Central Park und Shopping

Wir trafen uns heute zu einer humanen Zeit, 11h, am USS Maine Memorial, einem Brunnen:

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Ich wurde von drei Leuten angesprochen, ob ich zu dem Foto-Workshop gehöre, der sich hier trifft. Was ist das denn bitteschön schon wieder für ein Zufall? Wir hätten uns 1000e Orte aussuchen können, an denen wir uns treffen und wir hätten auch 1000e Uhrzeiten ausmachen können! Aber nein, genau um 11h an diesem Brunnen, genau die Zeit, zu der sich auch der Fotoworkshop hier trifft. Ich hatte eben heute auch mein Stativ dabei, weil wir abends noch ein bisschen durch die Straßen ziehen wollten, um Fotos zu machen. Das hat mich etwas genervt, dass die vom Boot so rauschig sind, weil ich die ISO so groß machen musste. Uuuuuh, ein paar Fachbegriffe 😉 . Weil ich dann auch noch meine Kamera um den Hals hatte, war sich jeder dieser drei Menschen absolut sicher, dass ich da mitgehen würde. Wäre ich mir ja auch.

Als wir dann zu dritt waren, ging es los in den Central Park, denn genau am nordwestlichen Ende liegt der Columbus Circle (ein Kreisverkehr) mit dem Denkmal nebendran. Wir sahen dann das berühmte Karussel, einen Brunnen:

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und auch einige Künstler:

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Wie immer sehr beeindruckend für mich! Musikalisch habe ich ja noch nicht so viele Talente entwickelt! Aber wenn ich meine Pläne weiterhin verwirklich, lerne ich sobald ich in Deutschland bin Saxophon 🙂 . Warum Saxophon? Weil es spannender ist als Trompete und super klingt, auch alleine ohne Begleitung anderer Instrumente.

Super süß und traurig waren die Schildchen auf den Bänken, die von den Menschen verfasst wurden, die die Bank gestiftet haben:

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Außerdem gibt es in so einem Park natürlich auch einige Tierchen:

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Und mein Cousin kletterte auf jeden großen Stein:

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Und ein Blumenbild darf auch nicht fehlen:

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Der Spaziergang im Central Park war dann wirklich ganz gut, aber man hört eigentlich von jeder Stelle aus noch die Autos. Die Hochhäuser kann man irgendwann übersehen, weil sie nur noch zwischen den Bäumen hindurchblitzen, aber der Lärm lässt sich nicht so leicht ausblenden. Trotzdem ist es beeindruckend, dass eine Stadt, in der, wie in jeder größeren Stadt, Wohnraummangel herrscht, so ein großer Park noch existieren darf.

Ich wurde danach zum Mittagessen eingeladen, in einem etwas schickeren Restaurant. Zumindest so schick, dass ich mir mit meiner grünen Regenjacke, meinem Rucksack, meiner Kamera um den Hals und meinem Stativ um die Schulter nicht so ganz richtig am Platz vor kam. Das Essen war auch wirklich gut. Man hatte die Wahl zwischen Suppe und Salat und weil mein Cousin, wie noch öfter am Tag, den gleichen Gedanken hatten („Ist bestimmt voll wenig“), bestellten wir uns die Suppe und durften neidisch Annas Salat bewundern, der alles andere als klein war. Unsere Suppe war aber auch lecker! Außerdem gab es kleine Brötchen mit Butter als Vorvorspeise, die auch mit satt machten. Die Hauptspeise war dann, wie immer in besseren Restaurants etwas kleiner, aber wir bekamen nochmal neue Brötchen 😉 . Ich hatte, genau wie mein Cousin Alex, das Rindersteak mit Pommes und kleinem Salat (bekamen wir also doch noch Grünzeug), Anna bestellte den Lachs. Nachtisch gab es auch, allerdings erst nach einer kleinen Wartezeit. Die Gänge davor kamen ohne langes Warten, aber der Nachtisch wollte einfach nicht zu unserem Tisch kommen. Anna und Alex hatten dann den Käsekuchen (miniklein 🙂 ) und ich zwei Kugeln Sorbet: Heidelbeer und Kokos-Ananas. Genau das hätte ich mir auch ausgesucht, wenn ich die Wahl gehabt hätte, also perfekt! Vielen, vielen Dank, liebe Anna! Das tut meinem Backpacker-Magen gut!

