Rückblick Ausrüstung

Darauf freue ich mich schon lange! Denn so verwirrt und teilweise verzweifelt ich auch vor der Reise war, so zufrieden war ich im Nachhinein mit meiner Auswahl an Klamotten und allem, was ich sonst noch so dabei hatte.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hatte vermutlich mein MikrofaserHandtuch: sehr klein und leicht, trocknet super ab, trocknet selbst schnell und kann einfach mit der Hand ausgewaschen werden, verträgt es aber auch, in der Waschmaschine mit allem anderen gesäubert zu werden. Ein weiteres Handtuch habe ich mir dann noch in Thailand gekauft, weil ein Mikrofaserhandtuch nicht besonders praktisch ist, um damit am Strand zu liegen. Vor allem, wenn man nur eines hat. Dieses nahm aber wirklich viel Platz im Rucksack weg und trocknete unheimlich langsam. Ich kaufe mir also für die nächste Reise, die zumindest ab und zu zu Stränden führt, ein größeres Mirkofaserhandtuch, einfach, weil sie so schnell trocknen und so klein und leicht sind. Und schmutzig können sie auch nicht wirklich werden, abgesehen davon, dass man nach dem Duschen sauber sein sollte. Sie haben ja keine Fasern, in die sich Schmutz hängen kann, wie das bei den Handtüchern ist, die man zu Hause hat. Übrigens hat mein schon mitgereistes Handtuch nur die Größe 40x90cm und reichte vollkommen, um meinen Körper und meine Haare trocken zu bekommen. Zum um-den-Körper-wickeln ist es allerdings etwas klein. Die Marke könnte ich noch erwähnen: Black Bear. Ich war wirklich sehr zufrieden!

Selbstverständlich mit musste meine Kamera und definitiv auch meine zwei zusätzlichen Objektive (55-250, 50 1.8er). Akkus kann man nie genug haben, aber ein Akkuladegerät reicht. Selbst wenn ich viel fotografiere, brauche ich pro Tag meistens nur einen Akku und den lade ich abends, während ich zum Beispiel meinen Blog schreibe. Die Idee, dass ich alles per USB an meinem Laptop lade, war allerdings nicht die beste, weil es wirklich ewig dauert, bis ein Akku am Laptop geladen wurde. Wenn ich ihn allerdings direkt an den Strom hänge, ist er in zwei Stündchen voll. Mein Stativ habe ich deutlich weniger genutzt, als geplant. Trotzdem denke ich nicht, dass ich ohne es glücklich gewesen wäre.

Ich brauche dringend mein Netbook und ich bin sehr froh, dass es die Reise mit nur kleinen Blessuren überstanden hat. Zwei Kleinteile sind verloren gegangen, es hat ein paar mehr Kratzer und schmutzig war es zwischendrin auch immer ganz ordentlich. Aber ohne dieses kleine Teil hätte ich meine Bilder nur komplizierter abspeichern können (hätte immer an andere Computer gemusst). Außerdem brauchte ich es zum Skypen, facebooken und wordpressen. Mein Zweitakku verhalf mir dann dazu, nie stromlos dazustehen. Egal ob auf langen Flügen, langen Busfahrten, langen Bootsfahrten oder bei langen Wartezeiten: ich hatte immer die Möglichkeit zu schreiben, zu surfen oder Filme zu sehen. Trotzdem habe ich versucht Akku zu sparen, indem ich meine Helligkeit vom Bildschirm so gering wie nur möglich gehalten habe, nicht nebenbei im Internet war, wenn ich Bilder sortierte und Ähnliches.

Schuhe: meine Wahl fiel nach ewigem Hin und Her ja auf Wander- und Turnschuhe, sowie Flipflops. Und ich war damit während meiner Reise hochzufrieden. Fast in jedem Land nutzte ich meine Wanderschuhe für steinige und/oder steile Strecken, meine Turnschuhe trugen mich durch flache Städte und meine Flipflops sorgten am Strand für nicht-verbrannte Füße. Weggehen und Party-machen stand ja gar nicht auf meinem Reiseplan, deswegen konnte ich gut auf hohe Schuhe verzichten, die deutlich mehr Platz in einem Rucksack brauchen und für Verletzungen sorgen können (beim Stopfen abgerutscht und am Absatz aufgeschnitten – nicht nur einer Reisegefährtin passiert). Trotzdem brauchte ich in Las Vegas ausgehtaugliche Schuhe und kaufte mir welche. Das ist definitiv die bessere Variante, als sie monatelang durch die Gegend zu tragen. Falls hier grad jemand eine Party-Reise plant liegen die Prioritäten natürlich anders und die Wanderschuhe werden zu Highheels ausgetauscht. Flipflops sind auch super zum Duschen in denjenigen Duschen, die man nicht mit nackten Füßen betreten will. Diese Art Dusche gibt es in jedem Land und in jeder Sternekategorie.

