Anmerkungen zum Kommentar Nr. 3

Morgen beginnt ein neuer Monat und davor will ich das hier angeschlossen haben, aber heute gibt es hier noch ein letztes Mal das gleiche Spiel: meine Aussagen in normaler Schrift, die der Gastmutter in fett.

Carolia,
Du hast bei uns einen Vertrag unterschrieben, dass weder die Kinder noch wir öffentlich auf Internet Seiten benannt werden von Dir.
Selbst das Foto vom Paket in dem die Kinder entschärft sind ist ein Verstoss gegen die Abmachung.

Es waren Portraits, also sieht man nichts vom Körper. Die Gesichter waren komplett entschärft und man hat sie nicht erkannt, nur gesehen, dass sie dunkle Haare haben, aber es gibt hier in England mehrere Kinder mit dunklen Haaren.

Es ist des weiteren eine Frechheit dass Du die Namen der Kinder erwähnst auf einer Seite auf die jeder Fremde weltweit zugriff hat !!!! Ich habe nie Daten, Bilder und Informationen Deiner Familie bekannt gegeben und das gleiche erwarten wir auch von Dir… Bitte entferne umgehend das Bild im letzten Blog und nehme die Namen raus oder wir werden rechtliche Schritte einleiten.

Gegen die Benennung auf meinem Blog habt ihr erst etwas, seit ich nicht mehr von euch schwärme. Aber ich habe nach dieser Drohung eure Namen überall entfernt. Und das weltweit ist zwar theoretisch richtig, aber da ich auf Deutsch schreibe, können 99,9% der Engländer (und nur die dürften ja für euch wirklich interessant sein, weil deine deutsche Familie wird in meinem Blog nicht erwähnt, weiß wahrscheinlich nicht einmal etwas von ihm und schert sich auch nicht darum, was ich hier schreibe) das hier eh nicht lesen.

Noch zum Inhalt – Du weisst ganz genau Monty hat viele Kuscheltiere. Aber das einzige was ER je wollte ist der Schal…gerade weil er von mir ist und nach mir roch…

Er roch irgendwann mal nach dir und er hat sich dann dran gewöhnt ihn zu haben, ja. Ich dachte, das sind vielleicht wieder zu viele Infos für diesen Blog, aber das kam ja jetzt von dir. An dieser Stelle hatte ich mich vielleicht ungünstig ausgedrückt: ich meinte ein Kuscheltier für nachts statt deinem Schal. Ich meinte damit nicht, dass er gar keine Kuscheltiere hat – das kann bei euch ja nicht vorkommen. Die Kinder haben alles und noch viel mehr.

Anmerkungen zum Kommentar Nr. 2

„Witzigerweise“ hat sich (kurz nach dem Beitrag meiner Gastmutter), auch noch das vorherige Aupair zu meinem Blog äußern müssen. Wir haben uns von Anfang an nicht verstanden, sind einfach komplett unterschiedliche Menschen – Feststellung meiner Ex-Gastmutter. Auch hier läuft es wieder so, dass ich ihr Kommentar einfüge und fett mache. Alles, was ich dazu sage, ist in normaler Schrift verfasst.

Ich bin auch der Meinung, dass man Arbeit und Privates voneinander trennen sollte. Ganz klar!

Der Meinung bin ich auch. Ganz klar! Hab ich ja auch: Privates in der Freizeit, Arbeit in der Familie.

Solltest du als angehende Lehrerin auch wissen.

Nicht, dass das irgendetwas speziell mit dem Beruf Lehrer zu tun hat.

Die Kinder können nichts für deine Launen und wenn man von vornherein schon sagt, man möchte den Kindern nicht all zu nahe treten damit der Abschied nicht so schlimm wird, dann ist das für mich schon zum Scheitern verurteilt.

Die Kinder haben meine Launen nicht mitbekommen und die Launen hatten auch nichts speziell mit den Dates zu tun. Vielleicht bin ich ein weniger fröhlicher Mensch als sie, das heißt aber nicht, dass ich deswegen weniger nett bin oder weniger gut mit den Kids umgehe. Sie sah die Gasttochter auch mehr als Schwester, was sicherlich nicht der Sinn und Zweck der Sache ist. Den Jungen vor dem Laptop abzusetzen und selbst zu schlafen – das ist für mich zum Scheitern verurteilt. Und dass sie sich ständig darüber informiert hat, ob die Kinder nach ihr fragen, um daran ihr Selbstvertrauen aufzubauen, ist einfach nur traurig. Würde es nach mir ein Aupair geben, würde ich mir einfach nur Sorgen machen, ob es sich schnell eingewöhnt und die Kinder auch mit ihr zurechtkommen. Nicht Fragen stellen wie: Mögen die Kinder sie lieber als mich? Vermissen sie mich? Fragen sie nach mir?

Wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen und auch wenn ein Abschied wehtut, er gehört nun mal zur Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Menschen dazu und England und Deutschland sind auch keine 2 Stunden voneinander entfernt! Als Au Pair ist man Au Pair und eben nicht nur Putzfrau. Und ein Haus putzt man auch nicht jeden Tag.

Als Aupair kümmert man sich um die Kinder UND putzt. Ich sehe mehr Sinn darin, wenn die Mutter Zeit mit den Kindern verbringt und ich ihr den Haushalt abnehme und da das für sie in Ordnung war, haben wir das so gemacht. Das heißt nicht, dass ich nur geputzt habe, sondern einfach, dass mein Schwerpunkt darauf lag, weil uns das beiden Recht war.

Vielleicht bist du in deiner Persönlichkeit zu sehr entwickelt, dass ein friedliches Miteinander mit dir nicht mehr möglich war.

