Oh nein, oh nein, oh nein!

Ich war gestern zu beschäftigt mit putzen, weil Steves Mutter das Wochenende über weg war und heute ein Immobilienmakler kommt, um das Haus zu schätzen – vielleicht ziehen wir demnächst um (bleiben aber in der Gegend um Exeter) und habe meinen Blog vergessen!!! Jetzt habe ich so lange durchgehalten und täglich etwas gepostet, aber in letzter Zeit kam ich nicht dazu „vorzuarbeiten“ und das hat mir jetzt das Genick gebrochen… naja. Dann müsst ihr heute eben zwei Sachen lesen. Die zweite Sache wird übrigens eine neue Kategorie – ihr dürft etwas lernen 😉

Heute will ich mich mal bei meiner Mama bedanken. Wir haben uns nämlich gestern zum ersten Mal seit Wochen wieder gesehen (nur über Skype) und es war gar nicht komisch und ich bekam keinerlei Vorwürfe. Es ließ sich einfach nicht anders einrichten. Ich bin in letzter Zeit immer in der Abendschicht und deswegen gilt für meine Mama das gleiche wie für meinen Steve. Er/Sie kommt heim – ich gehe zur Arbeit. Bisschen doof, aber gestern hat es ja wieder geklappt. Es ist schon komisch, dass das Leben „zu Hause“ in Deutschland auch weitergeht. Manchmal habe ich das Gefühl nur meine Welt dreht sich weiter und verändert sich und alles andere bleibt beständig. Aber auch daheim ändern sich Dinge. Die Nachbarstochter, mit der ich aufgewachsen bin, hat letzter Jahr geheiratet und bekommt im August ihr erstes Kind. Freundinnen schließen ihr Studium ab und beginnen zu arbeiten. Beziehungen beginnen und hören auf. Wirklich komisch.

Hier im Hotel ändert sich auch einiges. Man dachte, nach den ganzen Kündigungen und Neuanfängen wäre jetzt mal wieder Ruhe angesagt, aber jetzt hat eine Supervisorin gekündigt und ich wollte ihren Job. Klar, ich gehe Ende September, aber ich bin die älteste Full-timerin (alle anderen sind unter 21) und überraschenderweise bin ich eine, die am längsten da ist. Wie gesagt: viele Kündigungen. Die einzige Chance hätte noch die Teamleaderin (die, wie ich glaube, einfach nur mit diesem Titel zufriedengestellt wurde, denn wirklich andere Aufgaben hat sie nicht), aber wenn sie Supervisorin wird, bräuchte man ja eine andere Teamleaderin – mich. Auch wenn ich nicht mehr Verantwortung etc. hätte, es macht sich gut in meinem Abschlusszeugnis.

Privat tut sich bei meinen Kollegen auch einiges. Eine trennt sich und kann nicht aus dem gemeinsamen Haus ausziehen, weil sich der Exfreund dann die Miete nicht leisten könnte. Also zahlt sie beide Mieten. Sie ist einfach viel zu nett. Und die andere Kollegin steckt grad mitten in einer Trennung – wenn der Freund nicht versteht, dass man sich in ein paar Monaten Ausland verändert und neue Interessen entwickelt und gern hätte, dass der Freund diese neue Heimat kennenlernt und er nicht will – selbst schuld. Eine weitere war verlobt – und wohnt jetzt im Hotel im obersten Stock. Getrennt. Weil sie sich für einen anderen interessiert und gemerkt hat, dass dann der Verlobte wohl nicht das Richtige ist. Eine weitere ist auf dem gefühlt 20. Date und sie machen nichts klar. Eine weitere ist mit ihrem Typi zusammen, dann nicht, zusammen, dann nicht. Alter der beiden: 19, gefühlte 12. Zum Glück kann man bei der Hotelarbeit gut reden und arbeiten gleichzeitig, sonst käme ja keiner zu etwas, bei dem ganzen Tratsch!

Wir haben auch einen neuen Operative Manager, d.h. einen Mann (Inder um die 40), der eigentlich das Hotel leitet, alles organisiert und den Überblick hat – dann aber den eigentlichen Manager (für das Bild nach außen) über die wichtigsten Sachen informiert. Der Mann mit Plan informiert den ohne.

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