New York Rückblick

So, jetzt hatte ich lange genug Pause und kann endlich die restlichen Beiträge verfassen und meinen Blog dann erst einmal einfrieren.

 

New York ist schon eine gefühlte Ewigkeit her, andererseits fühlt es sich an wie gestern.

Durch die öffentlichen Verkehrsmittel findet man sich in New York sehr gut zurecht. Man findet fast immer eine U-Bahn-Station mit deren Hilfe man sich  wieder orientieren kann. Genau diese U-Bahnen verhelfen aber auch oft dazu, dass man sich verirrt. Die Haltestelle 50. Straße ist nicht bei jeder Linie die gleiche, aber da kommt man dahinter –  nach ein paar Tagen.

Mit meinem Hostel hatte ich auch wirklich Glück: einen Block vom Central Park entfernt, einen Block von dem nächst größeren Supermarkt, in dem ich alles gefunden habe, was ich gesucht habe, und ebenfalls einen Block entfernt von einer Haltestelle der roten Linie, mit der man zu allen wichtigen Dreh- und Angelpunkten kommen kann. Steigt man eine Station später nochmal in einen Express-Zug um, ist man innerhalb weniger Minuten in Brooklyn. Mein Hostel war sauber (Bäder und Küche wurden mehrmals täglich geputzt), mein Zimmer mit den zwölf Betten nicht zu voll gestellt und die Schließfächer waren so groß, dass ich sogar meinen kleinen Rucksack hineinstellen konnte. Ich hatte immer ein oberes Bett, aber da die Betten auch kaum gequietscht haben und ich dank der Schließfächer sogar eine kleine Ablage hatte, störte mich das Klettern gar nicht. Es wird nochmal einen extra Beitrag über das perfekte Hostel geben und Einiges, was ich hier gesehen habe, fließt darin mit ein.

Manhattan ist nicht überall gleich, aber meistens sauber (außer Chinatown) und schön. Allerdings hat mich Brooklyn mit den Graffitis an den Wänden und den öffentlichen Kunstausstellungen mehr eingenommen. Das ist etwas, das ich in den deutschen Städten, in denen ich bis jetzt war, vermisse. Aber ich denke, wenn ich Mal nach Berlin komme, werde ich fündig. In der Bronx war ich nur zum Yankee Spiel und habe ansonsten nicht wirklich etwas gesehen. Soweit ich weiß, wohnen dort mehr Afro-Amerikaner oder deren Nachfahren, die auch noch deutlich anders auf Blondinen reagieren (zum Beispiel: „Magst du Schokolade?“). Also lieber nicht alleine rumrennen. Nicht, dass sie etwas machen würden oder ich befürchte, dass sie etwas machen könnten – einfach nur, für das sichere Gefühl im Bauch. Queens habe ich gar nicht gesehen, dort gibt es aber auch nichts zu sehen. Staten Island habe ich auch ausgelassen, obwohl es dort einige interessante Museen gegeben hätte, aber das war dann zu viel Zeitaufwand.

Museen gibt es hier so viele, wie sonst nirgendwo auf meiner Reise. Es ist für jeden etwas dabei, wirklich für jede erdenkliche Interessensrichtung kann man hier etwas finden. Die meisten befinden sich in Manhattan, also kann man sich, wenn man in einer Gruppe reist, auch gut aufteilen und jeder geht in das Museum, in das er gerne möchte.

Ich bin ja der totale Museumsgänger. Ich hasse es nur, in Museen zu lesen. Schilder mit wichtigen Infos werden dann konsequent ignoriert, außer es gibt ein Bild, eine Skulptur oder sonst etwas, das ich unbedingt verstehen möchte und nur durch lesen verstehen kann. Dadurch, dass ich mich eben für so viele Museen interessiere, lohnte sich für mich der New York Pass, mit dem man nicht nur zu Museen kostenlosen Eintritt hat, sondern z.B. auch bei macy’s 10% bekommt, (nicht bis ganz oben) auf das Empire State Building darf und an unterschiedlichen Stadtführungen kann man auch noch teilnehmen. Diesen Pass gibt es für unterschiedlich lange Zeiträume (1, 2, 3, 5 und 7 Tage). Ich entschied mich von Deutschland aus schon für den 7-Tage-Pass. Diesen Pass kann man ohne Probleme auch vor Ort kaufen, kann sich also spontan entscheiden, ob man vielleicht doch nur drei Tage von einer Attraktion zur nächsten rennen will oder ob man sich das wirklich sieben Tage antun will. Im Schnitt kostet ein Museum/eine Attraktion für einen Erwachsenen 20-30USD. Dann kann man ganz gut ausrechnen, ob sich der Pass lohnt oder nicht. Letztendlich hätte mir der 5-Tage-Pass gereicht. Ich kam in New York an und am Tag danach traf ich mich mit Anna und Alex und freute mich natürlich über bekannte Gesichter und wollte deswegen auch Zeit mit ihnen verbringen. Nach meiner 3-Tages-Tour zu den Niagara-Fällen hatte ich aber nur noch fünf Tage Zeit, um meinen 7-Tage-Pass zu nutzen. Hätte ich ihn also erst vor Ort gekauft, hätte ich mir ein paar Euro sparen können. Dass man nicht anstehen muss, stimmte dafür nicht so ganz. Beim Top of the Rock durfte ich bei einer Schlange schneller vorbei, stand dann aber in zwei anderen mit allen anderen an. Bei Madame Tussauds das Gleiche: eine Schlange überspringen (wobei zu der Tageszeit gar keiner anstand) und dann ganz normal warten. Also von demher braucht man sich nicht einreden, dass man so viel Zeit spart.

Der Ausflug zu den Niagara Fällen hat mich unheimlich viele Nerven gekostet. Ich kam einfach zu diesem Zeitpunkt meiner Reise nicht mehr mit Asiaten klar. Deren Mentalität, das Gequatsche die ganze Zeit, … das ging mir wirklich ohne Ende auf die Nerven. Es war alles nicht so gut organisiert, wie ich das bisher von anderen Touren gewöhnt war und der Guide war auch alles andere als kompetent, fand ich. Durchsetzen konnte er sich auch gar nicht bei den Indern und wie er redet … wie er redet?!!!!!!!!! Da bin ich wirklich mehrmas durchgedreht. Das kann ich mir einfach keine fünf Minuten anhören, aber ich MUSSTE es mir ganze drei Tage anhören. Ich war sowas von froh, wieder aus diesem Bus herauszukommen!
Die Niagara Fälle haben das aber wieder aufgewogen. Also man muss sie schon Mal sehen. Man muss da keine Stunden bleiben und man muss sie auch nicht unbedingt nachts beleuchtet sehen, finde ich, aber sie sind auf jeden Fall sehenswert. Ich weiß aber auch, dass ich da nicht nochmal hin muss. Dadurch, dass man am oberen Ende der Fälle steht, wirken sie deutlich kleiner, wie man es erwarten würde. Fährt man dann mit der Maid of the Mist, sind sie schon deutlich imposanter.
Das Glasmuseum, das wir uns unterwegs noch angesehen haben, konnte mich dafür kein Stück beeindrucken, sowas gibts im Bayrischen Wald auch – stimmt’s Marianne? Das Air and Space Museum in Washington wäre auch wirklich das letzte Museum gewesen, das ich mir dort ausgesucht hätte. Dafür interessiere ich mich wirklich so ganz und gar nicht, kein Stück, nicht Mal ein Stückchen. Hier war ich froh, dass wir immer nur so kurz Zeit hatten. Das Weiße Haus und der Congress Hill sind natürlich auch sehenswert, aber da braucht man auch wirklich nicht mehr als fünf Minuten – zusammen.
Diese Tour habe ich übrigens bei L&L Tours gebucht. Zwar auch über das Reisebüro in Deutschland, aber das war eben der Name der Organisation. Wissen solltet ihr, dass wirklich jeder Mitarbeiter chinesisch spricht und die Mitarbeiter das auch untereinander ausschießlich machen. Es ist typisch asiatisch unorganisiert und Asiaten haben eben auch eine ganz eigenwillige Art englisch zu sprechen. Englisch zu sprechen. Ok? Eine ganz eigenwillige Art, ok, ganz eigenwillig. Das ist nicht für jeden etwas und für mich, außerhalb Asiens, auch sehr schwer zu ertragen.

