Mein Veggie Chili

IMG_1453

Menschen mit langen Haaren sollten sie zusammen machen, bevor man mit dem Kochen beginnt. Okidoki.

IMG_1459

Alles beginnt mit Guacamole.

1-3 Avocados in eine Schale entleeren (halbieren, Kern raus, einfach zusammenquetschen)
1-3 Knoblauchzehen zerkleinern
1-2 große oder einige kleine Tomaten in Würfel schneiden
2 Prisen Salz
Alles vermengen und am besten einige Stunden durchziehen lassen. Dank der natürlichen Fette der Avocados spart man sich die unnatürlichen in gekaufter Mayo.

IMG_1456

Grundzutaten meines Chilis. Plus Karotten, die muss man bei meinem Steve aber ein bisschen verstecken, deswegen kommt mein Thermomix zum Einsatz:

IMG_1461 IMG_1462 IMG_1464

Ich könnte das ganze Chili im Theromix machen, aber ich stehe auf das Umrühren und wir brauchen einfach immer echt viel Chili, das passt gar nicht in den Thermomix!

Um richtig Geschmack ins Chili zu bekommen, brauche ich eine Zwiebel, drei Knoblauchzehen und drei Chilis. Die Zwiebeln halbiere ich, bevor ich sie schäle und nur noch in Scheiben schneide. Manche Menschen mögen keine Zwiebeln und hätten so noch die Chance sie gut auszusortieren. Der Knoblauch sollte aber so klein wie möglich sein… sicherlich kennt jeder den Moment, wenn man auf ein zu großes Stück Knofi beißt…

IMG_1472

Tomatenmark hilft auch noch mit, sobald die Zwiebeln etwas weicher geworden sind. Das macht das Ganze nicht so wässrig wie ganze Tomaten und es ist günstig und sind vertuschte Tomaten, für einen wenig gemüse-liebenden Steve.

IMG_1481

Karotten, Paprika, Mais und Bohnen. Alles rein. Wenn man mehr auf Paprika steht, einfach mehr Paprika rein. Steht man gar nicht auf Mais, lässt man ihn eben raus. Chili ist unheimlich großzügig, was Zutaten angeht. Beim Mais lasse ich das bisschen Wasser immer drin. Bei den Bohnen gieße ich die obere Soße ab, der Rest kommt aber mit rein.

IMG_1484

Gewürze braucht man natürlich auch. Ich habe da die Mexican Gewürzmischung von Gefro. Auf die stehen Steve und ich unheimlich. Ein bisschen Gemüsebrühenwürze braucht man auch. Wenn es zu unflüssig ist, einfach noch ein bisschen Wasser hinzufügen.

IMG_1492

Bis hierhin ist es noch vegan, aber ich stehe ja schon auf die sahnige Konsistenz und weil ich noch keinen veganen Laden gefunden habe, ist es eben die Sahne oder der Schmand vom Aldi – nicht vegan. Aber lecker!

IMG_1487 IMG_1490

Reis oder Wraps… oder beides! Das Chili hält länger, wenn man ein bisschen Reis dazu isst und der Geschmack bleibt trotzdem erhalten. Falls mit Guacamole und dem Chili noch nicht genug Knofi beinhaltet ist, nehmt einfach auch noch die Knofi-Wraps! Ich bleibe dieses Mal bei den normalen.

IMG_1544

Ab auf den Toaster und am besten regelmäßig wenden, nicht vergessen.

IMG_1545 IMG_1549

Ich finde mehrere Schüsseln auf dem Tisch aus denen sich jeder bedient hat was 🙂

  1. Guacamole (ein Streifen in der Mitte, nicht bis ganz unten)
  2. Reis darauf
  3. Chili drüber

IMG_1551

Wisst ihr eigentlich, wie man einen Wrap rollt? Etwas, das ich bei Burger King gelernt habe 😉

IMG_1552

Klappt das untere Ende ein, faltet eine Seite komplett über die Füllung und quetscht sie etwas zurück und dann die andre Seite. Guten Appetit!

IMG_1553

Sollten Rest übrig bleiben, kann man sie super als Wraps vorbereiten und mit zur Arbeit nehmen. Oder man nutzt die Mischung für Pizzabrötchen: einfach Aufbackbrötchen oder Semmeln vom Vortag aufschneiden, drauf mit dem Chili und in den Ofen. Nach Wunsch natürlich mit Käse darüber gestreut.

Hillside Gardens vs. Stepford

Der Film „Die Frauen von Stepford“ zeigt eine super perfekte Wohngegend, mit hübschen Ehefrauen, die sich nur zu gern um Kinder und Haushalt kümmern, während der Mann arbeitet, teure Autos fährt und abends in einen Männerclub geht.

