Fliegen fliegen, Fliegen fliegen überall

Man kann es sich in Deutschland wahrscheinlich nur schwer vorstellen. Aber selbst für hier ist das inzwischen schon eine Plage.

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Diese Fliegen sitzen nämlich nicht einfach nur auf deinem Arm oder kitzeln dich am Rücken… sie wollen in deine Ohren kriechen, deine Tränen trinken und gucken, was sich in deiner Nase befindet. Außerdem versuchen sie hin und wieder von dir verschluckt zu werden und wenn du sprichst, bleiben sie einfach auf deiner Lippe sitzen.

Wedeln hilft da auch nicht mehr, du musst sie wirklich direkt anfassen und wegwischen. Wenn du gerade keine im Gesicht hast, wirkt aber tatsächlich eine Scheibenwischer-Handbewegung, um sie abzuhalten, sich wieder in deinen Körperflüssigkeiten zu laben. Natürlich nur, wenn du nicht unterbrichst.

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Abfahrt, Abflug und Ankunft

Ich bin seit Samstag vor einer Woche in Deutschland und der Weg hierher war eine kleine Odyssee… als ich den Flug gebucht hatte, buchte ich noch keinen Koffer dazu, weil ich nicht wusste, ob ich einen benötige (als ich ein paar Tage vorher checkte, wie viel es denn kosten würde, hieß es 70 Pfund für hin und zurück – nein, danke). Aber die Zugfahrt buchte ich so, dass ich theoretisch einen Koffer aufgeben könnte. In englischen Zügen gibt es sogar Steckdosen!

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Nach dem Kräuterbutter-Toast gibt es den Selfie-„Hab ich was zwischen Zähnen“-Check.

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Jetzt muss ich mich wieder an Euros gewöhnen – die sind so viel logischer! Und die Pfund kommen weiter hinten in den Geldbeutel.

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5:19 Abfahrt in Pinhoe. Es gab leckere Blaubeeren, süßes Popcorn von Aldi und ein paar Stündchen Schlaf. Ich hatte da einen riesigen Entzug von der Arbeit und um 4:20h aufstehen tut dann noch das Übrige.

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Ankunft London Waterloo. U-Bahn zur Liverpool Street. Ab in den Zug.

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Dieses Mal habe ich ganz ohne extra Geld zu bezahlen den Gangplatz bekommen!

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Beeindruckt war ich auch von dem Flughafen Stansted: Steckdosen – aber nicht nur englische, sondern auch europäische uuuuund USB! Sehr fortschrittlich!

Sicherheitskontrolle. Dieses Mal legte ich meinen Laptop, meinen Kindle, meine Kamera und die Objektive schön nebeneinander… und meine Handtasche fuhr trotzdem auf das extra Band. Oh Mann. Meine externe Ladebatterie. Ich habe einfach zu viel Technik dabei!

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Meal Deal, wie immer:

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Und weil einfach viel zu viel Zeit war, gab es auch noch diese Nudeln aus Zucchinis von Leon. Super lecker!

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Und einen Kaffee und einen Wrap von Pret a manger für den Flug.

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Ankunft in Nürnberg. Passkontrolle. Gepäck war schon da, obwohl ich eine der Ersten war, die durch die Kontrolle kam. Da sind die echt total flott in Nürnberg! U-Bahn. Falsches Ticket gekauft. Zug in Nürnberg verpasst. Ticket umgetauscht – super Service der DB! (Ausnahmsweise netten Mitarbeiter erwischt!)

Zugfahrt nach Neustadt/Aisch und weil ich einfach mega Bock auf eine Breze hatte, kaufte ich mir eine. Leider nicht die beste, die ich je hatte, aber meinen Brezenhunger hat sie trotzdem gestillt!

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Und meine beste Freundin nimmt extra einen 15km Umweg auf sich, um mich am Bahnhof abzuholen und zu meiner Mama heimzufahren. Die Wolken unterwegs sind einfach der Hammer!