Klamotten: natürlich kommt es darauf an, wohin man geht, aber ich für mich brauchte drei T-Shirts, eine lange Jeans, zwei dünne Hosen (die ich mir erst in Thailand, meiner ersten Station, kaufte), eine kurze Hose, ein warmer Pulli, ein Mikrofaserpulli (wärmt, trocknet schnell), ein langärmliges Shirt (gegen Sonne und Mücken) und eine Cappy (gegen die Sonne natürlich und mein ständiger Begleiter). Was mir auffiel war, dass ich an Unterwäsche und Socken zu sehr gespart hatte. Die brauchen fast keinen Platz und wenn man den ganzen Tag läuft, will man am nächsten Tag nicht die gleichen Socken anziehen. In Sport-BHs habe ich kurz vor meiner Reise verliebt: man sitzt so viel und lehnt sich irgendwo an und hat dann Abdrücke von unbequemen BHs, weil die Verschlüsse immer genau an der oberen Stuhlkante sind. Außerdem sollte man es gerade in asiatischen Ländern nicht mit seinen Reizen übertreiben. Eine Mütze hat mir auch ab und zu weitergeholfen. Fährt man länger Boot kann es schon Mal zugig werden und ab und zu schlief ich Mal außen, da tat sie mir auch gute Dienste. Ein Bikini reicht eigentlich auch aus. Ein paar warme Socken haben mir auch geholfen und eine Regenjacke hielt mich trocken. Eine warme Jacke konnte ich mir sparen. Ein Pulli unter der Regenjacke ist fast genauso wirksam. Und ein Kleid sieht schnell Mal schick aus.

Mein Luxusgegenstand war mein kleiner und leichter Reisefön. Er hat sich auch gelohnt, weil ich ihn viel benutzt habe, aber natürlich wäre ich auch ohne ihn zurecht gekommen. Gerade, weil ich nur in wärmeren Ländern war und mich nicht hübsch machen musste, um abends wegzugehen. In einigen Hostels waren außerdem auch an der Wand befestigte Föne nutzbar.

Extrem wichtig: mein Weltadapter. Er passte in die Steckdosen jedes meiner bereisten Länder und sorgte dafür, dass mein Netbook leben durfte.

Zip-Tüten: Nicht nur für mich essentiell, sondern auch für jeden anderen Rucksacktouristen, den ich auf meiner Reise traf. Ich hatte anfangs auch keinen Kulturbeutel für Zahnbürste und Co., sondern nur eine dieser Zip-Tüten. Die gibt es auch in unterschiedlichen Größen. Generell sind Plastiktüten praktisch für eine Reise, denn etwas das in  zwei Tüten eingepackt ist, bleibt sehr sicher trocken, selbst wenn der Rucksack im Dauerregen von der Fähre auf eine fijianische Insel transportiert wird.
Für Klamotten etc. gibt es allerdings extra Beutel, die habe ich noch nicht gefunden, will sie mir aber definitiv für die nächste Reise besorgen, weil dann zusammengelegte T-Shirts nicht einzeln herausgelegt und wieder eingepackt werden müssen.

Kurz vor meiner Reise hatte ich noch Geburtstag und bekam von meinen Freundinnen einen Kindle geschenkt, den ich mir gewünscht hatte. Ich lese nämlich sehr gerne, komme aber im normalen Alltag nicht dazu. Auf meiner Reise hatte ich jedoch immer Mal wieder Zeit, ein paar Seiten, Kapitel oder sogar Bücher zu lesen und weil dieses praktische Ding so wenig wiegt und es viele Bücher kostenlos zum Download gibt, er schnell auflädt und ewig aufgeladen bleibt, ist er seitdem auch ein Muss im Alltag: kurze Zugfahrten, auf den Bus warten, … immer kommt dieses technische Wundergerät hervor und bringt mich für wenige Minuten in eine andere Welt. Das soll hier jetzt keine Werbeplattform für den Kindle werden, aber ich bin eben wirklich begeistert! Man kann ihn wirklich mit nur einer Hand halten, was bei Büchern eher selten funktioniert. Außerdem ist das Lesen wirklich wie bei gedruckten Seiten und sogar noch besser! Buchseiten werfen das Sonnenlicht leicht zurück und können somit den Leser blenden – das passiert beim Kindle gar nicht! Sogar direkt von der Sonne beschienen lässt sich jeder Buchstabe ohne zugekniffene Augen lesen.

Super praktisch fand ich auch meine 100ml Plastikfläschchen und das 50ml Döschen für meine Gesichtscreme. Plastik ist leichter als Glas und geht nicht so schnell kaputt. 100ml weil man im Flugzeug ja maximal zehn Behältnisse mit je maximal 100ml mitnehmen darf. Wenn ein oder mehrere Behältnisse weniger als 100ml haben, darf trotzdem kein elftes mitgenommen werden. Denkt auch daran, dass Lippenstift, Makeup und Ähnliches als „Flüssigkeit“ zählt. Nicht nur fürs Flugzeug praktisch, sondern auch für Ausflüge: man braucht nie mehr als 100ml Sonnencreme an einem Tag und trägt deswegen auch nicht mehr herum. Als Kulturbeutel reicht dann auch eine kleine Zippertüte, wenn nur Shampoo, Spülung und Bodylotion in 100ml Fläschchen hineinpassen müssen.

