Der Rauswurf

Es ist inzwischen viel Zeit vergangen und wenn ich darüber nachdenke, habe ich zwar immer noch die gleiche Einstellung, aber ich kann ruhiger davon berichten und werde nicht direkt wieder passiv aggressiv – dazu später mehr.

Im Juni 2015 habe ich mit der Aupair-Mutter zum ersten Mal geskypt und obwohl es für mich auch direkt passte oder es zumindest nichts zu beanstanden gab, war ich trotzdem überrascht, dass wenige Minuten danach schon feststand, dass ich kommen darf.

Meine Ankunft am 11.10.2015 war zwar etwas weniger organisiert (wir haben uns mehrfach zusammentelefonieren müssen bevor wir uns gefunden haben), aber trotzdem sehr herzlich und ich wurde auch von den Kindern sofort willkommen geheißen. Auf dem Rückweg von der Schule am Tag danach sprachen wir dann über unsere Wünsche und Vorlieben und klärten direkt einiges ab, was Haushalt und Kinder angeht. Wir ergänzten uns perfekt: was der eine nicht mag, macht dem anderen nichts aus und auch anders herum. Ich rückte dann auch irgendwann damit heraus, dass ich super gerne aufräume und umsortiere etc. und ab dann ging es los mit der Arbeit: ich sortierte (fast) jedes Zimmer im Haus neu, räumte auf. Die ersten drei Wochen waren somit ziemlich anstrengend aber mir als Ordnungs-Freak gibt das auch eine gewisse Befriedigung, die dafür entschädigt und vom ordnungsliebenden aber unter Zeitmangel-leidenden Vater gab es ein erleichtertes „I love you“ nachdem ich das Spielzimmer der Kinder aufgeräumt hatte.

Es lief also echt gut und irgendwann wollte ich auch mal wirklich Englisch reden und neue Leute kennenlernen, also nutzte ich eine App und kam schnell in Kontakt. Ich wollte keine Frauenfreundschaften anfangen, ich muss einfach sagen das wäre mir zu anstrengend gewesen und ich bin nicht so die Kaffeetrinken-Tante, lieber abends auf ein Bier im Pub. Und genau das habe ich dann auch getan: mit drei Männern innerhalb der zwei Monate, die ich dort war. Der eine hat es nicht über das erste Date hinausgeschafft.. zu viele Komplimente stören mich mehr als keine. Der zweite war dann generell zu ungesprächig und wurde nach dem zweiten Treffen aussortiert. Auch wenn mein Englisch wirklich „amazing“ ist, wie mir alle Engländer erzählen, ist ein lockerer Smalltalk doch deutlich schwieriger als in meiner Muttersprache. Man hat ja so auch keine direkten Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel ein Studium in Würzburg oder dass man sich an einem Abend für den gleichen Club entschieden hat. Man will nicht die ganze Zeit nur von sich reden, aber den andren auch nicht ausfragen.

Nummer 3 war jetzt auch kein mega erstes Date, aber er hat sich zumindest so gut angestellt und genug Mut aufgebracht, mich am Ende zu küssen und sich damit ein zweites Date zu verdienen. Das lief dann überraschenderweise ziemlich gut und wir trafen uns für die folgenden drei Wochen regelmäßig. Regelmäßig bedeutet hier, dass wir uns fast jeden zweiten Abend sahen. Warum? Weil wir uns super verstanden, ich merkte, dass ich einfach Mal raus wollte von „daheim“, weil ich immer, wenn ich daheim war, auch automatisch eingebunden wurde zum Beispiel zum „mal kurz babysitten“. Damit hatte ich bis dahin kein Problem, aber dann erkannte ich eben, dass einen Abend wirklich frei haben, etwas anderes heißt und ich das nur kriege, wenn ich weg bin. Meine freien Tage habe ich auch eher zum Ausruhen genutzt, weil die Tage unter der Woche doch anstrengender waren, als gedacht. Es gab immer etwas zu tun und mein Sport war mir ja in der Zeit auch sehr wichtig, der natürlich zusätzlich schlauchte.