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Und in dem niedlichen Städtchen Bad Windsheim gibt es auch noch leckeres Essen:

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20160604_195530.jpg (bisschen fleischlastig die Franken)

20160604_200432.jpg 20160604_200459.jpg (deutsches Bier ❤ ) 20160604_201957.jpgSüßkartoffel-Pommes schmecken überall auf der Welt!

Besuch im deutschen Lande

Das waren meine Pläne vor meiner Anreise:

Echt früh morgens ab in den Zug und zum Stansted Flughafen… von da sind die Flüge einfach am günstigsten…. und sie gehen direkt nach Nürnberg, der nächste Flughafen zu meiner Mama. Zugtickets sind echt teuer.. aber wenn man früh genug bucht, gehts. Ich zahle für eine einfache Fahrt jetzt 25€. Der Hin- und Rückflug waren in etwa 65€, also auch voll ok. Ich verdiene ja auch Geld für die fotografierte Hochzeit, wenn ich „daheim“ bin, also rechnet sich das alles!

Ich erzähle euch einfach mal, was ich so vorhabe:

Ich werde natürlich Zeit mit meiner Mama verbringen, aber auch einige Freunde treffen. Ich dachte immer, ich bin etwas „freunde-los“, weil ich ja regelmäßig aussortiere, aber wenn man dann mal eine Woche daheim ist und alle sehen will, merkt man erst, dass es doch eine gute Anzahl ist. Und das Schöne ist, dass mir wirklich jeder dieser Menschen am Herzen liegt und ich mich für deren Leben interessiere und sie mich in meinem unterstützen. Manche natürlich weniger als andere, aber auf jeden Fall kritisiert mich keiner und alle geben sich Mühe, meine Entscheidungen zu verstehen und mir trotzdem ihre ehrliche Meinung zu sagen. Genau das brauche ich! Danke!

Friseur ist angesagt! Endlich! Dank Sonne sind die Strähnchen nicht so wirklich zu sehen, aber trotzdem: allein das ich-war-beim-Friseur-Gefühl ❤ Ich brauche es mal wieder!

Meine Zeit in Deutschland wird mein Urlaub… denn ich nutze dafür vier Ruhetage (von denen ich normalerweise zwei pro Woche habe) und fünf Urlaubstage. Mit meinen Urlaubstagen muss ich vorsichtig umgehen, immerhin arbeite ich ja nur fünf Monate im Hotel, also hab ich nicht einmal die Hälfte des normalen Jahresurlaubs von 28 Tagen! Allerdings war ich schon an zwei Feiertagen arbeiten, das bedeutet nicht nur ein weiterer Tag frei, sondern auch doppelte Bezahlung 😉

Ich bin schon gespannt, wie sehr ich vermisst werde und wie sehr ich vermisse. Immerhin waren wir jetzt wirklich ein paar Monate ununterbrochen zusammen. Vielleicht vermissen mich sogar Kollegen aus dem Hotel .. das wäre schon schön 🙂

Außerdem natürlich die Hochzeit mit Standesamt, Probeshooting und dem eigentlichen Hochzeitstag. Gebucht bin ich noch für ein Freundschaftsshooting in Würzburg! Freu mich schon, wieder Menschen zu fotografieren, in letzter Zeit waren ja doch eher Landschaften dran. Ich hoffe, ich kann das noch 😉 Ich denke, es ist wie Fahrrad fahren. Das verlernt man nicht…

Und das die umgesetzten:

Meine Hinreise war eine kleine Odyssee, deswegen gibt es dazu morgen einen seperaten Beitrag (mit vielen Bilder 😉 )
Zusätzlich zu meinen Plänen ergab sich noch die Möglichkeit, die Stadt Rothenburg zu besichtigen! Ich war da vor Jahren mal mit der Schule, kann mich aber nicht wirklich erinnern, was es so zu sehen gab – aber was hängen geblieben ist: die Stadt ist super schön!
Freunde kamen fast alle dran, alle alle kriegt man eben doch nicht unter! Morgen gibt es nochmal ein abendliches Quatschen mit meiner zukünftigen Trauzeugin und dann geht’s am Dienstag schon wieder heim (das habe ich ganz automatisch geschrieben – heim nach England, mein Zuhause)!
Die Zeit hier war schon ein bisschen wie Urlaub. Meine Hände sind wieder zwart und meine Fingernägel länger. Meine Beine rasiert und meine Haut ein bisschen brauner. Ich hatte also mal wieder Zeit, mich um mich selbst zu kümmern! Damit das auch in England öfter möglich ist, habe ich schon per Mail Bescheid gegeben, dass mir vier lange und ein kurzer Tag pro Woche reichen. Wie eben eine normale Arbeitswoche.

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Heute kopiere ich noch einige CDs und DVDs auf meine externe Festplatte, denn die würden zu viel Platz wegnehmen in meinem Handgepäck-Koffer. Außerdem hat mein Laptop kein Laufwerk und ich sitze/liege gerne im Bett, wenn ich einen Film ansehe. Ist viel bequemer als ein Sofa.

Ich war heute etwas später dran mit dem Veröffentlichen. Gestern war die Hochzeit und ich konnte endlich einmal ausschlafen (bis 13h!!!). Ich habe mir dank Heuschnupfen eine Erkältung eingefangen (Nase zu – durch den Mund atmen – kalte Luft macht Halsschmerzen – Halsschmerzen und Schniefen machen Kopfschmerzen – krank) und war die letzten Tage immerzu beschäftigt… da hatte ich einfach etwas Erholung in Form von Schlaf nötig. Dann wollte ich unbedingt schon packen … ich will wirklich wieder zurück! Das Heimatgefühl ist in England schon viel ausgeprägter, als hier.

Wie ich zur englischen Carolina wurde

Mitte Februar wurde der Flug gebucht – das habe ich gestern schon verraten. Und dann gingen die eigentlichen Vorbereitungen erst los. Die Sachen in meinem Zimmer wurden in Häufchen sortiert:

England

später nach England

in Mamas Keller

wegschmeißen

verschenken

zum roten Kreuz

mit ins Handgepäck

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Und es wurde noch schlimmer, als meine Regale und meine Schränke verschwanden. Aber irgendwie hat sich tatsächlich alles aufgelöst.

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Ich habe zwei Pakete nach England geschickt. In einem war nur ein Trolli, den ich so vollgepackt hatte, dass er schon 30kg auf der Kofferwaage

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angezeigt hat.

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Maximal dürfen es 31,5kg sein, damit es noch per DHL verschickt werden kann. Außerdem darf nichts abstehen, es muss also quadratisch sein. Deswegen kam der Koffer einfach in den Karton, in dem er bei mir ankam. Das Empfangsland muss sich in der EU befinden und das Paket darf die Maße von 120x60x60 nicht überschreiten. Deswegen hatte ich extra Kartons bestellt, um diese Maße voll auszunutzen, aber vom Gewicht wurde ich doch beschränkt. Und 31,5kg erreicht man echt schnell!

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Kosten tut das ganze dann übrigens 45€. Voll ok. Wenn ich den Koffer per Flugzeug mitgenommen hätte, dürfte er maximal 25kg wiegen. Und ich müsste dafür  extra zahlen. Außerdem müsste ich ihn ja die ganze Zeit herumtragen! Zusätzlich zu meinem Handgepäckkoffer und meinem Rucksack. Unmöglich.

Außerdem war ja auch noch ein bisschen etwas übrig…

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Und das Handgepäck kam auch noch dazu:

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Und als dann endlich die Kartons da waren (das hat wirklich Ewigkeiten gedauert und dann kamen sie direkt am Tag vor meiner Abreise … kleiner extra Stress für mich):

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Und dann ging es los. Mama bringt mich zum Flughafen. Dort steige ich in ein Flugzeug. Mit einem One-Way-Ticket nach England.