?! Zu sehr entwickelt?! Es war alles sehr friedlich, bis andere Menschen über meine Freizeit bestimmen wollten.

Natürlich ist die Au Pair Zeit ein schöne Erfahrung für das Au Pair selbst, aber bei der ganzen Sache scheint es mir, als hättest du vollkommen vergessen, dass du einen Vertrag mit einer Familie hast, den du auch vorweg unterschrieben hast! Die Familie bezahlt dich dafür, dass du eine Haushaltshilfe bist.

Liebes Ex-Aupair, DEINE Bezahlung war nicht gerechtfertigt, weil du dich selbst als faul bezeichnest. Die Gastmutter dir mehrmals sagen musste, dass du zum Beispiel bügeln sollst und dann machst du dich daran und bügelst nur die eine Seite der T-Shirts. Und dann sorgst du sogar dafür, dass die Gastmutter extra Arbeit mit dir hat, weil du es nicht einmal schaffst, deine benutzten Teller nach unten in die Geschirrspülmaschine zu räumen. Falls das alles nicht stimmt, entschuldige ich mich, aber die Infos kamen von deiner guten Freundin/Gastmutter.

Für einen Menschen der sich nichts sagen lässt ist Work and Travel sicher eine bessere Option.

Ich halte mich super an alle Regeln, die vorher abgemacht wurden. Aber ich bin trotzdem noch ein freier Mensch und darf über meine Freizeit selbst bestimmen, wenn meine Freizeitgestaltung nicht gegen vorher abgemachte Regeln verstößt und das hat sie nicht – zu keiner Zeit. Und auch bei Work and Travel muss man sich an Regeln halten, weil man Arbeitnehmer ist – vielleicht war das ja neu für dich?

Ich wurde in deinem Text auch zitiert und es stimmt auch nicht, dass ich jedes Wochenende in London war und ich war auch nicht ausschließlich mit Mädchen dort, ich habe sogar männlichen Besuch aus Deutschland bekommen, verstehe daher nicht wieso du die Schuld denn Männern zuschreibst.

Dann eben fast jedes. Es hieß immer, ich will bestimmt Samstag und Sonntag frei haben, weil du da immer frei hattest, um nach London zu fahren. Der Unterschied war wohl, dass dein männlicher Besuch AUS DEUTSCHLAND war und wieder gehen musste. Die Schuld den Männern zuzuschreiben war nicht meine Idee, sondern die meiner Ex-Gasteltern.

Ich habe mit dir schon vor deiner Anreise schlechte Erfahrung gemacht. Du hast mich angefahren, bist persönlich geworden und das nur, weil ich dir als vorheriges Au Pair Tipps geben wollte. Das ist in der Au Pair Welt Gang und Gebe, dass man das zukünftige Au Pair kontaktiert. Ich hatte leider nicht dieses Glück, da ich das erste Au Pair war und ich komplett alles selbst herausfinden musste.

Glück?! Du bist davon ausgegangen, dass ich fast zwei Monate vor meinem Besuch schon Fragen habe. Da war ich mitten im Examen und du warst gerade mal einen Monat da – was sollst du mir da schon großartig erzählen? Der Tages- beziehungsweise Wochenablauf ändert sich im neuen Schuljahr sowieso. Du brauchst mir nicht erzählen, wo ich die Geschirrspüler-Tabs finde (wenn du das überhaupt wusstest), weil ich das selbst herausfinde. Ich habe dich gefragt, ob es etwas zu wissen gibt. Irgendetwas, das ich nicht machen soll oder auf jeden Fall machen muss und du meintest nein. Dann fand ich deinen Blog und habe dazu etwas gesagt. Das war als Tip gemeint. Du wurdest danach persönlich, das ist nicht mein Fehler.

Zum Thema Eifersucht: ich schätze mal, du hast mich eher als Konkurrenz gesehen, da ich mit den Kindern eine so innige Beziehung in kurzer Zeit aufgebaut habe und sie mich während deines Aufenthalts sehr vermisst haben und geweint haben.

Aurelia hat einmal geweint, weil du unbedingt wolltest, dass sie dich vermissen und das komische Haarcreme-Ding da gelassen hast, das dann nach dir riecht. Du warst für mich nie eine Konkurrenz. Zum Haushalt braucht man gar nichts sagen. Und die Tochter sah mich eher als jemanden, der ihr schulisch weiterhilft und du warst die mit den Schminktips. Für eine 7-jährige. Nicht angebracht, auch die Meinung der Gastmutter übrigens. Der Kleine hat einmal nach dir gefragt und als ich gefragt habe, was er an dir vermisst, sagt er: sie hatte so ein Minion-Spiel auf dem Computer. Super Leistung von dir!

Ich war mit deiner Art echt überfordert und habe mir nach deinen undankbaren Worte auch noch selbst Vorwürfe gemacht, aber ich sehe in meinem Verhalten keinerlei falsches Handeln. Ich habe dir helfen wollen und anstelle dankend abzulehnen hast du mich persönlich angegriffen. Ich finde es schade, dass du Lauras Familie nicht so wertgeschätzt hast, wie ich es getan habe.

Du meinst du hast sie und die Kinder wertgeschätzt. Zu dem Vater hattest du im besten Fall gar keine Beziehung – im schlechtesten Fall nennt man sie schlecht. Du hast ihn nicht respektiert, gefragt, wann der Alte denn wieder geht und das nur, weil er dich gebeten hat, nicht am Handy zu sein oder die Kids nicht vorm TV/Laptop zu parken. Ich denke dein Glück war, dass du das erste Aupair da warst. Auch die Gastmutter meinte, hätten sie mich vor dir gehabt, wärst du nicht so lange geblieben und dass deine Bezahlung nicht gerechtfertigt war und dass du nicht länger geblieben wärst, selbst wenn du gewollt hättest und ich nicht gekommen wäre. Auch sehr nett (Ironie), dass du wolltest, dass sie mir absagen, um einer Freundin von dir, die bei ihrer Familie rausgeflogen ist, den Vortritt geben.