Medikamente hatte ich eher für andere dabei. Man muss einfach wissen, was einem hilft. Ich nehme zum Beispiel ACC Akut wenn ich irgendwie verschleimt bin (egal ob Hals oder Nase) und es hilft mir. Außerdem brauchte ich meine Pille, weil ich während meiner Reise nicht meine Tage bekommen wollte (ich habe sie davor auch schon öfter länger genommen, als vorgeschrieben und nie „Nebenwirkungen“ bemerkt). Heuschnupfen habe ich auch und ich wusste ja nicht, wie ich auf die Pflanzen und Pollen in anderen Ländern reagiere, also: Heuschnupfentabletten, zusätzlich Augentropfen und Nasenspray. Elektrolytpulver!!! Absolut notwendig und ich war wirklich froh, dass ich es dabei hatte. Was das ist? Wenn man Durchfall hat, brechen musste oder einfach nur viel geschwitzt hat fehlt dem Körper Wasser, aber es reicht dann nicht mehr, einfach nur Wasser zu trinken, weil der Körper Salz und Zucker braucht, um es auch aufzunehmen und genau das sind die Elektrolyte: Salz und Zucker. Man kann sich das auch selbst zusammenmischen, aber gerade für die Reise sind natürlich die Päckchen für je 200ml praktischer. Einfach in Wasser auflösen und trinken. In Thailand habe ich welche aus dem Krankenhaus bekommen, als es mir so schlecht ging und die waren eklig-eklig-tausendfach eklig! Die, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte, wollte ich aufsparen und als ich sie dann brauchte, merkte ich, dass sie 1000fach besser schmeckten! Also auf jeden Fall auch aus Deutschland mitbringen und lieber nicht zu wenig! Einen Tag etwas mehr geschwitzt: abends ein Glas aufgelöstes Elektrolytpulver, einfach zur Vorsicht. Schaden kann das nicht. Gerade in Ländern, in denen man nicht ins Krankenhaus will, sollte man gut auf sich selbst achten und damit kann man schon viel ausrichten. Verbandzeug ist natürlich auch ein Muss und immer wenn ich an Orte gegangen bin, wo ich eventuell längere Zeit auf keine Menschen treffe (thailändischer Regenwald, Wanderungen), hatte ich es dabei. Es kann so leicht etwas passieren und dann ist es gut sterile Verbände und Plaster dabeizuhaben. Pflaster hatte ich sowieso immer in meinem Rucksack, auch für Stadttouren und Ähnliches. Blasen holt man sich immer Mal oder man schneidet sich. Man fasst täglich so viel an und in anderen Ländern gibt es andere Bakterien, da darf man ruhig Mal vorsichtshalber ein Pflaster aufkleben – auch wenn es nur ein kleiner Schnitt ist. Desinfektionsmittel aus einem Drogeriemarkt hatte ich auch immer im Rucksack. Wasser ist nicht immer sauber, aber vor dem Essen oder Kochen sollte man saubere Hände haben. Das trage ich aber auch in Deutschland mit mir herum.

Sonstige Kleinigkeiten: Nähzeug, Sicherheitsnadeln (falls eine Naht aufgeht, die nicht aufgehen soll und nähen zu lange dauert), Tesa, USB Sticks und externe Festplatte zum Sichern der Fotos und Dokumente, Sonnencreme aus Deutschland, MP3-Player (Musik mit Handy hören tut dem Handyakku nicht gut), Block, zwei Kugelschreiber, Spülung für die Haare (die viele Sonne hat mein Haar wirklich stumpf gemacht), Bodylotion und Handcreme (auch hier: Sonne, Wind, Regen, …), Wäschsack (meiner wurde auch als Schutz genutzt, wenn ich Wäschestücke hatte, die nicht direkt in die Waschmaschine sollten, z.B. meinen bestickten Schal), Waschmittel (trockene Würfel oder Pulver, nicht flüssig, denn flüssig kann immer aufgehen) und Fleckentücher (einfach eines mit in die Waschmaschine und schon kann man alles zusammen waschen), Nageletui (Pinzette auch für Spreisel, Schere und Nagelfeile).

Hygieneartikel: ein Rolldeo (Sprühdeos sind bei manchen Fluggesellschaften verboten) hat mir für die vier Monate ziemlich genau gereicht (obwohl ich wie gesagt fast nur in warmen Ländern war); 2x100ml Guhl Shampoo (= sehr ergiebig) mitgenommen und nur ein Fläschchen aufgebraucht, weil ich in den Hotels, in denen ich war, immer alles eingesammelt habe, was es da an Fläschchen und Döschen in den Bädern gab; ich habe mich meistens geschminkt und zum abschminken nutzte ich von bebe ein Waschgel, das zugleich Gesicht reinigt und Make up entfernt; Duschgel habe ich mir keines mitgenommen, was ich allerdings bereut habe, man schwitzt doch mehr und ein Duschgel macht anders sauber als nur Shampoo-Schaum, für die nächste Reise kommt eines mit; Tampons sollte frau vorsichtshalber immer dabei haben, selbst wenn man die Pille durchnimmt (zwei Tage vergessen, weil der Tagesablauf so unregelmäßig ist oder man es durch die Zeitverschiebung vergisst und schon hat man den Salat); eine Zahnpasta reicht auch für vier Monate, eine Zahnbürste eher nicht (es gibt übrigens so praktische Schutzkappen, die nur die Borsten schützen und somit kaum Platz brauchen), Fotos von meinen Liebsten für den kleinen Heimwehanfall abends im Bett,

