Maid of the Mist

Gestern hieß es noch, der Weckanruf wäre um 7h, ich stellte also meinen Wecker auf 6:40h und als dann schon um 6:30h der Anruf kam, war ich erst einmal erschrocken, weil ich dachte, mein Alarm an der Uhr wäre kaputt. Also sind eben alle schon um 6:30h wach. Ich ging dann zum Frühstücksbuffet „gucken“ und sah dann, dass Einiges an Obst aufgetischt wurde. Das Buffet hat zwar 10.25USD gekostet, aber wenn ich an einer Tankstelle nur ein Schälchen Melone kaufe, zahle ich ja auch schon 5USD. Also aß ich fleißig Obst, bis ich um 7:45h wieder aufs Zimmer ging. Eigentlich war da ja schon die Abfahrt, aber ich wusste genau, dass Einige zu spät kommen würden, später als ich, wenn ich fünf Minuten zu spät komme. Deswegen ließ ich mich nicht stressen.

Wir fuhren dann nur 30 Minuten bis wir am Niagara Fort ankamen. Das ist ein 300 Jahre altes französisches Schloss. Ich habe schon Schöneres gesehen.

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So oft wie unser George von der „Fire-Show“ erzählte, erwartete mindestens ich mir etwas „Großes“. Ja, das war dann ein Schuss aus dem Gewehr. Yeaaaah!

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Witzig hierbei waren vor allem die Asiaten, die entweder nicht zuhörten oder wirklich nichts verstanden. Als der Soldat nämlich mit der „Show“ beginnen wollte (etwas erzählen, Gewehr laden, schießen), stellten sich immer noch welche neben ihn, um ein Foto mit ihm zu machen. Nach dem Schuss stürmte dann unser ältestes indisches Pärchen neben ihn und wollten ihm das Gewehr aus der Hand ziehen und er hielt es aber sehr fest in der Hand. Nach ein bisschen diskutieren durfte sie es nicht halten und er machte ein Foto von ihr neben dem Soldaten. Echt witzig mit anzusehen! Diese Asiaten sind eben anders als wir Europäer oder muss ich sagen wir Deutsche?

Um 9:30h fuhren wir dort dann schon wieder los. Es waren nur 20 Minuten bis zur Maid of the Mist, dem Boot, das nah an die Niagara Fälle hinfährt und auf dem JEDER nass wird. Natürlich wollte ich trotzdem Fotos machen. So ein paar Spritzer (oder Sturzbäche) halten mich davon ja nicht ab. Ich packte meine Kamera in eine Plastiktüte, ließ sie aber offen, dass ich zum Bedienen mit den Händen reinkann und auch zum Durchgucker hinkomme. Vorne drauf setzte ich dann den Sonnenschutz, den ich auch als Regenschutz nutzte und schnitt mit einer Schere die Folie an der Stelle aus, an der die Linse war. Ich hatte gestern Abend noch ausprobiert, ob meine Kamera auch durch die Folie fokussiert, aber das funktionierte gar nicht. Deswegen war das Loch nötig.

Vielleicht sieht man auf diesen Bildern ein bisschen, wie nass es war:

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Das letzte Foto hat die indische Tochter für mich gemacht und mir per Mail geschickt! Vielen Dank (auch wenn du das hier nicht liest und nicht lesen könntest)!

Direkt nach dieser leicht feuchten, aber sehr fröhlichen, Bootsfahrt hörte meine Kamera auf zu funktionieren. Ich dachte, vielleicht liegt es nur am Akku, aber als ich einige Zeit später zurück im Bus einen neuen einlegte, funktionierte sie immer noch nicht. Vor ein paar Wochen wäre ich deswegen wahrscheinlich fast verrückt geworden, aber so sah ich das noch recht entspannt. Für heute habe ich das Spannendste fotografiert. Morgen gehen wir ja nur noch nach Washington und Philadelphia und nur zu den Orten, an denen schon Millionen andere Menschen die gleichen Fotos gemacht haben, die ich machen würde: das weiße Haus und die Liberty Bell. In der Zeit, in der ich um meine Kamera bangte, sollten wir Mittag essen. Ich entschied mich heute für einem griechischen Salat für 8,50USD und weil der viel zu klein war um satt zu machen, gönnte ich mir noch Mozarellasticks für 6USD.

Um 12:15h machten wir uns dann wieder auf die Socken, wie es so schön heißt. Leider sahen wir „Planet der Affen“ – so ein schlechter Film, mal ehrlich. Ich hörte in der Zeit einfach Musik und versuchte zu schlafen. Zweieinhalb Stunden später kamen wir am Glasmuseum an, das hier wirklich eine große Attraktion sein muss, weil der Parkplatz riesig und die Schilder, die den Weg hierhin wiesen, zahlreich waren. Dieses Museum hat eine Kunstgallerie und auch einen Teil, in dem man sehen kann, wie heute Glas hergestellt wird. Eine Show gab es auch noch, aber ich habe den Weg dorthin nicht gefunden, weil ich mir nicht richtig Mühe gegeben habe, ihn zu finden. Glasbläser habe ihc schon im bayrischen Wald gesehen, in einem spontanen Urlaub mit meiner Marianne vor einigen Jahren. Diese liebe Marianne hat mir auch indirekt dazu verholfen, dass ich mir diesen Ausflug leisten und somit die Niagara Fälle sehen kann! Tausend Dank nochmal! Und ich freu mich, dich so kurz nach meiner Rückkehr schon zu sehen!

