Drei Monate später …

… hat sich überraschend viel geändert und doch ist noch einiges gleich geblieben 🙂

Ich nehme kurz Bezug zu dem vorherigen Post: mein Tourist-sein in Würzburg hat sich erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben. Schwedisch lernen steht nicht mehr an – das bringt einfach viel zu wenig. Eine Freundin war vor Kurzem für ein halbes Jahr in Schweden und kam fast nie dazu, schwedisch zu sprechen, obwohl sie es an der Uni Würzburg gelernt hat, denn die Schweden sprechen alle viel zu gern und viel zu gut Englisch! Aktuell plane ich eher, nach erfolgreichem Spanisch-lernen, mich mit italienisch und/oder portugiesisch weiterzubilden – denn diese beiden Sprachen sind dem Spanischen sehr ähnlich und deswegen denke ich, dass das durchaus im Bereich des Möglichen liegen würde, diese Sprachen zusätzlich zu lernen. Um nicht durcheinander zu kommen müsste ich natürlich erst einmal irgendwohin, um eine Weile Spanisch zu sprechen: zum Beispiel Mittel- und/oder Südamerika. Dazu gibt es aber bis jetzt noch keine genauen Pläne, das ist nur ein „will dahin“!

Fotografie läuft super!

* hab einige Projekte gestartet (und beendet)

* wurde für zwei weitere Hochzeiten 2015 gebucht ( Nummer 1: Larissa und Dennis, Standesamt in Veitshöchheim und Familienfotos im Rokokogarten am 17.07.2015 // Nummer 2: Elke und Manfred am 14.08.2015 in Heßlar, Elke ist die Mutter von Vanessa, meiner zweiten Juni-Braut)

* komme inzwischen gut mit meinem Bearbeitungsprogramm Lightroom zurecht

* meine Facebook-Fotoseite (https://www.facebook.com/Caros.Photos) läuft super! Viele neue Likes dank der Hochzeiten und Projekte und viele Leute, die mir schreiben und sagen, dass ihnen gefällt, was ich da tue –> sehr motivierend!

* ich habe das Gefühl, ich bin so kreativ wie noch nie

* die erste sichere Buchung für eine Hochzeit nächstes Jahr ist auch durch: Jasmin und Carsten am 11.06.2016 in Birnbaum/Gerhardshofen, d.h. ganz daheim bei Mutti

* das dforum (für Canon-Fotografen, wie ich einer bin) hat in Würzburg ein Festival organisiert, auf das ich dank einer Fotografin gestoßen bin, der ich auf Facebook folge (d.h. sie hat eine Fotoseite wie ich, bei der ich auf „gefällt-mir“ geklickt habe und seitdem sehe ich, wenn sie etwas postet, d.h. einen Beitrag verfasst etc.), diese Fotografin hat dann dort einen Vortrag gehalten, genauso wie einige andere Fotografen. War für mich ein sehr beeindruckender und lehrreicher Tag!

* ein Abend am Main, einige Sonnenaufgänge aus dem Fenster meiner Wohnung, ein christliches Musik-Festival namens SHINE und mein erstes Aktshooting gabs auch noch:

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Bild: Hochzeit Dortmund am 09.05.2015, Nadine und Niklas mit Coleen

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Bilder: Hochzeit Diespeck am 13.06.2015, Simone und Benjamin, eigentlich als Gast, aber dann doch als Fotografin 😉

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Bild: Hochzeit Obernbreit am 20.06.2015, Mirjam und Matthias mit Mailin (ohne Shooting, weil die beiden ein After-Wedding-Shooting bei einer anderen Fotografin geschenkt bekamen)

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Bild: Hochzeit Heßlar am 27.06.2015, Vanessa und Andy, witzigerweise auf dem Anwesen „meiner“ Hausdame aus dem Hotel Rebstock Frau Reuß

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Bild: Hochzeit Veitshöchheim am 17.07.2015, Larissa und Dennis, Rokokogarten Veitshöchheim; Ich wurde von einer ehemaligen Mitschülerin empfohlen ❤

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Bild: Matteo, Sohn einer Bekannten, die ich auch schon vor meiner Linse hatte!

