Köln 2015

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Es ist herrlich, in eine Stadt zu kommen und zu wissen, dass man abgeholt wird, einen Schlafplatz hat und einen „Einheimischen“ kennt, der einem die wichtigsten Dinge erklären kann und die schönsten Ecken kennt. Genau das ist mir in Köln passiert. Mein Flixbus hatte etwas Verspätung, das lag aber einfach nur am Stadtverkehr und ist nicht zu vermeiden, und meine liebe Katja stand schon da und hat auf mich gewartet ❤ .

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Noch ein paar Wort zu ihr beziehungsweise uns: wir haben uns auf meiner großen Reise letztes Jahr kennengelernt und uns so dermaßen gut verstanden, dass es klar war, dass wir in Kontakt bleiben. Wir leben gerade ein relativ ähnliches Leben, haben die gleichen Sehnsüchte und machen auch viele Kleinigkeiten im Alltag gleich. Warum das besonders ist? Weil sie 16 Jahre älter ist, als ich. Rein theoretisch als meine Mutter sein könnte. Aber wir sind einfach im gleichen Flow, auf der gleichen Wellenlänge :-*

Um richtig in Köln anzukommen, tranken wir erst einmal ein Kölsch – aber zum Unterhalten war es in dem Lokal einfach viel zu laut und wir mussten uns ja dringend auf den neusten Stand bringen, was Zukunftspläne (wir beide haben die gleiche Definition davon: Pläne sind da, um wieder verworfen zu werden) und Männer angeht. Unterwegs holten wir noch eine Jacke ab, zu der sich noch mein Urteil abwarten wollte – denn Traveler geben ja ungern (viel) Geld aus (spart man lieber für die nächste Reise), aber manchmal muss das eben sein und dann ist das auch ok. Dann sah ich zum ersten Mal ihre Wohnung: 19m², genau wie meine in Würzburg. Aber ihre ist viel schöner geschnitten, wie ich finde. Sehr gemütlich und zweckmäßig, nicht so vollgestopft wie bei mir! Man hat sich einfach direkt heimisch gefühlt! Für die kommenden Nächte räumte sie sogar ihr Bett für mich und schlief auf einer Luftmatratze auf dem Boden – freiwillig! Hab ihr mehrmals angeboten zu tauschen.

Kurz einkaufen, kurz Essen gehen und dann machten wir uns schon auf den Weg zu dem Konzert, zu dem ich unbedingt wollte: Lukas Graham. Ich bin tatsächlich per Zufall auf seine Musik gestoßen: sein Album hat bei Amazon mal nur 5€ gekostet 😉 und als mir mein Cousin neulich per Screenshot mitteilte, dass es ein neues Lied gibt, likte ich Lukas Graham auf Facebook, um solche Infos zukünftig selbst mitzubekomen und sah: Konzerte in Deutschland. Wahhhhh! Gleich geguckt wo: Berlin und Köln. Köln? Ich bin doch demnächst in Köln! Und dann ein Doppel-Wahhhhh! Das Konzert findet tatsächlich an dem Wochenende statt, an dem ich in Köln bin! Und als ich dann endlich Tickets dafür hatte: Wahhhhh! Wahhhhh! Wahhhhh! ❤

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Ich liebe seine Musik, weil er von Dingen singt, die er erlebt hat. Außerdem ist sie abwechslungsreich und seine Stimme hat trotzdem einen wahnsinnigen Wiedererkennungswert! Katja kannte ihn gar nicht. Während dem Konzert kam ihr zwar ein Lied bekannt vor, aber sie wusste eben nicht, dass das von ihm ist. Drunk in the Morning.