Ich habe selten eine so liebevolle, herzliche Familie kennengelernt und auch wenn Laura von “konservativ” spricht, sie waren nicht konservativ in dem Sinne, dass nichts erlaubt ist, sondern konservativ meint einfach ANSTAND und ERZIEHUNG zu zeigen, da das heutzutage bei vielen Menschen nicht mehr gegeben ist. Ich finde es wirklich schade, dass du eine Familie so in den Dreck ziehst und es auch noch als nötig siehst einen Blog zu verfassen.

Ich finde es lächerlich, dass ihr meinen Blog als so wichtig anseht, dass ihr ihn beide kommentieren müsst. Sicherlich habt ihr euch gemeinsam in Whatsapp schön darüber ausgelassen und seid ein bisschen mehr zusammengerückt, nachdem ich endlich nicht mehr da war, um alles besser zu machen, als du. Vielleicht ändert sich das ja jetzt, wenn du hier liest, was sie wirklich über die gesagt und gedacht hat.

Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und hoffe du findest eine andere Option, die Welt zu bereisen und kennenzulernen.

Du solltest auch unbedingt die Welt bereisen, denn dann erkennst auch du, dass Freiheit etwas ist, dass dir keiner, vor allem keine Aupair-Eltern, wegnehmen dürfen.

Anmerkungen zum Kommentar Nr. 1

Zu meinem Rauswurf-Beitrag gab es zwei und zu dem Weihnachtsgeschenke-Beitrag ein Kommentar, die ihr wahrscheinlich nicht gesehen habt, deswegen kopiere ich beide in neue Beiträge und nehme noch ein letztes Mal Stellung dazu. Danach werde ich weder auf Kommentare, noch auf SMS oder e-Mails mehr reagieren, damit das irgendwann mal ein Ende hat.

Meine Gastmutter kommentierte Folgendes (fett gedruckt, meine Sicht dazu in normaler Schrift):

Hi Caro… da Du hier nur ” Deine” Ansicht teilest

was ich am Ende auch wörtlich erwähnt habe, immerhin ist es auch mein Blog

und auch nicht alle Fakten erwähnst

aus meiner Sicht schon

schreibe ich gerne noch unsere Seite dazu… dann kann man auch das frühere Ende der Aupair Zeit verstehen. Du warst eine tolle Hilfe für uns – hast den Haushalt besser geschmissen als jeder den ich kenne… weiss nicht warum ich da eifersüchtig sein sollte…ich mache halt lieber anderes, wie kochen. Also ja wir haben uns super ergänzt, dafür haben wir Dich auch überdurchnittlich bezahlt…normal verdient ein Aupair 90-100£ (Anmerkung: pro Woche mit zwei freien Tagen)…Dein Verdienst war weitaus (Anmerkung: 120) höher und das obwohl du keine kleineren Kids zu betreuen hattest. Ausserdem haben wir dir auch ein Auto zur Verfügung gestellt für die Freizeit – was die wenigsten tun…also denke ich waren wir sehr fair.

Das mit dem Auto war natürlich toll, habe ich aber nie verlangt und wusste ich auch nicht, wie das in anderen Aupairfamilien geregelt wird. Und da das vorherige Aupair das gleiche Geld bekommen hat und deutlich weniger Arbeit (Aussage: Gastmutter) geleistet hat als ich, war die Bezahlung für mich durchaus angemessen. Sonst hätte ich wohl kaum für extra Arbeiten, wie Bäder putzen und aufräumen nach der Halloweenparty extra Geld bekommen.

Am Anfang lief alles super und du hattest wie vorher im Interview besprochen in deiner Freizeit: England angeguckt, Spanisch gelernt und Sport gemacht… dann auf einmal ging es los mit Daten und nicht einen sondern mehrere und weil wir recht konservativ sind haben wir die gebeten im neuen Jahr wieder Deine anderen Ziele zu verfolgen – darauf hin bist Du aggressiv geworden

Es ging nicht auf einmal los, sondern sie wusste Bescheid, dass ich mit welchen schreibe und vorhabe, sie zu treffen. Mehrere klingt wieder schrecklich: drei. Sie haben mich nicht gebeten, meine vorherigen Ziele zu verfolgen, sondern mir verboten, mich mit Männern (beziehungsweise zu diesem Zeitpunkt bereits nur noch mit einem: Steve) zu treffen – in meiner Freizeit. Und aggressiv ist auch ein vager Begriff. Ich habe keine Sachen durch die Gegend geworfen oder bin handgreiflich geworden, sondern habe nur lauter gesprochen.

bist wie ein Teenager nach oben gestampft und man konnte nicht mit Dir reden.

gestampft = gegangen, weil ich müde und krank war und es hieß, das besprechen wir morgen genauer. Ich wurde ja auch regelrecht überrumpelt damit, am Samstag war ja noch alles perfekt.

Deswegen habe ich Dir einen Flug gebucht damit Du erstmal in Deutschland über Weihnachten darüber nach denken kannst wie es weiter gehen soll – denn das wusstest Du auch nicht.

Ich wusste das nicht, weil man nie genau sagen kann, wie es weitergeht und es mir einfach darum ging, dass ich meine Freizeit generell so gestalten kann, wie ich will, eben weil es meine FREIzeit ist und sie meine Arbeit nicht beeinflusst. Und den Flug für denselbigen Tag zu buchen, dass ich mich von keinem verabschieden kann, ist keine Großzügigkeit, sondern eine Frechheit.

