Traumjob

Wenn ich nachts wachliege, kommen mir die tollsten Ideen.

Und ich habe Erkenntnisse, wie diese hier:

Mein Traumjob ist Autorin. Ich will Autorin sein.

Ich muss schreiben, um glücklich und erfüllt zu sein! Das ist meine Leidenschaft. Hierfür kann ich auch meine zweite Leidenschaft des Reisens unterbringen und die dritte des Fotografierens. Hier lässt sich alles kombinieren zu meinem privaten absoluten Glücks-Cocktail. Und genau dafür muss ich ein paar Dinge tun – ein paar Dinge lernen. Und das Ärgerliche ist ja eigentlich, dass ich schon längst alle Infos dafür habe, sie mir nur noch nicht angeeignet habe. Warum? Weil einfach die Motivation fehlt, wenn so viel Anderes zu tun ist. Aber jetzt ist sie da. Und sie soll so schnell nicht wieder gehen.

Ich werde ab sofort parallel einen neuen Blog aufbauen und will ihn professionell betreiben, das heißt: mein Leben in England planen und dann darüber berichten und zwar regelmäßig und mit der Aussicht, damit Geld zu verdienen. Jeder denkt bei England nur an London, aber England hat mehr zu bieten und weil mein Engländer demnächst von Windsor nach Exeter in Devon zieht, ist das die perfekte Gelegenheit für mich, mich dort umzusehen und von einem anderen England zu berichten. Drei Stunden entfernt von der Metropole London.

Außerdem werde ich meine Fotoseite auf Facebook nur noch dazu verwenden, über meine Hochzeiten zu berichten und das auch nur noch solange, bis die Hochzeits-Saison 2016 für mich vorbei ist. Auch wenn ich in England sein werde, nehme ich Aufträge in Deutschland an. Sie müssen vielleicht nur etwas aufwendiger geplant werden. Wenn ihr also heiratet, schaut euch auf meiner Fotoseite um (https://www.facebook.com/Caros.Photos/), schreibt mir eine Mail (caro-fotografie@web.de) oder direkt auf Facebook (Carolina Löger), fragt nach meiner Handynummer und wir besprechen genauer, was ihr euch erhofft und was ich euch geben kann. Bis gleich!

Advertisements

Neuer Monat – neue Lebenspläne

Echt verrückt, wie sich so alles ändert. Man lernt einen Menschen kennen und das Leben, wie man es kennt, sieht plötzlich ganz anders aus. Richtig geplant hatte ich mein Leben ja nicht, aber so Grundpfeiler wie: deutscher Mann, Kinder in Deutschland erziehen; gehörten irgendwie schon dazu.

Jetzt nicht mehr.

Zwei meiner drei Dates in England waren für die Tonne. Aber eines nicht.

Ich habe ihn abgeholt und wir sind zu einem Pub in der Nähe gefahren. England ist ja voller Pubs. Die Gespräche waren gut, aber nicht überragend. Er hat die Zeit ganz gut genutzt, um Minuspunkte zu sammeln: auf dem Hinweg halten wir, um Zigaretten zu kaufen, nach zehn Minuten im Pub muss er schon raus, um zu rauchen (ich dachte ich zeige ihm, dadurch, dass ich nicht mitgehe, dass ich das nicht gut finde – ist so nicht ganz angekommen), immerhin zahlt er beide Bier, dann legt er sein Handy auf den Tresen und zehn Minuten später wird er von einem Freund angerufen und nimmt den Anruf an. Das sollte Mann nicht machen – auch Frau nicht übrigens. Und dann auch noch zu sagen: „Ja, ich bin grad auf dem Date. Achso, was ist denn los? Ja, erzähl, aber schnell. Ahja. Ok. Ja, ich melde mich später nochmal!“ ………. Ja. Kleiner Tip an ihn: Never answer your phone on a first date. Hab ich ihm auch wirklich gesagt.