Samstag, der 12.12.2015

Kurz bevor ich die Kids am Samstag zum privaten Schwimmunterricht brachte, kamen die Eltern extra zu mir, um mir zu sagen, wie toll ich alles mache: Haushalt und Kinder. Nichts zu beanstanden. Diese Aussage wird noch zum Witz des Jahres, wenn man die folgenden Ereignisse kennt. Es hieß, dass ich nach dem Schwimmen zu meinem Engländer könnte. Wir wollten ins Fitnessstudio und weil ich schon erste Anzeichen spürte, dass ich krank werde, musste es unbedingt noch heute sein und man benötigt schon so zwei Stunden, um gut zu trainieren. Direkt nach dem Schwimmen könnte ich gehen. Das war um halb drei. Um drei schrieb ich Mal der Mutter, wo sie denn wäre, weil der Vater zwar hier, aber in einem Meeting ist und ich deswegen, verantwortlich wie ich nun mal bin, die Kids nicht alleine bei ihm lassen wollte. Um kurz nach drei war sie dann auch „schon“ da und ich bin direkt gegangen. Wollte nicht noch länger Zeit verschwenden. Wenn man dann generell schon nicht mehr die Ruhe in Person ist, schaffen es andere Personen noch leichter, dich auf die Palme zu bringen und genau das passierte. Ich musste abends dann zurück sein um auf die Kids aufzupassen, die Eltern schafften es einmal auszugehen. Ich hatte noch ein paar Minuten Zeit um mich im Auto zu beruhigen und abzuschminken, wollte mich aber nicht neu schminken, d.h. man konnte mir ansehen, dass irgendetwas nicht passt. Ich komme also durch die Tür und der Vater kommt mir entgegen und stellt mir die eigentlich rhetorische Frage: How are you. – Nicht gut heute. – Was ist? – Will ich nicht darüber reden. Eigentlich doch ganz legitim oder? Man muss ja nicht über alles reden und man darf ja Mal traurig oder aufgewühlt sein. Ich hatte dann noch ein paar Minuten „frei“ und die Mutter versuchte aus mir herauszuquetschen, was denn los sei, aber ich brauchte einfach nur ein paar Minuten für mich. Die Kids schienen dann nichts direkt zu merken: freitags war eh Movie-Night und da ist der Film wichtiger, als ein eventuell trauriges Aupair.

Sonntag war – wie meistens – mein komplett freier Tag und den verbrachte ich – wie die letzten Wochen – bei meinem Engländer (Steve, übrigens). Die Sache von gestern wurde geklärt und als ich abends um zehn oder halb elf zurück zum Haus kam und mich in der Küche mit der Mutter unterhielt (meine Laune war übrigens super), kamen erste Vorwürfe oder kleinere Beschwerden… dass ich zu viel an meinem Handy wäre. Sah ich natürlich nicht so, denn sobald ich mit den Kindern zusammen bin, war das Handy weg und bei der Hausarbeit stört es nicht, hin und wieder darauf zu gucken. Die Arbeit muss so oder so gemacht werden und wenn ich zwischendrin Handypausen mache, dauert es eben etwas länger, aber das ist ja mein Problem. Dachte ich. Im Vertrag stand auch nur, dass das Handy während der Arbeit mit den Kindern nichts in meinen Händen verloren hat. Dann ging es weiter. Meine Launen. Sie würden sich ändern. Jup, Launen ändern sich mal. Und diese Launen würden das Familienleben beeinflussen. Und es passt ihnen nicht, dass ich mich mit Männern treffe. Whoooooops – was bitte?! Ich habe wirklich versucht ruhig zu bleiben, aber mich dennoch deutlich zu erklären: ich treffe mich mit einem Mann und zwar immer nur in meiner Freizeit. Wenn ich abends zu ihm gehe, findet vorher ein Gespräch in dieser Art zwischen der Mutter und mir statt: Brauchst du mich noch? – Nein, kannst zum Steve. – Sicher? – Ja. Und dann gehe ich natürlich auch. Oder ich sag sogar: du kannst auch nein sagen. Oder wir machen nachmittags aus: anstatt saugen und wischen aufzuteilen, mache ich beides und habe dafür abends frei.

Meine Launen…. hängen erst einmal nicht immer mit Männern zusammen. Launen hatte ich vor allem auch während der Saftkur und da hatte ich noch nicht ein Date in England. Aber das schien vergessen. Meine „Männer“ waren an allem schuld.