Aber es war kein reden mit Dir möglich… – Du hast hast meiner Meinung nach absolut Überreagiert… Und Dich beim gehen nicht einmal verabschiedet.

Als ich gegangen bin, war sie nicht da, sondern beim Krippenspiel ihres Sohnes. Vom Vater habe ich mich durchaus verabschiedet und er hat nochmal erwähnt, dass ich nach Weihnachten gern wieder kommen könnte. Also scheine ich wohl doch nicht so aggressiv gewesen zu sein, dass man mich nicht mit seinen Kindern allein lässt.

Wenn man als Gast in eine Familie

Zwischendurch hieß es, ich wäre wie ein Familienmitglied, so habe ich mich auch gesehen. Und in einer Familie hat man mal unterschiedliche Meinungen oder Ansichten und redet dann darüber, vielleicht auch nochmal mit ein paar Tagen Abstand und schickt denjenigen nicht einfach weg.

kommt gibt es halt Regeln – wenn man diese nicht einhalten will oder ganz frei und flexible sein möchte kann man schlecht Aupair sein.

Die gestellten Regeln habe ich immer eingehalten. Wenn neue dazu kommen, muss man darüber diskutieren und einen Kompromiss finden und kann sie nicht einfach vorgeben und ich muss mich daran halten. Ich denke, dass man als Aupairfamilie durchaus darauf kommen kann, dass ein Aupair, das single ist, Dates haben könnte.

Achja übrigens hätten wir auch nicht Taxi, Flug, beide Koffer für Dich zahlen müssen. Einige Aupairs werden einfach gebeten zu gehen wenn es nicht passt !

Das war natürlich wirklich nett von ihnen, aber sie wollten mich ja auch keine Sekunde länger unter ihrem Dach haben und dann haben sie sich lieber selbst darum gekümmert, dass ich wirklich gleich gehe. Andere Aupairs bekommen es vielleicht auch mit, wenn es nicht passt und bekommen die Chance, etwas zu ändern. Wenn bei mir am Samstag alles perfekt ist und ich am Montag plötzlich gehen soll, kann ich mich da ja nicht wirklich drauf vorbereiten und beispielsweise schon einmal etwas aussortieren oder per Post heimschicken.

Fazit : In Zukunft bei Kritik einfach locker bleiben und sich erstmal Gedanken machen. Dann eskaliert es auch nicht… Die “Schuld” liegt ganz klar auf beiden Seiten vielleicht hätte wir gleich am Anfang schon was sagen sollen als es losging mit dem Daten aber man lernt dazu.

Kritik hört keiner wirklich gern, aber ich bin mir sicher, dass ich ein Mensch bin, der mit gerechtfertigter Kritik durchaus umgehen kann. Mit ungerechtfertigter eben nicht. Sie haben mir ja auch keine Zeit gelassen, mir Gedanken zu machen. Sonntag Abend um elf fangen die Vorwürfe an und am Montagmorgen um halb zehn bekomme ich das Flugticket vorgelegt. Und sie hätte etwas sagen sollen. Immerhin war sie es, die über alles Bescheid wusste, wie eine enge Freundin als die ich sie in der Zeit übrigens gesehen habe, und sie hat auch beschlossen, ihrem Mann davon nichts zu erzählen, weil er damit wahrscheinlich nicht umgehen kann. Mich würde immer noch interessieren, warum sich das plötzlich geändert hat und er alles wissen musste. Männer interessieren sich nämlich nicht wirklich dafür, wenn eine Frau mit roten Augen nach Hause kommt. Das ist nach einer Minute wieder vergessen. War eben ein Frauenproblem.

Alles Gute !

Euch auch.

Ein Monat nach Weihnachten

Da ich vor Weihnachten von meiner Aupairfamilie nach Hause geschickt wurde, dachte ich mir, ich schicke ihnen ein Päckchen und weil das Nachdenken und einkaufen und packen so lange gedauert hat, dass es vor Weihnachten eventuell nicht mehr angekommen wäre, also schickte ich es erst im Januar los und es wurde (angeblich?) letzten Samstag geöffnet.

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Ich muss sagen, dafür, dass ich mir so viele Gedanken gemacht habe, wirklich etwas Sinnvolles zu schicken und nicht nur irgendetwas, habe ich dafür zu wenig Dank bekommen.

Ich möchte also hier kurz erklären, was ich mir so gedacht hab und was so alles Schönes in dem Päckchen zu finden war:

Für den Vater gab es zwei Bilderrahmen mit je einem Bild von seinem Sohn und eines von seiner Tochter (um die Privatsphäre der Kinder zu schützen, habe ich ihre Gesichter unkenntlich gemacht). Nach dem Verpacken – ja, die Arbeit machte ich mir auch noch – klebte ich einen Zettel mit seinem Namen darauf und dem Satzteil: … because they are most important. Ich hoffe er hat verstanden, was ich damit sagen wollte: arbeite weniger, sei wenn du daheim bist auch wirklich daheim und nehme dir Zeit für deine Kinder und deine Frau. Vielleicht hätte ich es deutlicher schreiben müssen.

