Anmerkungen zum Kommentar Nr. 1

Zu meinem Rauswurf-Beitrag gab es zwei und zu dem Weihnachtsgeschenke-Beitrag ein Kommentar, die ihr wahrscheinlich nicht gesehen habt, deswegen kopiere ich beide in neue Beiträge und nehme noch ein letztes Mal Stellung dazu. Danach werde ich weder auf Kommentare, noch auf SMS oder e-Mails mehr reagieren, damit das irgendwann mal ein Ende hat.

Meine Gastmutter kommentierte Folgendes (fett gedruckt, meine Sicht dazu in normaler Schrift):

Hi Caro… da Du hier nur ” Deine” Ansicht teilest

was ich am Ende auch wörtlich erwähnt habe, immerhin ist es auch mein Blog

und auch nicht alle Fakten erwähnst

aus meiner Sicht schon

schreibe ich gerne noch unsere Seite dazu… dann kann man auch das frühere Ende der Aupair Zeit verstehen. Du warst eine tolle Hilfe für uns – hast den Haushalt besser geschmissen als jeder den ich kenne… weiss nicht warum ich da eifersüchtig sein sollte…ich mache halt lieber anderes, wie kochen. Also ja wir haben uns super ergänzt, dafür haben wir Dich auch überdurchnittlich bezahlt…normal verdient ein Aupair 90-100£ (Anmerkung: pro Woche mit zwei freien Tagen)…Dein Verdienst war weitaus (Anmerkung: 120) höher und das obwohl du keine kleineren Kids zu betreuen hattest. Ausserdem haben wir dir auch ein Auto zur Verfügung gestellt für die Freizeit – was die wenigsten tun…also denke ich waren wir sehr fair.

Das mit dem Auto war natürlich toll, habe ich aber nie verlangt und wusste ich auch nicht, wie das in anderen Aupairfamilien geregelt wird. Und da das vorherige Aupair das gleiche Geld bekommen hat und deutlich weniger Arbeit (Aussage: Gastmutter) geleistet hat als ich, war die Bezahlung für mich durchaus angemessen. Sonst hätte ich wohl kaum für extra Arbeiten, wie Bäder putzen und aufräumen nach der Halloweenparty extra Geld bekommen.

Am Anfang lief alles super und du hattest wie vorher im Interview besprochen in deiner Freizeit: England angeguckt, Spanisch gelernt und Sport gemacht… dann auf einmal ging es los mit Daten und nicht einen sondern mehrere und weil wir recht konservativ sind haben wir die gebeten im neuen Jahr wieder Deine anderen Ziele zu verfolgen – darauf hin bist Du aggressiv geworden

Es ging nicht auf einmal los, sondern sie wusste Bescheid, dass ich mit welchen schreibe und vorhabe, sie zu treffen. Mehrere klingt wieder schrecklich: drei. Sie haben mich nicht gebeten, meine vorherigen Ziele zu verfolgen, sondern mir verboten, mich mit Männern (beziehungsweise zu diesem Zeitpunkt bereits nur noch mit einem: Steve) zu treffen – in meiner Freizeit. Und aggressiv ist auch ein vager Begriff. Ich habe keine Sachen durch die Gegend geworfen oder bin handgreiflich geworden, sondern habe nur lauter gesprochen.

bist wie ein Teenager nach oben gestampft und man konnte nicht mit Dir reden.

gestampft = gegangen, weil ich müde und krank war und es hieß, das besprechen wir morgen genauer. Ich wurde ja auch regelrecht überrumpelt damit, am Samstag war ja noch alles perfekt.

Deswegen habe ich Dir einen Flug gebucht damit Du erstmal in Deutschland über Weihnachten darüber nach denken kannst wie es weiter gehen soll – denn das wusstest Du auch nicht.

Ich wusste das nicht, weil man nie genau sagen kann, wie es weitergeht und es mir einfach darum ging, dass ich meine Freizeit generell so gestalten kann, wie ich will, eben weil es meine FREIzeit ist und sie meine Arbeit nicht beeinflusst. Und den Flug für denselbigen Tag zu buchen, dass ich mich von keinem verabschieden kann, ist keine Großzügigkeit, sondern eine Frechheit.

Aber es war kein reden mit Dir möglich… – Du hast hast meiner Meinung nach absolut Überreagiert… Und Dich beim gehen nicht einmal verabschiedet.

Als ich gegangen bin, war sie nicht da, sondern beim Krippenspiel ihres Sohnes. Vom Vater habe ich mich durchaus verabschiedet und er hat nochmal erwähnt, dass ich nach Weihnachten gern wieder kommen könnte. Also scheine ich wohl doch nicht so aggressiv gewesen zu sein, dass man mich nicht mit seinen Kindern allein lässt.

Wenn man als Gast in eine Familie

Zwischendurch hieß es, ich wäre wie ein Familienmitglied, so habe ich mich auch gesehen. Und in einer Familie hat man mal unterschiedliche Meinungen oder Ansichten und redet dann darüber, vielleicht auch nochmal mit ein paar Tagen Abstand und schickt denjenigen nicht einfach weg.

kommt gibt es halt Regeln – wenn man diese nicht einhalten will oder ganz frei und flexible sein möchte kann man schlecht Aupair sein.

Die gestellten Regeln habe ich immer eingehalten. Wenn neue dazu kommen, muss man darüber diskutieren und einen Kompromiss finden und kann sie nicht einfach vorgeben und ich muss mich daran halten. Ich denke, dass man als Aupairfamilie durchaus darauf kommen kann, dass ein Aupair, das single ist, Dates haben könnte.

