Ein Monat nach Weihnachten

Da ich vor Weihnachten von meiner Aupairfamilie nach Hause geschickt wurde, dachte ich mir, ich schicke ihnen ein Päckchen und weil das Nachdenken und einkaufen und packen so lange gedauert hat, dass es vor Weihnachten eventuell nicht mehr angekommen wäre, also schickte ich es erst im Januar los und es wurde (angeblich?) letzten Samstag geöffnet.

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Ich muss sagen, dafür, dass ich mir so viele Gedanken gemacht habe, wirklich etwas Sinnvolles zu schicken und nicht nur irgendetwas, habe ich dafür zu wenig Dank bekommen.

Ich möchte also hier kurz erklären, was ich mir so gedacht hab und was so alles Schönes in dem Päckchen zu finden war:

Für den Vater gab es zwei Bilderrahmen mit je einem Bild von seinem Sohn und eines von seiner Tochter (um die Privatsphäre der Kinder zu schützen, habe ich ihre Gesichter unkenntlich gemacht). Nach dem Verpacken – ja, die Arbeit machte ich mir auch noch – klebte ich einen Zettel mit seinem Namen darauf und dem Satzteil: … because they are most important. Ich hoffe er hat verstanden, was ich damit sagen wollte: arbeite weniger, sei wenn du daheim bist auch wirklich daheim und nehme dir Zeit für deine Kinder und deine Frau. Vielleicht hätte ich es deutlicher schreiben müssen.

Für die Mutter gab es einen Pfannenwender – wirkt erst einmal unverschämt, aber ich war diejenige, die die Familie aufklärte, dass das abgekratze Teflon durch Metalllöffeln und Pfannenwendern nicht nur nicht gesund, sondern giftig ist. Außerdem gab es drei kleine Buddhas mit Kerzenhaltern vorne dran mit dem Kommentar: bleib dabei, das zu machen, was dir gut tut. Gemeint war das Yoga, das wir von Zeit zu Zeit abends zusammen machten und worauf sie immer super schlief. Außerdem ein paar Magnesiumtabletten zum Auflösen, die es in England irgendwie nur als Tabletten zum Schlucken gibt, um sie zum Sport zu motivieren. Sekundenkleber, weil der immer aus ist. Labello, weil sie danach süchtig ist. Und einen USB-Stick mit allen Fotos, die ich gemacht habe: Halloween, Spanien, einfach so.

Die Tochter bekam einen Bilderrahmen mit einem Foto unserer Hände darauf, Kinderriegel zum Teilen mit ihren zwei besten Freundinnen, einen Tauchring (den sie zum privaten Schwimmunterricht mitnehmen kann), ein Schieferherz auf das sie mit Kreide schreiben kann und ein Zauber-Handtuch, das sich, wenn man es in Wasser legt, vergrößert. Ihres mit Prinzessinnen und …

das des Jungen mit den Autos von Cars. Er wird auch immer wieder Cheeky Monkey genannt und deswegen ist der Kuscheltieraffe perfekt. Er hat so auch kein Kuscheltier zum Schlafen, sondern einen Schal von der Mutter. Ihm gehört jetzt auch das Huhn, als Türstopper mit dem er umgehen kann statt dem kleinen hölzernen Teil. Für ihn ist auch das Nachtlicht – eines aus meiner Kindheit. Adapter haben sie genug.

Für beide zusammen gab es die Tasche für die Rückseite des Fahrer- oder Beifahrersitzes. Er kann da seine Autos und sie ihre Stifte unterbringen und es ist nicht direkt das ganze Auto unordentlich. Pflaster kann man (leider) immer gebrauchen und Süßigkeiten sowieso. Speziell zu erwähnen sind die Oreos: ich hoffe, dass sie sich daran erinnern, dass wir die an einem Nachmittag zusammen in Spanien gegessen haben. Richtig mit in Milch tunken, wie sich das gehört… laut Werbung 😉

Der Versand waren dann 17€ für die 4,7kg (die Gesamtkosten sicherlich 70€) und dauerte von Montag bis Donnerstag. Donnerstag und Freitag ist der Kleine angeblich auf dem Rückweg von der Schule eingeschlafen und deswegen wurde es erst am Samstag aufgemacht. Für die ganze Mühe, die ich mir gemacht habe, gab es ein „Danke für die tollen Sachen“. Immerhin.