Für die Mutter gab es einen Pfannenwender – wirkt erst einmal unverschämt, aber ich war diejenige, die die Familie aufklärte, dass das abgekratze Teflon durch Metalllöffeln und Pfannenwendern nicht nur nicht gesund, sondern giftig ist. Außerdem gab es drei kleine Buddhas mit Kerzenhaltern vorne dran mit dem Kommentar: bleib dabei, das zu machen, was dir gut tut. Gemeint war das Yoga, das wir von Zeit zu Zeit abends zusammen machten und worauf sie immer super schlief. Außerdem ein paar Magnesiumtabletten zum Auflösen, die es in England irgendwie nur als Tabletten zum Schlucken gibt, um sie zum Sport zu motivieren. Sekundenkleber, weil der immer aus ist. Labello, weil sie danach süchtig ist. Und einen USB-Stick mit allen Fotos, die ich gemacht habe: Halloween, Spanien, einfach so.

Die Tochter bekam einen Bilderrahmen mit einem Foto unserer Hände darauf, Kinderriegel zum Teilen mit ihren zwei besten Freundinnen, einen Tauchring (den sie zum privaten Schwimmunterricht mitnehmen kann), ein Schieferherz auf das sie mit Kreide schreiben kann und ein Zauber-Handtuch, das sich, wenn man es in Wasser legt, vergrößert. Ihres mit Prinzessinnen und …

das des Jungen mit den Autos von Cars. Er wird auch immer wieder Cheeky Monkey genannt und deswegen ist der Kuscheltieraffe perfekt. Er hat so auch kein Kuscheltier zum Schlafen, sondern einen Schal von der Mutter. Ihm gehört jetzt auch das Huhn, als Türstopper mit dem er umgehen kann statt dem kleinen hölzernen Teil. Für ihn ist auch das Nachtlicht – eines aus meiner Kindheit. Adapter haben sie genug.

Für beide zusammen gab es die Tasche für die Rückseite des Fahrer- oder Beifahrersitzes. Er kann da seine Autos und sie ihre Stifte unterbringen und es ist nicht direkt das ganze Auto unordentlich. Pflaster kann man (leider) immer gebrauchen und Süßigkeiten sowieso. Speziell zu erwähnen sind die Oreos: ich hoffe, dass sie sich daran erinnern, dass wir die an einem Nachmittag zusammen in Spanien gegessen haben. Richtig mit in Milch tunken, wie sich das gehört… laut Werbung 😉

Der Versand waren dann 17€ für die 4,7kg (die Gesamtkosten sicherlich 70€) und dauerte von Montag bis Donnerstag. Donnerstag und Freitag ist der Kleine angeblich auf dem Rückweg von der Schule eingeschlafen und deswegen wurde es erst am Samstag aufgemacht. Für die ganze Mühe, die ich mir gemacht habe, gab es ein „Danke für die tollen Sachen“. Immerhin.

Mir war es wichtig, dass die Geschenke zeigen, dass ich die Familie kenne oder gekannt habe und nicht nur Schokolade verschicke, die ich auch jedem anderen schenken könnte. Ich würde einfach mal behaupten, das ist mir gelungen 🙂

Der Rauswurf

Es ist inzwischen viel Zeit vergangen und wenn ich darüber nachdenke, habe ich zwar immer noch die gleiche Einstellung, aber ich kann ruhiger davon berichten und werde nicht direkt wieder passiv aggressiv – dazu später mehr.

Im Juni 2015 habe ich mit der Aupair-Mutter zum ersten Mal geskypt und obwohl es für mich auch direkt passte oder es zumindest nichts zu beanstanden gab, war ich trotzdem überrascht, dass wenige Minuten danach schon feststand, dass ich kommen darf.

Meine Ankunft am 11.10.2015 war zwar etwas weniger organisiert (wir haben uns mehrfach zusammentelefonieren müssen bevor wir uns gefunden haben), aber trotzdem sehr herzlich und ich wurde auch von den Kindern sofort willkommen geheißen. Auf dem Rückweg von der Schule am Tag danach sprachen wir dann über unsere Wünsche und Vorlieben und klärten direkt einiges ab, was Haushalt und Kinder angeht. Wir ergänzten uns perfekt: was der eine nicht mag, macht dem anderen nichts aus und auch anders herum. Ich rückte dann auch irgendwann damit heraus, dass ich super gerne aufräume und umsortiere etc. und ab dann ging es los mit der Arbeit: ich sortierte (fast) jedes Zimmer im Haus neu, räumte auf. Die ersten drei Wochen waren somit ziemlich anstrengend aber mir als Ordnungs-Freak gibt das auch eine gewisse Befriedigung, die dafür entschädigt und vom ordnungsliebenden aber unter Zeitmangel-leidenden Vater gab es ein erleichtertes „I love you“ nachdem ich das Spielzimmer der Kinder aufgeräumt hatte.

Es lief also echt gut und irgendwann wollte ich auch mal wirklich Englisch reden und neue Leute kennenlernen, also nutzte ich eine App und kam schnell in Kontakt. Ich wollte keine Frauenfreundschaften anfangen, ich muss einfach sagen das wäre mir zu anstrengend gewesen und ich bin nicht so die Kaffeetrinken-Tante, lieber abends auf ein Bier im Pub. Und genau das habe ich dann auch getan: mit drei Männern innerhalb der zwei Monate, die ich dort war. Der eine hat es nicht über das erste Date hinausgeschafft.. zu viele Komplimente stören mich mehr als keine. Der zweite war dann generell zu ungesprächig und wurde nach dem zweiten Treffen aussortiert. Auch wenn mein Englisch wirklich „amazing“ ist, wie mir alle Engländer erzählen, ist ein lockerer Smalltalk doch deutlich schwieriger als in meiner Muttersprache. Man hat ja so auch keine direkten Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel ein Studium in Würzburg oder dass man sich an einem Abend für den gleichen Club entschieden hat. Man will nicht die ganze Zeit nur von sich reden, aber den andren auch nicht ausfragen.

