Großartige deutsche Gäste

Jeder wird gerne gelobt! Aber wenn Gäste dir zu Weihnachten sogar etwas basteln, weil du dich so gut um sie gekümmert hast und das dann in Klopapier einwickeln, weil es nichts anderes gibt… das ist schon ein anderes Level an Dankbarkeit!

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Und dann gibt es die Menschen, die total begeistert sind, dass du hier arbeiten kannst, wo sie Urlaub machen. Am anderen Ende der Welt. Und ihnen den perfekten Kundenservice bieten kannst, weil du ihre Sprache sprechen kannst. Sogar diejenigen, die perfektes Englisch sprechen, warten bis zu zehn Minuten, um sich dann von mir bedienen lassen zu können.

Und dann gibt es die Menschen, die alles wissen wollen. Warum bin ich hier und was mache ich danach und komme ich je zurück nach Deutschland? Und das Tolle ist, dass diese Menschen verstehen, warum ich mehr sehen will. Denn sie sind ans andere Ende der Welt gereist, um Australien zu sehen.

Und manche Gespräche sind so fesselnd, dass sogar der englische Freund eifersüchtig wird, obwohl es nur ums Reisen geht und um meine Zukunftspläne mit unserem B&B. Und wir haben sogar englisch gesprochen, als er in der Nähe war. Aber der 62-jährige Roland und ich waren eben so auf einer Wellenlänge, dass mein Steve da nicht mit-surfen konnte. Zum Glück wird die Bar um zehn geschlossen und wir wurden praktisch gezwungen unser Gespräch zu beenden.

Ja und dann gibt es eben die mega Zufälle und plötzlich steht jemand aus Diespeck vor dir. Aus dem Ort, in dem du aufgewachsen und zur Schule gegangen bist und sie erkennt dich nach deinen Verwunderungsrufen dann auch wieder – trotz roter Haare und lange nicht gesehen und nicht erwartet etc. Liebe Grüße Lisa und Christian!

Und wiederum andere sind so dankbar für jede Kleinigkeit, die du für sie machst und freuen sich immer, dich zu sehen und schütteln nicht ungläubig mit dem Kopf wenn du von deinem Bed&Breakfast erzählst… Hab euch lieb, Doris und Ute!

Glückliche Kamele reiten

Ja der Titel klingt etwas gewöhnungsbedürftig heute. Aber nur Kamelreiten hat nicht gepasst. Nicht zu diesen Kamelen!

Denn sie sind in erster Linie wirklich glücklich. Dank Henk, dem Kamelflüsterer. Kamele denken in Bildern und er kann diese Bilder sehen und so verständigen sie sich.

Und wie bringt er ihnen bei, im Wasser aufzustampfen und die Reiter nass zu spritzen? Indem er es vormacht… und dann noch das Geheimrezept: eine Karotte isst! Kamele und ich haben also etwas gemeinsam: die Liebe für Karotten!

Und dann handelt er noch nach einem ganz einfachen Prinzip, also theoretisch ist es einfach: wenn du mir gut tust, tu ich dir gut. Wenn du mir nichts schlechtes tust, tu ich dir nichts schlechtes. Sollte eigentlich unter Menschen schon längst gelten – tut es leider nicht immer. Und bestimmte Politiker tragen auch nicht gerade zu einer Besserung bei.

Kamele stehen auf Kuscheleinheiten und Menschen wollen Erinnerungsfotos. Also bitte einmal kurz die Kamera an Henk übergeben und einmal das breiteste Grinsen aufsetzen, das möglich ist.

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PS: Kamela stinken nicht. Sie spucken auch nicht und können gar nicht beißen. Sogar wenn sie dir auf den Fuß steigen tut es nicht weh, dank einer lederartigen Fußsohle. Wahnsinns Tiere, diese Wüstenschiffe!

PPS: Es gibt noch viel mehr Fotos, aber die muss ich erst einmal kleiner machen, sonst dauert das Hochladen ewig und es nimmt mir den ganzen Platz hier im Blog weg.. damit er nämlich kostenlos bleibt, darf ich nur eine bestimmte Menge an GB verwenden… jaja, meine Probleme möchte man haben 😛

Ein überraschend perfekter Geburtstag

Jep. Jetzt bin ich 26. In der zweiten Hälfte auf dem Weg zur 30. Und wisst ihr was? Es fühlt sich nicht anders an. Ich bin einfach nur so wahnsinnig gespannt, was sich in diesem Lebensjahr so tut.