 

Auf meine nächste Reise kommen zwei Microfaser Handtücher mit (groß für den Strand und klein zum Duschen). Außerdem nehme ich eine Gabel, einen Löffel und ein scharfes Messer mit, das habe ich mir unterwegs kaufen müssen, weil man es doch ab und zu braucht. Etwas, aus dem man trinken kann, schadet auch nicht. Man muss z.B. Mal eine Tablette auflösen etc. und will nicht seine Trinkflasche damit „verseuchen“. Mein Kindle bleibt genauso wenig daheim, wie meine Kamera und mein Netbook. Mein Handy nehme ich auf die nächste Reise auch mit, obwohl es auch schön war, ohne Handy unterwegs zu sein, aber für einen kurzen Anruf will ich nicht umständlich nach jemandem suchen, der mir sein Handy leiht oder an der Rezeption fragen müssen. Gerade bei meiner Camper-Zeit in Neuseeland hätte ich mich ein kleines bisschen wohler gefühlt, wenn ich direkt Hilfe holen hätte können und bei manchen Touren geht man verloren und die Anderen könnten dich dann einfach anrufen. Wenn es mitkommt, bestelle ich mir auf jeden Fall noch einen zweiten Akku. Was ich mir auch überlegt habe ist eine Behältnis für Wasser zum Trinken, das sind dann keine Flaschen, sondern eher Beutel, die komplett flach sind, wenn sie nicht gefüllt sind und somit keinen Platz wegnehmen. Allerdings gibt es nach meinen Nachforschungen noch kein Produkt, das so hundertprozentig funktionstüchtig ist, aber das wird nochmal gegoogelt, bevor es auf die nächste Reise geht. Es gibt auch Netzbeutel, die meistens quadratisch oder rechteckig sind, in die man Klamotten und anderen Kram packen kann. Packt man seinen Rucksack hat man nicht 1000 Einzelkeiten, sondern einen durchsichtigen Beutel, den man schneller ein- und ausräumen kann. So etwas suche ich mir auch für die nächste Reise. Weitere Vorteile sind nämlich, dass T-Shirts etc. viel weniger verknittern und nicht jeder deine Unterwäsche durch die Gegend fliegen sieht.

Auch wichtig: jedes Gepäckstück beschriften oder einen Zettel in ein Außenfach legen. Die Informationen darauf sollten Name, Adresse mit Land, Telefon-/Handynummer mit internationaler Vorwahl und eventuell e-Mail-Adresse enthalten und natürlich auf Englisch geschrieben sein (mindestens das Land).

Beim Packen daran denken: das trägst du herum. Nur du! Die ganze Zeit, jede kleine Strecke! Man braucht erstaunlich wenig und egal wo man auf der Welt ist, man kann sich immer etwas dazu kaufen, wenn man wirklich etwas vermisst.

Die ersten Tage „daheim“

Ich dachte, wenn ich nach Hause komme wäre ich sehr motiviert, wieder meine Unisachen zu erledigen, weil ich ja so lange etwas anderes gemacht habe. Aber eher das Gegenteil war der Fall. Das Reisen hat mir deutlich mehr als erwartet gefallen. Ich liebe es regelrecht! Das ist die eine Sache in der Welt, in der ich nichts falsch, sondern alles richtig mache. Das Blogschreiben und das Fotografieren habe ich mir ja in Lissabon schon abgewöhnt und gerade weil ich in NY wirklich komplett k.o. war, habe ich es genossen so gar keine Pläne zu haben, eben nicht einmal Blog und Fotografie.

Es hat sich dann ergeben, dass gleich am Dienstag (Montag bin ich heimgekommen) eine Freundin zu Besuch kam und am Mittwoch gleich noch eine. Mittwoch hatte ich auch schon meinen ersten kleinen Fototermin bei einer Nageldesignerin in der Nachbarschaft.

Generell stehen noch einige Fototermine an, aber Uni geht im Moment vor. Ich muss eine Art Bachelorarbeit (nennt sich bei Lehramt „Zulassungsarbeit“, weil man nach der Abgabe jener zum Staatsexamen zugelassen wird) schreiben und meine geplante Abgabe war der 1.8.2014, das schaffe ich unmöglich. Vom Dozenten aus habe ich Zeit bis zum 1.10.2014, aber er hat mich auch gleich davor gewarnt, dass es dann knapp werden könnte mit der Examensvorbereitung. Und mein Examen ist mir wirklich wichtig. Die Note muss nicht unbedingt gut sein, damit ich eine gute Anstellung bekomme (die besten 33% werden sofort verbeamtet), denn der Schnitt des Schlechtesten, der sofort verbeamtet wurde, lag bei Mittelschullehramt bei 3,25. Und die Noten im Referendariat zählen genau so viel, wie die während dem Studium und ich rechne schon damit, dass ich in der Praxis dann besser bin.