Nummer 3 war jetzt auch kein mega erstes Date, aber er hat sich zumindest so gut angestellt und genug Mut aufgebracht, mich am Ende zu küssen und sich damit ein zweites Date zu verdienen. Das lief dann überraschenderweise ziemlich gut und wir trafen uns für die folgenden drei Wochen regelmäßig. Regelmäßig bedeutet hier, dass wir uns fast jeden zweiten Abend sahen. Warum? Weil wir uns super verstanden, ich merkte, dass ich einfach Mal raus wollte von „daheim“, weil ich immer, wenn ich daheim war, auch automatisch eingebunden wurde zum Beispiel zum „mal kurz babysitten“. Damit hatte ich bis dahin kein Problem, aber dann erkannte ich eben, dass einen Abend wirklich frei haben, etwas anderes heißt und ich das nur kriege, wenn ich weg bin. Meine freien Tage habe ich auch eher zum Ausruhen genutzt, weil die Tage unter der Woche doch anstrengender waren, als gedacht. Es gab immer etwas zu tun und mein Sport war mir ja in der Zeit auch sehr wichtig, der natürlich zusätzlich schlauchte.

Samstag, der 12.12.2015

Kurz bevor ich die Kids am Samstag zum privaten Schwimmunterricht brachte, kamen die Eltern extra zu mir, um mir zu sagen, wie toll ich alles mache: Haushalt und Kinder. Nichts zu beanstanden. Diese Aussage wird noch zum Witz des Jahres, wenn man die folgenden Ereignisse kennt. Es hieß, dass ich nach dem Schwimmen zu meinem Engländer könnte. Wir wollten ins Fitnessstudio und weil ich schon erste Anzeichen spürte, dass ich krank werde, musste es unbedingt noch heute sein und man benötigt schon so zwei Stunden, um gut zu trainieren. Direkt nach dem Schwimmen könnte ich gehen. Das war um halb drei. Um drei schrieb ich Mal der Mutter, wo sie denn wäre, weil der Vater zwar hier, aber in einem Meeting ist und ich deswegen, verantwortlich wie ich nun mal bin, die Kids nicht alleine bei ihm lassen wollte. Um kurz nach drei war sie dann auch „schon“ da und ich bin direkt gegangen. Wollte nicht noch länger Zeit verschwenden. Wenn man dann generell schon nicht mehr die Ruhe in Person ist, schaffen es andere Personen noch leichter, dich auf die Palme zu bringen und genau das passierte. Ich musste abends dann zurück sein um auf die Kids aufzupassen, die Eltern schafften es einmal auszugehen. Ich hatte noch ein paar Minuten Zeit um mich im Auto zu beruhigen und abzuschminken, wollte mich aber nicht neu schminken, d.h. man konnte mir ansehen, dass irgendetwas nicht passt. Ich komme also durch die Tür und der Vater kommt mir entgegen und stellt mir die eigentlich rhetorische Frage: How are you. – Nicht gut heute. – Was ist? – Will ich nicht darüber reden. Eigentlich doch ganz legitim oder? Man muss ja nicht über alles reden und man darf ja Mal traurig oder aufgewühlt sein. Ich hatte dann noch ein paar Minuten „frei“ und die Mutter versuchte aus mir herauszuquetschen, was denn los sei, aber ich brauchte einfach nur ein paar Minuten für mich. Die Kids schienen dann nichts direkt zu merken: freitags war eh Movie-Night und da ist der Film wichtiger, als ein eventuell trauriges Aupair.

Sonntag war – wie meistens – mein komplett freier Tag und den verbrachte ich – wie die letzten Wochen – bei meinem Engländer (Steve, übrigens). Die Sache von gestern wurde geklärt und als ich abends um zehn oder halb elf zurück zum Haus kam und mich in der Küche mit der Mutter unterhielt (meine Laune war übrigens super), kamen erste Vorwürfe oder kleinere Beschwerden… dass ich zu viel an meinem Handy wäre. Sah ich natürlich nicht so, denn sobald ich mit den Kindern zusammen bin, war das Handy weg und bei der Hausarbeit stört es nicht, hin und wieder darauf zu gucken. Die Arbeit muss so oder so gemacht werden und wenn ich zwischendrin Handypausen mache, dauert es eben etwas länger, aber das ist ja mein Problem. Dachte ich. Im Vertrag stand auch nur, dass das Handy während der Arbeit mit den Kindern nichts in meinen Händen verloren hat. Dann ging es weiter. Meine Launen. Sie würden sich ändern. Jup, Launen ändern sich mal. Und diese Launen würden das Familienleben beeinflussen. Und es passt ihnen nicht, dass ich mich mit Männern treffe. Whoooooops – was bitte?! Ich habe wirklich versucht ruhig zu bleiben, aber mich dennoch deutlich zu erklären: ich treffe mich mit einem Mann und zwar immer nur in meiner Freizeit. Wenn ich abends zu ihm gehe, findet vorher ein Gespräch in dieser Art zwischen der Mutter und mir statt: Brauchst du mich noch? – Nein, kannst zum Steve. – Sicher? – Ja. Und dann gehe ich natürlich auch. Oder ich sag sogar: du kannst auch nein sagen. Oder wir machen nachmittags aus: anstatt saugen und wischen aufzuteilen, mache ich beides und habe dafür abends frei.

Meine Launen…. hängen erst einmal nicht immer mit Männern zusammen. Launen hatte ich vor allem auch während der Saftkur und da hatte ich noch nicht ein Date in England. Aber das schien vergessen. Meine „Männer“ waren an allem schuld.