Nach kurzer Zeit ging ich dann hoch, weil mir das zu doof wurde und ich wie angekündigt krank war. Schlafen durfte ich aber nicht, denn nach einer halben Stunde kam der Vater hoch, um mich zu einer weiteren Diskussion nach unten zu bitten. Kann man ja nicht wirklich nein sagen. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon nicht mehr freundlich gestimmt. Es war spät, ich war krank und die Vorwürfe waren aus meiner Sicht untragbar.

Die Diskussion sah dann wie folgt aus: Vater redet zehn Minuten am Stück und spricht in etwa 15 Punkte an. Wollte ich zwischendrin schon zu einem Punkt etwas sagen, hieß es „wir können doch wohl so erwachsen sein, dass wir uns ausreden lassen“. Klar. Theoretisch schon, aber so führt man keine Diskussion. Nach den zehn Minuten weiß ich ja schon gar nicht mehr jeden angesprochenen Punkt, obwohl ich zu jedem eine Erklärung liefern oder meine Meinung kundtun hätte wollen und können. Meine Antworten fielen dementsprechend auch nicht mehr ruhig aus. Richtig schreien konnte ich aber wegen meiner Erkältung eh nicht. Diese Leute wollten bestimmen, was ich in meiner Freizeit mache. Ich freier Mensch, der sich so in der Familie eingefügt hat und sie immer noch an erste Stelle stellt, soll jetzt auch noch meine Freizeit nach ihnen richten? Und das auch nur, weil ich so ein offenes und ehrliches Verhältnis zur Mutter hatte und sie deswegen über alles Bescheid wusste?

Natürlich hat mich das alles geschockt und überrumpelt, denn wie gesagt: am Tag vorher wurde ich extra gelobt, wie toll ich alles mache. Auch bei der Diskussion hieß es immer wieder: Haushalt und Kinder top. Würden mich gern mit den Urlaub nehmen auch nach meiner Aupairzeit. Könnte immer zu Besuch kommen. Bin ein toller Mensch. Mach tolle Arbeit. Und dann soll wirklich das der Grund sein? Dass ich mich mit drei Männern getroffen habe, wobei nur einer davon länger geblieben ist? Und es vorher keine Regel gab, dass das verboten wäre? Natürlich habe ich das vorher auch nicht als mein Ziel aufgezählt, was ich hier machen will. Das hat sich eben so ergeben. Keinen Besuch mit ins Haus bringen. Fand ich logisch. Hab ich mich zu jeder Zeit dran gehalten. Um halb elf zu Hause sein. Hab ich mich dran gehalten. Und ich war auch nur einmal über Nacht weg – das vorherige Aupair hat fast jedes Wochenende in London übernachtet. ABER: sie hatte einen Freund zu Hause, also sicherlich keinen Sex in England. Soll das wirklich der Unterschied sein? Anscheinend. Denn der Kompromiss, der mir vorgeschlagen wurde, sah wie folgt aus: „Du triffst dich nicht mehr mit Männern und dafür kannst du nach Weihnachten gerne wieder kommen“. Wo ist da nochmal der Kompromiss? Ich finde ihn irgendwie nicht. Ein Kompromiss, so wie ich Kompromiss definieren würde, beinhaltet Interessen beider Parteien. Ich will Steve treffen. Sie sagen, ich soll nicht. Also ist der Kompromiss: ich tu das nicht. Nein. Dazu ist mir meine Freiheit und mein eigener Wille zu wichtig. Sie hätten Verantwortung für mich und würden sich Sorgen machen. Zu den ersten Dates bin ich immer selbst gefahren, konnte also jederzeit zurück und den Steve traf ich schon drei Wochen und zwar daheim bei seinen Eltern. Also ich denke die Gefahr war da schon vorbei, wenn überhaupt jemals Gefahr bestand. Gegen Ende hieß es dann: du bist nicht kompromissfähig, du bist passivaggressiv (siehe oben) und du benimmst dich wegen deiner Launen wie ein Teenager, wir wollen eine Hilfe für unsere Kinder, kein drittes Kind. Klar. Wie war das nochmal? Haushalt und Kinder top? Oder so ähnlich?

Ich verabschiedete mich dann ins Bett, meinte ich bin müde und krank und k.o. und das führt ja zu nichts. Mir wurde noch hinterher gerufen, dass ich morgen nicht mit aufstehen müsse, um die Kids in die Schule zu bringen. Hab ich nichts dagegen, war eh so in die Richtung ausgemacht, also gute Nacht.