Die Motivation stellt sich erst jetzt wieder etwas ein. Vor Kurzem hatte ich ein richtiges Fernweh-Tief, weil ich einfach gar nicht weiß, wann ich wieder wegkomme.

Zwei Verwandtentreffen gab es dann zufälligerweise auch direkt nacheinander, also haben mich (fast) alle schon wieder gesehen und die meisten waren wirklich sehr froh, dass ich gesund und munter wieder daheim in Deutschland angekommen bin.

Gerade auch Nachbarn oder flüchtig Bekannte freuten sich sichtbar über mein Heimkommen. Das ist natürlich sehr schön!

Mit Sport habe ich auch angefangen, ab und zu joggen, Fitness für mich allein in meinem Zimmer (funktioniert überraschend gut) und einen Stepper haben wir auch noch im Haus, der in letzter Zeit regelmäßig von mir besucht wird. Die paar Muskeln, die ich auf meiner Reise aufgebaut habe, will ich ja behalten und die paar Speck-Kilos dürfen wieder gehen. Gesunde Ernährung macht jetzt auch wieder richtig Spaß: ich habe einen Kühlschrank, eine saubere Küche, alles an Küchenwerkzeug, was man sich so erträumen kann (außer einem Thermomix, der ist aber in Arbeit) und Obst und Gemüse ist in Deutschland wirklich sehr günstig! Mein Plan sieht auch vor, abends keine Kohlenhydrate zu essen, aber das stellt sich noch als schwieriger heraus, als gedacht. Krieg ich aber auch noch hin!

Ansonsten verbringt man die ersten Tage nach einer so großen Reise mit aufräumen und einsortieren. Mein Zimmer war schon vorher ganz gut gefüllt und jetzt kommen neue Klamotten und neue Gegenstände hinzu, die auch noch verstaut werden wollen. Außerdem hat man während der Reise gemerkt, dass man auf vieles verzichten kann. Wirklich zum Leben und Glücklichsein braucht man kaum etwas. Flohmarkt steht diesen Sommer eh noch an!

Es ist wirklich anstrengend, sich wieder daheim einzugewöhnen. Erst freut man sich, dass alles wieder geregelt abläuft und man seine Freunde wieder sehen kann, aber dann kommt der Alltagstrott, den ich in den letzten vier Monaten eben ganz und gar nicht hatte. Man hat das Gefühl, das Leben stehe still und das ist eines der Gefühle, die ich gar nicht mag. Ich will etwas erleben, Abwechslung, Spannung. Aber das kommt wieder, das weiß ich!

Meine nächsten Reise- und Lebenspläne

Wie ihr dann am „Geld und Geldmangel“-Beitrag sehen werdet hat es sich erst einmal ausgereist. Es ist einfach kein Geld mehr übrig.

Trotzdem habe ich natürlich Reisepläne und wie fast jeder Europäer, der sich etwas in der Welt umgesehen hat, habe ich mir während meiner Reise vorgenommen, mich erst in und um Deutschland herum umzusehen. Australien und Amerika haben einfach nicht annährend so viel Geschichte, wie wir hier in Europa, einfach weil die Länder noch nicht so lange von Menschen unsere Kultur bewohnt werden. Die vorherigen Kulturen, wie in Neuseeland zum Beispiel die Maori, kann man nicht mehr originalgetreu sehen. Es ist alles viel zu touristisch.

Also konkret: Italien, Spanien, Nordengland, Schottland, Irland, Wales, Schweden, Finnland, Norwegen. Und weil das Geld wie gesagt noch knapp ist: Osteuropa. Frankreich und Holland stehen im Moment noch nicht auf dem Plan, kommt aber sicherlich auch nochmal irgendwann.

Weitere Ziele sind: Neuseeland (mind. 6 Wochen), Australien (mind. 4 Wochen), Fiji bei Emma (2 Wochen), Südamerika (4 Monate), Afrika (4 Monate). Aber das sind nicht nur örtlich, sondern vor allem auch zeitlich weit entfernte Ziele – leider.

