in mehreren Sprachen erhältlich und mit Zeitzeugen-Stimmen versehen. Der Souvenirshop dort hat mein Lehrerherz höher schlagen lassen und deswegen müssen sich meine Schüler dazu wohl später Einiges anhören müssen. Ist ja aber wohl auch ein interessantes Thema: Gefängnis auf einer Insel, umgeben von eiskaltem Wasser und es konnte noch nicht bewiesen werden, dass jemand ausbrechen konnte. Außerdem haben dort auch ganz normale Familien gelebt (die Väter haben im Gefängnis gearbeitet) und diese Insel ist jetzt ein Nationalpark. Das ist doch Mal was.

Die Bustour nach Santa Barbara war dann leider auch „was“ und zwar eine Katastrophe an Organisation. Es kann durchaus passieren, dass ein Bus kaputt geht, aber dann kann es nicht sein, dass die Passagiere vier Stunden auf einen Ersatzbus warten müssen. Außerdem wirbt Greyhound mit seinem Wifi und den USB Anschlüssen in jedem Bus und schickt uns dann gleich zwei Busse, bei denen es weder Wifi noch USB gibt. Ich habe bis heute noch keine Antwort auf meine Beschwerde-Nachricht bekommen, aber sobald sich etwas tut, schreibe ich das auch hier.

Santa Barbara war total niedlich. Es gibt nur die State Street, in der etwas los ist, dafür ist hier aber Einiges los. So viele Läden, Restaurants und Kinos habe ich noch nie auf einem Fleck gesehen. Zum Strand habe ich es dann gar nicht mehr geschafft und wandern wäre hier bestimmt auch schön gewesen. Hier kann man es auf jeden Fall aushalten!

Malibu war jetzt nicht so wunderschön, wie man sich das vielleicht vorstellt. Aber wir hatten dort auch nur einen kurzen Zwischenstop.

Zurück in LA hatte ich ja eigentlich vor, Disneyland und die Universal Studios zu machen, aber mir haben so viele von Disneyland abgeraten (zu voll, zu weit weg, zu teuer), dass ich dann nur in die Universal Studios gegangen bin und die haben sich meiner Meinung nach sehr gelohnt, obwohl ich auch hier von Einigen gehört habe, dass ich enttäuscht sein werde. Wenn man hierhin geht, sollte man auf jeden Fall früh kommen und die ganzen Fahrten machen, sonst steht man danach ewig an. Die Shows kann man ganz gut besuchen, auch wenn man erst kurz vorher kommt. Die Studio-Tour war mit am interessantesten, aber natürlich sehr auf Sensation aus: Schnee, Regen, Flut, Hai, Blut, Erdbeben, … eben alles dabei.

Ich war jetzt schon in Kalifornien, Nevada und Arizona. Nicht schlecht, für zwei Wochen Westküste.

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