8h: aufwachen, immer noch geschockt sein, Whatsapp checken, alle Freunde schockiert, alle Freunde (bis auf eine) vollkommen auf meiner Seite, ich fühle mich noch mehr bestätigt.

9:15h: Aupairmutter kommt hoch in mein Zimmer und hat einen Zettel in der Hand, den ich anfangs gar nicht richtig realisierte. „So klappt das nicht. Ich denke wir brauchen alle mal eine Pause. Ich bin so geschafft und vor Weihnachten ist es eh immer so stressig und meine Mutter kommt diese Woche zu Besuch … vielleicht sollten wir uns alle erst einmal beruhigen…. Ich hab dir einen Flug gebucht.“ Ich bin natürlich überrascht. „Für heute um vier“. …….. Geschockt. Und dann langsam realisiere ich, was das bedeutet: heute um vier geht mein Flieger, also um 13h mein Taxi (wie sie mir 10 Minuten später per Whatsapp mitteilte) und jetzt war er schon halb zehn und ich sitze in meinem Schlafanzug auf meinem Bett. Die Kinder sind schon in der Schule und haben erst am Nachmittag aus. Ich kann mich also nicht verabschieden. Als ich ihr das vorwarf kam als Antwort: warum ich mich denn so anstelle, sie sind doch nicht meine Familie. Ich muss sagen, ich habe mich schon auf alle Familienmitglieder eingelassen, aber trotzdem einen professionellen Abstand wahren wollen, gerade auch, um den Kids den Abschied Ende März zu erleichtern. Klar sind sie nicht meine Familie, aber ich habe mich sogar verabschiedet, wenn ich abends ein paar Stunden weg war. Wieso sollte ich mich also nicht über Weihnachten verabschieden?! Selbst wenn die Eltern immer noch davon ausgegangen sind, dass ich zurückkomme, ist das unverschämt. Jetzt konnte ich natürlich nicht mehr an mich halten. Das ist einfach nur unfair und kindisch und bescheuert. Unfassbar. Zum Steve konnte ich natürlich auch nicht tschüss sagen, denn wie normale Menschen arbeitet er an einem Montag. Gnädigerweise hieß es noch, ich könnte auch einfach den Flug nächste Woche nehmen, der wäre nicht storniert, aber ich sollte schon aus dem Haus raus. In das Haus von Steves Eltern, denen wir immer erzählt haben, dass das nichts Ernstes ist, damit sie keine Fragen stellen, worauf wir selbst noch nicht die Antwort kennen? Nicht wirklich möglich. Er hat sogar gefragt, aber seine Mutter war dagegen. Was ich komplett verstehen kann. Nicht alle Mütter treffen irrationale Entscheidungen. Manche nutzen ihren Verstande und kommen dann zu einer Lösung.

Die letzten Stunden im Haus sahen dann so aus: immer mal wieder bei Freunden in whatsapp aufgeregt und ausgeheult. Packen (sie hatten mir netterweise zwei Koffer gebucht und einen zweiten Koffer geschenkt, den ich benutzen und behalten durfte – ist schon beim Roten Kreuz gelandet, muss ich nicht länger sehen) und ich habe jeden cm² geputzt, weil ich mir nichts nachsagen lassen wollte – und ich hatte eh nichts anderes zu tun und nur rumsitzen ist schrecklich, wenn so viele Gedanken durch den Kopf spuken. Als ich gerade das Saugen beendete, kam die Mutter nochmal hoch und dachte wohl mit einer Umarmung und „lass uns doch wieder gut sein, ist eben ein bisschen eskaliert“ wäre alles wieder gut, aber ich lass mich nicht von Menschen umarmen, die ich nicht mag. Wozu auch? „Nein, einfach nein“, war meine Antwort, bevor ich nochmal ausfallend werde. Hat nicht ganz geklappt, denn sie fing nochmal mit irgendetwas an, das ich dann nochmal kontern musste und so wurde eben nochmal rumgeschrien, bevor mein Taxi pünktlich um 13h vor der Tür stand. Der Vater erlaubte sich tatsächlich nochmal zu sagen: Wenn du willst, kannst du wirklich jederzeit wieder kommen. Aber darauf hatte ich nur das zu sagen: Werde ich nicht. Und ich war mir sowas von sicher. Zu solchen Menschen will ich nicht nochmal, solche Menschen sind keine freiwillig gewählte Familie. Meine Arbeit zu loben und mich wegen meiner Freizeitgestaltung heimzuschicken, die natürlich das Familienleben beeinflusst, aber genauso wie jede andere Freizeitgestaltung auch. Und wenn es doch etwas zu bestanden gegeben hat, warum dann am Samstag nochmal extra kommen, um mir zu sagen, wie perfekt alles läuft? Das gibt doch keinen Sinn.

