Madame Tussaud’s und Körperwelten

Ich hoffe, dass ich das jetzt nicht nur schreibe, sondern auch einhalte:

Die nächsten paar Beiträge werden kürzer!

Das mit dem Ausschlafen hat Mal wieder nicht so ganz funktioniert. Wenn man eben eine zeitlang früher aufsteht, ist man um 9h schon putzmunter. Aber das macht nichts, ich habe ja genug zu tun! Ich studierte noch ein bisschen das Büchlein zu dem New York Pass und legte eine Liste an, damit ich in den paar Tagen, die mir verbleiben, die Chance habe, möglichst viel noch zu sehen. Skypen ist an so einem Tag natürlich auch angesagt: erst mit meiner lieben Mama und dann mit meiner lieben Franzi aus Würzburg! Das war bitter nötig!

Laut meiner Liste wollte ich heute eigentlich zur Cathedral of Saint John the Devine, dort gibt es um 13h eine Führung, aber das Skypen war dann so schön, dass ich das wieder verworfen habe.

Ich wollte trotzdem den Tag heute nicht nur vergammeln, also machte ich mich auf zu Madame Tussaud’s und zu der Ausstellung, die sich „Körperwelten“ nennt. Dazu später mehr.

Warum genau diese zwei Sachen? Weil man bei der Ausstellung keine Fotos machen darf und ich von Madame Tussaud’s nicht unbedingt Fotos brauche – denn meine Kamera ist immer noch unfähig Fotos zu machen und der Kameraladen, den ich im Kopf hatte, macht erst wieder morgen auf. Irgendwie ein jüdischer Feiertag oder so und (fast?) alle, die dort arbeiten, sind ja Juden, habe ich ja das letzte Mal schon erwähnt.

Bei Madame Tussaud’s durfte ich mit meinem Pass sogar die Schlange auslassen (was nicht wirklich viel gebracht hat, weil vielleicht vier Leute anstanden). Man fuhr dann mit dem Aufzug ganz nach oben und lief dann hinunter. Die einzelnen Etagen oder Räume waren dann nach bestimmten Themen sortiert: Film, Politik, Sport, … Und nach einer halben Stunde war ich auch schon wieder außen. Ich fand es zwischendrin etwas gruselig, weil die Figuren entweder sehr echt aussahen oder die Gesichter so verzerrt waren, dass man sich fragte, ob die Person wirklich so aussah, als sie Model stand. Außerdem sind viele dieser Personen schon gestorben, wie zum Beispiel die Prinzessin Diana. Das macht es auch noch traurig. Am Witzigsten, um das Thema zu wechseln, war das Thema „Musikstars“, weil die Beatles auf einem Sofa saßen und drum herum „Reporter“ ebenfalls aus Wachs. Der eine fotografierte und ich blieb stehen, um ihm nicht ins Foto zu laufen 🙂 . Weil ich das ja den ganzen Tag mache, wenn Touristen Fotos von etwas machen. Erst als ich überholt wurde, sah ich mir den Fotografen genauer an und lief auch weiter.

Das ist nichts für mich hier. Es wäre wahrscheinlich witzig, wenn man das mindestens zu zweit macht und neben den Stars post und witzige Grimassen zieht oder so, aber teilweise muss man richtig Schlange stehen, um ein Foto mit einer Wachsfigur zu machen und das wäre mir ja dann auch zu doof. Interessant war, dass NIEMAND ein Foto mit Michael Jackson machte. In LA knieten so viele Menschen neben seinem Stern, dass ich erwarten würde, auch bei seiner Wachsfigur in NY wäre der Andrang groß, aber nein. Kein Einziger während ich durch den Raum lief.

Ich denke, ich fand es auch langweilig, weil ich viele nicht kannte. Ich interessiere mich ja generell nicht so für Sport, aber schon gleich zehn Mal nicht für diejenigen, die Sport betreiben. Und von Jimmy Hendrix habe ich schon gehört, aber keine Ahnung, wie er aussieht. Ich bin stolz auf mich, dass ich die Beatles erkannt habe, aber das wars dann auch aus der „alten“ Musikecke. In der neueren findet man dann Katy Perry (bei der man zwei Mal hinsehen muss, um sie zu erkennen), Lady Gaga, Rihanna und Co.

Wirklich nicht schlimm, dass ich hier meine Kamera nicht dabei hatte.

Weiter ging es zu den „Körperwelten“. Das ist eine Ausstellung, die man auf den ersten Blick vielleicht eklig findet, aber auf den zweiten sicherlich faszinierend. Hier werden menschliche Körper ohne Haut ausgestellt. Man sieht also Muskelstränge, Knochen und Blutgefäße. Wo sie verlaufen, wie groß oder klein sie sind und wie viele es davon gibt. Das ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber eben auch sehr interessant! Es hätte auch einen Audioguide gegeben, aber das habe ich irgendwie verpasst und im Museum lesen ist ja nicht so mein Ding, wie ihr schon wisst. Ich habe mir also Vieles nur angesehen und wenn ich nicht wusste, was das sein soll, kurz auf die Infotafel geguckt. Am interessantesten fand ich den Baby-Bereich. Hier sah man wie groß das Baby z.B. nach drei Wochen im Bauch ist etc. Diese Babys waren aber nur „nachgebastelt“. Die restlichen Körper sind alle echt, von Menschen extra zu diesem Zweck gespendet. Man gibt seinen Körper für diese Ausstellung frei, logischerweise vor dem Tod. Und es gibt erstaunlich viele Menschen, die das machen. Während meiner Biologie-Leistungskurs-Zeit im Gymnasium waren wir auch in den „Körperwelten“, beziehungsweise alle außer ich. Ich war da irgendwo anders, kann mich aber nicht erinnern, wo. Auf jeden Fall war ich nicht dabei und fand das sehr schade. Jetzt hatte ich die Möglichkeit das noch zu sehen, was sich wirklich gelohnt hat! Mit Audioguide wäre es sicherlich nochmal informativer und interessanter gewesen – das nächste Mal!

Auch hier war ich dann relativ schnell wieder raus und hatte aber noch richtig viel übrig vom Tag, also ging ich shoppen. Zumindest hatte ich das vor. Aber nach ewigem Herumgelaufe fand ich nur ein Paar Schuhe: rot mit weißen Punkten. Vans. Für 30USD. Im Journeys.

Ich war dann schon wieder lustlos. Ich hätte durchaus noch auf den Top of the Rock gekonnt oder ins Empire State Building oder in ein Museum, aber ich wollte nur noch „heim“. Das Laufen geht mir inzwischen total auf die Nerven und auf die Beine. Ich kann einfach nicht mehr, egal, ob ich eine Stunde oder zehn Stunden laufe.

Ich krieche also wieder in mein Bettchen und schaue Filme. Das ist genau das, was ich jetzt brauche.

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