Ich studiere ja im Moment noch Mittelschullehramt (neue Bezeichnung der Hauptschule) in Würzburg und will das auf jeden Fall fertig machen. Mein Staatsexamen schreibe ich dann im Februar und März 2015 und könnte somit im September 2015 mit meiner Referendariatszeit (zwei Jahre mit weniger Unterrichtsstunden und lausigem Gehalt) beginnen. Aaaaaber mich würde es auch unheimlich reizen davor ein Schuljahr ein Haus in einem Internat zu betreuen. Ich kenne das Internat schon, weil ich dort Nachhilfe gegeben habe. Natürlich wäre das eine anstrengende Zeit, aber ich würde viel mehr lernen, als in vier Jahren in der Schule – denke ich. Das sind keine Engel in den Häusern, aber genau darin liegt ja der Reiz. Ich will ja den Eltern meiner späteren Schülern auch Tips geben können und um dem Kommentar „Sie wissen doch gar nicht, wie das ist!“ entgegensetzen zu können: „Doch, das weiß ich. Ich habe ein Jahr lang zwölf von ihnen nachmittags betreut.“ Sicherlich kommt mir das Referendariat, das viele als sehr anstrengend beschreiben, etwas leichter vor. Ob ich das mache oder nicht, hängt nicht nur von mir ab. Es muss erst einmal eine Erzieherin ihr Haus verlassen und dann muss meine Bewerbung angenommen werden. Denn sicherlich bin ich ziemlich jung, aber mit meinem bis dahin abgeschlossenen Mittelschullehramtsstudium sollte ich dafür auf jeden Fall geeignet sein und ich traue es mir auch sehr gut zu.

Ein weiterer Vorteil dieses extra Jahres wäre die Tatsache, dass ich dann Geld verdiene, um eventuell noch vorhandene Schulden abzuzahlen, meinen Motoradführerschein zu machen, ein Auto zu kaufen und vielleicht nochmal in den Urlaub zu fahren. Ein großer Nachteil ist, dass ich natürlich auch nachts anwesend sein muss und nur jedes zweite Wochenende frei habe. Vormittags habe ich auch frei, aber da hat ja sonst keiner Zeit. Was mich wiederum zu einem Vorteil führt: ich hätte Zeit. Aufstehen muss ich nämlich trotzdem mit den Schülern und dann könnte ich den Vormittag nutzen um Sport zu machen, Spanisch und Schwedisch zu lernen, Französisch und Englisch zu wiederholen und zu lesen. Je mehr ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir, dass ich das machen will. Für mich hat es nur Vorteile außer eben dem Zeitnachteil, dass ich meinen Freund dann nur jedes zweite Wochenende sehen kann, aber er hat vom Studium her auch so viel zu tun, dass er die Zeit auch zum Lernen braucht.

Sonst ist mein Lebensplan wie bei allen jungen Frauen der gleiche: heiraten, Kinder, Haus, Hund(e). Aber ich weiß, dass ich darauf noch eine Weile warten muss, aber vielleicht lässt sich das ein oder andere schon bis ich 30 bin erledigen.

Essen und Gewicht

Ich und ihr habt mich ja auf den Ankunftsbildern gesehen, vielleicht erinnert ihr auch auch noch an die Abflugbilder … da sah ich noch etwas anders aus. Ich war wirklich selbst erschrocken, als ich mich dann so sah. Während der Reise ist mir das gar nicht so aufgefallen. Am ersten Wochenende daheim wog ich mich dann und erschrak gleich nochmal: 67kg! Fast 70kg! Das ist wirklich zu viel. Ich mein, ich sah es mir auch schon an, dass ich zugenommen hatte, aber dann noch so eine Zahl… ich war also 12kg von meinem Traumgewicht entfernt, wobei ich so wenig wahrscheinlich nie mehr wiegen werde, denn während meiner Reise bin ich jeden Tag so viel gelaufen, dass tatsächlich Muskeln aufgebaut wurden. Klar ist das immer die Ausrede für eine (zu) große Zahl auf der Waage, aber ich habe wirklich vor allem Po- und Beinmuskulatur zugelegt. Armmuskeln auch dank schweren Rucksäcken, aber vor allem die unteren Regionen sind weitaus muskulöser als je zuvor in meinem Leben. Und Muskeln wiegen eben auch etwas, mehr als Fett. Aber Fett hatte ich auch genug angesammelt. Falls jemand Angst hatte, dass ich während meiner Reise vom Fleisch falle – ich kann euch beruhigen! Garantiert nicht!

Aber warum? Das versuche ich im Folgenden zu erklären. Das soll keine Rechtfertigung sein, sicherlich hätte ich auch einfach weniger essen können, aber das lässt sich im Nachhinein immer leichter sagen und für die nächste Reise ist eines meiner Ziele neben „schöne Fotos machen“ und „coole Sachen erleben“ sicherlich auch „nicht mehr als 2kg zunehmen“!

In Thailand und Indien hatte ich ab und zu das Gefühl „vielleicht finde ich morgen nichts zu essen“. Natürlich wäre ich niemals verhungert, aber es gibt dort keine „Supermärkte“ und nicht in jedem dieser kleinen Läden wollte man einkaufen oder essen. Es war selbstversätndlich günstig, aber man konnte sich nie sicher sein, ob die Küche sauber ist, ob mit sauberem Wasser abgespült wird etc. Ich denke, dass es damit anfing.