Wir fanden den Einlass in den Bahnhof Ehrenfeld sofort, standen aber noch eine Weile an. Um 18:38h wurden wir dann reingelassen (acht Minuten zu spät) und dann standen wir und standen, standen, standen. Um 19:30h ging es pünktlich los … mit der Vorband. Halbe Stunde. Mittelmäßige Musik im Durchschnitt (manche Lieder sehr gut, andre sehr schlecht). Danach alle wieder komplett wach: jetzt müsste er kommen. Vorband ist fertig. Jetzt kommt er! Gleich! Bestimmt jetzt …?! Nein. Wieder warten, warten, warten. In der Zwischenzeit unterhielten wir uns mit einem älteren Mann, der mit seiner Tochter im Rollstuhl inzwischen schon auf dem vierten Konzert von Lukas Graham war! Total begeistert – auch der Vater! Kurz vor Beginn des wirklichen Konzerts gesellte sich dann noch ein älteres Paar zu uns, die mit ihrem 16-jährigen Sohn hier waren (der natürlich woanders stand). Auch begeisterte Fans, dank Sohn. Wahnsinn! Hätte nie gedacht, dass hier so viele ältere Menschen und vor allem so viele männliche Menschen sind! Katja ist eh so eine freundliche Person, dass sie in der Gegend umherlächelt und es öfter vorkommt, dass sie/uns daraufhin Menschen ansprechen. Das Pärchen schwärmte uns auf jeden Fall auch vor, wie toll der Lukas das machen würde, dass er die Bühne richtig einnimmt und so sympathisch und knuffig wäre – und ja, einfach toll und immer wieder sehenswert! Also noch mehr Spannung aufgebaut …

Dann kam er endlich durch das Publikum durch und ging  …….. nicht auf die Bühne! Sondern erst nochmal runter in die Kellerräume… nochmal warten. Aber dann – ja dann! – ging es wirklich los!

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Das Pärchen erzählte uns noch davor, dass der Lukas (ich denke ihr könnt nach den Bildern nachvollziehen, warum ich das Graham weglasse – so ein knuffiger junger Typ 😉 ) Gesang studiert hat. Hat man ihm angemerkt von der Atmung:

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und daran, dass er darum gebeten hat, die Zigaretten auszumachen, weil er sonst Probleme mit seiner Stimme bekommt und wir hätten ja für seine Stimme bezahlt. Super! Der Rauch hatte mich eh auch schon gestört 😛

Vor jedem Lied gab es ein paar Infos dazu. Meistens, dass er das wirklich erlebt hat. Dass ihn Leute von seinem Weg abbringen wollten, aber er wusste, dass es der einzig richtige für ihn ist. Dass er schon viel Schreckliches erlebt hat, aber durch die Musik ab einem gewissen Alter einen anderen Weg eingeschlagen hat, im Gegensatz zu einigen seiner Freunde, die jetzt im Knast sitzen oder schon gestorben sind. Man merkt ihm einfach an, wenn er von Problemen singt, dass er diese Probleme auch erlebt hat und sich beim Singen wieder hineinfühlt. Das kommt einfach alles ganz anders rüber als bei anderen Sängern.

Das hier ist übrigens unser Lieblingslied, ist leider noch gar nicht herausgekommen in Deutschland:

Ein absoluter Kracher ist aber auch dieses hier:

Bisschen auf die Nerven gegangen ist uns der blonde Gitarrist. Steht neben dem tollen Lukas und singt mit – ohne Mikro. Volle Mimik. Hat das aber nicht erlebt. Zu viel Gestik. Einfach komisch. Wir denken aber, dass er das machen soll, denn bei dem ersten Video sitzt er auch ruhiger da. Komische Strategie. Ist bei uns nicht aufgegangen.