Die malerische Wohngegend gibt es auch hier, wo ich gerade wohne. Oder man sieht zumindest deutlich, dass sie so geplant wurde und die Umsetzung ist auch größtenteils beendet.

IMG_1518

Es ist schrecklich. Unpersönlich. Alle Häuser hier sind vom gleichen Architekten geplant – so sieht es zumindest aus. Es gibt drei verschiedene Außenfassaden: sichtbare Steine, gelb, rötlich. Es gibt verschiedene Größen (1-6 Schlafzimmer), aber jedes 4-Schlafzimmer-Haus z.B. ist gleich aufgebaut. Und das sieht man natürlich auch von außen. Klar, die Engländer sind bekannt für ihre Reihenhäuser und die sehen auch alle gleich aus. Da ist das hier schon etwas anderes. Aber mir gefällt es trotzdem nicht. Ich hätte hier niemals ein Haus gekauft. Vor allem sind die Bauarbeiten auch noch voll im Gange und man hat nicht nur den Lärm, sondern auch die dreckigen und teilweise blockierten Straßen.

IMG_1504 IMG_1521

Neubaugegend = Marketingbüros, hier sogar zwei von der Sorte

IMG_1522 IMG_1524

Neubaugegend = Werbeschilder

IMG_1535 IMG_1531

Man sieht, dass das wirklich nett gedacht war, aber manchmal scheitert es an der Umsetzung oder dann daran, dass es im Alltag einfach mega unpraktisch ist. Gerade der inkludierte „Park“ bräuchte noch ein paar Handgriffe bis zur Fertigstellung:

IMG_1514 IMG_1509

Nicht durchdacht ist auch die Parksituation. Heut zu Tage hat fast jeder ein eigenes Auto. Und ein 4-Bett-Haus hat mindestens zwei Autos. Oft sogar drei. Eine Garage mit kurzer Auffahrt ist dann nicht genug. Vor allem haben die meisten Menschen in ihrer Garage alles Mögliche und deswegen keinen Platz mehr für ihr Auto.

IMG_1540An diesen kurvigen Straßenrändern kann man nicht parken. Und dann ist auch noch der Bordstein so hoch, dass man nicht einmal das bisschen Wiese zum Parken nutzen kann.

IMG_1539

Die Seemöwen helfen auch nicht gerade dazu, das hier gemütlicher zu machen. Die Müllsäcke riechen eben viel zu gut und dann ist die ganze Sauerei über die ganze Straße verteilt. Aber es gibt noch Hoffnung:

IMG_1526

Wäre das zweite Marketingbüro nicht perfekt für ein Café oder ein kleines Restaurant? Eine Eisdiele? Ich würde mich ja sofort zur Verfügung stellen, das zu organisieren! Es fehlt einfach an Persönlichkeit hier. Es fehlt daran, dass man sich kennt. Dass schon eine Gemeinschaft besteht und sich immer nur einzelne Leute einfügen müssen. Durch ein Café, einen Treffpunkt, könnte diese Gemeinschaft auch hier entstehen… ich warte darauf!

Die einzigen Bekanntschaften, die man macht, sind die mit den anderen Hund- oder Katzenbesitzern. Und die sind nicht immer erfreulich!

IMG_1537

Danes Woods

Eine weitere Fahrradtour. Und meine Laune wurde pro Sekunde schlechter. Wir wollten eigentlich zu einem See. Wir haben uns verfahren. Zweimal. Dann fanden wir ihn, aber er war auf privatem Grund. Dann fahren wir weiter. Und finden Dane’s Woods. Und er beschließt, dass wir dort bleiben. Aber ich hatte mich so auf den See gefreut.

Und dann fanden wir diesen Baum – und meine Laune wurde besser. Wie könnte sie auch nicht?

IMG_1164

Er hält meine Launen einfach immer aus ❤ Ohne sich auch nur eine Sekunde zu beschweren!

IMG_1101 IMG_1134

Echt cool, dass ihn die Fotografie auch etwas begeistert und er sich von mir belehren lässt und dann fast schönere Fotos macht, als ich – oder ich bin einfach das bessere Model 😛

IMG_1145 IMG_1156

Dieser große Baum war direkt am Anfang. Danach kamen Bäume über Bäume (was für einen Wald natürlich normal ist) und zwischendrin tausende von diesen dunkelvioletten Blümchen. Einfach wunderschön. Fast mysthisch!

IMG_1186 IMG_1176

IMG_1195 IMG_1197

Exeter Quay

Quay spricht man wie das englische Wort key aus. Echt bescheuert. Aber naja. Sprache ist nicht immer logisch.