Unfair behandelt werden ist etwas, das ich einfach ganz und gar nicht ausstehen kann.

#freespirit

Um halb acht landete ich dann in München und zum Glück bekam es meine Mama mit einer Freundin hin mich abzuholen, denn ich hatte 50kg Gepäck dabei. Wollte ja eigentlich etwas nach Hause schicken und über Weihnachten schon einmal mit nach Hause nehmen, deswegen wurde es so viel. Und Rucksack mit zwei Trollis ist etwas viel zum Zugfahren. Ich denke, meine Mama hat am Anfang nicht wirklich gedacht, dass ich im Recht bin. Aber zum Glück war ihre Freundin auch mehrfache Aupairmama und konnte bestätigen, dass Aupaireltern nicht zu bestimmen haben, was Aupairs in ihrer Freizeit machen. Und Launen sind menschlich – das kam auch während der Fahrt heraus.

Gründe, die eventuell dazu geführt haben, ohne dass jeder sie sehen wollte: die Mutter war eifersüchtig, dass ich so gut mit den Kids und dem Haushalt zurechtkam. Mit dem Haushalt sogar besser als sie. Und genau das hat auch ihrem Mann gefallen – was ihr vielleicht missfallen hat. Angeblich verschweigt sie ihm ja auch nichts – aber etwas eine zeitlang verschweigen ist doch auch verschweigen oder? Und war es dann wirklich nötig von allen drei Dates zu erzählen und dass ich die Männer über eine App kennengelernt hatte? Wichtig war ja nur noch Steve und den sah ich schon eine Weile und den hätte ich auch durchaus mal beim Weggehen kennenlernen können. Das wären genug Infos gewesen, immerhin hieß es von Anfang an: besser erzählen wir dem Vater nichts, dem gefällt das wahrscheinlich nicht.

Natürlich ist das hier alles meine Sicht der Dinge, aber das hier ist ja auch mein Blog 🙂 Kommentare jeglicher Art erwünscht! Zustimmung und Gegenmeinungen genauso, wie Erklärungsversuche oder Nachfragen.

PS: Entschuldigt die Bilderlosigkeit und die vielen Worte, von denen vielleicht nicht alle nötig gewesen wären, aber mein Blog ist eben auch mein Psychologe und Psychologen soll man doch immer alles erzählen 😉

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2 Gedanken zu “Der Rauswurf

  1. Hi Caro… da Du hier nur “ Deine“ Ansicht teilest und auch nicht alle Fakten erwähnst schreibe ich gerne noch unsere Seite dazu… dann kann man auch das frühere Ende der Aupair Zeit verstehen. Du warst eine tolle Hilfe für uns – hast den Haushalt besser geschmissen als jeder den ich kenne… weiss nicht warum ich da eifersüchtig sein sollte…ich mache halt lieber anderes wie kochen. Also ja wir haben uns super ergänzt, dafür haben wir Dich auch ueberdurchnittlich bezahlt…normal verdient ein Aupair 90-100£…Dein Verdienst war weitaus höher und das obwohl du keine kleineren Kids zu betreuen hattest. Ausserdem haben wir dir auch ein Auto zur Verfügung gestellt für die Freizeit – was die wenigsten tun…also denke ich waren wir sehr fair.
    Am Anfang lief alles super und du hattest wie vorher im Interview besprochen in deiner Freizeit: England angeguckt, Spanisch gelernt und Sport gemacht… dann auf einmal ging es los mit Daten und nicht einen sondern mehrere und weil wir recht konservativ sind haben wir die gebeten im neuen Jahr wieder Deine anderen Ziele zu verfolgen – darauf hin bist Du aggressiv geworden
    bist wie ein Teenager nach oben gestampft und man konnte nicht mit Dir reden. Deshalb habe ich Dir einen Flug gebucht damit Du erstmal in Deutschland über Weihnachten darüber nach denken kannst wie es weiter gehen soll – denn das wusstest Du auch nicht. Aber es war kein reden mit Dir möglich… – Du hast hast meiner Meinung nach absolut Überreagiert… Und Dich beim gehen nicht einmal verabschiedet. Wenn man als Gast in eine Familie kommt gibt es halt Regeln – wenn man diese nicht einhalten will oder ganz frei und flexible sein möchte kann man schlecht Aupair sein. Achja übrigens hätten wir auch nicht Taxi, Flug, beide Koffer für Dich zahlen müssen.Einige Aupairs werden einfach gebeten zu gehen wenn es nicht passt !