Kurzer Kaffee-Stop.

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Kurzes Shoppen für ein Oberteil, weil ich alles im Koffer geschickt habe und wir ja nun doch ein paar Tage in einem Hotel in Wraysbury geblieben sind und dabei das hier gefunden (nicht gekauft):

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Ja und dann war ich auch schon am Flughafen. Meine Mama hat sogar noch mit mir gewartet und ein Abschiedsselfie gab es auch:

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Wir verstehen uns ja eigentlich schon ziemlich gut ❤

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Einen Moment später: Zug und U-Bahn in England. Verrückt. So lang geplant und darauf hingefiebert und dann ging es doch so schnell. Und jetzt bin ich da!

Kleines Pech, großer Abschied

Heute ist nicht mein Tag. Ganz und gar nicht. Bin um 6:20h aufgestanden, war duschen, hab meine restlichen Sachen gepackt, mit der Mama geskypt und gefrühstückt. Bis dahin war noch alles gut. Dann bin ich in die U-Bahn gestiegen und wollte bei der 96. Straße in den Express umsteigen, der super voll war, also bin ich wieder in die nächste langsame 1 gestiegen. Dort konnte ich sitzen, aber es hat ewig gedauert. Geregnet hat es auch und genau in diesem Regen bin ich zum 9/11 Museum gelatscht und es standen schon wieder viele Leute da, aber alle mit offenem Regenschirm, also waren es nicht soooo viele, wie es aussah. Ich wollte dann ein Ticket holen, ich kann nämlich nicht einfach nur den New York Pass vorzeigen. Der muss gescannt werden, weil man in jede Attraktion nur einmal rein darf. Als ich dann nach fünf Minuten Warten im Regen dran war, hieß es, dass ich hier nicht mit dem New York Pass rein darf. Angeblich steht in meinem Heftchen, das ich dazu bekommen habe, nur, dass ich das Denkmal anschauen darf. Hallo?! Das darf jeder. Die sind öffentlich zugänglich. Sie ließ dann auch gar nicht mit sich reden. Eintritt hätte 25USD gekostet. Nein danke. Ich lass mich doch nicht verarschen. Also bin ich im Regen zurückgelatscht, in den nächsten Express gestiegen und an der 96. umgestiegen in die 1. Da hatte ich ein bisschen Glück, denn ich musste kaum warten. Irgendwie kommt die 1 heute aber eh alle vier Minuten. Wieso auch immer. Die Post habe ich dann auch sofort gefunden, hab ja noch Postkarten, die ich nach Hause schicken will und dort, wo ich sie gekauft habe, waren die Briefmarken aus. Es hieß dann, ich könnte welche in meinem Hostel kaufen. Hab mir aber schon gedacht, dass das nicht geht. Ging dann auch wirklich nicht. Ich hab mir dann welche in einem dieser kleinen Läden gekauft, war mir aber fast sicher, dass das nicht stimmt. Ich war dann also in der Post, stand in der Reihe und sah dann einen Mitarbeiter herumlaufen, also fragte ich ihn: Es fehlen 20Cent pro Postkarte. Ich könnte aber per Kreditkarte (für 40ct!!!!!!!!!!) an einem Automaten Briefmarken kaufen. Also erster Automat ausprobiert: hat nur noch große, die passen natürlich nicht mehr auf meine Postkarte. Nächster Automat: man muss mindestens fünf Briefmarken kaufen. Die wollen mich doch wirklich verarschen, oder?! Also stelle ich mich wieder für 10 Minuten in die Schlange, um an einem Schalter zwei Briefmarken für je 20Ct zu kaufen. Wehe diese Postkarten kommen nicht an!!!!!!!!!!!