Weil der Tag heute vom Wetter her nicht besonders prickelnd war (14°C) war er gleichzeitig perfekt: zum shoppen. Anna und Alex wollten unbedingt in macy’s, also gingen wir da natürlich hin. Anna suchte eine Tasche und eventuell Schuhe, ich ein Kleid und eine lange Jeans und Alex wollte sich komplett neu einkleiden. Nach 1,5 Stunden trafen wir uns wieder –  mit nur einer Tüte. Einer kleinen Tüte. Anna und ich waren zusammen Taschen gucken, ohne Erfolg. Kleid gucken, ohne Erfolg. Schuhe gucken, ohne Erfolg. Jeans gucken, ohne Erfolg. Aber wir tranken einen Kaffee bei Starbucks und Anna fand ein Parfüm, das wirklich gut riecht! Ja, das war dann die kleine Tüte. Der Alex kam komplett ohne Tüten zurück. Wir waren uns einig, dass die Sachen unschön, teilweise altmodisch, wirken und wenn dafür auch noch horrende Preise verlangt werden, lässt man gleich fünf Mal die Finger davon. Lange Gesichter, große Enttäuschung von diesem weltweit bekannten macy’s. Aber dank einem Freund kannte mein Cousin noch ein paar Läden außenherum und wir machten uns also auf die Suche danach. Er schaffte es dann auch tatsächlich, alles einzukaufen, was er braucht – außer Schuhe, die er vielleicht am dringendsten bräuchte. Anna und ich haben beide schmale Füße, finden also Schuhe, die uns gefallen, die uns aber nicht passen. Alex würden wahrscheinlich viele Schuhe passen, ihm gefallen nur keine. Naja, NYC ist groß, da werden wir schon noch fündig!

Shoppen ist natürlich auch anstrengend und macht hungrig. Das koreanische Viertel sagte jemandem von uns drei nicht zu, also ging es weiter. Alex bestellte sich dann einen Burger bei Wendy’s, aber ich habe ja die „keine Burger mehr – Regel“ und unterwegs kamen wir schon an einer Bäckerei vorbei, die lecker aussah und nicht zu teuer war. Die hatten dann auch Salate und entschied mich für einen mit Hühnchen. Ausgesehen hat er dann nicht besonders gut, aber geschmeckt hat er eindeutig! Zum Nachtisch habe ich uns drei Muffins gekauft: Kürbis, Blaubeer und Pfirsich. Alle drei sausausaulecker! Vor allem der Pfirsich, obwohl da Walnüsse drauf waren, die ich sonst gar nicht mag! Alex Burger war schon verdrückt, bevor er die andere Straßenseite erreichte, auf der die Bäckerei lag. Also kaufte er sich vorsichtshalber auch noch etwas. Annas Tomate-Mozarella-Sandwich schaffte sie nur zur Hälfte, also durfte ich schon einmal etwas naschen. Den Salat wollte ich nämlich erst „zu Hause“ im Hilton essen. Da fuhren wir dann auch als nächstes hin, machten den Fernseh an und schauten „Big Bang Theory“. (Sheldon Cooper’s Stimme klingt im Deutschen besser!)

Um 22h rafften wir, Alex und ich, uns auf und ich machte noch ein paar Nachtaufnahmen. Dafür hatte ich ja den ganzen Tag mein Stativ herumgeschleppt:

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Während wir auf der Suche nach guten Perspektiven waren, fanden wir noch einen Schlüsselbund – ohne dass wir danach suchen mussten. Einfach liegen lassen geht ja nicht, aber ich wollte auch nicht den nächsten Tag damit verbringen, ein Fundbüro zu suchen, also habe ich ihn einfach zum nächsten Polizeiauto gebracht und nachdem ich die Frage nach meinem Befinden mit „gut“ beantworten konnte und vorsichtshalber mein Stativ beim Alex gelassen habe (wirkt ja vielleicht doch etwas bedrohlich), wurde mir der Schlüssel netterweise abgenommen und das kleine Abenteuer war schon wieder vorbei.

Um Mitternacht lag ich dann endlich im Bett, todmüde!

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