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Bilder: Projekt „Emotionen“, hier: „Kampfgeist“ mit den Fußballmädels des FSV 07 Holzkirchhausen/Neubrunn. Wie ich dazu gekommen bin? Der Bräutigam Andy ist Trainer und die Braut Vanessa Spielerin bei dieser Frauenfußballmannschaft und als ich über Facebook nach Freiwilligen gesucht habe, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, hieß es vom Andy: Ich frag Mal meine Mädels. Und es hat geklappt! Und wie! War richtig schwer, sich für fünf Fotos zu entscheiden! Will euch ja nicht zu-spamen 😉

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Bilder: Selfies (= Bilder, die man von sich selbst macht), denn sie kommen super an auf meiner Facebook-Seite. Ich muss auch sagen, ich fühl mich einfach gut :-), womit wir wieder beim Thema Sport wären, aber dazu später mehr. Außerdem kann ich bei eigenen Fotos etwas kreativer in der Bearbeitung sein und „Mut zur Hässlichkeit“ beweisen 😉

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Spanisch lernen komme ich grad gar nicht mehr dazu, aber das habe ich auf die Zeit ab Oktober geschoben. Was ich da mache? Dazu komme ich gleich ;-).

Sport läuft super! Bin sehr zufrieden mit mir und meinem Körper – eben so richtig im Gleichgewicht wie man so schön sagt!

Ab Oktober will ich auch meine Wohnung zwischenvermieten, weil ich dann weg bin …. für ein halbes Jahr. Und zwar in England! Ich mache Aupair in Windsor, das liegt 20 Minuten von London entfernt. Die Familie habe ich über eine Website namens aupair-world gefunden. Die Mutter kommt aus Hamburg, die Eltern des Vaters aus Indien. Der Sohn ist bald 4 Jahre alt und die Tochter schon 7. Vertrag ist unterschrieben, das Finanzielle geklärt, der Flug gebucht: 11.10.2015! Ich freu mich total! Vor allem darauf, England/London zu erkundigen, denn das bedeutet, ich habe wieder etwas zu bloggen! Wahhhhh! Außerdem werde ich wohl viele Fotos von den Kiddies machen dürfen, denn wann habe ich sonst rund um die Uhr Kinder „zur Verfügung“ ;-). Zeit für Sport und Spanisch habe ich auch, im Haus ist ein Fitnessraum ❤ ! Windsor hat zwar alle Geschäfte, die man so braucht, ist aber trotzdem eher grün mit vielen Parks etc. Meine Privatsphäre kann ich auch gut haben, denn ich habe nicht nur ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad, sondern sogar eine kleine Küche! Und weil ich keine Miete zahlen muss, werde ich das Taschengeld, das ich währenddessen bekomme, in Fotoequipment investieren können, um in Zukunft noch besser ausgerüstet zu sein!