Als Fazit in Kurzform: Hostelling International (kurz „HI“) super, New York Pass lohnt sich für Museen-Süchtlinge wie mich auf jeden Fall (aber erst vor Ort kaufen, wenn man genau weiß, wie lange man Zeit hat; mit dem Voucher musste ich auch erst in das Büro, also hätte ich dort auch direkt den Pass kaufen können), Niagara Fälle sind immer noch sehenswert, Washington verdient mehr als einen Stop am Weißen Haus und mein liebster Stadtteil ist ohne Zweifel Brooklyn.

Ich muss definitiv nochmal nach Washington: wirklich niedlich, unendlich viele INTERESSANTE Museen und viel Grün.

Philadelphia hat sicherlich auch mehr zu bieten als die Liberty Bell und die Independence Hall.

Und in New York, ja in New York, gibt es immer was zu sehen. Die Museen haben ständig neue Ausstellungen, es eröffnen neue Attraktionen und es werden ständig neue Gebäude gebaut oder alte renoviert. Das Stadtbild verändert sich ständig und trotzdem erkennt man es immer als „New York“. Wenn es sich ergibt, dass zum Beispiel ein Flug dort zwischenlandet, würde ich dort durchaus nochmal eine Woche bleiben, aber es ist jetzt erst einmal keines meiner zukünftigen Ziele.

Lissabon mit Rückblick

Hallo ihr Lieben,

Lissabon sollte mich wieder auf das Nach-Hause-Kommen vorbereiten, mir Zeit geben, mich auszuruhen und nur Sachen zu machen, die ich machen will und nach (fast) vier Monaten täglichem Schreiben habe ich mich dazu entschieden, keine Beiträge zu verfassen. Natürlich könnte ich sie nachschreiben, aber es hat sich tatsächlich so ergeben, dass ich hier nur entspannt habe, wortwörtlich nichts gemacht habe und über „nichts“ lässt sich eben auch nicht schreiben. Genau das wird auch das Problem, warum ich zu Hause keinen Blog habe, weil nichts passiert.

Es wird noch einen „Rückblick New York“-Beitrag geben, in dem ihr erfahren werdet, ob und warum ich (nicht) nochmal nach New York möchte.

Außerdem habe ich noch einige kleinere Artikel geplant, die meine Reise komplett zusammenfassen, meine Ausrüstung kritisch betrachten und noch einen, über die Menschen, die ich getroffen habe. Aber hier geht es jetzt erst einmal um Lissabon, das übrigens in Portugal liegt, was erstaunlich viele Menschen, mit denen ich geredet habe, nicht wussten. Ist natürlich nicht sooooo schlimm, nur ein bisschen. Es spricht eher dafür, dass ich auch als Lehrerin dringend gebraucht werde 😉 .

Ich liebe Lissabon. Der größte Vorteil ist, dass es in Europa liegt. Hier ist alles „normal“ genug und trotzdem „unnormal“ genug. Also man erkennt einen Supermarkt, man erkennt die Produkte darin und weil jeder Deutsche südländisches Essen mag, wird man hier definitiv satt! Das Gute ist auch, dass es hier so günstig ist (für europäische Verhältnisse). Ich kaufe zum Beispiel Kirschen ein und bezahle mit einem 10€-Schein, weil ich denke, dass ein 5€-Schein nicht reichen wird und bekomme 8€ wieder zurück. Ich gehe in einen Supermarkt einkaufen und gönne mir eingelegte Oliven, Käse, Schinken und andere Kleinigkeiten (was auf dem Rest der Reise unbezahlbar war) und zahle mit 20€ und bekomme 12€ zurück.

Auch für mich will ich noch kurz erzählen, was ich so an den einzelnen Tagen gemacht habe. Ich kam am Dienstag Morgen an und schlief. Diesen Beitrag habe ich tatsächlich noch verfasst und er war kurz, weil eben nichts passiert ist. Ich dachte da noch, das liegt am Jetlag und eben weil ich müde war, aber es war einfach meine Einstellung zu Lissabon: das hier ist der Urlaub am Ende meiner Reise, in dem ich nichts machen muss. Und Lissabon ist perfekt dafür: hier kann man viel machen, aber man hält es auch gut aus, wenn man nichts macht. In New York dreht man durch, wenn man nichts macht, weil man genau weiß, wie viele Sachen es zu sehen gibt, die es nur dort gibt! Natürlich hat auch Lissabon solche Ecken, aber ich bin mir sicher, dass ich hierher nochmal komme. Es gibt immer wieder günstige Flüge, bei denen man nur Handgepäck mitnehmen darf für 30€ oder 50€. Da schnappe ich mir Mal einen und komme hier eine Woche her um alles zu sehen. Und dann mache ich auch Fotos. Ich habe hier tatsächlich keine Fotos von der Stadt gemacht, nur eines von meinem Zimmer und eines von mir. Das wars. Obwohl Lissabon wunderschön ist und ich wunderschöne Motive gefunden hätte. Es war ein ganz anderes Herumlaufen und ich hielt das ehrlich gesagt auch nur aus, weil 1. ich schon so viele Fotos gemacht habe, 2. es so heiß ist, dass du dir jedes Gramm, das du tragen musst, fünf Mal überlegst, 3. meine Kamera immer noch nicht ganz funktioniert. Sie geht Mal für 1-2 Bilder und dann ist sie wieder tot. Sie macht sich, sobald wir in Deutschland gelandet sind, auf dem Weg zu Canon, in der Hoffnung, dass sie repariert bekommen. Ich hoffe es wirklich. Das bräuchte ich jetzt nicht unbedingt: eine neue Kamera kaufen vom Geld, das ich nicht mehr habe.