Ich wartete dann einfach nur noch im Hostel. An einem Tag, an dem nichts klappt und auch noch das Wetter besch…eiden ist, sollte man einfach zu Hause bleiben. Um 13:20h kommt ja eh mein Shuttle zum Flughafen und indem ich hier bleibe, kann ich den schon einmal nicht verpassen. Zum Glück hatte mein Freund ein bisschen Zeit zu skypen und so verging die Zeit recht schnell. Umziehen musste ich mich natürlich auch noch, kann ja nicht über zehn Stunden (zum Flughafen kommen, warten, fliegen, zum Hostel kommen) in nassen Schuhen und nasser Hose herumlaufen!

Achja, noch etwas zum Beschweren: die vom Hostel sperren dein Gepäck nur kostenlos weg, wenn du ankommst, nicht, wenn du gehst. Und ein Schließfach kostet 5USD pro 24 Stunden. Ich bräuchte es nur für fünf Stunden, aber das geht nicht günstiger. Also habe ich es einfach in eine Nische neben die Schließfächer gestellt und da stand er auch noch schön brav, als ich wiederkam. Dort zog ich mich auch um, ist ja das Problem der anderen Leute, wenn sie hinsehen und es sie stört. Heute war mir echt alles egal.

Der Fahrer war dann auch tatsächlich pünktlich und ich hatte ein paar nette Leute im Bus, fast nur Deutsche, die sich für meine Reise interessierten.

Natürlich war ich ewig zu früh am Flughafen, was aber bedeutet hat, dass ich kaum warten musste bei der Gepäckaufgabe. Man muss ja anfangen, die Sachen wieder positiv zu sehen. Außerdem habe ich, was Warterei angeht, absolut mein Zeitgefühl verloren, was gut ist! Ob ich jetzt 10 Minuten oder 10 Stunden warte, fällt mir fast nicht mehr auf. Bei der Security-Kontrolle legte ich meine Jacke, meine Schuhe und meinen Laptop in eine Kiste und meinen Rucksack dahinter. Ohne, dass ich es bemerkt habe, legte ein Security-Beamter meinen Laptop in eine extra Kiste hinter meinen Rucksack. Natürlich vergaß ich ihn dann gleich Mal. Mein kleiner Rucksack wiegt ja 10kg (der große heute 23kg), da fallen die 1,5kg vom Netbook nicht mehr wirklich auf. Aber die Frau nach mir in der Reihe sah mich später und machte mich darauf aufmerksam und ich bekam ihn zurück. In der Wartezeit hole ich ihn fast immer raus, spätestens da wäre mir dann das Fehlen auch aufgefallen. Ich aß dann bei einem Griechen Gyros, das aus Hackfleisch bestand, mit Gemüse, Tzaziki und Salat. Man weiß ja nicht, wann man das angekündigte „Abendessen“ im Flugzeug bekommt und ob das gut ist und Essen gehen ist immer eine super Zeitüberbrückungsmethode: hinsetzen, auf Karte warten, aussuchen, bestellen, auf Getränk warten, auf Essen warten, bezahlen, gehen = Zeit vergangen.

Das Flugzeug hob dann erst um 19:10h ab, eine Stunde nachdem das Boarding beendet gewesen hätte sein sollen. Aber auch das störte mich weniger, wenn ich hatte einen netten Gesprächspartner: ein (angeblich) 50-jähriger Italiener, der schon in New York, London, Paris und sonst wo gelebt hat, inzwischen mit seiner Frau in Barcelona (Spanien) lebt und schon einen Tag vor ihr nach Hause fliegt, weil er geschäftlich (er ist Immobilienmakler) zu tun hat. Er vermisst seine Frau und seine 9-monatige Tochter aber sehr (er erzählte ständig von ihnen). Ich erfuhr auch, dass er früher Fotograf war und als er meine Canon EOS 600D im Rucksack sah, fragte er, ob ich denn auch fotografiere und natürlich fragte ich ihn, ob er nicht ein paar Fotos sehen wollen würde. Natürlich! Definitiv besser, als Langeweile! Und das Beste: ihm gefielen einige und er mein liebster Satz von ihm war: „Hier fängst du genau ihre Seele ein. Man hat das Gefühl, dass man mit ihr fühlt, genau weiß, was sie denkt.“ DANKE! Genau das will ich mit meinen Fotos erreichen! Ihm gefielen auch genau die Bilder am Besten, die mir auch am Besten gefallen, was mir wieder meinen „guten Geschmack“ bestätigt, den ich während meiner Reise ausgebaut habe.