In Australien wurde das Essen dann teuer, aber es gab Supermärkte und ich war wirklich froh wieder Supermärkte gefunden zu haben und kaufte deswegen ordentlich ein. Endlich wieder Gemüse und Backwaren, wie man sie von zu Hause kennt, sogar einen Aldi habe ich gefunden! Also kaufte ich mehr, als ich sofort essen konnte. Damit ich es nicht zu meinen nächsten Stationen mit tragen musste, aß ich es auf. Zwischendrin war man unterwegs und wollte nicht „zu Hause“ noch Gemüse schnibbeln, also kaufte ich mir etwas und aß es – meistens etwas, das schnell ging, also Fast Food – Ungesundes. Ein Kühlschrank war ja auch nicht vorhanden. Das eine Mal, als ich etwas in der Küche zwischenlagerte, verschwand es: meine Kellogs, bei deren Kauf ich minutenlang zögerte, weil eine Packung 7AUD kosten sollte. Und dann entschied ich mich dafür und ahnte schon, dass, sobald die Packung offen ist, die Gefahr besteht, dass mir etwas geklaut wird. Allerdings rechnete ich nicht damit, dass jemand eine komplett neue, originalverpackte, geschlossene Packung öffnet und sie fast um die Hälfte erleichtert. Das grenzt nicht nur an Unverschämtheit, sondern ist einfach unverschämt.

Noch ein schwerwiegender Fehler waren die „3 für 2“- oder „3 für 5AUD“-Käufe in australischen Supermärkten. Ich bin eben ein kleiner Schnäppchenjäger und das Essen in Australien ist wirklich teuer. Trotzdem hätte mir meistens eines der „3 für 2“-Produkte gereicht, aber natürlich kaufe ich dann zwei, weil dann bekomme ich ja das dritte umsonst! Wenn man mehr zu Hause hat, isst man auch mehr und bevor man es stundenlang herumträgt (Lebensmittel wiegen ja einiges und Tomaten beispielsweise werden matschig), isst man es eben auf.

Jetzt zu Neuseeland: ähnliche Situation wie in Australien. Das Essen ist teuer, man kauft Angebote und isst trotzdem ab und zu unterwegs etwas (Ungesundes). Ich hatte ja meinen Camper mit Kühlbox, die nicht richtig kühlte, was ich natürlich erst nach dem ersten Großeinkauf herausfand. Ich dachte: ich kaufe nur einmal, dann spare ich mir Zeit und Geld. Pustekuchen. An fast jedem Supermarkt unterwegs hielt ich nochmal an, sei es für Obst und Gemüse oder für eine andere Kleinigkeit, die mir noch fehlte und was macht man dann? Richtig – noch anderes einkaufen. Und was muss man damit machen? Aufessen. Klar. Bevor es schlecht wird, bevor man den Camper zurückgibt und es herumtragen muss, …

Auf Fiji hatte ich dann gar nicht die Wahl, was und wie viel ich esse. Man konnte sich nichts selber kaufen, d.h. man aß das, was auf den Tisch kam, komplett auf, wer weiß, was es als Nächstes gibt und ob das gut ist?!

Amerika brauche ich dann nicht wirklich viel dazu sagen: Gemüse ist teurer als Essen gehen. Salate kosten mehr als Burger und Co. Amerika ist schon fast das Ende der Reise, d.h. das Geld wird knapp und man hat ja eh schon zugenommen, auf die paar Gramm mehr kommt es dann auch nicht mehr an.

An Sport war auch gar nicht zu denken! In Thailand und Indien war es schlichtweg zu warm, in Australien war ich ständig auf Achse und total k.o., in Neuseeland hat mich zusätzlich zum Laufen auch das Fahren geschlaucht und auf Fiji war es wieder zu warm. Amerika, wie gesagt fast das Ende meiner Reise, war ich einfach nur noch k.o., total hinüber, echt fertig. Außerdem würde Sport auch immer extra Wäsche bedeuten und so viel hatte ich da nicht zur Wahl.

Lissabon war dann wieder zu warm, um Sport zu machen, aber das mit der Ernährung hat etwas besser geklappt. Vor allem nach Amerika kam mir das Gemüse spottbillig vor und vor allem in die Kirschen und Erdbeeren habe ich mich dort verliebt! Trotzdem kann man in Portugal nicht auf Oliven mit frischem Baguette, Käse und Salami verzichten. Das schmeckt einfach zu gut – und ist nicht besonders kalorienarm. Lissabon war eben auch dazu da, es mir nochmal gut gehen zu lassen und herunterzukommen und wenn man den ganzen Tag nichts großartig macht, hat man endlich mal wieder Zeit, in Ruhe zu essen.

Ein letztes Problem, das ich während der gesamten Reise hatte, war das inkludierte Essen. Wenn ich eine Tour oder einen Tagesausflug gebucht hatte, war meistens das Essen dabei und was das bedeutet ist klar: fressen ohne Ende. Denn das nächste Essen muss man ja wieder extra bezahlen.

 

Auf meiner nächsten Reise passe ich sicherlich von Anfang an mehr auf, was, wie viel und wo ich esse und wie viel ich kaufe. Hat man einmal einen Supermarkt in der Nähe gefunden, sollte man lieber jeden Tag hingehen und genau das kaufen, was man auch essen will AN DIESEM TAG.