Aber zurück zu meinen Tagen in Lissabon:

Mittwoch machte ich um 10:30 eine Stadtführung mit, die ich noch von Deutschland aus gebucht hatte: Urban Adventures, sehr zu empfehlen, muss man aber auf jeden Fall nicht von Deutschland aus buchen, am einfachsten geht das über das moderne Internet. Ich hatte eine super Führerin, deren Namen ich vergessen habe, weil das schon ein bisschen her ist und von der es kein Foto gibt, weil ich meine Kamera nur herumgetragen, aber nicht ausgepackt habe. Auf dieser Tour war ein älteres Ehepaar aus Australien dabei, die noch nie in Neuseeland waren (sowas schockiert mich immer wieder aufs Neue), außerdem ein jüngeres Pärchen aus Kanada (oder nur Freunde?), eine Familie aus keine Ahnung wo und ein Pärchen, das nicht so leicht zu beschreiben ist. Er ist aus Südamerika, hat schon in Deutschland gelebt und auch woanders und wohnt derzeit in der Schweiz. Ich bin mir grad gar nicht sicher, ob sie verheiratet sind. Sie ist auf jeden Fall aus Russland, dort haben sie sich kennengelernt: sie arbeitete im Mariott Hotel und er wohnte in eben diesem für ein Jahr! Insgesamt war er für drei Jahre in Russland, um dort zu arbeiten. Erst, als er dort nicht mehr wohnte, gingen sie aus und (ganz offensichtlich) funktionierte es und sie wohnen jetzt in Genf. Beide sprechen mehrere Sprachen und unterhalten sich untereinander auf Englisch, schienen aber gern Mal wieder Deutsch reden zu wollen. Ist definitiv eine niedliche Geschichte und eigentlich wollte sie mich auch in Facebook suchen, ich habe aber bis heute noch keine Freundschaftsanfrage bekommen … Achja, natürlich waren beide auch sehr interessiert in meine Reisen, wobei das immer so lächerlich klingt, wenn mir jemand von seinem „Leben“ erzählt, wo er/sie schon überall wirklich gewohnt hat und dann sage ich: ich war Mal kurz vier Monate die Welt entdecken. Naja, ich konnte sie auf jeden Fall beraten, was Neuseeland angeht. Da muss man eben einfach hin. Und sie haben überlegt, ob sie mit den Motorrädern herumfahren, aber Neuseeland ist einfach ein Camper-Land, nicht nur für mich. Die Motels sind meistens nicht besonders schön und man muss seine Sachen ja immer in die Koffer am Motorrad quetschen, das ist glaube ich für beide nichts. Ich denke, sie sind inzwischen wieder ein bisschen mehr in die Camper-Richtung gekommen. In Neuseeland sind viele Straßen auch nicht so toll, einfach Mal ein paar Löcher irgendwo, da muss man ziemlich aufmerksam fahren und dann verpasst man so viel von der schönen Natur außenrum. Aaaaaber jetzt bin ich schon wieder auf dem falschen Dampfer, beziehungsweise im falschen Land.

Weil ich den Tag davor eben nur im Bett verbracht habe, war diese Stadtführung bei Hitze und mit kleinen Snacks zwischendrin (Pastries = kleine Blätterteigtörtchen mit Vanillepudding darin, Espresso, Bier, gelbe Bohnen oder Erbsen, Shrimps, Weißwein, Fischpastetchen) perfekt! Ich hätte sogar ganze 10€ Trinkgeld geben wollen, aber ich hatte nur einen 20€-Schein und das war mir dann etwas zu viel. Ich habe ja schon 35€ für die Führung von Deutschland aus bezahlt. Achja, mit der Fähre fuhren wir auch noch, nur 10 Minuten, zu dem Restaurant, wo wir Shrimps, Fischpastete, Bohnen oder Erbsen (ich weiß nicht mehr genau, was es war, auf jeden Fall gelb und rund, ca. 1cm Durchmesser und man beißt ein Loch hinein um nur das Innere zu bekommen, die Schale isst man nicht, also ist es praktisch perfekt zum Naschen beim Fernsehschauen oder so) und den Weißwein bekamen. Direkt im Anschluss lief ich noch mit dem viel gereisten Pärchen durch die Gegend, eigentlich auf der Suche nach einem netten kleinen Plätzchen für ein nettes kleines Mittagessen, aber wir fanden nichts und so trennten sich unsere Wege wieder.

Ihr Name war Sofia! Der Name der Führerin war Sofia! Ach, da bin ich froh, dass mir das wieder eingefallen ist! Ich muss mein Gedächtnis wieder mehr trainieren.. auf dem Rest meiner Reise macht ich von jeder Kleinigkeit Fotos, damit ich beim Durchsehen, bevor ich den Blogbeitrag schreibe, wieder auf die Kleinigkeiten komme.

Der Tag danach wurde wieder komplett zum Entspannen genutzt: ich lief ein bisschen in meinem Viertel Cais do Sodre herum und fand dann ein Angebot für ein Mittagessen mit Vorspeise, Hauptgang, Desert und Kaffee für 9,50€. Ich war eh am Verhungern und für 9,50€?! Günstiger bekomme ich es auch nicht hin, wenn ich mir jetzt alles selbst kaufe. Es war fast etwas zu nobel für mich mit meiner kurzen Hose, meinem Rucksack mit dem Handtuch außendran geklipst, aber sie waren sehr freundlich. Ich bekam eine einseitige Karte von der ich das Hauptgericht auswählen durfte (es gab drei Salate, die alle in den 9,50€ dabei wären, außerdem aber auch Pasta und Anderes, das dann 1-2€ mehr kosten würde, aber ich habe ja noch immer den Plan, etwas abzunehmen – vielleicht auch etwas mehr). Direkt danach kam schon der Vorspeisenteller (fünf Kleinigkeiten, alle lecker) und ich wurde gefragt, was ich trinken wolle. Normalerweise trinkt man Wein, aber ich war durstig und der meiste Wein schmeckt mir nicht und bei der Hitze tut Alkohohl sowieso nicht gut. Also lieber Cola. Wenn ich Cola beim Essengehen trinke, ist es etwas Besonderes und ich kaufe mir es nicht für daheim, sonst wäre es ja nichts Besonderes mehr – rede ich mir erfolgreich ein. Kurz nachdem ich fertig war, wurde mein leergefegter Teller weggeräumt und mein Salat kam. Ein riesen Teil, ehrlich! Mit Ei, Schinken, Thunfisch, Paprika, … eben ein richtiger Chefsalat! Olivenöl und Essig wurden dann dazu gestellt und man konnte sich selbst bedienen, fand ich auch ganz gut. Das portugiesische Olivenöl ist super! Ich war kurz am Überlegen, ob ich eine Flasche mitbringe, aber ich könnte sie niemald im großen Rucksack transportieren und selbstverständlich auch nicht im Handgepäck, wären ja über 100ml. Also hat sich das wieder erledigt. Wieder direkt im Anschluss bekam ich ein wirklich kleines Panna Cotta. Ich hatte die Wahl zwischen eben diesem, einem Schokomousse und Erdbeeren. Erdbeeren sind hier sehr günstig, kann ich mir also selbst kaufen und Schokomousse hätte ich wahrscheinlich nicht mehr geschafft. Es war wirklich sehr lecker und mehr hätte ich auch nicht geschafft. Einen Espresso bekam ich dann auch noch, aber Kaffee (egal welcher Art) ohne Milch ist nichts für mich. Genau diese kleinen Espressos überall sind einer der Gründe, warum ich finde, dass meine liebe Mama hier Mal herkommen sollte. Vielleicht hat sie ja jemand, der das hier liest, sie sehr lieb und kommt Mal für eine Woche mit ihr hierher?