Katja liebt ihn jetzt auch. Lukas ❤

Nach einem kurzen Abstecher in eine Tapas-Bar auf eine Cola und ein paar Pommes Aioli (Knoblauchcreme) ging es direkt ins Bett. Der Sonntag sollte entspannt werden und so wurde er auch. Nach einem gemütlichen Frühstück liefen wir Richtung Rhein – Kamera im Anschlag! Ein Stück den Rhein entlang, über eine Brücke und wieder zurück, wieder Brücke und wieder heim. Der Weg in (auch schwarz-weiß) Bildern:

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Wenn man sich gut fühlt, hat man Lust auf Selfies:

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Abends wäre ich fast zu faul gewesen, meine geplante „Köln bei Nacht“-Fototour zu machen. Konnte mich aber dann doch aufraffen:

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Montags musste die liebe Katja leider zur Arbeit, super nett, dass ich trotzdem bleiben durfte! Und weil sie um sechs Uhr wach war, konnte sie mich auf den Mond aufmerksam machen:

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Letzte Nacht war der Blutmond und gleichzeitig der Supermond. Super, weil super groß. Blut weil blutrot. Aber ich war zu müde und wusste, dass auf meinen ganzen Fotoseiten, denen ich auf Facebook folge, nur noch Blutmond-Fotos sehen würde und damit hatte das etwas den Reiz verloren. Schon cool, dass das passieren kann: eigentlich war es eine Mondfinsternis und der Mond hätte schwarz sein müssen, aber weil das langwellige rote Licht sich um die Erdkugel biegen kann, erscheint der Mond rot.

Ich machte mich heute auf zum Kölner Zoo! Hatte schon länger keine „Wild“tiere mehr gesehen:

(die Zoobilder gibt es, wenn ich mal wieder Zeit habe, Fotos auszusortieren und zu bearbeiten 😉 )

Dazu gibts nichts Spannendes zu erzählen: mit der U-Bahn hin, direkt daneben der Zoo. Daneben der botanische Garten, aber zu noch mehr Lauferei konnte ich mich nicht motivieren, also zurück in die Wohnung. Balkontüren auf und ein schönes Nickerchen in der Sonne gemacht. Das Wetter war ja eh ein absoluter Traum ❤

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Abends kam noch eine Freundin von Katja zu Besuch und wir unterhielten uns super zu dritt! Sie ist zwar kein Traveler, aber Männerprobleme hat sie auch 😛 und sie interessiert sich für Fotografie. Das Bild entstand dann noch spontan:

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Kann man sich ja nicht entgehen lassen!

Noch einmal schlafen und schon sollte ich schon wieder weg von hier. Wirklich komisch, dass ich mich dank Katja so schnell in eine wirkliche Großstadt einleben konnte. Bei der Ankunft dachte ich mir noch: ohje, deutlich größer als Würzburg. Und als ich die Abfahrtszeiten der U-Bahn Richtung Zoo checkte wurde es noch deutlicher: alle fünf Minuten. In Würzburg fährt der Bus, der am häufigsten fährt, alle sieben Minuten. Die Busse mit denen ich regelmäßig fahre, fahren alle 20 oder alle 30 Minuten. Schon eine andere Welt.

Dienstag war Ausschlafen angesagt. Bin ja doch irgendwie im Urlaub und will mich nicht stressen. Köln ist nicht aus der Welt und ich bin mir sicher, dass ich Katja hier nochmal besuche – vielleicht schon im Mai? ❤
Einen Plan hatte ich dann aber doch noch für Köln: das MAKK, Museum für angewandte Kunst Köln.

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War okay, weil ich vergünstigten Eintritt bekommen habe, werde mich wohl mein Leben lang für Studiengänge einschreiben, weil man überall Vergünstigungen bekommt 😉

Angewandte Kunst könnt ihr euch bestimmt schon erklären, trotzdem nochmal schriftlich: Alltagskunst, also Kunst, die angewendet wird. Ich muss zugeben, sie ist nicht immer direkt zu erkennen 😉

IMG_7521 IMG_7522  IMG_7525 IMG_7526   IMG_7527IMG_7523 IMG_7524 Praktisch oder?IMG_7529

Im Museum ist mir mein Kamerakku leer geworden und ich hatte keinen Ersatzakku dabei, weil ich heute Morgen spontan Rucksack in Tasche getauscht habe. Ein echter Anfängerfehler – peinlich! Deswegen gibt es keine Fotos mehr vom Dom und dem Aussichtsturm auf der andren Seite der Liebesschloss-Brücke, denn sowas spar ich mir dann, aus Angst, dass ich mich ärgere, dass ich von schönen Momenten keine Fotos machen kann. Eigentlich dumm. Aber so fühlt ein Fotografen- ❤ .