Wen werde ich treffen?

Wen werde ich verlieren?

Wo werde ich sein?

Wo werde ich bleiben?

Welches Wissen eigne ich mir an?

Welche Erkenntnisse erlange ich?

Wie läuft es mit meinem Steve?

Wie geht es meiner Mama?

Was tut sich bei meinen engen Freunden?

Also prinzipiell die gleichen Fragen, die man sich zum Neujahr stellt. Und das ist ja nur 19 Tage vor meinem Geburtstag und somit komme ich an meinem Geburtstag normalerweise in keine Identitätskrise. So lange ich mein Leben so lebe, wie ich das will und für richtig halte, wie kann ich dann Jahre oder Monate verschwenden? Richtig. Gar nicht. Ich bin so glücklich, jeden einzelnen Tag. Unglaublich!

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Ja und dann hatte ich wirklich so tolle Menschen um mich herum, dass mein warmer Geburtstag in Monkey Mia einer der besten war, die ich je feiern durfte!

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Warum Portugal Nummer 1 ist

Die Menschen.

Freundlich, offen, kulturell interessiert, ordentlich, motiviert und pünktlich.

Ich brauche es warm. Mein b&b muss irgendwo sein, wo es möglichst immer über 20°C hat. Die Kälte ist nicht so mein Ding. Außerdem will ich mit den lokalen Läden etc. zusammenarbeiten und dazu müssen sie zur Zusammenarbeit aufgeschlossen sein. Lokale Produkte, wie Obst und Gemüse, müssen bezahlbar und lieferbar sein. Meine Angestellten sollen nach deutschen Standards arbeiten können und ich will ihnen gutes Geld bezahlen. Gutes Geld für portugiesische Verhältnisse ist erreichbar, wenn man englische und deutsche zahlende Gäste hat. Man muss sich gut um seine Angestellten kümmern, denn sie kümmern sich um die Gäste und um die geht es ja im Großen und Ganzen. Ich kann es kaum erwarten!

Die Landschaft.

Habt ihr einmal Fotos gesehen? Kilometerlange Abschnitte mit keiner Menschenseele. Grün und trotzdem warm. Hügel und Berge und Täler. Und so viel Küste mit niedlichen Küstenstädtchen. Da muss mein b&b hin. Für Kinder und Haustiere und Menschen jeden Alters.

Ach und die Sprache? Spanisch perfektioniere ich bei meiner Südamerika-Reise, die irgendwann ansteht. Und portugiesisch ist ziemlich ähnlich, d.h. ich kann mich mit spanisch durchschlagen oder lerne natürlich im Vorhinein die wichtigsten Begriffe.

Deutsche Freunde

Es ist normalerweise gar nicht so, dass ich mich um Deutsche schare. Eigentlich finde ich immer allen anderen viel interessanter. Aber irgendwie hat man etwas gemeinsam. Man ist deutsch. Man hat die gleiche Herkunft, die gleiche Kultur und wenn man sich dann an einem Ort befindet, an dem sonst alles anders ist, ist das eine schöne Gemeinsamkeit. Und darauf kann man aufbauen.

Hier in Monkey Mia hatte ich meine deutschen Freunde. Und alle zusammen sind sie gegangen. Und haben mich allein gelassen im Paradies. Um ein anderes Paradies zu bereisen und mich neidisch zu machen, weil ich noch arbeiten muss, um Geld zu haben und reisen zu können.

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Sarah und Maren

Und besonders eine Person hat es mir wirklich angetan. Ich würde einfach einmal sagen: in Deutschland wären wir wahrscheinlich keine Freunde geworden. Erst einmal wären wir uns nie über den Weg gelaufen und wenn man sich in Deutschland begegnet ist das „deutsch sein“ keine Gemeinsamkeit mehr, die verbindet. Aber deswegen reist man ja. Um Menschen kennenzulernen, sich auf sie einzulassen und Freundschaften zu bilden, die hoffentlich ein Leben lang halten. So wie mit meiner Nancy. Meine liebe Nancy ❤

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