Nach dem guten Essen, das mich mit Cola tatsächlich nur 9,50€ gekostet hat (ich musste aber 4€ Trinkgeld geben, sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt und die Bedienungen waren auch wirklich sehr nett), lief ich zum Fluss (ja, das ist nicht direkt das Meer hier wo ich bin) und war eigentlich auf der Suche nach etwas, das nach Strand aussieht. Fand aber nichts. Stattdessen kam ich an ein Café am Wasser und setzte mich, bestellt einen kleinen Kaffee und fragte nach dem Internetpasswort. Ich konnte also in der Sonne sitzen und schreiben. So könnte ich mir den Rest meines Lebens vorstellen. Also falls ich doch Mal erfolgreiche Buchautorin werde und mir Neuseeland zu weit weg ist, ziehe ich nach Lissabon, gehe Essen, gehe spazieren und schreibe noch mehr erfolgreiche Bücher.

Heute war ich zum ersten Mal seit Wochen und Monaten komplett entspannt. Ohne Sorgen, ohne Zweifel.

In der folgenden Nacht war Vollmond und auch wenn ich mich dagegen wehre mir einzureden, dass ich dadurch schlechter schlafe: es ist so. Ich erfahre immer erst nach einer wirklich herumgewälzten Nacht, dass Vollmond war und das kam inzwischen schon zu oft vor. Dass ich in dieser Nacht nicht schlafen konnte lag aber definitiv nicht nur am Mond. Hier war ein riesen Fest! DAS Fest in Portugal mit lautem Geschrei, Musik, Tanz, Gerede, Alkohol, … bis tief in die Nacht. Morgens um 4h war es ruhig genug, dass ich schlafen konnte. Aufgestanden bin ich dann morgens um zu skypen und ansonsten bin ich an diesem Tag nur spazierengegangen. Einfach nichts Besonderes machen. Die Stadt genießen, das Gefühl genießen hier zu sein und nichts zu tun. Ich liebe Lissabon dafür, dass ich das hier kann. Ich habe am ersten Tag Flyer eingesammelt, aber ich hatte nicht das Bedürfnis irgendetwas zu sehen. Die Stadt ist einfach das, was man sehen muss. Und das tut man sogar dann, wenn man nur Kirschen einkaufen geht, was ich fast jeden Tag mache. Ich liebe Kirschen und in Deutschland sind die entweder zu teuer oder voller Würmer. Ich will später einen Kirschbaum, wenn ich jemals seßhaft werde – was ich ja hoffe, sonst habe ich nie einen Kirschbaum. Auf dem Heimweg lief ich die wahrscheinlich steilste Straße Lissabons hoch: hier fährt extra eine Metro nur diesen einen Berg hoch und runter.

Am nächsten Tag, dem Samstag hatte ich für abends einen Plan: ich buchte einen Fado-Abend. Fado ist ein Gesang, der oft von Liebe handelt, aber meist von unerfüllter, vom Vermissen. Die Lieder sind auch immer traurig und sprechen vom Schicksal, aber nicht von dem positiven, dass alles gut wird, sondern von dem, dass du deinem Schicksal nicht entrinnen kannst. Die meisten Sänger waren kinderlos und hatten keine Ehepartner, also eigentlich „die Verlierer der Gesellschaft“, aber dadurch geborene Fado-Sänger. Die berühmtesten Sänger und Sängerinnen kamen aus Lissabon. Die Tour ging abends um 19h los, also habe ich bis dahin noch einiges an Zeit gehabt, die ich nutzte. Dazu aber erst in ca. einer Woche mehr. Ich muss erst noch Leute überraschen oder schocken?!

Der Abend war dann wirklich sehr gut! Bei der Stadtführung hörte ich Vieles, das ich schon bei der Stadtführung am zweiten Tag gehört hatte, also das war nicht so super. Aber dann wurde es immer besser. Ich fuhr Tram, das hätte ich sonst wahrscheinlich verpasst. Außerdem trank ich Ginjinha, praktisch das Nationalgetränk: Schnaps aus sauren Kirschen und angeblich schmeckt man den Alkohohl gar nicht und deswegen wäre dieser Schnaps so „gefährlich“. Ich frage mich immer, ob es wirklich Leute gibt, die behaupten, dass sie den Alkohol nicht schmecken. Ich habe beinahe Probleme etwas anderes zu schmecken. Ich werde wohl nie Alkoholiker.

Gegessen haben wir dann in einem Palast, war wirklich schön da. Nur etwas kalt und ich hatte eine Fliege in meinem Wein. Eine richtig große, die ich dann gerettet habe und auf meinen Teller legte. Sie kroch dann ein bisschen darauf herum und ich musste um einen neuen Teller bitten. Als Vorspeise gab es außenrum sehr mehlige Brötchen mit Butter und Oliven. Gut, aber ich hatte schon Besseres. Eine Suppe mit Wurstscheibe darin gabs auch noch: hauptsächlich Kartoffeln und Knoblauch waren zu schmecken. Besser, als das jetzt vielleicht klingt, war sie schon. Weiter ging es mit einer kleinen Fischpastete, ein paar Karöttchen Vinaigrette (das Beste am ganzen Teller), eine Art Mus aus Pommes, Ei, Knoblauch, Fisch (so wurde es erklärt), einen kleinen Octopusssalat (mag ich sonst nicht, der war aber gut), kleinen Salamischeiben und einer Dattel im Speckmantel. War alles etwas wenig, also ich hätte die gleiche Portion durchaus nochmal essen können. Nachtisch gabs dann nicht, nur Kaffee oder Tee wenn wir wollten und der Kaffee stellte sich wieder als Espresso heraus. Immer zwischen den Gängen wurde Fado gesungen und in kleine Szenen eingebettet. Eine spielte in einem Wirtshaus und zwei Männer begannen sich zu streiten, sangen also praktisch immer gegeneinander. Alle trugen auch traditionelle Kleider und Anzüge. Sehr interessant auch fürs Auge. Übrigens waren wir eine kleine Gruppe: ein typisch englisches älteres Paar aus England, ein indisches Paar aus England (das kein indisch mehr kann, also schon länger in England wohnt), ein Paar aus Norwegen mittleren Alters und unsere Führerin Claudia (die eigentlich Archäologin ist und gerne in Indien, im Irak und in Ägypten arbeiten würde). Während alle Espresso und Tee tranken (die Norweger hatten sich verabschiedet um Fußball zu gucken, unvorstellbar für mich! Du bist hier im Urlaub und hast die Möglichkeit lokale Traditionen zu sehen und gehst Fußball gucken!) wurden die Aufführungen immer besser. Inzwischen wurden auch Tänze aufgeführt! Steppen, Kastagnetten und traditionelle Tänze mit Partnerwechsel. Viel besser als die Teile davor. Fado ist nämlich schon speziell. Es wird viel laut gesungen, das man zwischendrin auch als Schreien bezeichnen könnte. Frauen singen sehr hoch, Männer dafür noch ein bisschen lauter. Trotzdem war es alles in allem ein perfekter Abend und es ist wirklich zu empfehlen, das hier zu machen, wenn man Mal nach Lissabon kommt. Das ist einfach die Kultur hier und es ist toll, dass man das zu Gesicht bekommt. Das war auch die authentischste Präsentation lokaler Traditionen, die ich auf meiner Reise sehen durfte. Die Maori in Neuseeland waren sehr touristisch und die Indianer bei den Niagara Fällen viel zu sehr verkleidet.