Ich kann es nicht fassen, dass ich ernsthaft die ganze Rückfahrt an dem Beitrag hier saß! Klar braucht das Bilderauswählen und in Paint verkleinern Zeit (für das Verkleinern gibt es wohl ein Add-on, check ich zu Hause mal aus, hab ich schon in dem Blog Camp gelernt, für das ich mich vor Kurzem angemeldet habe), aber Whatsapp ist wirklich eine wahnsinnige Ablenkung (Katja hat schon Entzugserscheinungen, eine Freundin hat heute eine Date, …). Diese Ablenkung hatte ich ja auf meiner Reise nicht und durch das tägliche Bloggen hatte ich weniger Fotos durchzusehen und zu verkleinern.

Dieser Trip hat mich auf jeden Fall sehr motiviert, das halbe Jahr in Würzburg nach Aupair in England zu nutzen, die kulturellen Schätze Würzburgs zu erkunden, denn Köln war zwar schön, aber kulturell hat Würzburg deutlich mehr zu bieten und wenn ich da schon wohne ….

 

(Upload aus technischen Gründen leider erst am Mittwoch, einen Tag nach der Rückfahrt)

Vegetarisches England

Endlich mal wieder eine neue Kategorie: England – Aupair 2015. Erste Beiträge hierin gibts dann ab Oktober 2015! Ich freuuuuuuu mich so!

Ich dachte, es gibt schon zu viele Blogs und Websites zum Thema Vegetarier-werden und Vegetarier-sein, aber mein Blogbeitrag „Neues Bewusstsein²“ kam super an, also werde ich wohl ab und an mehr in die Richtung gehen. Ich hatte ja sowieso vor, Foodporn zu produzieren 😉 Das hat tatsächlich etwas mit dem Wort porn also Porno zu tun 😉 Denn das fotografierte Essen macht einen so an, dass man es am liebsten direkt aufessen würde! Und das geht definitiv auch mit vegetarischem Essen!

Ich will mich in England auch in vielen Bereichen weiterbilden, die mich interessieren: es gibt viele Kindle-Bücher über Fotografie, die bezahlbar sind. Ich habe einen Kurs bei Conni von PlanetBackpack angefangen, in dem ich alles über das Bloggen lernen werde! Es gibt also irgendwann in näherer Zukunft (in den nächsten sechs Monaten) einen neuen Blog, bei dem ich sozusagen alles „richtig“ mache und der dann nicht so ein Kuddelmuddel ist, wie dieser Blog hier. Ich habe einfach zu viele Dinge, die mich interessieren und die ich mit der Welt, euch, teilen will. Aber ich kann nicht jeden Gedanken teilen, dann baut sich keine Leserschaft auf, die regelmäßig vorbeischaut, sondern sie bleiben mir nur so lange treu, bis ich meine Gedanken wieder in eine andere Richtung lenke. Das ist ja schade!

Sprachen faszinieren mich auch – ich finde es unheimlich toll, mich mit Menschen auf der ganzen Welt unterhalten zu können und damit das mit noch mehr Menschen funktioniert, lerne ich in England Spanisch mit Babbel.

Außerdem wird das auch eine sportlich aktive Zeit: Fitnessraum im Haus, mehr sag ich nicht 😉

Ich habe auch schon Fotos von meinem Zimmer geschickt bekommen. Es ist eher ein Appartment! Bett, Sofa, Kommode, kleine Küche, Bad … Wahnsinn! Und das im Dachgeschoss, also auf einem extra Stockwerk!