IMG_1585

Beschrieben wird damit die Gegend am Fluss Exe (auch da waren die Engländer mal wieder unkreativ: der Fluss der Stadt Exeter heißt Exe), nicht der Hafen, aber trotzdem ist der Fluss zugängig. Zum Beispiel für Kanus oder Tretboote.

Er wollte Kanufahren. Ich mag alles nicht so gern, was bedeutet, dass ich meine Kamera nicht mitnehmen kann. Ich könnte etwas super geniales schönes sehen und habe meine Kamera nicht dabei. Wie schrecklich. Für mich. Also war ich wenig begeistert. Außerdem hatte ich endlich mal einen freien Tag und wollte einfach nur im Garten liegen und mich sonnen. Und lesen, vielleicht. Aber nicht großartig etwas unternehmen. Und sonst bin ich die, die immer etwas machen will. Also brauchte ich anscheinend wirklich wirklich wirklich mal eine Pause. Und hab sie nicht bekommen. Weil ich ja weiß, dass er auch mit mir etwas unternimmt, obwohl er nicht wirklich will. It’s time for revange. Genau als wir losfuhren wurde es auch wolkiger und kühler, also hätte ich mich eh nicht mehr sonnen können. Aber Kanufahren und vielleicht kentern ist bei kühlem Wetter auch schlechter … Und dann waren da so viele Leute. Und jeder schaut zu, wie du in das Kanu kletterst, egal wie elegant oder unelegant du das machst. Jeder guckt. Und lacht. Und spekuliert, ob du es schaffst und wie lange du es wohl aushälst. Schrecklich. Für mich. Also entschieden wir uns erst einmal für einen Milchshake. Vanille. Und weil der Laden so niedlich war, gab ich nicht nur Trinkgeld, sondern gönnte uns auch noch einen Schokokuchen. Yammie! Wahnsinnig lecker! Wie ihr seht, konnte das Foto erst entstehen, als wir aufgegessen und ausgetrunken hatten. Versucht ihr mal einem Shake vom Coffee Cellar zu widerstehen! Selbst wenn es nur ein paar Sekunden sind, um ein Foto zu machen!

IMG_1560 IMG_1557

Diese kleinen Läden findet man auf der einen Flusseite und man hat den Blick auf die folgende Brücke.

IMG_1559 IMG_1564

Klar, das ist ein beliebtes Plätzchen. Erinnert mich irgendwie an den Würzburger Main. Flüsse haben einfach etwas. Ein ganz besonderes Flair. Eine Anziehungskraft.

IMG_1567 IMG_1568 IMG_1570 IMG_1575

Und am Fluss sind auch immer Vögel. Und Enten. Und Schwäne. Warten nur darauf, dass du endlich ein paar Brotkrümmel verlierst oder sogar extra Toastbrot vorbeibringst, um sie zu füttern. Aufgescheucht werden sie nicht in etwa durch Fahrradfahrer oder kreischende Kinder – nein! Aber durch jemanden, der sich für „cool“ hält und eigentlich eher zur Kategorie „dumm“ gehört und von der Brücke ins eiskalte Wasser springt.

IMG_1576 IMG_1578

Direkt am Quay ist einfach zu viel los. Das ist gut auszuhalten – für eine Stunde oder so. Und dann verziehen wir beide uns lieber ein bisschen weiter weg. Zum Beispiel auf eine grüne Wiese. Wundervoll die nackten Füße im weichen warmen Gras zu haben! Und als ich so die Gänseblümchen sah, erinnerte ich mich an meine Kindheit und versuchte mit meinen deutlich dickeren Fingern im Vergleich zu meinen zarten Kinderhändchen von früher, einen Gänseblümchen-Kranz zu machen. Und tadaaaa! Es klappte, wie ihr auf dem ersten Foto schon sehen konntet 🙂 Jetzt ab auf den Rücken legen und das Blätterdach genießen ❤

IMG_1584 IMG_1589

Crazy Golf

= Minigolf

IMG_1240

In einer wundervollen Umgebung. Das ist Torquay an einem sonnigen Tag!

IMG_1228 IMG_1229IMG_1251 IMG_1256IMG_1257IMG_1260 IMG_1232 IMG_1234

Und mit interessanter Deko spielt es sich gleich besser:

IMG_1237  IMG_1241  IMG_1245 IMG_1243

Und ganz am Ende gab es dieses Schild: Wenn man hier direkt einlocht, gewinnt man ein Freiticket – ohne Ablaufdatum! Und ratet mal, wer das geschafft hat 😉

IMG_1247

Ich! Ich! Ich! Yeah!

IMG_1249