Vegetarisches Australien

Es ist alles eine Sache des Willens und Wollens. Will ich vegetarisch leben? Dann ist das kein Problem.

Schwieriger wird es, wenn „gesund“ mit „vegetarisch“ kombiniert werden muss.

Und unmöglich, wenn „gesund“, „vegetarisch“ und „günstig“ zusammen kommen sollen.

20161129_114451Wrap mit Erdnuss-Tofu

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Nudelplatten mit Ricotta

20170106_192009Snack-Selection: Camembert, Halloumi, Oliven, getrocknete Tomaten, …

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Und am besten ist es ja eh, wenn er kocht! Kartoffel-Ei-Käse-Omlett mit Salat

Das Problem mit dem teuren Gemüse hatte ich schon auf meiner ersten Reise 2014. Ein Burger oder Pommes oder beides ist günstiger, als ein Salat. Und – man muss da schon ehrlich sein – macht auch mehr satt als Grünzeug. Tja. Geld sparen oder vegetarisch sein? Geld sparen oder gesund essen? Auf dieser Reise liegt der Fokus auf gesund. Wir verdienen zum Glück auch genug Geld, dass das möglich ist.

Hätte ich es gerne einfach, wäre ich aber ganz klar keine Vegetarierin mehr. Es braucht mehr Planung und mehr Standhaftigkeit, als in Deutschland oder England. Es fühlt sich so an, wie wenn hier alle naturverbundener sind – im negativen Sinne wenn es zum Essen von Fisch und Fleisch kommt. Die Tiere in Australien haben generell einmal mehr Platz, weil Australien riesig ist. Also werden sie schon einmal weniger schreckliche Leben haben. Aber zurückgehen und wieder Fleisch essen? Nein. Zurückgehen ist nicht mein Ding und ich will nicht, dass ein Tier für mich sterben muss, wenn doch Halloumi und Salat so genial schmeckt! Ich glaube auch, dass mein Steve Fortschritte macht. Er wollte angeln und ich meinte dann: damit der Fisch nicht leiden muss, musst du ihn sofort aufschlitzen. Nein, das macht er nicht. Dann sag ich: Dann kannst du nicht angeln gehen. Was machst du denn mit dem Fisch? – Wieder ins Wasser werfen. Toll. Also stirbt er wahrscheinlich an seinen inneren Verletzungen kurze Zeit später und du hast ihn somit nur für dein eigenes Vergnügen umgebracht, nicht einmal um ihn wirklich zu essen!

Eine ähnliche Diskussion hatte ich mit einer Kollegin auch. Das Gute ist hier, dass die Menschen offener wirken. Mehr überrascht vielleicht als in Deutschland. Vegetarismus ist in Australien nicht so normal, wie in Europa. Aber sie verurteilen weniger. In deutschen Gebieten kommen dir Leute mit Antworten wie: Kann ja gar nicht gesund sein, dass du kein Fleisch ist. Du brauchst doch das Eisen und die Proteine. Meine Lieblingsantwort dafür ist: Scheiße, das hab ich seit Jahren vergessen. Aber ich lebe noch. Und mir geht es super! Wenn ich erledigt und k.o. bin, weiß ich genau, dass es vom psychischen Stress kommt. Unter den ich mich immer selbst setze: ich will mein Leben sinnvoll nutzen und Pausen sind für Versager. Ich will durchackern und erfolgreich sein. Alles schaffen, was ich mir vornehme. Irgendwann kommt eben der Moment, in dem mein Körper mir sagt: heute machst du nichts. Du schläfst, isst Chips, schaust Twilight, New Moon, Eclipse und Breaking Dawn 1 und 2 und freust dich daran, dass du nicht zum Vampir werden musst, um mit deinem Steve zu sein.

Mein Weg geht sicherlich weiter zum Veganismus. Aber das ist hier zu schwierig. Dafür habe ich noch nicht genug Überzeugung. Aber die Zeit wird kommen. Vielleicht, wenn ich in Thailand arbeite? Ja, das ist ein guter Plan.

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