Gerade bin ich übrigens auf dem Weg nach Köln. Was ich da mache? Ich sehe eine Person wieder, mit der ich trotz Altersunterschied von 15 Jahren unheimlich viele Gemeinsamkeiten habe und die größte ist das anhaltende Fernweh. Sie wohnt und arbeitet in Köln, aber ihr Herz lebt in der Welt! Ich habe sie in Auckland, Neuseeland, kennengelernt. Wir haben die komplette Stadtführung über gequatscht und deswegen (fast) alles verpasst. Ein Jahr später kam sie mich in Würzburg besuchen und das ist jetzt auch schon wieder fast ein halbes Jahr her, deswegen wird es Zeit, in Köln vorbeizuschauen!

Pläne gibt es auch schon ein paar: heute Abend Konzert von Lukas Graham (mein erstes Konzert überhaupt, ich liebe seine Musik, wie ich darauf kam: ein Cousin schickt mir den Link zu einem neuen Lied von ihm – ich suche den Künstler in Facebook, weil ich ihn schon lange mal liken wollte – sehe, dass er Konzerte in Berlin und Köln gibt – checke das Datum – BÄÄÄÄÄÄM), am Montag besuche ich den berühmten Kölner Zoo (hab schon lange keine Zoo-/Wildtiere mehr fotografiert) und am Dienstag gehe ich ins MAKK, Museum für angewandte Kunst Köln. Den Sonntag gehen wir entspannt an. Ich habe schon herausgefunden, dass es einen Antikmarkt gibt, aber da besteht die Gefahr, dass ich mich in einiges verliebe und Geld ausgebe, das ich gerade eigentlich nicht habe und vor dem Problem stehe: wie transportiere ich das heim? Denn ich habe mich für die vier Tage nur für eine kleine Reisetasche und einen Rucksack entschieden. Erstaunlich wie viel mehr Platz man für Gepäck braucht, wenn es kalt ist. Pullis und geschlossene Schuhe brauchen einfach viel mehr Stauraum, als Flipflop und Top. Noch ein Grund dafür, bald wieder wohin zu verschwinden, wo man wenig Gepäck braucht ;-).

Ich fahre gerade mit Flixbus und man hat WLAN … ein eindeutiger Vorteil gegenüber Zugfahren, außerdem ist natürlich auch der Preis um Welten besser! So, dann lad ich das Mal hoch und ihr lest dann Dienstag, was ich alles in Köln erlebt habe und da gibts auch wieder Fotos! Endlich ❤

Inspiration

Warum nicht doch Reisejournalistin werden? Muss ja nicht für immer sein ……..

Planet Backpack (https://www.facebook.com/planetbp?fref=ts / http://www.planetbackpack.de/)

Planet Backpack

Diese Frau lebt es vor und macht es für mich wieder zu etwas, das möglich ist. Warum nicht?

Ich kann schreiben. Ich kann fotografieren. Ich bin offen für Neues. Ich brauche keinen festen Wohnsitz.

Ich lass mir das in meiner Zeit in England nochmal durch den Kopf gehen …

Ansonsten nimmt der Plan: England, Würzburg, Work and Travel Australien immer mehr Form an 😉

Neues Bewusstsein²

Ich bin jetzt Vegetarier. Sofort. Bitte. Danke.

Warum?

Ich verbringe gerade viel Zeit mit einem Fast-Veganer und esse somit kein Fleisch.

Meine Mutter ist schon längere Zeit Vegetarierin und ihre Migräneanfälle sind rapide zurückgegangen.

Fleisch ist immer das Teuerste auf meinem Einkaufszettel.