Spätestens im Oktober hätte ich somit mit meiner Hotelarbeit aufhören müssen, aber ich habe beschlossen, schon Ende Juli aufzuhören, damit ich mich voll auf mein Examen konzentrieren kann.  Ich denke auch nicht, dass ich nach meiner Aupairzeit wieder dort anfange, dazu war der Verdienst zu schlecht. Ich bekomme zwar 8,50€ die Stunde – dafür wird aber auch verlangt, dass ich zwei Zimmer pro Stunde reinige. Und wenn ich länger brauche ist das mein Problem, allerdings auch, wenn die Gäste einfach nicht das Zimmer verlassen. Deswegen hatte ich beispielsweise letzten Montag einen Stundenlohn von 6,20€ und das ist einfach viiiiiieeel zu wenig für die körperlich anstrengende Arbeit. Womit genau ich nach England meine Zeit verbringe ist noch nicht klar und das wird es auch erst einmal nicht. Immerhin kann sich bis England, in England und auch danach alles ändern. Mein Motto mit dem „Pläne sind da, um wieder verworfen zu werden“ steht also noch. Ich habe Alternativen – aber für welche (oder ob überhaupt für eine dieser Alternativen) ich mich entscheide, ist vollkommen offen. Ich will eigentlich zurück nach Würzburg – deswegen vermiete ich meine Wohnung auch nur zwischen. Und ich muss an der Uni eingeschrieben sein, damit ich meinem Wohnheim eine Immatrikulationsbescheinigung vorlegen kann und das Semesterticket für Bus und Bahn bekomme. Wahrscheinlich schreibe ich mich für den Master Germanistik ein und nach jetzigem Stand kann ich mir auch vorstellen, ihn zu machen. Nebenbei arbeiten, um Miete und Co. zu finanzieren natürlich. Hochzeiten fotografieren – auch klar! Andere Möglichkeit: nachdem man das erste Staatsexamen (Lehramt in Bayern) bestanden hat, kann man an einer Schule arbeiten und bekommt „nur“ 1800 im Monat. Entweder ich mache das nur, um Geld zu verdienen (immerhin hätte ich dann automatisch die Wochenenden frei für meine Hochzeiten) oder ich entdecke dabei wieder, dass Lehrer sein erfüllend ist und es motiviert mich dazu, im September 2016 mein Referendariat (zwei Jahre an einer Schule mit weniger Wochenstunden, viel Zusehen, viel Beobachtet-werden von anderen Lehrern) anzufangen. Möglich wäre auch, dass ich – egal bei welchem der eben genannten Szenarien – der Fußballmannschaft beitrete, von der ihr oben die Kampfgeist-Bilder seht. Die Mädels sind nicht nur sympathisch, es wäre auch ein regelmäßiger Sport.
So ein kleines Hirngespinst wäre auch noch, irgendwann ein Hotel zu eröffnen, oder eine kleine Pension. Dazu wäre natürlich eine Ausbildung im Hotel nicht schlecht und ich weiß, dass im Hotel Rebstock immer wieder Leute gesucht werden, weil viele ihre Ausbildung nicht abschließen. Bei mir ginge es dann natürlich nicht darum, wirklich das Abschlusszeugnis zu bekommen, sondern eher darum, wirklich zu lernen, was man denn so machen und an was man denken muss. Reines Hotelmanagement studieren wäre wohl eher nichts für mich. Für die Buchhaltung müsste ich mir Hilfe suchen, wenn es denn jemals dazu kommen sollte. Eine Ausbildung würde nur zwei Jahre dauern, wenn man Abitur hat – das wäre schon verlockend. Klar denkt jetzt wahrscheinlich der ein oder andere: das Referendariat geht doch auch zwei Jahre, soll sie das doch machen. Das kann schon sein. Aber das ist ja mein Leben und ich muss glücklich sein. Jeder Mensch ist in den Dingen besser, die ihn begeistern und interessieren. Warum sollte ich also nur mittlere Leistung bringen, wenn ich etwas tue, das mich nicht interessiert und begeistert? Gibt für mich persönlich keinen Sinn. Kein Mensch ist von mir abhängig: weder Freund noch Kind noch Eltern oder Geschwister. Also kann ich mein Leben so gestalten, wie ich das für richtig halte und mein „richtig“ bedeutet: ich muss glücklich sein. Also mache ich das, was mich glücklich macht. Und wenn das bedeutet, dass ich meine Pläne monatlich, wöchentlich, täglich oder stündlich ändere, dann ist das eben so. Das musste Mal raus.

Und gerade bin ich glücklich! Trotz anstehendem Examen.

Den nächsten Beitrag gibt es wahrscheinlich trotzdem erst nach meinen Examensprüfungen, also Ende September! Freue mich schon so auf das halbe Jahr in England und die Möglichkeit, endlich wieder zu bloggen!

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