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(die Bilder habe ich von dem jüngeren indischen Pärchen bekommen, das in New Jersey zugestiegen ist, als erstes ein Bild mit mir machen wollte und die mich nach Mumbai eingeladen haben, wo ich meine eigene Wohnung haben könnte: Bad, Küche, Schlafzimmer und ein Auto; als ich erwähnte, dass ich auf gar keinen Fall in Mumbai Auto fahre, hieß es: dann schicke ich dir unseren Fahrer mit und wenn der nicht kann, fahr ich selbst; okay!)

Während die anderen halbwegs begeistert von diesem Museum waren (wobei die Inder von allem begeistert schienen), war ich nur für den Souvenirshop zu begeistern, denn dort fand ich einen großen Glasring in rot und blau, den ich mir gekauft habe. Auf dem Preisschild stand 3USD und dann kommt ja normalerweise noch die Steuer dazu (das nervt mich immer noch, dass die nicht gleich im Preis inkludiert ist), aber die Verkäuferin wollte aus mir unerklärlichen Gründen nur 2,50USD haben. Okay, weniger zahlen ist immer super. Weil das Mittagessen doch etwas zu sparsam war und ich noch etwas Zeit hatte, kaufte ich mir ein Stück Pizza, das wirklich lecker war und nur 2,50USD gekostet hat und einen Pudding, der einfach so gut aussah, dass ich ihn nicht nicht kaufen konnte, für 3USD. Der war auch wirklich gut!

Die geplante Abfahrt verschob sich dann um 20 Minuten, weil sich ein paar Herrschaften einfach mehr Zeit ließen. Klar ist die Zeit überall knapp bemessen, aber die anderen kommen doch auch alle pünktlich, also wartet man immer für einzelne (indische) Personen. Das nervt nach einer Zeit schon. Vor allem, wenn sie ein Teil der Wartenden sind, beschweren sie sich am lautesten.

Der abendliche Stop zum Essen war der beste, den wir gemacht haben, denn hier gab es einen kleinen Supermarkt, der so unheimlich günstig war, dass ich ordentlich einkaufte: Wasser, Caprisonne, Müsliriegel, Apfelmus in kleinen Portionen, Waschmittel, Wraps und DVDs. Letzteres war die beste Investition auf dieser Reise, so fühlte es sich zumindest an. Endlich nicht mehr diese nervigen Filme! Ich gab die DVDs dann auch gleich an unseren George weiter, mit der Bitte, die vermutlich schon wie ein Befehl klang, sie auch einzulegen, weil ich seine Filme schrecklich finde. Ja, so habe ich das gesagt. Er meinte ja auch am Anfang der Tour, er hätte massig Filme dabei. Vier Stück? Wenn wir genau fünf Fahrtteile haben, in denen man gut einen Film am Stück ansehen kann? Gibt für mich nicht so wirklich Sinn. Ihm entglitten dann Mal kurz die Gesichtszüge, aber das war mir nur recht. Sein Filmangebot war ja auch schrecklich. Ich fasse es immer noch nicht, dass ihm das zuvor noch niemand gesagt hat. Übrigens war der Einkauf unheimlich günstig!

Wir begannen dann mit dem Film „Blue Crush“. Leider war „Honey“ auf der gleichen DVD und weil es für den Fernseher keiner Fernbedienung gab, konnte man nur „Blue Crush“ auswählen. Ist klar auch ein guter Film, aber den zweiten konnte man eben nicht anschauen. Wir begannen dann noch mit „Der perfekte Mann“. Natürlich sind das keine anspruchsvollen Filme, aber braucht man nicht genau so etwas für eine Busfahrt? Filme, bei denen man nicht jedes Wort verstehen muss, um den Inhalt zu verstehen und bei denen man auch noch mitkommt, wenn man Mal zehn Minuten nicht aufpasst? Die indische Mutter hat sich danach auf jeden Fall bei mir bedankt, also habe ich es zumindest einer recht gemacht. Unser Guide hat auch mal wieder eines seiner definititiv nicht vorhandenen Talente vorgeführt: er schaffte es tatsächlich den Film auf französisch zu stellen, obwohl er nur lauter machen sollte. Dann stellte er ein, wie auch immer er das schaffte, dass immer ein Kapitel wiederholt wird – bei einer DVD! Ich ging dann zwei Mal nach vorne um ihm „zu helfen“, damit wir den Film anschauen können.

Der zweite meiner Filme war noch nicht ganz zu Ende, als wir um 22:20h am Hotel ankamen. Das war mir dann zu spät zum Baden, aber ich hätte wieder eine zur Verfügung gehabt. Vom Zimmer gibts leider keine Fotos, meine Kamera ist ja noch kaputt. Ich habe übrigens dank WLAN eine Reklamation an Canon abgeschickt. Drei Mal habe ich dieses Formular auf deren Homepage ausgefüllt und immer beim Senden wurde die Verbindung unterbrochen, also schrieb ich alle Informationen in eine Mail und schickte diese ab. Ich war ja auch wieder extrem müde und wollte einfach nur schlafen. Bin schon gespannt, was es morgen zum Frühstück gibt und ob meine Kamera vielleicht wieder funktioniert …

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