Tiere müssen dafür sterben, damit ich Fleisch essen kann. Und vor allem leben viele (ich will nicht sagen „alle“) ein grauenvolles „Leben“. Man kann es gar nicht Leben nennen. Die schlimmsten Fälle bekommen nicht ein einziges Mal in ihrem Leben Tageslicht zu sehen! Spüren nie Gras oder Erde unter ihren Füßen. Und trotzdem sind es Lebewesen mit einem schlagenden Herzen!

Außerdem ist die Fleischindustrie nur auf Profit aus – wie jede Industrie by the way. Das bedeutet die Tiere sind ihr Kapital. Je schneller sie fett werden, desto besser. Dafür wird in Kauf genommen, dass Hühner nicht mehr laufen können, weil ihre Gelenke und Muskeln nicht proportional zum Gewicht wachsen. Außerdem ist das Futter mit Antibiotika versetzt. Logischerweise. Denn: kranke Tiere stecken andere Tiere an, gerade wenn sie auf so kleinen Flächen leben (müssen). Kranke Tiere sterben, weil es in den Mastbetrieben so viele Tiere sind, dass gar nicht auffällt, wenn dazwischen Mal ein krankes oder totes Tier herumliegt. Damit also dieser Tier-/Geldverlust möglichst gering bleibt, bekommen sie zu jeder Mahlzeit ordentlich Antibiotika zugefüttert. Und was passiert damit? Richtig. Es lagert sich in den Tieren ab, das bedeutet in der leckeren Hühnerbrust, die wir dann als Brotbelag essen oder in dem Schweinebauch, der so schön auf dem Grill brutzelt.

Genau dieses Antibiotika hat vermutlich bei meiner Mutter zu der Migräne geführt. Muss ja nicht sein.

Ich habe schon längere Zeit wenig Fleisch gegessen: Hackfleisch muss aufgebraucht werden. Bratwürste gibt es oft nur in größeren Packungen. Wurst habe ich nur phasenweise Lust drauf.

Also wird das jetzt eben weggelassen. Ich habe in meinem Leben genug Leberkäse, Bratwurst und Co. gegessen. Trotzdem will ich mich nicht zwingen, kein Fleisch zu essen. Das wäre der falsche Weg. Wenn ich unbändige Lust auf ein Rindersteak hab, gönne ich mir eines. Ein richtig gutes. Von einem Biohof. Schön zubereitet.
Aber vielleicht habe ich da auch nie mehr Lust drauf, wer weiß.

Ich kann euch noch keine Wirkungen mitteilen – so lang zieh ich das noch nicht durch. Aber ich habe genug von dem schlechten Gewissen. Denkt man darüber nach, woher das Fleisch kommt, wie es produziert wird, dass Tiere leiden und sterben müssen, dann kann man es nicht mehr essen. Und verdrängen ist keine Lösung (mehr) – das habe ich lang genug.

Milchprodukte (Milch, Jogurt, Butter, Sahne, Quark) und Eier kaufe ich ab jetzt nur noch Bio. Nur bei Käse mache ich eine Ausnahme. Hier achte ich nur darauf, dass statt tierischem Lab (gewonnen aus Kälbermägen), mikrobielles Lab oder Labaustauschstoff auf der Inhaltsliste steht.

Dieser Jogurt hier ist vegan, also ohne Milch/Sahne/Jogurt, riecht aber wie Jogurt, schmeckt auch wie Jogurt und ist suuuuuuper lecker 🙂 Außerdem ist die Verpackung super: das bedruckte Papier ist einfach zu entfernen und kann somit recycelt werden. Das Plastik ist dann unbedruckt und kann einfach zum Wertstoffhof beziehungsweise in den gelben Sack. Bääääääm.

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Ganz vegan krieg ich wahrscheinlich auch nicht hin. Aber in der Hinsicht tut sich immer mehr in der Ernährung, dass es wahrscheinlich bald für alle tierischen Produkte, nicht-tierische Produkte gibt, die in Aussehen und Geschmack mindestens mithalten können – wenn nicht sogar besser sind! Ich bin gespannt 🙂