Das portugiesische Geheimnis

Ich hatte schon lange überlegt „ob“, „wo“ und „was“. Das „was“ habe ich dann schnell herausgefunden: ein Kreuz, ganz schlicht, ohne Schnörkel, sogar einfache gerade Kanten. Beim „wo“ schwankte ich zwischen „hinter dem Ohr“ und „an der Knöchelinnenseite“, entschied mich dann aber für „hinter dem Ohr“, weil es mir einflüstern sollte, was das Richtige ist.

Warum ein Kreuz? Es hat für mich mehrere Bedeutungen. Es steht einmal für Vergangenes: den Tod meines Papas als ich erst 13 Jahre alt war. Außerdem für meinen gegenwärtigen Glauben an Gott und eine zukünftige Bedeutung fand ich auch: ich will nicht sterben, ohne einige Dinge getan zu haben. Man bereut immer die Dinge, die man nicht gemacht hat, selten die, die man gemacht hat. Dieser tolle Spruch ist nicht von mir, drückt aber genau aus, was ich mit meiner dritten Bedeutung meine. Ich will reisen. Auch wenn es Geld kostet, auch wenn es bedeutet, von meinen Geliebten getrennt zu sein und auch wenn es viel Zeit kostet. Ich muss weg – von Zeit zu Zeit.

Das „ob“ hat sich dann erledigt, als ich in Lissabon „Lisboa Ink“ fand. Ein Tattoostudio, das ordentlich und sauber wirkte und das einen Termin für mich frei hatte. Ich sah mich dort schon am Feiertag um, da hatten sie allerdings zu. Am Samstag machte ich mich nochmal dorthin auf, machte einen Termin für nachmittags aus und stand dann um 15h wieder auf der Matte.

Das Englisch des Tätowierers war nicht das beste, aber „cross“ (Kreuz) verstand er und die Stelle konnte ich ja deuten. Ich musste dann einen Zettel unterschreiben, dass ich sie nicht verklage, wenn bleibende Schäden auftreten etc., klar, muss man sicherlich bei jedem Tätowierstudio machen. Ich sollte mir dann mein Tattoo auf dem Computerbildschirm aussuchen, eben das schlichteste, das es gab. Das wurde dann auf die richtige Größe ausgedruckt und mir dann mit Hilfe eines Abdruckpapiers an die richtige Stelle gedrückt. Ich durfte das dann nochmal im Spiegel betrachten, immerhin wird das tätowierte Kreuz genau so aussehen, aber ich war sehr zufrieden damit. Es ist gerade, wenn ich den Kopf fast geradeaus drehe. Eine Bekannte von mir hat sich an dieser Stelle einen Notenschlüssel tätowieren lassen, das sieht schrecklich aus, denn man erkennt ihn kaum noch, wenn sie den Kopf dreht. Mein Kreuz erkennt man immer. Ich legte mich dann auf eine Liege, die mit Plastikfolie abgedeckt war, mir wurden ein paar Haare abrasiert und das Ohr zur Seite gehalten und schon ging es los. Es hat zwar schon gekratzt, aber die Mückenstiche, die ich im Currumbin Wildlife Park in Australien über mich ergehen lassen musste, waren weitaus schlimmer! Außerdem hörte ich ja wirklich direkt, wann es wieder losging und zuckte deswegen nicht zusammen. Mein Kopf wurde auch so fest auf die Liege gedrückt, dass ich gar nicht zusammenzucken hätte können.

Warum Lissabon? Ich habe mir die Reise über erst einmal Gedanken darüber machen müssen. Ab New York wusste ich dann, dass ich auf jeden Fall eines haben will und in New York tätowiert zu werden, hätte schon auch etwas gehabt, aber ich fand kein Studio, das vertrauenserweckend aussah. Lisboa Ink fand ich im Internet und ich konnte auch auf Facebook einige Fotos sehen und Kommentare lesen – durchweg positiv!

Preis? 50€. Hat sich gelohnt! Ich hätte dafür auch ein größeres Tattoo bekommen, das ist praktisch der Minimalpreis, da ja die Liege und die Instrumente gereinigt werden müssen und die Zeit des Tätowierers auch mit bezahlt werden muss. Hätte er nur 20€ verlangt, wäre ich wieder gegangen, weil dann wahrscheinlich zu wenig geputzt worden wäre. 50€ fand ich wirklich in Ordnung.

Ich würde es sofort wieder machen lassen. Es gefällt mir wirklich gut und wenn ich meine Haare offen, oder auch nur eine Strähne hinter dem Ohr habe, sieht man es nicht. Ich könnte es an dieser Stelle theoretisch auch entfernen lassen, auch, wenn ich dann eine Narbe davontrage, denn diese Stelle sieht sich normalerweise eh niemand an. Es ist einfach schön, zu wissen, dass es da ist. Ich liebe es, mein kleines Kreuz-Tattoo.

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