    Fazit : In Zukunft bei Kritik einfach locker bleiben und sich erstmal Gedanken machen. Dann eskaliert es auch nicht… Die „Schuld“ liegt ganz klar auf beiden Seiten vielleicht hätte wir gleich am Anfang schon was sagen sollen als es losging mit dem Daten aber man lernt dazu.

    Alles Gute !

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  2. Ich bin auch der Meinung, dass man Arbeit und Privates voneinander trennen sollte. Ganz klar! Solltest du als angehende Lehrerin auch wissen. Die Kinder können nichts für deine Launen und wenn man von vornherein schon sagt, man möchte den Kindern nicht all zu nahe treten damit der Abschied nicht so schlimm wird, dann ist das für mich schon zum Scheitern verurteilt. Wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen und auch wenn ein Abschied wehtut, er gehört nun mal zur Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Menschen dazu und England und Deutschland sind auch keine 2 Stunden voneinander entfernt! Als Au Pair ist man Au Pair und eben nicht nur Putzfrau. Und ein Haus putzt man auch nicht jeden Tag. Vielleicht bist du in deiner Persönlichkeit zu sehr entwickelt, dass ein friedliches Miteinander mit dir nicht mehr möglich war. Natürlich ist die Au Pair Zeit ein schöne Erfahrung für das Au Pair selbst, aber bei der ganzen Sache scheint es mir, als hättest du vollkommen vergessen, dass du einen Vertrag mit einer Familie hast, den du auch vorweg unterschrieben hast! Die Familie bezahlt dich dafür, dass du eine Haushaltshilfe bist. Für einen Menschen der sich nichts sagen lässt ist Work and Travel sicher eine bessere Option.

    Ich wurde in deinem Text auch zitiert und es stimmt auch nicht, dass ich jedes Wochenende in London war und ich war auch nicht ausschließlich mit Mädchen dort, ich habe sogar männlichen Besuch aus Deutschland bekommen, verstehe daher nicht wieso du die Schuld denn Männern zuschreibst. Ich habe mit dir schon vor deiner Anreise schlechte Erfahrung gemacht. Du hast mich angefahren, bist persönlich geworden und das nur, weil ich dir als vorheriges Au Pair Tipps geben wollte. Das ist in der Au Pair Welt Gang und Gebe, dass man das zukünftige Au Pair kontaktiert. Ich hatte leider nicht dieses Glück, da ich das erste Au Pair war und ich komplett alles selbst herausfinden musste.

    Zum Thema Eifersucht: ich schätze mal, du hast mich eher als Konkurrenz gesehen, da ich mit den Kindern eine so innige Beziehung in kurzer Zeit aufgebaut habe und sie mich während deines Aufenthalts sehr vermisst haben und geweint haben. Ich war mit deiner Art echt überfordert und habe mir nach deinen undankbaren Worte auch noch selbst Vorwürfe gemacht, aber ich sehe in meinem Verhalten keinerlei falsches Handeln. Ich habe dir helfen wollen und anstelle dankend abzulehnen hast du mich persönlich angegriffen. Ich finde es schade, dass du Lauras Familie nicht so wertgeschätzt hast, wie ich es getan habe. Ich habe selten eine so liebevolle, herzliche Familie kennengelernt und auch wenn Laura von “konservativ” spricht, sie waren nicht konservativ in dem Sinne, dass nichts erlaubt ist, sondern konservativ meint einfach ANSTAND und ERZIEHUNG zu zeigen, da das heutzutage bei vielen Menschen nicht mehr gegeben ist. Ich finde es wirklich schade, dass du eine Familie so in den Dreck ziehst und es auch noch als nötig siehst einen Blog zu verfassen.

    Ich wünsche dir für die Zukunft alles Gute und hoffe du findest eine andere Option, die Welt zu bereisen und kennenzulernen.

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