Achja übrigens hätten wir auch nicht Taxi, Flug, beide Koffer für Dich zahlen müssen. Einige Aupairs werden einfach gebeten zu gehen wenn es nicht passt !

Das war natürlich wirklich nett von ihnen, aber sie wollten mich ja auch keine Sekunde länger unter ihrem Dach haben und dann haben sie sich lieber selbst darum gekümmert, dass ich wirklich gleich gehe. Andere Aupairs bekommen es vielleicht auch mit, wenn es nicht passt und bekommen die Chance, etwas zu ändern. Wenn bei mir am Samstag alles perfekt ist und ich am Montag plötzlich gehen soll, kann ich mich da ja nicht wirklich drauf vorbereiten und beispielsweise schon einmal etwas aussortieren oder per Post heimschicken.

Fazit : In Zukunft bei Kritik einfach locker bleiben und sich erstmal Gedanken machen. Dann eskaliert es auch nicht… Die “Schuld” liegt ganz klar auf beiden Seiten vielleicht hätte wir gleich am Anfang schon was sagen sollen als es losging mit dem Daten aber man lernt dazu.

Kritik hört keiner wirklich gern, aber ich bin mir sicher, dass ich ein Mensch bin, der mit gerechtfertigter Kritik durchaus umgehen kann. Mit ungerechtfertigter eben nicht. Sie haben mir ja auch keine Zeit gelassen, mir Gedanken zu machen. Sonntag Abend um elf fangen die Vorwürfe an und am Montagmorgen um halb zehn bekomme ich das Flugticket vorgelegt. Und sie hätte etwas sagen sollen. Immerhin war sie es, die über alles Bescheid wusste, wie eine enge Freundin als die ich sie in der Zeit übrigens gesehen habe, und sie hat auch beschlossen, ihrem Mann davon nichts zu erzählen, weil er damit wahrscheinlich nicht umgehen kann. Mich würde immer noch interessieren, warum sich das plötzlich geändert hat und er alles wissen musste. Männer interessieren sich nämlich nicht wirklich dafür, wenn eine Frau mit roten Augen nach Hause kommt. Das ist nach einer Minute wieder vergessen. War eben ein Frauenproblem.

Alles Gute !

Euch auch.

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4 Gedanken zu “Anmerkungen zum Kommentar Nr. 1

  1. Schade, dass es bei dir so viel Probleme gab – leider kommt mir das nur allzu bekannt vor. Ich habe danach zum Glück eine Gastfamilie bekommen, mit der ich mich wirklich gut verstanden habe, und mit der ich über alles sprechen konnte. Am Ende bin ich zwar auch nach 6 Monaten gegangen statt nach einem Jahr, aber nur, weil ich mit meiner Gastmutter gesprochen habe, dass ich gerne ein Praktikum in einer Psychiatrie machen würde, und nicht weiß, wie ich das am besten planen kann und dann hat sie mir vorgeschlagen, einfach im Februar aufzuhören. Ich besuche meine Gastfamilie immer noch regelmäßig – und genau das ist es auch, worauf es ankommt.
    Ich kann nachvollziehen, dass die Familie es vielleicht nicht so toll findet, wenn das alles auf einem Blog diskutiert wird, aber ich meine: es ist deine Sache. Du hast ihre Namen nicht erwähnt, also sollte es ja kein Problem sein, oder? Leider hört man solche Geschichten immer wieder und das finde ich sehr schade.

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    • Hi, danke für dein Kommentar! Ich hatte anfangs eben auch echtes Glück mit dieser Familie – das hat sich nur leider um 180° gedreht. Aupair war nie einer meiner Lebensträume und deswegen habe ich mir keine neue Familie gesucht. Ich habe einfach am Anfang von der Familie geschwärmt und plötzlich schreibe ich, dass ich wieder in Deutschland bin. Ich lasse doch nicht unschöne Parts aus meinem Leben aus. Und schon allein dadurch, dass ich auf Deutsch schreibe und alle ihre Freunde nur Englisch sprechen, bin ich davon ausgegangen, dass das nicht so als Bedrohung aufgefasst wird.

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      • Es ist ja auch dein gutes Recht, hier auf deinem Blog darüber zu berichten – vor allem ohne Namen der Gastfamilie. So lange man keine Namen erwähnt, finde ich, ist das okay. Ich habe mich mit meiner Gastfamilie damals geeinigt, dass sie nicht möchten, dass etwas aus ihrem Privatleben auf dem Blog erscheint, schon gar keine Fotos oder Namen. Weil alle Familienmitglieder mittlerweile gute Freunde sind und ich sie regelmäßig sehe, finde ich es absolut okay und akzeptiere das. Aber ich würde mir schon gar nicht den Mund verbieten lassen – ich wurde darum gebeten und ich war einverstanden, das ist eine Sache. 🙂

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  2. Wir haben auch einen super Kontakt zu unserem vorigen Aupair…. welches Du jetzt versucht kaputt zu machen. Aber da auch Karin weiss wie Du drauf bist wird es Dir nicht gelingen : )

    Wenn Du auf jemanden sauer sein willst dann sei es auf Dich…Du hast es geschafft in 3 Monaten von Deinen Zielen abzukommen und statt Dir England anzugucken oder was sinnvolles zu machen ging es nur noch um Männer und Dates…. und das als ” Freiheitsraub” zu bezeichnen ist einfach lächerlich …Du hast Deinen Focus verloren und anstatt Dir was passiert haben wir Dich lieber nach Hause geschickt. Kannst Dir ja eine neue Aupair Familie suchen dann sei aber ehrlich
    von Anfang und erwähne dass Du Dich gern mit fremden Männern triffst glaube nicht dass Du jemanden findest.

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