Mir war es wichtig, dass die Geschenke zeigen, dass ich die Familie kenne oder gekannt habe und nicht nur Schokolade verschicke, die ich auch jedem anderen schenken könnte. Ich würde einfach mal behaupten, das ist mir gelungen 🙂

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5 Gedanken zu “Ein Monat nach Weihnachten

  1. Carolia,

    Du hast bei uns einen Vertrag unterschrieben, dass weder die Kinder noch wir öffentlich auf Internet Seiten benannt werden von Dir.

    Selbst das Foto vom Paket in dem die Kinder entschärft sind ist ein Verstoss gegen die Abmachung. Es ist des weiteren eine Frechheit dass
    Du Du die Namen der Kinder erwähnst auf einer Seite auf die jeder Fremde weltweit zugriff hat !!!! Ich habe nie Daten, Bilder und Informationen Deiner
    Familie bekannt gegeben und das gleiche erwarten wir auch von Dir…

    Bitte entferne umgehend das Bild im letzten Blog und nehme die Namen raus oder wir werden rechtliche Schritte einleiten.

    Noch zum Inhalt – Du weisst ganz genau Monty hat viele Kuscheltiere. Aber das einzige was ER je wollte ist der Schal…gerade weil er von mir ist und nach mir roch…

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    • @Laura: Wenigstens den Namen hättest du dir merken können oder?

      Da macht sich jemand die Arbeit und stellt ein Paket zusammen, nachdem ihr so mit der Person umgegangen seid und so wird ihr gedankt? Direkt mit dem Anwalt zu drohen? Lächerlich. Einfach mal den Kopf einschalten und den Mund aufmachen.

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  2. Ich kann Laura sehr gut verstehen. Sorry, aber dass es Probleme mit der Gastfamilie gab ist das eine (wer welche Schuld daran trägt lässt sich für uns als Außenstehende nicht erkennen), dass das dann alles öffentlich publik gemacht wird, eine ganz andere Sache. Warum kann man solche Konflikte nicht persönlich klären? Natürlich erzählt man in seinem Blog persönliche Dinge, aber ich finde auch, dass hier eine Grenze überschritten wurde. Andere Personen öffentlich schlecht zu machen ist kein erwachsener Umgang mit Konflikten…

    Und Martin: Man sieht ja, was die Beiträge in diesem Blog bewirkt haben, nämlich dass du, ohne die Gastfamilie zu kennen (oder?) ein Urteil über sie gefällt hast und die Gastmutter jetzt ebenfalls öffentlich angehst, als hättest du selbst Streit mit ihr. Was Carolina über die letzten Tage ihres AuPair Daseins in diesem Blog geschrieben hat, ist lediglich ihre Sicht auf die Dinge. Was genau der Wahrheit entspricht und was nicht, kann doch keiner, der nicht dabei war, beurteilen!

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    • Hi Jul, danke für dein ehrliches Kommentar. Ich denke, jedem, der diesen Blog liest, ist klar, dass es hier um meine Sicht der Dinge geht.
      Martin ist mein Bruder und deswegen kein Außenstehender der sich einmischt.
      Es ging mir hierbei auch nicht darum, den Konflike zu klären. Das ist gescheitert als sie mich spontan nach Hause geschickt haben.

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      • Ich wollte doch inkognito bleiben 😥

        Wer aus diesem Blog kennt die Gastfamilie persönlich? Wozu also das ganze Theater? Meine Schwester erzählt ihre Sicht der Dinge. Wenn die Mutter einen eigenen Blog hat, dann kann sie das gerne aus ihrer Sicht dort beschreiben. Interessiert mich aber nicht. Das ist Caro’s Blog. Punkt Ende Aus

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