Nach kurzer Zeit ging ich dann hoch, weil mir das zu doof wurde und ich wie angekündigt krank war. Schlafen durfte ich aber nicht, denn nach einer halben Stunde kam der Vater hoch, um mich zu einer weiteren Diskussion nach unten zu bitten. Kann man ja nicht wirklich nein sagen. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon nicht mehr freundlich gestimmt. Es war spät, ich war krank und die Vorwürfe waren aus meiner Sicht untragbar.

Die Diskussion sah dann wie folgt aus: Vater redet zehn Minuten am Stück und spricht in etwa 15 Punkte an. Wollte ich zwischendrin schon zu einem Punkt etwas sagen, hieß es „wir können doch wohl so erwachsen sein, dass wir uns ausreden lassen“. Klar. Theoretisch schon, aber so führt man keine Diskussion. Nach den zehn Minuten weiß ich ja schon gar nicht mehr jeden angesprochenen Punkt, obwohl ich zu jedem eine Erklärung liefern oder meine Meinung kundtun hätte wollen und können. Meine Antworten fielen dementsprechend auch nicht mehr ruhig aus. Richtig schreien konnte ich aber wegen meiner Erkältung eh nicht. Diese Leute wollten bestimmen, was ich in meiner Freizeit mache. Ich freier Mensch, der sich so in der Familie eingefügt hat und sie immer noch an erste Stelle stellt, soll jetzt auch noch meine Freizeit nach ihnen richten? Und das auch nur, weil ich so ein offenes und ehrliches Verhältnis zur Mutter hatte und sie deswegen über alles Bescheid wusste?

Natürlich hat mich das alles geschockt und überrumpelt, denn wie gesagt: am Tag vorher wurde ich extra gelobt, wie toll ich alles mache. Auch bei der Diskussion hieß es immer wieder: Haushalt und Kinder top. Würden mich gern mit den Urlaub nehmen auch nach meiner Aupairzeit. Könnte immer zu Besuch kommen. Bin ein toller Mensch. Mach tolle Arbeit. Und dann soll wirklich das der Grund sein? Dass ich mich mit drei Männern getroffen habe, wobei nur einer davon länger geblieben ist? Und es vorher keine Regel gab, dass das verboten wäre? Natürlich habe ich das vorher auch nicht als mein Ziel aufgezählt, was ich hier machen will. Das hat sich eben so ergeben. Keinen Besuch mit ins Haus bringen. Fand ich logisch. Hab ich mich zu jeder Zeit dran gehalten. Um halb elf zu Hause sein. Hab ich mich dran gehalten. Und ich war auch nur einmal über Nacht weg – das vorherige Aupair hat fast jedes Wochenende in London übernachtet. ABER: sie hatte einen Freund zu Hause, also sicherlich keinen Sex in England. Soll das wirklich der Unterschied sein? Anscheinend. Denn der Kompromiss, der mir vorgeschlagen wurde, sah wie folgt aus: „Du triffst dich nicht mehr mit Männern und dafür kannst du nach Weihnachten gerne wieder kommen“. Wo ist da nochmal der Kompromiss? Ich finde ihn irgendwie nicht. Ein Kompromiss, so wie ich Kompromiss definieren würde, beinhaltet Interessen beider Parteien. Ich will Steve treffen. Sie sagen, ich soll nicht. Also ist der Kompromiss: ich tu das nicht. Nein. Dazu ist mir meine Freiheit und mein eigener Wille zu wichtig. Sie hätten Verantwortung für mich und würden sich Sorgen machen. Zu den ersten Dates bin ich immer selbst gefahren, konnte also jederzeit zurück und den Steve traf ich schon drei Wochen und zwar daheim bei seinen Eltern. Also ich denke die Gefahr war da schon vorbei, wenn überhaupt jemals Gefahr bestand. Gegen Ende hieß es dann: du bist nicht kompromissfähig, du bist passivaggressiv (siehe oben) und du benimmst dich wegen deiner Launen wie ein Teenager, wir wollen eine Hilfe für unsere Kinder, kein drittes Kind. Klar. Wie war das nochmal? Haushalt und Kinder top? Oder so ähnlich?

Ich verabschiedete mich dann ins Bett, meinte ich bin müde und krank und k.o. und das führt ja zu nichts. Mir wurde noch hinterher gerufen, dass ich morgen nicht mit aufstehen müsse, um die Kids in die Schule zu bringen. Hab ich nichts dagegen, war eh so in die Richtung ausgemacht, also gute Nacht.

8h: aufwachen, immer noch geschockt sein, Whatsapp checken, alle Freunde schockiert, alle Freunde (bis auf eine) vollkommen auf meiner Seite, ich fühle mich noch mehr bestätigt.