Auf dem Weg zur Toilette trifft er dann noch Bekannte, die mich beim Reingehen schon gesehen und mit Daumen-hoch bewertet haben – danke, Jungs! Wobei ich nicht weiß, ob in deren Zustand irgendjemand keinen Daumen-hoch bekommen hätte. Nach einem nicht ganz kurzen Gespräch mit ihnen, kam er auch schon zu mir zurück und kurze Zeit danach standen wir zusammen außen – er raucht, ich friere und beschließe, ihn wieder heimzufahren. Nicht, weil ich ihn nicht mochte oder interessant fand, sondern eher, um zu sehen, wie er reagiert und ob er sich danach noch meldet. Ich wollte ihn einfach ein bisschen aus dem Konzept bringen, denn sein Interesse war deutlich zu merken. Was ihn wahrscheinlich noch schüchterner gemacht hat 😉

Den Tip von vorhin hat er anscheinend auf dem Heimweg schon wieder vergessen, denn er telefoniert mit seiner Cousine. Diesmal ruft sogar er an. Wahnsinn. Wir sind vor seinem Haus und sitzen im Auto. Er fragt, ob es ein zweites Date gibt und ich sage: Ja, kann ich mir vorstellen. Der Mut für die Frage muss ja schon belohnt werden. Dann gibt es so eine Halb-Umarmung, wie das eben im Auto geht, und ein Küsschen auf die Wange. Er hat die Tür schon am Griff, guckt mich aber noch an. Und man sieht richtig sein Gehirn rattern: Let’s do that again, sagt er und schiebt eine Hand unter meinen offenen Haaren hindurch, um meinen Hals zu fassen zu kriegen und mich zu ihm zu ziehen. Und seinen Lippen. Jep, hatte durchaus schlechtere erste Küsse.

Zweites Date: Spaziergang mit seinem Hund. Pluspunkt. Alles super. Sehen uns seitdem regelmäßig.

Er erzählt mir ein paar Treffen später, dass er Gefühle für mich hat.

Ich werde heimgeschickt – oder schicke mich selbst heim, je nach Auslegung.

Wir vermissen uns und wollen sehen, ob das was hätte werden können. Er besucht mich an Silvester in Deutschland und bleibt eine Woche.

12570823_10153894300551060_1050490304_n

(er trägt meine Brille – und sie steht ihm fast besser als mir)

Wir vermissen uns, skypen täglich mindestens zwei Stunden und unterhalten uns in der Zeit. Ich hatte noch nie jemanden, mit dem die Gesprächsanteile wirklich 50-50% sind. Ich liebe es, dass er auch etwas zu erzählen hat und es erzählen will.

Ich fliege noch einmal eine Woche zu ihm. Es läuft perfekt. Hätte nicht besser laufen können.

Ab März wohne ich dann in England.

Liebe Verwandte und Freunde, an dieser Stelle bitte ich euch, bei Fragen, Kritik oder Beschwerden nicht meine liebe Mama und meinen lieben Bruder zu behelligen. Die Entscheidungen in meinem Leben beeinflussen sie vielleicht, das heißt aber nicht, dass ich mich deswegen von den beiden beeinflussen lasse. Also können sie nichts dafür, wenn ich „dumme“ oder auch „richtige“ Entscheidungen treffe. Es gibt hier einen Kommentar-Button, nutzt ihn. Oder meldet euch via e-Mail, Facebook, whatsapp. Ruft an, wenn nötig, Briefe werden auch gelesen – aber fragt nicht meine Mutter und meinen Bruder. Meistens wissen sie selbst genauso wenig oder viel wie ihr. Ich habe Momente, in denen mir etwas klar wird und dann muss ich das festhalten. Hier. In meinem Blog.

Und weil mir während dem Schreiben schon ein schöner Schlusssatz eingefallen ist, hier ist er:

Sobald man so einen Menschen kennengelernt hat, ist auch das Fernweh anders. Es ist niemals verschwunden, aber es ist nicht nur ein weg-weg-weg, sondern auch ein zurück-zurück-zurück.