Der Sonntag ist dann schon der letzte ganze Tag in Lissabon. Der letzte ganze Tag meiner Reise und ich bin wirklich traurig. Ich könnte mir, wenn ich keine Menschen zu Hause hätte, die mir wirklich wichtig sind, vorstellen, mein Leben lang zu reisen. Ich könnte nie genug sehen, nie genug erleben und nie genug Menschen kennenlernen. Ich werde nie still stehen können. Niemals sagen: jetzt reicht es, jetzt muss ich nicht mehr reisen. Ich habe auch so viele ältere Leute getroffen, die mit ihren 70 Jahren auch noch reisen und nicht nur in ein Hotel fahren, um Urlaub zu machen. Das will ich auch. Ich will mein Leben lang die Möglichkeit haben zu reisen, damit ich, sobald ich das nicht mehr kann, genug Erinnerungen habe, in denen ich schwelgen kann und mit denen ich mich fortträumen kann.

 

Letztendlich ist der Artikel ja doch ganz gut lang geworden. Als Rückblick lässt sich noch sagen:

1. Das Lisbon Old Town Hostel ist sehr niedlich und die Lage ist ganz gut und die Mitarbeiter sind freundlich und das Frühstück steht bis mittags und ist lecker.

2. Lissabon ist eine Stadt zum Sehen, Fühlen, Hören und Schmecken. Also kommt vorbei!

3. Um es zu sehen, reichen auch zwei Tage, aber es ist hier gut zum Entspannen, also kommt auch gern eine Woche oder länger.

4. Die Straßen waren gerade im Juni einigermaßen dreckig, weil im Juni eben dieses große Fest ist und weil Portigiesen sparsam sind, wird nicht nur für einen Tag geschmückt und nicht nur an einem Tag getrunken und gefeiert.

5. Normalerweise ist es sauberer und es stinkt auch weniger, denn viele Betrunkene pinkeln auf die Straße, wobei ich hier sehr wenige Penner gesehen habe. In New York hat es oft schlimmer gestunken und die hatten kein Fest.

6. Lissabon ist ziemlich günstig für europäische Verhältnisse, gerade was Essen und Essen gehen anbelangt. Im Schnitt verdienen die Menschen hier 480€ im Monat, also kein Wunder. Trotzdem ist es natürlich gut, wenn wir dadurch öfter Essen gehen, das bringt ihnen ja wieder mehr Geld und somit sichere Arbeitsplätze ein. Ich finde nicht, dass wir ein schlechtes Gewissen haben müssen, es uns hier gut gehen zu lassen. Das Einzige, das schade ist, ist, dass viele dieser Menschen nicht reisen können, wenn sie reisen wollen, weil sie es sich nicht leisten können. Ähnlich den Indern: Rupien sind so wenig wert, dass sie ein kleines Vermögen brauchen um zu verreisen.

7. Ich liebe es hier. Das war genau der richtige Ort zu genau der richtigen Zeit. Danke Lissabon für deine schönen Ecken, deine niedlichen Straßen, dein gutes Essen und bis bald!

Schlafenszeit

Ha! Das wird der kürzeste Tagesbericht meiner komplette Reisezeit:

Nach dem Frühstück und dem Skypen legte ich mich hin, wachte um 13h auf, sah einen Film, schlief, sah um 21h nochmal einen Film und schlief dann wieder. Das wars! Ich habe sogar das Essen vergessen, weil ich den Schlaf so nötig hatte!

Kleines Pech, großer Abschied

Heute ist nicht mein Tag. Ganz und gar nicht. Bin um 6:20h aufgestanden, war duschen, hab meine restlichen Sachen gepackt, mit der Mama geskypt und gefrühstückt. Bis dahin war noch alles gut. Dann bin ich in die U-Bahn gestiegen und wollte bei der 96. Straße in den Express umsteigen, der super voll war, also bin ich wieder in die nächste langsame 1 gestiegen. Dort konnte ich sitzen, aber es hat ewig gedauert. Geregnet hat es auch und genau in diesem Regen bin ich zum 9/11 Museum gelatscht und es standen schon wieder viele Leute da, aber alle mit offenem Regenschirm, also waren es nicht soooo viele, wie es aussah. Ich wollte dann ein Ticket holen, ich kann nämlich nicht einfach nur den New York Pass vorzeigen. Der muss gescannt werden, weil man in jede Attraktion nur einmal rein darf. Als ich dann nach fünf Minuten Warten im Regen dran war, hieß es, dass ich hier nicht mit dem New York Pass rein darf. Angeblich steht in meinem Heftchen, das ich dazu bekommen habe, nur, dass ich das Denkmal anschauen darf. Hallo?! Das darf jeder. Die sind öffentlich zugänglich. Sie ließ dann auch gar nicht mit sich reden. Eintritt hätte 25USD gekostet. Nein danke. Ich lass mich doch nicht verarschen. Also bin ich im Regen zurückgelatscht, in den nächsten Express gestiegen und an der 96. umgestiegen in die 1. Da hatte ich ein bisschen Glück, denn ich musste kaum warten. Irgendwie kommt die 1 heute aber eh alle vier Minuten. Wieso auch immer. Die Post habe ich dann auch sofort gefunden, hab ja noch Postkarten, die ich nach Hause schicken will und dort, wo ich sie gekauft habe, waren die Briefmarken aus. Es hieß dann, ich könnte welche in meinem Hostel kaufen. Hab mir aber schon gedacht, dass das nicht geht. Ging dann auch wirklich nicht. Ich hab mir dann welche in einem dieser kleinen Läden gekauft, war mir aber fast sicher, dass das nicht stimmt. Ich war dann also in der Post, stand in der Reihe und sah dann einen Mitarbeiter herumlaufen, also fragte ich ihn: Es fehlen 20Cent pro Postkarte. Ich könnte aber per Kreditkarte (für 40ct!!!!!!!!!!) an einem Automaten Briefmarken kaufen. Also erster Automat ausprobiert: hat nur noch große, die passen natürlich nicht mehr auf meine Postkarte. Nächster Automat: man muss mindestens fünf Briefmarken kaufen. Die wollen mich doch wirklich verarschen, oder?! Also stelle ich mich wieder für 10 Minuten in die Schlange, um an einem Schalter zwei Briefmarken für je 20Ct zu kaufen. Wehe diese Postkarten kommen nicht an!!!!!!!!!!!

Ich wartete dann einfach nur noch im Hostel. An einem Tag, an dem nichts klappt und auch noch das Wetter besch…eiden ist, sollte man einfach zu Hause bleiben. Um 13:20h kommt ja eh mein Shuttle zum Flughafen und indem ich hier bleibe, kann ich den schon einmal nicht verpassen. Zum Glück hatte mein Freund ein bisschen Zeit zu skypen und so verging die Zeit recht schnell. Umziehen musste ich mich natürlich auch noch, kann ja nicht über zehn Stunden (zum Flughafen kommen, warten, fliegen, zum Hostel kommen) in nassen Schuhen und nasser Hose herumlaufen!