9:15h: Aupairmutter kommt hoch in mein Zimmer und hat einen Zettel in der Hand, den ich anfangs gar nicht richtig realisierte. „So klappt das nicht. Ich denke wir brauchen alle mal eine Pause. Ich bin so geschafft und vor Weihnachten ist es eh immer so stressig und meine Mutter kommt diese Woche zu Besuch … vielleicht sollten wir uns alle erst einmal beruhigen…. Ich hab dir einen Flug gebucht.“ Ich bin natürlich überrascht. „Für heute um vier“. …….. Geschockt. Und dann langsam realisiere ich, was das bedeutet: heute um vier geht mein Flieger, also um 13h mein Taxi (wie sie mir 10 Minuten später per Whatsapp mitteilte) und jetzt war er schon halb zehn und ich sitze in meinem Schlafanzug auf meinem Bett. Die Kinder sind schon in der Schule und haben erst am Nachmittag aus. Ich kann mich also nicht verabschieden. Als ich ihr das vorwarf kam als Antwort: warum ich mich denn so anstelle, sie sind doch nicht meine Familie. Ich muss sagen, ich habe mich schon auf alle Familienmitglieder eingelassen, aber trotzdem einen professionellen Abstand wahren wollen, gerade auch, um den Kids den Abschied Ende März zu erleichtern. Klar sind sie nicht meine Familie, aber ich habe mich sogar verabschiedet, wenn ich abends ein paar Stunden weg war. Wieso sollte ich mich also nicht über Weihnachten verabschieden?! Selbst wenn die Eltern immer noch davon ausgegangen sind, dass ich zurückkomme, ist das unverschämt. Jetzt konnte ich natürlich nicht mehr an mich halten. Das ist einfach nur unfair und kindisch und bescheuert. Unfassbar. Zum Steve konnte ich natürlich auch nicht tschüss sagen, denn wie normale Menschen arbeitet er an einem Montag. Gnädigerweise hieß es noch, ich könnte auch einfach den Flug nächste Woche nehmen, der wäre nicht storniert, aber ich sollte schon aus dem Haus raus. In das Haus von Steves Eltern, denen wir immer erzählt haben, dass das nichts Ernstes ist, damit sie keine Fragen stellen, worauf wir selbst noch nicht die Antwort kennen? Nicht wirklich möglich. Er hat sogar gefragt, aber seine Mutter war dagegen. Was ich komplett verstehen kann. Nicht alle Mütter treffen irrationale Entscheidungen. Manche nutzen ihren Verstande und kommen dann zu einer Lösung.

Die letzten Stunden im Haus sahen dann so aus: immer mal wieder bei Freunden in whatsapp aufgeregt und ausgeheult. Packen (sie hatten mir netterweise zwei Koffer gebucht und einen zweiten Koffer geschenkt, den ich benutzen und behalten durfte – ist schon beim Roten Kreuz gelandet, muss ich nicht länger sehen) und ich habe jeden cm² geputzt, weil ich mir nichts nachsagen lassen wollte – und ich hatte eh nichts anderes zu tun und nur rumsitzen ist schrecklich, wenn so viele Gedanken durch den Kopf spuken. Als ich gerade das Saugen beendete, kam die Mutter nochmal hoch und dachte wohl mit einer Umarmung und „lass uns doch wieder gut sein, ist eben ein bisschen eskaliert“ wäre alles wieder gut, aber ich lass mich nicht von Menschen umarmen, die ich nicht mag. Wozu auch? „Nein, einfach nein“, war meine Antwort, bevor ich nochmal ausfallend werde. Hat nicht ganz geklappt, denn sie fing nochmal mit irgendetwas an, das ich dann nochmal kontern musste und so wurde eben nochmal rumgeschrien, bevor mein Taxi pünktlich um 13h vor der Tür stand. Der Vater erlaubte sich tatsächlich nochmal zu sagen: Wenn du willst, kannst du wirklich jederzeit wieder kommen. Aber darauf hatte ich nur das zu sagen: Werde ich nicht. Und ich war mir sowas von sicher. Zu solchen Menschen will ich nicht nochmal, solche Menschen sind keine freiwillig gewählte Familie. Meine Arbeit zu loben und mich wegen meiner Freizeitgestaltung heimzuschicken, die natürlich das Familienleben beeinflusst, aber genauso wie jede andere Freizeitgestaltung auch. Und wenn es doch etwas zu bestanden gegeben hat, warum dann am Samstag nochmal extra kommen, um mir zu sagen, wie perfekt alles läuft? Das gibt doch keinen Sinn.

Unfair behandelt werden ist etwas, das ich einfach ganz und gar nicht ausstehen kann.

#freespirit

Um halb acht landete ich dann in München und zum Glück bekam es meine Mama mit einer Freundin hin mich abzuholen, denn ich hatte 50kg Gepäck dabei. Wollte ja eigentlich etwas nach Hause schicken und über Weihnachten schon einmal mit nach Hause nehmen, deswegen wurde es so viel. Und Rucksack mit zwei Trollis ist etwas viel zum Zugfahren. Ich denke, meine Mama hat am Anfang nicht wirklich gedacht, dass ich im Recht bin. Aber zum Glück war ihre Freundin auch mehrfache Aupairmama und konnte bestätigen, dass Aupaireltern nicht zu bestimmen haben, was Aupairs in ihrer Freizeit machen. Und Launen sind menschlich – das kam auch während der Fahrt heraus.

Gründe, die eventuell dazu geführt haben, ohne dass jeder sie sehen wollte: die Mutter war eifersüchtig, dass ich so gut mit den Kids und dem Haushalt zurechtkam. Mit dem Haushalt sogar besser als sie. Und genau das hat auch ihrem Mann gefallen – was ihr vielleicht missfallen hat. Angeblich verschweigt sie ihm ja auch nichts – aber etwas eine zeitlang verschweigen ist doch auch verschweigen oder? Und war es dann wirklich nötig von allen drei Dates zu erzählen und dass ich die Männer über eine App kennengelernt hatte? Wichtig war ja nur noch Steve und den sah ich schon eine Weile und den hätte ich auch durchaus mal beim Weggehen kennenlernen können. Das wären genug Infos gewesen, immerhin hieß es von Anfang an: besser erzählen wir dem Vater nichts, dem gefällt das wahrscheinlich nicht.

Natürlich ist das hier alles meine Sicht der Dinge, aber das hier ist ja auch mein Blog 🙂 Kommentare jeglicher Art erwünscht! Zustimmung und Gegenmeinungen genauso, wie Erklärungsversuche oder Nachfragen.

PS: Entschuldigt die Bilderlosigkeit und die vielen Worte, von denen vielleicht nicht alle nötig gewesen wären, aber mein Blog ist eben auch mein Psychologe und Psychologen soll man doch immer alles erzählen 😉