Irgendwann bekamen wir dann auch zu Essen: er nahm das Hühnchen, ich den Fisch und mein Fisch sah besser aus. Andere Kleinigkeiten gibt es auch immer noch: Brötchen, Schmierkäse, Cracker, … und danach entschieden wir uns dazu, einen Film auszusuchen. Meine Kopfhörer funktionierten nicht besonders gut und ich verstand eigentlich kaum ein Wort und musste deswegen meinen englischen Film beenden und entschied mich stattdessen für Harry Potter 7.1, den habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen, weiß aber, um was es geht und dann gab es ihn sogar noch auf deutsch, also wirklich fast problemlos zu vrstehen. Müde war ich ja inzwischen auch und das trägt dann auch noch dazu bei, dass man englische Filme nicht mehr so gut versteht. Ein Stündchen schlafen war dann auch noch drin und nach dem Frühstück (ein Hühnchen-Sandwich, absolut eklig und nach dem ersten Bissen liegen gelassen) landeten wir auch schon!

Ich verabschiedete mich von meinem Italiener, der weiter nach Barcelona fliegt, allerdings erst in sechs Stunden, und wartete am Gepäckband auf meinen Rucksack. Noch bevor ich mein Gepäck erhielt, kam der Italiener wieder an: er kommt doch mit, sechs Stunden am Flughafen sitzen bringt auch nichts. Ich lief dann zur Bushaltestelle, zahlte 3,50€ und fuhr zu meinem Hostel. Der Italiener, übrigens ist sein Name Emanuel, checkte grad noch mit Hilfe seines iPads, ob er auch mit dem Bus fahren kann, aber dann fuhr der Bus schon los und ich konnte ihm nur noch winken. Wir hatten uns ja aber schon vor der Gepäckausgabe verabschiedet, deswegen war das jetzt nicht sooo schlimm, dass ich einfach davonfuhr.

Den Weg zum Hostel fand ich dann nicht ganz ohne Umwege, aber irgendwann war ich dann da. Zum Glück war es erst 8h morgens, denn Lissabon macht San Francisco Konkurrenz was Berge angeht und ich trage ja grad 33kg mit mit herum. Die im Hostel waren dann total nett und ich konnte sofort in mein Zimmer! Natürlich sind hier gerade viele Deutsch, vor allem auch Familien, immerhin sind ja Pfingsferien in der Heimat! Franzosen sind auch viele da, vielleicht haben die auch Ferien?! Super war auch, dass ich noch frühstücken durfte, obwohl man ja theoretisch erst am Morgen nach der bezahlten Nacht essen darf. Es gab Brötchen (!!!) mit Marmelade und Butter, Kellogs mit Milch und Kaffee und Tee nach Belieben. Nach einer Schüssel Kellogs und einem Brötchen war ich dann auch schon satt und wollte nur noch schlafen. Kurz skypen war dann noch drin und dann fiel ich schon in einen tiefen Schlaf. Ich flog ja letztendlich um 19h los, kam um 6h Ortszeit in Lissabon an, in New York wäre es dann 1h nachts. Klar, dass man dann müde ist. Und Lissabon soll für mich nur zum Entspannen sein, deswegen ist schlafen erlaubt, auch wenn es dem Jetlag vielleicht nicht hilfreich ist. Gute Nacht!