Achja, noch etwas zum Beschweren: die vom Hostel sperren dein Gepäck nur kostenlos weg, wenn du ankommst, nicht, wenn du gehst. Und ein Schließfach kostet 5USD pro 24 Stunden. Ich bräuchte es nur für fünf Stunden, aber das geht nicht günstiger. Also habe ich es einfach in eine Nische neben die Schließfächer gestellt und da stand er auch noch schön brav, als ich wiederkam. Dort zog ich mich auch um, ist ja das Problem der anderen Leute, wenn sie hinsehen und es sie stört. Heute war mir echt alles egal.

Der Fahrer war dann auch tatsächlich pünktlich und ich hatte ein paar nette Leute im Bus, fast nur Deutsche, die sich für meine Reise interessierten.

Natürlich war ich ewig zu früh am Flughafen, was aber bedeutet hat, dass ich kaum warten musste bei der Gepäckaufgabe. Man muss ja anfangen, die Sachen wieder positiv zu sehen. Außerdem habe ich, was Warterei angeht, absolut mein Zeitgefühl verloren, was gut ist! Ob ich jetzt 10 Minuten oder 10 Stunden warte, fällt mir fast nicht mehr auf. Bei der Security-Kontrolle legte ich meine Jacke, meine Schuhe und meinen Laptop in eine Kiste und meinen Rucksack dahinter. Ohne, dass ich es bemerkt habe, legte ein Security-Beamter meinen Laptop in eine extra Kiste hinter meinen Rucksack. Natürlich vergaß ich ihn dann gleich Mal. Mein kleiner Rucksack wiegt ja 10kg (der große heute 23kg), da fallen die 1,5kg vom Netbook nicht mehr wirklich auf. Aber die Frau nach mir in der Reihe sah mich später und machte mich darauf aufmerksam und ich bekam ihn zurück. In der Wartezeit hole ich ihn fast immer raus, spätestens da wäre mir dann das Fehlen auch aufgefallen. Ich aß dann bei einem Griechen Gyros, das aus Hackfleisch bestand, mit Gemüse, Tzaziki und Salat. Man weiß ja nicht, wann man das angekündigte „Abendessen“ im Flugzeug bekommt und ob das gut ist und Essen gehen ist immer eine super Zeitüberbrückungsmethode: hinsetzen, auf Karte warten, aussuchen, bestellen, auf Getränk warten, auf Essen warten, bezahlen, gehen = Zeit vergangen.

Das Flugzeug hob dann erst um 19:10h ab, eine Stunde nachdem das Boarding beendet gewesen hätte sein sollen. Aber auch das störte mich weniger, wenn ich hatte einen netten Gesprächspartner: ein (angeblich) 50-jähriger Italiener, der schon in New York, London, Paris und sonst wo gelebt hat, inzwischen mit seiner Frau in Barcelona (Spanien) lebt und schon einen Tag vor ihr nach Hause fliegt, weil er geschäftlich (er ist Immobilienmakler) zu tun hat. Er vermisst seine Frau und seine 9-monatige Tochter aber sehr (er erzählte ständig von ihnen). Ich erfuhr auch, dass er früher Fotograf war und als er meine Canon EOS 600D im Rucksack sah, fragte er, ob ich denn auch fotografiere und natürlich fragte ich ihn, ob er nicht ein paar Fotos sehen wollen würde. Natürlich! Definitiv besser, als Langeweile! Und das Beste: ihm gefielen einige und er mein liebster Satz von ihm war: „Hier fängst du genau ihre Seele ein. Man hat das Gefühl, dass man mit ihr fühlt, genau weiß, was sie denkt.“ DANKE! Genau das will ich mit meinen Fotos erreichen! Ihm gefielen auch genau die Bilder am Besten, die mir auch am Besten gefallen, was mir wieder meinen „guten Geschmack“ bestätigt, den ich während meiner Reise ausgebaut habe.

Irgendwann bekamen wir dann auch zu Essen: er nahm das Hühnchen, ich den Fisch und mein Fisch sah besser aus. Andere Kleinigkeiten gibt es auch immer noch: Brötchen, Schmierkäse, Cracker, … und danach entschieden wir uns dazu, einen Film auszusuchen. Meine Kopfhörer funktionierten nicht besonders gut und ich verstand eigentlich kaum ein Wort und musste deswegen meinen englischen Film beenden und entschied mich stattdessen für Harry Potter 7.1, den habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen, weiß aber, um was es geht und dann gab es ihn sogar noch auf deutsch, also wirklich fast problemlos zu vrstehen. Müde war ich ja inzwischen auch und das trägt dann auch noch dazu bei, dass man englische Filme nicht mehr so gut versteht. Ein Stündchen schlafen war dann auch noch drin und nach dem Frühstück (ein Hühnchen-Sandwich, absolut eklig und nach dem ersten Bissen liegen gelassen) landeten wir auch schon!

Ich verabschiedete mich von meinem Italiener, der weiter nach Barcelona fliegt, allerdings erst in sechs Stunden, und wartete am Gepäckband auf meinen Rucksack. Noch bevor ich mein Gepäck erhielt, kam der Italiener wieder an: er kommt doch mit, sechs Stunden am Flughafen sitzen bringt auch nichts. Ich lief dann zur Bushaltestelle, zahlte 3,50€ und fuhr zu meinem Hostel. Der Italiener, übrigens ist sein Name Emanuel, checkte grad noch mit Hilfe seines iPads, ob er auch mit dem Bus fahren kann, aber dann fuhr der Bus schon los und ich konnte ihm nur noch winken. Wir hatten uns ja aber schon vor der Gepäckausgabe verabschiedet, deswegen war das jetzt nicht sooo schlimm, dass ich einfach davonfuhr.

Den Weg zum Hostel fand ich dann nicht ganz ohne Umwege, aber irgendwann war ich dann da. Zum Glück war es erst 8h morgens, denn Lissabon macht San Francisco Konkurrenz was Berge angeht und ich trage ja grad 33kg mit mit herum. Die im Hostel waren dann total nett und ich konnte sofort in mein Zimmer! Natürlich sind hier gerade viele Deutsch, vor allem auch Familien, immerhin sind ja Pfingsferien in der Heimat! Franzosen sind auch viele da, vielleicht haben die auch Ferien?! Super war auch, dass ich noch frühstücken durfte, obwohl man ja theoretisch erst am Morgen nach der bezahlten Nacht essen darf. Es gab Brötchen (!!!) mit Marmelade und Butter, Kellogs mit Milch und Kaffee und Tee nach Belieben. Nach einer Schüssel Kellogs und einem Brötchen war ich dann auch schon satt und wollte nur noch schlafen. Kurz skypen war dann noch drin und dann fiel ich schon in einen tiefen Schlaf. Ich flog ja letztendlich um 19h los, kam um 6h Ortszeit in Lissabon an, in New York wäre es dann 1h nachts. Klar, dass man dann müde ist. Und Lissabon soll für mich nur zum Entspannen sein, deswegen ist schlafen erlaubt, auch wenn es dem Jetlag vielleicht nicht hilfreich ist. Gute Nacht!

Gospel, Bahnhof, Sex und Aussicht

Damit man hier gleich Mal die Spannung rausnimmt: Sex-Museum!

Und los gehts:

9:30h Treffpunkt an der Trinity Church bei der Wall Street, direkt Fahrt mit der U-Bahn nach Brooklyn und von dort ging leider (!!!) eine ähnliche Führung los, wie ich sie schon vom Hostel aus hatte. Aussicht auf die Brooklyn Bridge, Erklärung der Gebäude und so weiter. Nicht wirklich spannend, aber dann gab es doch noch ein paar Infos über Gospel:

Gospel steht für „gute Nachricht“, natürlich von Gott. Gospelmusik ist also nicht zur Unterhaltung gedacht, sondern um sich spirituell auszudrücken und loszulassen, um voll in den Glauben einzutauchen.

1625 kam der erste Afrikaner nach Amerika und zwar nach New Amsterdam, das heut zu Tage New York heißt. Warum Amsterdam? Weil die Holländer hier zuerst waren. Bis 1814 war Brooklyn nur Farmland.

1730 wurden dann Sklavengesetze (Slave laws) verabschiedet, einige kenne ich schon von gestern, wie z.B. das Versammlungsverbot.

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Das ist unsere Führerin für heute. Ihr Name ist Alice, wenn ich das richtig verstanden habe und sie spricht wirklich laut und deutlich für ihre zierliche Figur und ist auch ansonsten ganz nett. Zwischendrin sang sie immer Mal wieder für uns, um uns auf Sachen hinzuweisen. Beim Gospel gibt es viele Wiederholungen oder ähnliche Phrasen. Warum? Weil diese Lieder nirgendwo aufgeschrieben und abgelesen werden konnten. Die Sklaven sangen diese Lieder auf dem Feld bei der Arbeit, um sich zu motivieren und sich daran zu erinnern, dass sie irgendwann bei Gott sind und es ihnen dort gut geht, weil es ihnen hier gerade so schlecht geht.

Ein paar mehr Infos über Brooklyn bekamen wir auch noch: hier leben 2,5 Mio. Menschen und wäre Brooklyn eine eigenständige Stadt, wäre sie die drittgrößte in den USA. Es war auch Amerikas erster Vorort und nur mit dem Boot zu erreichen, damit hier mehr Leute herziehen, musste die Bootverbindung besser werden und ein paar Jahre später, im Jahr 1814, war das möglich. Ein größeres Boot transportiert die Menschen, die in Brooklyn wohnen, nach Manhattan, damit sie dort arbeiten können.

Natürlich wissen diese Führer auch immer, dass „in ihrer Gegend“ ein paar Berühmtheiten wohnen (oder gewohnt haben oder überlegt haben hierher zu ziehen oder Mal gesagt haben, dass es hier schön ist und daraus gefolgert wurde, dass sie gerne hier wohnen würden, …): Bob Dylan zum Beispiel.

Wir hielten dann hier an der Plymouth Church, einer Kirche, die 1847 gebaut wurde.

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Diese Statue zeigt Henry Ward Bleecher, den verstorbenen Prediger in dieser Kirche. Er wuchs mit einigen Geschwistern unter einem sehr strengen Vater auf: ebenfalls Prediger. Allerdings gingen beide die Sache komplett unterschiedlich an. Henry’s Vater predigte von dem Gott, der alles sieht und alles bestraft. Man macht also jeden Tag nur Fehler und schmort dann dafür in der Hölle. Henry und seine Geschwister waren sich damals sicher, dass sie nur in die Hölle kommen können. Aber dann interpretierte Henry die Bibel für sich neu und erzählte den Menschen von einem Gott, der vergibt. Er sieht auch alles, aber wenn man sich für seine Fehler schämt und entschuldigt, werden sie vergeben.

Dieser liebende Gott zog unheimlich viele Menschen in seine Kirche und durch den positiven Zuspruch, den er von allen bekam, verlor Henry auch bald seine Angst, zu sprechen, die er seit Kindheit an hatte. Was natürlich kein Wunder ist, mit diesem Vater. Hier entstand dann auch der Gospel of Love, Gospel der Liebe.

Levi Coffin’s Haus war zu jener Zeit als der „Grand Central der Underground Railraod“ bekannt und als Buchempfehlung bekamen wir Henriette Bleechers „Uncle Tom’s Cabin“. Henriette war eine der Schwestern Henry’s.

Unsere Gruppe bestand übrigens aus fast 40 Leuten und letztendlich war ich von der Führung an sich enttäuscht, das Meiste hatte ich ja schon gehört, als ich gestern auf der Sklaven-Führung und am zweiten Tag in New York bei der Brooklyn-Führung teilnahm. Diese Tour heißt ja auch „Gospel“ und nicht „Alles, was die Caro schon über New York weiß“.

Zum Gospel kamen wir ja letztendlich doch noch und zwar in Kombination mit einer Art Gottesdienst. „Einer Art …“ weil es wirklich so ganz anders war, als wir es aus Deutschland kennen. Aber dazu später mehr. Der Gospelchor singt am Anfang, am Ende und auch zwischendrin. Wolltest du also nur Mal ein bisschen Gospel hören, könntest du nach den ersten Minuten wieder gehen, das gehört sich aber nicht in einer Kirche. Deswegen hatten wir die Wahl zwischen: Gottesdienst und Chor in live, aber für zwei Stunden oder Übertragung auf einem Bildschirm im Nebengebäude und dafür kann man gehen, wann man will. Ich wusste ja schon aus vielen Filmen, dass die Kirche in Amerika nicht mit der Kirche in Deutschland zu vergleichen ist und weil ich ja schon auch gläubig bin und sowieso interessiert an allem Möglichen UND ich ja bei der Tour mitgemacht habe, um einen Chor live zu sehen und eben nicht auf einem Bildschirm, entschied ich mich für Variante 1: zwei Stunden mit Gottesdienst. Und das war auch gut so!

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So sah es dann in der „Kirche“ aus. Ich hatte mal wieder einen super Platz, weil ich nur alleine war: erste Reihe auf der Tribüne. Fotos machen durfte man während dem Gottesdienst nicht mehr, aber das waren ja nur die Vorbereitungen.

Jetzt aber zu der Erklärung, inwiefern dieser Gottesdienst anders ist/war: die Kirche ist voll (an einem gewöhnlichen Tag), alle singen mit, es werden die Arme beinahe ekstatisch in die Luft gestreckt, es wird dem Prediger immer wieder lauthals zugestimmt und alle schienen fröhlich. In unseren Gottesdienste sind einige versunken in ihren Gedanken, nicht wirklich bei der Sache. Das gibts hier nicht. Hier wird jedes einzelne Wort aufgesogen und die ersten Minuten ließ ich mich beinah mitreißen, bis ich mich zurücklehnte und in die Rolle des Beobachters fiel. Wenn ich jemals den „Gottesdienst“ einer Sekte hätte beschreiben müssen: genau so hätte er ausgesehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das übertriebene (ist es überhaupt übertrieben?!) Beten, Singen und Lobpreisen gut oder schlecht finden soll. Diese Menschen geben sich Gott wirklich hin. Das ist nur einfach nicht die Art, mit der ich als verschlossene Deutsche zurechtkomme. Ich dachte, es geht mehr um das Singen, dass man dort wirklich voll dabei ist und die Texte ernst nimmt, aber die Worte des Priesters lösten die gleichen Reaktionen aus: Menschen sprangen auf, schrien „YES“ („JA“) und jubelten, bedankten sich beim Priester und verlangten seinen Segen ein. Wenn man nicht wüsste, dass es so in die Richtung geht, wenn Amis Gottesdienst feiern, würde man sagen, die Leute hier haben alle Drogen genommen. Ein konvertierter muslimischer Pfarrer betete dann auch noch für alle: auf arabisch. Ich meine, keiner wusste so genau, was er da sagte, aber alle Worte schienen direkt aus seinem Herzen zu kommen.

Auf diesem Bildschirm wurde auch immer wieder Werbung gemacht, natürlich nur für kirchliche Zwecke, wie z.B. den Frauenabend oder die Kinderkrippe und die Seelsorger.

Ich fand es wirklich interessant, aber das Gefühl in der Kirche gewesen zu sein hatte ich danach auf jeden Fall nicht.

Ich machte mich dann mit meinen durcheinandergeworfenen Ideen von „Kirche“ und „Gottesdienst“ auf den Weg zum Grand Central. Hier könnte ich mit dem Audioguide eine Führung machen, aber zwei Stunden durch die Gegend laufen und hören wann welcher Teil gebaut und umgebaut und abgerissen wurde und was für tolle Filme hier schon gedreht wurden – nein, lieber nicht. Das sollte ja heute nicht das Letzte sein, das ich mir anschaue und deswegen knipste ich ein paar Fotos:

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Und kaufte mir einen iPod Shuffle in grün für 50USD beim Apple Store, der direkt hier oben ist, von wo aus ich die letzten Bilder gemacht habe. Ich habe schon länger überlegt, ob ich mir einen zulege oder nicht und jetzt: hab ich’s eben getan. Vorteile des iPod Shuffel: er ist klein, man kann ihn an seine Klediung knipsen und er ist leicht. Nachteil: er hat keinen Bildschirm, an dem die Liedtitel und Interpreten angezeigt werden, was zu einem neuen Vorteil führt: er braucht weniger Strom, d.h. der Akku hält länger. Mein Plan für zu Hause sieht ja immer noch, neben „Studium“ und „Geld verdienen, um wieder reisen zu können“ das Thema „Sport“ vor und genau dafür ist er perfekt, weil man ihn durch den Knipser nicht verlieren kann.

Genug vom iPod Shuffle, weiter im Programm: Es ging in DAS Museum of Sex

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Allerdings wurde auch hier, wie im Arts and Design Museum, umgebaut, was bedeutet, ich war schnell wieder draußen. Es gab eine Etage über eine bestimmte Dame, deren „Deep Throat“ sie in der Porno-Welt berühmt machte.

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Nicht alle Bilder waren so un-auszüglich wie dieses hier. Im Gegensatz zu den anderen wäre das das Outfit, mit dem sie in die Kirche geht. Irritierend war vor allem, dass auf einer Wand ein Porno von ihr und ihrem Throut (Hals) lief. Natürlich ohne verpixelte Stellen, also alles super zu sehen. Selbstverständlich war das Museum erst ab 18 zugänglich, allerdings wurde mein Ausweis gar nicht kontrolliert, obwohl ich ihn sonst immer vorzeigen muss. Vielleicht dachte er, weil ich ihn schon in der Hand halte, wäre ich bestimmt gewillt ihn ihm zu geben und somit sicherlich 18 Jahre alt oder älter. Naja, mir egal.

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Das ist übrigens Kunst! Sexuelle Kunst, aber Kunst! Übrigens zum Ausprobieren (das Fahrrad!).

Die zweite Etage befasste sich dann mit dem Sex in der Tierwelt. Forscher fanden da Einiges heraus, das in Biobüchern (selbstverständlich?) verschwiegen wird: auch Tiere haben Gruppen-, Oral- und Gleichgeschlechtlichen Sex. Außerdem befriedigen sie sich auch selbst und manche Rassen haben Sex auch nur zum Spaß, was ich bisher nur von Delfinen kannte. Natürlich kann man sich fragen: woher will man das denn wissen, ob ihnen das Spaß macht? Aber es gibt ja Menschen, die sich ein Leben lang nur mit einer Tierart befasst haben und zum Beispiel bei der Gabe von Futter, die offensichtlich Freude auslöst, die Verhaltensweisen wiedererkennen können.

Ich hatte nicht erwartet in diesem Museum Tiere zu finden. Ich dachte es geht um verschiedene Vorlieben, Sexspielzeug und wie sich das alles weiterentwickelt hat oder die Geschichte des Pornos. Vielleicht findet man dazu mehr in den Abteilungen, die zur Zeit umgebaut werden. Trotzdem war ich auch hier froh, nur indirekt für den Eintritt bezahlt zu haben. Im Souvenirshop, der zum Museum gehört, konnte man dann tatsächlich Spielzeug für Erwachsene kaufen und bekam auf Wunsch sogar eine Beratung. Das wäre ja etwas, das ich niemals machen könnte. Menschen erklären, wie ein Dildo funktioniert oder was für Stellen er besonders reizt etc. In so einem Moment weiß ich wieder, warum ich studiere (und später Sexualunterricht geben muss?!).

Ich machte mich dann auf den Weg in mein Hostel, weil ich Mal wieder platt war. Ich wollte heute Abend noch auf den Top of the Rock um den Sonnenuntergang und die beleuchtete Stadt zu sehen und musste dafür 1. mein Objektiv holen (das, wie ich später herausfand dort oben nicht verwendet werden darf) und 2. dauerte es noch eine ganze Weile bis zum Sonnenuntergang und die Zeit kann ich gut im Bett liegend verbringen. Ich aß also etwas und machte mich kurz danach schon wieder auf den Weg. Wirklich Lust hatte ich nicht, aber das war ja die letzte Möglichkeit.

Ich stieg dann an der richtigen Haltestelle aus, fand aber partout kein Schild, das mir sagte, wohin ich zu gehen hatte und stand eigentlich genau an der Stelle, die auf meinem Plan eingezeichnet war. Ich fragte also Polizisten und erst dachte ich, sie kennen den Weg selbst nicht, aber dann machten sie mich auf die Tony Awards aufmerksam, die heute stattfanden:

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Und überlegten, ob ich dann überhaupt hoch dürfe. Während ich dann den erklärten Weg lief, überlegte ich mir schon eine Beschwerde-Rede, dass ich ja für den Pass gezahlt habe, das inklusive ist und ich deswegen da auch hoch will – oder natürlich eine Entschädigung verlange. Aber ich durfte hoch zum

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Sonnenuntergänge habe ich auch schon schönere gesehen:

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Und nachdem ich eine Weile gewartet hatte …

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… gingen langsam aber sicher ein paar Lichter an:

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Bis es richtig dunkel wurde wollte ich dann einfach nicht mehr warten. Ich war müde, musste morgen nach Lissabon fliegen und wollte vormittags nochmal zum 9/11 Museum schauen, weil mich das ja eigentlich schon interessiert. Also: ab nach Hause für die letzte Nacht in New York. Packen musste ich ja auch noch.

PS: Mein Rucksack war noch nie so voll!